Ich will ja niemanden in Panik versetzen, aber …

… wenn wir nicht sofort die Lehren daraus ziehen, was Chinesen, Südkoreaner und Italiener in den letzten Wochen erlebt haben, dann findet das nächste Finanzblogger-Treffen auf dem Friedhof statt.

In der vergangenen Woche (07.03. bis 14.03.) ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Deutschland um den Faktor 5.7 gestiegen (Spanien 11.7; UK 5.8; Frankreich 4.7; Italien 3.6).

Sollten wir also demnächst so weitermachen wie letzte Woche, dann haben wir:

  • 26.439 Fälle am 21. März
  • 151.988 Fälle am 28. März
  • 873.743 Fälle am 4. April
  • 5.022.930 Fälle am 11. April
  • 28.875.567 Fälle am 18. April

(kumuliert, inkl. Geheilte & Verstorbene)

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Aufbau eines Investment Case für disruptive Unternehmen (am Beispiel von Tesla)

Den richtigen Einstiegszeitpunkt zu finden ist bei Unternehmen wie Johnson & Johnson relativ einfach: 80% der Zeit schwankt das KGVe zwischen 18 und 22. Man kauft bei 18 bis 20 und erzielt eine Rendite von 7 bis 11 Prozent pro Jahr. Das galt beim Pharma-Riesen vor 40 Jahren, vor 30, vor 20, vor 15.

Doch wie hätte man den richtigen Einstiegszeitpunkt finden sollen, als Steve Jobs das erste iPhone vorstellte? Als Jeff Bezos verkündete weit über Bücher hinaus zu wachsen? Als Elon Musk von 500.000 Vorbestellungen für das Model 3 sprach? Als Netflix die Marke von 5 Millionen Abonnenten erreichte? Als Mark Zuckerberg Instagram & Whatsapp kaufte? Als Google Marktführer wurde oder als man später YouTube kaufte?

Ich wurde in den letzten Monaten häufig auf mögliche Investments in Virgin Galactic angesprochen, in BYD, in Cannabis-Aktien, in EHang Holdings. Einen fairen Wert zu bestimmen ist hier wahnsinnig schwer.

Am Beispiel von Tesla möchte ich heute vorstellen, wie man einen Investment Case aufbauen kann. Zur Diskussion gestellt werden sollen dabei nicht die konkreten Zahlen, sondern die Methode. Nichtsdestotrotz versuche ich hier, meine eigenen Zahlen zu verwenden.

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Meine Rendite inkl. Benchmark Vergleich – Habe ich in den letzten 4 1/2 Jahren den Markt geschlagen?


Update 23.02.2020: „Ich kaufe den verdammten Heuhaufen


Wer würde seine Herz-OP von jemandem vornehmen lassen, der zwar nicht Medizin studiert hat, dafür aber großer Fan von Dr. House ist? Wer würde mit einem Rechtsstreit an jemanden herantreten, der zwar nicht das Anwaltsexamen bestanden hat, dafür aber die zwanzig witzigsten Dialoge der Anwaltsserie „Suits“ auswendig gelernt hat?

Ich habe heute meine Rendite berechnet und zwei Benchmarks gegenüber gestellt, und zwar für den Zeitraum 25.08.2015 bis 21.02.2020, also seit ich langfristig orientiert investiere.

Warum habe ich das gemacht?

Nun, wir reden hier nicht über eine Partie Monopoly, sondern über meine Altersvorsorge. Sollte mein aktiver Investment-Ansatz keine Überrendite gegenüber einem passiven Ansatz erzielen, und zwar in einer Höhe die den Mehraufwand an Zeit rechtfertigt, dann muss ich zu einem passiven Ansatz wechseln.

Und ich denke, als Finanzblogger bin ich es euch schuldig, das Ergebnis zu veröffentlichen.

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Flatex, Trade Republic & Co. – Warum ich damit nichts zu tun haben will

Freunde, Leser & Kollegen fragen mich regelmäßig, warum ich mein Wertpapierdepot nicht bei einem Billig-Anbieter wie Flatex/Degiro, Onvista, Lynxbroker, Smartbroker, Trade Republic o.Ä. habe.

Zunächst mal: hier gibt es kein „richtig“ oder „falsch“. Es kommt auf die persönlichen Präferenzen an. Ich bin seit fünf Jahren höchst zufrieden bei der Consorsbank.

Was erwarte ich von einem Broker?

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