Vermögensentwicklung und Stationen 2012 bis 2020

Am stärksten motiviert mich beim Vermögensaufbau der Blick auf meine Vermögensentwicklung. Hier der monatliche Verlauf, den ich bis März 2012 zurückverfolgt habe.

Es ist verrückt, wie sich mein Lebensverlauf darin ablesen lässt.

April 2012:
Viel Geld ist nicht übrig. Nachdem ich mich im Studium mit Einnahmen von 500 Euro im Monat durchgeschlagen hatte bis zum Master-Abschluss, folgten 6 Monate Hartz4 und ein Aushilfsjob an der Supermarktkasse. Nachdem ich bei Penny (9€ Stundenlohn) nach Zoff mit einer Kollegin entlassen wurde, ging es bei Rewe (6,50€ Stundenlohn) weiter. Nach rund 80 Bewerbungen und 5 Bewerbungsgesprächen nehme ich das erste Jobangebot an, das meiner Qualifikation entspricht – als Controller in Berlin, wo ich niemanden kenne. An meinem Geburtstag (1.4.), in den wir in einer legendären Nacht reingefeiert hatten, lade ich meinen Opel Corsa voll (die Möbel waren schon in Berlin) und los gehts.

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Mein Jahr 2019

Nach 2016, 2017 und 2018 schreibe ich natürlich auch Ende 2019 wieder einen persönlichen Jahresrückblick.

Familie & Freunde

Im Frühjahr feierten wir den 60. Geburtstag meines Papas an der Ostsee. Im Sommer besuchte ich meine Eltern und meine Oma in der alten Heimat. Im Herbst verbrachten meine Eltern und ich einen wunderbaren Tag hier in Berlin. Und in einigen Tagen verbringen wir unser 34. gemeinsames Weihnachtsfest, auf das ich mich riesig freue!

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Warren Buffett – Trifft der Rockstar noch die richtigen Töne?

In den 53 Jahren zwischen 1965 und 2018 stieg die Berkshire Hathaway Aktie um 20,5 Prozent pro Jahr – eine unglaubliche Leistung des Managements, das große wie kleine Anteilseigner stets als Partner angesehen hat.

2008 wurde Buffett im Alter von 78 Jahren zum reichsten Menschen der Welt. Heute dirigiert der 88-Jährige noch immer die Geschicke seines Unternehmens. Vor 50 Jahren, als Neil Armstrong und Buzz Aldrin auf dem Mond spazierten, war Buffett bereits Millionär.

Wir alle hätten die relative Vermögensentwicklung dieses Mannes eine Zeit lang nachbilden können – mit wenigen Einschränkungen. So gibt es die günstigen B-Aktien erst seit Mai 1996. Kurz zuvor musste man noch 34.000 Dollar für eine A-Aktie berappen, um mit an Bord zu sein. Zudem war für meine Eltern bis Oktober 1990 unter dem menschenverachtenden, sozialistischen SED-Regime nicht an Aktienbesitz zu denken.

Bei einigen kommen immer wieder Zweifel auf, ob Berkshire-Aktien in Zeiten von Google, Facebook & Netflix noch die richtige Wahl sind. Diese Frage hatte ich im Rahmen einer Analyse von Berkshires Geschäft und Strategie im Mai 2018 eindeutig bejaht. (hier)

Gestern kaufte ich zum dritten Mal Berkshire-Aktien. Heute möchte ich für die jüngere Vergangenheit beleuchten, wie sich die Aktie gegenüber ihrem Benchmark geschlagen hat.

Trifft Buffett – der Rockstar unter den Investoren – noch die richtigen Töne?

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Rückblick: Meine ersten 5 Jahre als Aktionär

Vor fünf Jahren ging mein Arbeitgeber an die Börse. Das geschah zu einer Zeit, als Aktien für mich Teufelszeug waren.

Und hier stehen wir nun, 5 Jahre und 214 Börsenblogbeiträge später. Es ist an der Zeit, diese halbe Dekade Revue passieren zu lassen.

Zum IPO erhielt ich damals eine kleine Zahl an Aktien geschenkt – und darüber hinaus das Angebot, zusätzliche Aktien 25% unter dem Zeichnungskurs zu zeichnen, und zwar bis zu einer Höchstgrenze. Diese lag, wenn ich mich recht erinnere, im fünfstelligen Euro-Bereich. Beide Angebote waren mit einer Mindesthaltedauer verknüpft.

Die Bonusaktien nahm ich natürlich gern, doch das Discount-Angebot in Verbindung mit der Haltedauer war mir nicht geheuer. Damals war ich so planlos, dass ich nicht einmal ein Tagesgeldkonto hatte! Ein Girokonto war alles, was ich in finanzieller Hinsicht vorzuweisen hatte.

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Mein Schneeball rollt

Vor einigen Tagen jährte sich zum dritten Mal der Beginn meiner „Karriere“ als Investor.

Nachdem ich von Herbst 2014 bis Frühjahr 2015 lediglich Mitarbeiteraktien im Depot hatte und anschließend fünf Monate lang mit Trading experimentierte, ging mir im Spätsommer 2015 ein Licht auf.

Ich sagte mir: Von nun an handle ich nicht mehr mit einer mittleren Haltedauer von anderthalb Wochen pro Aktienposition. Nein, ab jetzt möchte ich langfristig vom Erfolg der Unternehmen profitieren.

Ich wartete auf den richtigen Moment und der war am Vormittag des 25. August 2015 gekommen. Es war der Tiefpunkt eines Crashs. Der DAX, auf den ich damals noch regelmäßig schaute, verlor 21 Prozent innerhalb von fünf Wochen und notierte nun 25 Prozent unter dem wenige Monate zuvor markierten Allzeithoch. Ich ging in den Markt rein. Gekommen um zu bleiben, um es mit den Worten von Judith Holofernes zu sagen.

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75 Jahre Buy & Hold – Die Geschichte von Grace Groner

Heute möchte ich euch die faszinierende Geschichte von Grace Groner erzählen.

Grace wurde im Jahr 1909 in den Vereinigten Staaten geboren, genauer gesagt in einer kleinen Bauerngemeinde in Lake County, Illinois. Damals hatte der Bezirk etwa 55.000 Einwohner.

Grace und ihre Zwillingsschwester Gladys wurden im Alter von 12 Jahren zu Waisen.
George Anderson, ein prominentes Mitglied der Gemeinde, entschloss sich, die beiden Mädchen bei seiner Familie aufzunehmen. Später adoptierte er sie, bezahlte für beide das Internat und später die Studiengebühren am nahe gelegenen Lake Forrest College.

Während der Großen Depression schloss Grace mit 22 Jahren ihr Studium ab. Danach begann sie, als Sekretärin beim Pharmaunternehmen Abbott Laboratories zu arbeiten. Dort blieb sie 43 Jahre lang bis zu ihrer Pensionierung.

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