Von Magdeburg nach South Carolina

Heute habe ich Michael zu Gast, den Betreiber des Blogs nullzinssparer.com, der seit knapp 1,5 Jahren in den USA lebt. Da Michael uns viel zu erzählen hat, geht es ohne lange Einleitung los. Die im Text eingestreuten Bilder stammen alle von ihm.

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Das Tal der Tränen

Kurz vor Jahresende gibt es von mir noch ein kleines Schmankerl.

Meine Leserumfrage vom 28.10.2016 zeigte mir, dass 53% der Teilnehmer noch keinen Bärenmarkt aktiv miterlebt haben.

Diese Umfrage würde ich heute gern wiederholen.

 

Eine Grafik, die ich heute (ursprünglich nur für mich selbst) erstellt habe, halte ich für besonders wertvoll – besonders für diejenigen unter euch, die wie ich noch Bärenmarkt-Jungfrau sind.

Die Grafik ist ein eine Verschmelzung von 4 Erkenntnissen. Weiterlesen →

Warum ich überwiegend in den USA investiere – Eine Geschichte über Patriotismus, braunes Zuckerwasser und meine Oma

90% meines Aktienportfolios hat seinen Hauptsitz in den Vereinigten Staaten von Amerika. Lediglich 3 von 17 Unternehmen sind in Europa beheimatet, deren Portfolioanteil 10% beträgt.

Da ich gern in Global Player investiere, sieht es bei der Umsatzverteilung schon anders aus. Hier kommt mein Portfolio auf 55% US-Anteil. Das ist immer noch viel, wenn man bedenkt, dass das US-Bruttoinlandsprodukt „nur“ 26% des Welt-BIP ausmacht. Dennoch fühle ich mich mit meiner geografischen Diversifikation pudelwohl.

Wie kommt der hohe US-Anteil in meinem Depot zustande? Habe ich ein Faible für US-Unternehmen? Werfen wir einen Blick auf meine Auswahlkriterien beim Investieren, die ich hier im Blog zuletzt am 20. August genannt hatte. Weiterlesen →

Auswertung meiner Blogparade „Wir machen uns alle nackig“

Am 18.08. rief ich zur Blogparade auf. Zwei Tage später schrieb ich über meine Strategie und Erfolgsbilanz. 12 Teilnehmer folgten meinem Aufruf – darunter 8 Blogger und 4 Leser. Darüber habe ich mich riesig gefreut! Nun steht die Auswertung an, die ich folgendermaßen gliedern werde.

(1) Sinn und Zweck
(2) Erfolgsbilanz der Anlegergruppen
(3) Links zu den Beiträgen der Blogger
(4) Strategien und Renditen meiner Leser

Sinn und Zweck

Meine Blogparade war für mich gleich aus dreifacher Hinsicht ein voller Erfolg.

Die deutschsprachigen Finanzblogger und ihre Leser sind eine große Gemeinschaft. Nie habe ich so stark gefühlt „Ich gehöre dazu!“ wie in den vergangenen zwei Wochen seit meinem Aufruf. Nie wurde auf meinem Blog so viel kommentiert. Nie bekam ich so viele Mails von euch. Obwohl ich bereits vor meinem Aufruf mehr als 10 von euch persönlich kennengelernt habe, sah ich mich nie so sehr als geschätzten Teil der Gemeinschaft wie heute.

Wer einen solchen Aufruf startet, der lernt viel über die Gemeinschaft. Wer sagt seine Teilnahme sofort zu, obwohl seine Rendite vielleicht nicht so überragend ist wie bei anderen? Wer beantwortet meine (Rund-)Mail mit einer höflichen Absage, weil er privat und/oder beruflich derzeit viel um die Ohren hat? Und wer hält es nicht für nötig, meine Mail zu beantworten? Gibt es hier möglicherweise einen Zusammenhang mit dem (Miss-)Erfolg?

Mein zweiter Punkt ist, dass viele von euch nun „Blut geleckt“ haben, was den internen Zinsfuß als eine Möglichkeit zur Erfolgsmessung angeht. Einige haben mich angeschrieben und waren hellauf begeistert vom internen Zinsfuß, haben diesen erstmals genutzt und werden ihn auch weiterhin zur persönlichen Erfolgskontrolle nutzen. Das freut nicht nur mich, sondern ganz bestimmt auch Dummerchen 🙂

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2-Jahres-Erfolgsbilanz mit der QARP-Strategie

Gestern rief ich auf zur Blogparade „Wir machen uns alle nackig“.

Hiermit wird die Blogparade eröffnet. Ich entschied mich für den folgenden Aufbau meines Beitrags.

(1) In welche Schubladen lassen sich die Strategien der Finanzblogger und Finanzblogleser einordnen?

(2) In welcher Schublade stecke ich und warum?

(3) Wie erfolgreich war ich bisher damit?

(4) Wie geht es mit der Blogparade weiter?

 

Verschiedene Ansätze

Bei dieser Frage soll es nicht um Sparquoten, Asset-Allokation oder Haltedauern gehen, sondern um die Kriterien, nach denen wir unsere Aktien- bzw. Aktienfonds-Investments auswählen. Dabei sehe ich folgende Einordnung:

  • Growth
  • Value
  • Dividenden
  • Gießkanne
  • Qualität

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Unkraut gießen, Blumen ausreißen?

686 Tage lang war ich (Mit-)Eigentümer von Cancom und Tyson Foods. Diese aufregende Reise ist gestern zu Ende gegangen.

Darüber freut sich besonders ein gewisser Herr Schäuble, denn die von mir gezahlte Kapitalertragssteuer war nicht unerheblich.

Doch auch ich bin zufrieden, denn selbst nach Abzug von Gebühren und Steuern bleibt mir eine Rendite von 68% (Cancom) bzw. 39% (Tyson Foods) auf mein investiertes Kapital. Nicht schlecht für knapp 2 Jahre.

In der folgenden Grafik sind meine je 2 Käufe und Verkäufe von Cancom grafisch veranschaulicht. Man könnte von nahezu perfekt gewählten Kauf- und Verkaufsentscheidungen sprechen und mich für meine Fähigkeiten loben. Ich nenne es Glück. Jemand kann vielleicht ungefähr den fairen Wert einer Aktie abschätzen, doch niemand – auch nicht Mr. Buffett – würde ernsthaft behaupten, er könne vorhersagen, dass der Markt diese Unterbewertung innerhalb der nächsten 23 Monate ausgleicht.

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