Herr Müller macht auf dicke Hose

„Dirk, wie ist die Luft dort oben?
Dirk, wie sieht es von dort oben aus?
Haben sie dich schon zurecht gebogen?
Oder hältst du dich aus Strategien raus?
Welches System wird bei euch gespielt?
Haben sie dich auch wirklich korrekt verdient?“

Dies fragten die Sportfreunde Stiller vor 15 Jahren in einem Song ihres dritten Studioalbums „Burli“. Die Platte liegt immer noch in meinem Auto.

Eben diese Frage stellte auch ich mir heute, denn Dirk Müller – besser bekannt als Mister DAX – hatte in einem kürzlich veröffentlichten Interview einen ziemlich großen Mund. Wie ist wohl die Luft dort oben auf seinem hohen Ross?

Konkret bezeichnete Herr Müller ETFs als „dummes Geld“ und preiste seinen „Dirk Müller Premium-Fonds“, selbstherrlich wie man ihn kennt.

Verneigen wir uns also gemeinsam vor der Lichtgestalt unter den deutschen Fondsmanagern.

Im Interview sagt er: „Wir sind besser als der Markt“ und lieferte sofort den Beweis: Er hat seinen selbst gewählten, nicht näher benannten Vergleichsindex im Jahr 2018 geschlagen.

Bravo, Herr Müller!

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Analysten: Die Astrologen am Aktienmarkt

Ich finde es immer wieder ulkig, wenn die Analysten der Banken ihre Kursziele und Kauf-/Verkaufsempfehlungen in die Welt hinaus posaunen. Ebenso, wenn die Banken zu Jahresbeginn Zielmarken für die Jahresschlusskurse von DAX & Co. abgeben. Finanzpornographie vom Feinsten.

Es wird euch ebenso gehen wie mir: Hin und wieder läuft uns tatsächlich jemand über den Weg, der Wert auf diese Zahlen legt. So wie es Menschen gibt, die Horoskope lesen.

Mein heutiges Tageshoroskop sagt mir, dass der Mond eine Trendwende für mich als Widder einleitet. Ich werde mich gut fühlen, sehr stabil und die Ärgernisse der letzten Tage vergessen. Ich werde neu starten und den Schalter umlegen. Am Nachmittag werden Termine zu meinen Gunsten verlaufen. Jemand wird ein gutes Wort für mich einlegen. Den Abend soll ich mit einer Tasse Tee oder einem Glas Wein ausklingen lassen. Na dann, Prost!

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Der US-Aktienmarkt unter der Lupe

In meinem letzten Artikel hatte ich über meinen ersten ETF-Kauf berichtet. Als Index entschied ich mich für den S&P 500, den ich heute genauer betrachten möchte.

 

Was ist langfristig zu erwarten?

Gestern habe ich den Kursverlauf des S&P 500 von 1968 bis 2017 auseinander genommen, um euch tabellarisch und grafisch zu zeigen, welche Jahresrenditen man in verschiedenen 15-, 20- und 30-Jahres-Zeiträumen erzielt hätte, und zwar mit Dividenden-Reinvestition und inflationsbereinigt.

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Warum ich Alphabet-Teilhaber werde

Pünktlich zum 20. Geburtstag des Unternehmens beteilige ich mich an der Google-Mutter namens Alphabet.

  • Kaum ein Unternehmen ist so mächtig und weiß so viel über uns.
  • Kaum ein Unternehmen hat so viele starke Marken.
  • Kaum ein Unternehmen macht so viele andere Geschäftsmodelle von sich abhängig und sammelt Geld von so vielen anderen Firmen ein.
  • Kaum ein Unternehmen ist so attraktiv für Arbeitnehmer.
  • Kaum ein Unternehmen hat so viel Cash in der Hinterhand.
  • Kaum ein Unternehmen erwirtschaftet einen so großen Free Cash Flow.
  • Kaum ein Unternehmen dieser Größe ist so stark eigenkapitalfinanziert.
  • Kaum ein Unternehmen dieser Größe wächst so schnell.
  • Kaum ein Unternehmen investiert so viel in Forschung & Entwicklung.
  • Kaum ein Unternehmen hat, zusätzlich zu den bereits bestehenden Burggräben, so viele spannende Projekte, die unser Leben in den nächsten Jahrzehnten prägen könnten.

Dass man sich mit wenigen Mausklicks am künftigen Erfolg eines so faszinierenden Unternehmens beteiligen kann, gehört zu den großartigsten Dingen unserer Zeit, finde ich.

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Neuzugang im Depot: Booking Holdings

In diesem Jahr habe ich 1.600 Euro für meinen Urlaub in New York ausgegeben. Vergangenes Jahr waren es 1.900 Euro für einen Kalifornien-Trip.

Wenn ich diese Beträge mit denen von Freunden, Kollegen und Bekannten vergleiche, dann sind meine Urlaubsausgaben eher unterdurchschnittlich.

Ich kenne viele Menschen, die drei- bis viermal im Jahr wegfliegen und die 80 bis 100 Prozent ihrer monatlichen Sparrate in den nächsten Urlaub stecken.

Nicht nur in Europa sind die Menschen verrückt danach, unbekannte Orte zu erkunden. Egal wo man hinfliegt – die Asiaten sind schon dort.

Das ist ja auch völlig in Ordnung. Schade finde ich nur, dass ich daran bisher so wenig verdient habe.

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Wie Berkshire Hathaway meine Enkel reich machen wird

Ich habe Warren Buffett – gefühlt – in jedem Zweiten meiner 184 Blogbeiträge erwähnt. Ich las 3 Bücher über ihn, wobei er in einem der Bücher zu 70% selbst zu Wort kam, es waren nämlich vom Buchautor kommentierte Partnership Letters, die er in den 50er und 60er Jahren verfasste. Online und offline zusammengerechnet habe ich den Star-Investor bestimmt schon 500 Mal zitiert.

Es dürfte euch also nicht überraschen, dass Berkshire Hathaway heute endlich – knapp vier Jahre nach meinem allerersten Aktienkauf – Teil meines privaten Aktienportfolios wurde.

Im Prinzip gibt es nur drei Gründe, die für manch langfristig orientierten Investor gegen eine Investition sprechen.

1.)  Das Unternehmen hat mittlerweile eine Größe erreicht, die es schwierig macht, stark zu wachsen.
2.)  Berkshire zahlt keine Dividende.
3.)  Einige vermuten, die Nachfrage nach Berkshire-Aktien wird sinken (und damit ihr Preis), sobald Warren Buffett und sein genialer Sidekick Charlie Munger sich zurückziehen bzw. versterben.

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