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Wie schön, dass du dich auf meinem Blog umsiehst!

Ich versuche hier seit Oktober 2015, meinen Lesern Ratschläge zum Vermögensaufbau zu geben und dabei selbst immer weiter zu lernen. Bei diesem Vorhaben unterstützen mich meine Leser.

Inzwischen gibt es mehr als 100 deutschsprachige Finanzblogs. Wer gerade damit beginnt, seine Finanzen in die eigenen Hände zu nehmen, sieht sich in diesem Dschungel schnell in Detailfragen verwickelt. Dabei ist mein Blog keine Ausnahme.

Aus diesem Grund möchte ich nun zwei Schritte zurücktreten und über das große Ganze schreiben.

 

Schritt 1 – Ziele

Beantworte zunächst einige Fragen.

  • Aus welchem Grund möchtest du Vermögen aufbauen, anstatt alles sofort zu konsumieren?
  • Welchen Betrag möchtest du in welchem Alter entnehmen, bspw. für den Kauf von Wohneigentum oder für eine Weltreise?

Solange du dir nicht über deine Ziele im Klaren bist und solange du über kein Vermögen verfügst, das du mindestens 10 Jahre lang unangetastet lassen möchtest, sollten Aktien für dich keine Rolle spielen.

 

Schritt 2 – Sparquote

Aus deinen Zielen in Schritt 1 sowie aus deiner Persönlichkeit kannst du ableiten, wie viel Geld du monatlich für welches Ziel zur Seite legen möchtest.

 

Schritt 3 – Vergleich von Anlageklassen

Überlege dir, wie viel du von deinem aktuellen Vermögen und deinem monatlichen Sparbetrag in welche Anlageklasse investieren möchtest.

Anlageklassen lassen sich zunächst grob einteilen in schwankungsarm (z.B. Festgeld, Tagesgeld, Staatsanleihen von Staaten höchster Bonität) und schwankungsreich (z.B. Aktien und Aktienfonds).

Ich rate dazu, von der Riester-Rente Abstand zu nehmen. Eine Anlageklasse sollte leicht verständlich sein, Flexibilität bieten und niedrige Gebühren aufweisen. Nichts davon trifft auf Riester zu. Hinzu kommt eine lausige Rendite.

Generell gilt: Je schwankungsreicher die Anlageklasse, desto höher die langfristige Rendite.

Wenn ich beim Vermögensaufbau von „langfristig“ spreche, dann reden wir über Zeiträume von mindestens 15 Jahren.

Die Aufteilung in schwankungsarm (geringe Rendite) und schwankungsreich (hohe Rendite) hängt in erster Linie von deiner Psyche ab, außerdem von deinen Zielen (Schritt 1).

Auch wenn du vielleicht schon weißt, dass der europäische und nordamerikanische Aktienmarkt über Zeiträume von mindestens 20 Jahren um etwa 6 bis 9 Prozent pro Jahr steigt – Glaubst du, du hältst es aus, auch mal 2,5 Jahre lang Buchverluste im vier- bis fünfstelligen Bereich in deinem Aktiendepot zu sehen? Von dieser Frage hängt alles ab. [Buchverlust bedeutet, der aktuelle Wert deines Depots ist geringer als die Summe deiner Einzahlungen.]

Die Schritte 1 und 2 bekommst du möglicherweise noch ohne Literatur auf die Reihe. Doch spätestens hier beim 3. Schritt kommst du nicht daran vorbei, dir Wissen anzueignen, bevor du eine Entscheidung triffst.

Ich hatte Glück, dass die Aktienmärkte nach meinen ersten Aktienkauf (Oktober 2014) drei Jahre lang nach oben bzw. seitwärts liefen. Dieses Glück hast du möglicherweise nicht. Darum empfehle ich dir zunächst: lesen, lesen, lesen.

So könntest du starten:

(3.1) Lies dir die 9 Teile von Nicos Aktienmarktserie durch, beginnend mit dem ersten Teil: http://finanzglueck.de/aktienmarktserie/

(3.2) Stöbere ein bisschen in den zahlreichen Blogs, die Felix in seiner Blogübersicht aufführt: http://finanzblogroll.de/blog-uebersicht/

(3.3) Lies das Buch „Money“ von Tony Robbins. Ich würde ja sagen, besser habe ich 25 Euro nie investiert, doch es war ein Geschenk.

(3.4) Lies weitere Bücher.

 

Schritt 4 – Auswahl von Anlageobjekten innerhalb jeder Anlageklasse

Bist du dir über die Aufteilung deines Vermögens auf die verschiedenen Anlageklassen im Klaren, dann folgt der letzte Punkt: die Auswahl konkreter Anlageobjekte.

Im Bereich der Aktien/Aktienfonds geht es hier um Fragen wie:

(4.1) Einzelaktien vs. ETFs

(4.2) Diversifikation vs. Konzentration

(4.3) ggf. Kriterien zur Auswahl konkreter Aktien

 

Auch hier steht der Aufbau von Wissen an erster Stelle.

 

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