Heuschrecken, Bierdeckel und Fake-News

Vor fünf Wochen habe ich mir an dieser Stelle gewünscht, dass die CDU sich unter Mithilfe von Friedrich Merz wieder darauf besinnt, wofür sie zwischen 1949 und 2005 stand. Zwei von euch hatten sich ebenfalls für eine Merz-Rückkehr ausgesprochen.

Herr Merz liest offensichtlich meinen Blog, denn er ist nach 9 Jahren wieder da, wird sich am 8. Dezember zur Wahl zum CDU-Parteivorsitzenden stellen.

Interessant für die Mehrheit meiner Leser ist vor allem eine Aussage seiner heutigen, 20-minütigen Bundespressekonferenz. Soweit ich es überblicke, wird diese Aussage von keinem über Google auffindbaren Medium zitiert:

„Wir müssen grundsätzlich über die Frage reden, wie wir eine viel größere Zahl an privaten Haushalten an den Kapitalmärkten beteiligen. Deutschland hat eine viel zu kleine Zahl an Aktionären. Andere Länder sind da viel weiter als wir, und ich möchte auch dazu einen Beitrag leisten, dass wir da weiterkommen.“

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Warum ich 2018 glücklicher bin als jemals zuvor

Vor ca. acht Jahren sagte unser damaliger Dozent in einer Vorlesung, im Alter von 33 Jahren sind die Menschen am glücklichsten. In der Regel (!) …

  • hat man den Partner und die Freunde fürs Leben gefunden
  • sind die Eltern noch gesund und munter, man zofft sich längst nicht mehr mit ihnen
  • sind die Kinder in einem für Eltern angenehmen Alter (keine Babys mehr, aber auch noch nicht in der Pubertät)
  • ist man wohlhabender als im Studium bzw. der Ausbildung

Ich bin nun 32 Jahre jung und habe zuletzt immer wieder darüber nachgedacht, wo ich im Leben stehe. Bin ich zufriedener als vor vier, acht, zwölf Jahren?

Mein Fazit ist, es geht mir besser als je zuvor. Darüber möchte ich heute berichten.

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Don’t look back in anger

Vor zwei Jahren habe ich die Airbus-Aktie zum Kurs von knapp 53€ aus meinem Portfolio entfernt. Heute steht sie bei 98€. Ich habe eine Performance von 85% verpasst, zzgl. entgangener Dividenden.

Normalerweise sehe ich es wie die beiden Herren von Oasis. Don’t look back in anger. Heute war mir allerdings langweilig genug, dass ich mir die Performance der Aktien angesehen habe, die ich 2016 und 2017 verkauft habe.

7 der 9 aufgelösten Positionen haben den S&P 500 im jeweiligen Zeitraum (seit Verkauf) underperformt. Insgesamt liegt die Performance dieser 9 Unternehmen satte 16 Prozentpunkte unter der des S&P 500.

Die nackten Zahlen sprechen also für mich. Doch auch ohne diese Information war ich froh, die Beteiligungen an diesen Unternehmen, von deren Zukunft ich nicht mehr hinreichend überzeugt bin, mit mir herumzuschleppen. Kurzfristige Zahlenspielerei ist egal.

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Wo ist der deutsche Sebastian Kurz? – Analyse des politischen Spektrums in Deutschland

Ich versuche mich heute mal an einer Analyse des politischen Spektrums in Deutschland.

1949 bis 1983

Bei der ersten zehn Bundestagswahlen der BRD war das Leben für die Wähler noch einfach. Es gab mit der CDU/CSU eine Mitte-Rechts-Fraktion, die SPD als Mitte-Links-Partei und dazwischen eine (einigermaßen) liberale FDP.

In den ersten 20 Jahren stellte die CDU/CSU den Kanzler, dann 13 Jahre lang die SPD und schließlich übernahm Helmut Kohl.

Die FDP blieb der Punktelieferant, der meist zur Mehrheit verhelfen musste und der Regierung ein paar liberale Tupfer verlieh.

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Warum ich Alphabet-Teilhaber werde

Pünktlich zum 20. Geburtstag des Unternehmens beteilige ich mich an der Google-Mutter namens Alphabet.

  • Kaum ein Unternehmen ist so mächtig und weiß so viel über uns.
  • Kaum ein Unternehmen hat so viele starke Marken.
  • Kaum ein Unternehmen macht so viele andere Geschäftsmodelle von sich abhängig und sammelt Geld von so vielen anderen Firmen ein.
  • Kaum ein Unternehmen ist so attraktiv für Arbeitnehmer.
  • Kaum ein Unternehmen hat so viel Cash in der Hinterhand.
  • Kaum ein Unternehmen erwirtschaftet einen so großen Free Cash Flow.
  • Kaum ein Unternehmen dieser Größe ist so stark eigenkapitalfinanziert.
  • Kaum ein Unternehmen dieser Größe wächst so schnell.
  • Kaum ein Unternehmen investiert so viel in Forschung & Entwicklung.
  • Kaum ein Unternehmen hat, zusätzlich zu den bereits bestehenden Burggräben, so viele spannende Projekte, die unser Leben in den nächsten Jahrzehnten prägen könnten.

Dass man sich mit wenigen Mausklicks am künftigen Erfolg eines so faszinierenden Unternehmens beteiligen kann, gehört zu den großartigsten Dingen unserer Zeit, finde ich.

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Mein Schneeball rollt

Vor einigen Tagen jährte sich zum dritten Mal der Beginn meiner „Karriere“ als Investor.

Nachdem ich von Herbst 2014 bis Frühjahr 2015 lediglich Mitarbeiteraktien im Depot hatte und anschließend fünf Monate lang mit Trading experimentierte, ging mir im Spätsommer 2015 ein Licht auf.

Ich sagte mir: Von nun an handle ich nicht mehr mit einer mittleren Haltedauer von anderthalb Wochen pro Aktienposition. Nein, ab jetzt möchte ich langfristig vom Erfolg der Unternehmen profitieren.

Ich wartete auf den richtigen Moment und der war am Vormittag des 25. August 2015 gekommen. Es war der Tiefpunkt eines Crashs. Der DAX, auf den ich damals noch regelmäßig schaute, verlor 21 Prozent innerhalb von fünf Wochen und notierte nun 25 Prozent unter dem wenige Monate zuvor markierten Allzeithoch. Ich ging in den Markt rein. Gekommen um zu bleiben, um es mit den Worten von Judith Holofernes zu sagen.

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