Eine Ära geht zu Ende (Bankenwechsel)

Ich habe bei der Consorsbank (dort befindet sich bereits mein Wertpapierdepot) ein Girokonto eröffnet. Mein bisheriges Girokonto bei der Volksbank werde ich ebenso kündigen wie mein Tagesgeldkonto bei der Renault Bank Direkt.

Heute schreibe ich einen Erfahrungsbericht zur fast abgeschlossenen Umstellung. Aber eins nach dem anderen.

Vorgeschichte

Als ich ein Dreikäsehoch war, bekam ich von meinen Eltern Taschengeld aufs Sparbuch eingezahlt. Später eröffneten sie für mich ein Girokonto.

Wir lebten in einem 500-Einwohner-Dorf. Die nächste halbwegs große Stadt war 40 Kilometer entfernt. Die Regel lautete also: alle über 50 waren Kunden bei der Sparkasse, alle darunter bei der Volksbank (wobei unser Dorf bis heute weder eine Bankfiliale, noch einen Geldautomaten hat). Zumindest sah es für mich so aus in einem Alter, in dem ich mit platt getretenen Coladosen Fußball spielte.

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Der US-Aktienmarkt unter der Lupe

In meinem letzten Artikel hatte ich über meinen ersten ETF-Kauf berichtet. Als Index entschied ich mich für den S&P 500, den ich heute genauer betrachten möchte.

 

Was ist langfristig zu erwarten?

Gestern habe ich den Kursverlauf des S&P 500 von 1968 bis 2017 auseinander genommen, um euch tabellarisch und grafisch zu zeigen, welche Jahresrenditen man in verschiedenen 15-, 20- und 30-Jahres-Zeiträumen erzielt hätte, und zwar mit Dividenden-Reinvestition und inflationsbereinigt.

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Der Wahnsinn geht in die nächste Runde

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere von euch noch an meinen Beitrag vom 21. Dezember 2015 (hier der Link).

Ich hatte euch dringend davon abgeraten, innerhalb der folgenden 3 Wochen Aktien zu kaufen. Grund waren die damaligen Marktbedingungen und die Spielchen, die die großen Marktteilnehmer in den letzten Handelstagen eines Jahres spielen, um in den Fonds-Broschüren möglichst hübsche Zahlen anzeigen zu können.

Ich glaube, es war das einzige Mal in meinen 125 Beiträgen, dass ich vor fallenden Kursen warnte.

War es Glück oder eine gute Nase, dass ich einen 10%-Rückgang des S&P 500 innerhalb der folgenden 19 Handelstage kommen sah?

Warren Buffett sagt, er weiß nie, wohin der Markt in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten laufen wird.

Ich wage es nicht, dem Großmeister zu widersprechen. Doch Fakt ist: Heute habe ich erneut ein ungutes Gefühl, was die Performance von US-Aktien auf Sicht von 3 Monaten angeht.

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Die Deutschen sind Versager

… beim Vermögensaufbau.

Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt. Doch wenn es darum geht, privat Vermögen aufzubauen, landen wir im internationalen Vergleich auf den hinteren Rängen – hinter Ländern wie Slowenien, Portugal und der Slowakei. (Quelle)

Die Deutschen lassen sich bei der Altersvorsorge gern bemuttern.

Demografischer Wandel? Firlefanz! „Mutti“ Merkel wird es schon richten. Wir schaffen das. Und zwar ohne die Renten zu kürzen, ohne die Rentenbeiträge der Arbeitnehmer zu erhöhen und ohne das Renteneintrittsalter nach hinten zu verschieben. Ist doch klar.

Bei der privaten Vorsorge geht es weiter. Riester? Was ist das? Oh, es gibt staatliche Zuschüsse. Her mit dem Kugelschreiber, ich unterschreibe! Auf den Seiten 12, 34 und 47? Alles klar.

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Interessantes aus dem Netz

In letzter Zeit stieß ich auf viele großartige Artikel. Hier eine kleine Auswahl.

 

  • Oliver über den Selbstbetrug bei der Dividenden-Strategie

http://frugalisten.de/die-dividenden-strategie-der-grosse-selbstbetrug/

 

  • Tim beschreibt, wie man mit Klopapier ein Vermögen aufbauen kann

http://timschaefermedia.com/mit-seife-cola-zahnpasta-klopapier-millionaer-werden/

 

  • Holger verrät, wie man Freunden erklärt, warum man in ETFs investiert

http://zendepot.de/so-erklaerst-du-deinen-freunden-warum-du-in-etfs-investierst/

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Dummes deutsches Geld

15 oder 16 Jahre ist es her, dass ich zum ersten Mal ein Moped fuhr. Doch ich erinnere mich so gut, als wäre es gestern gewesen.

Hinter dem Haus, in dem meine Großeltern damals lebten, befindet sich ein Weg, auf dem täglich nur eine Hand voll Fahrzeuge unterwegs sind. Dort passierte es. Ich schnappte mir meine saphirblaue Schwalbe, die etwa doppelt so alt war wie ich, und fuhr los.

Die Strecke führte weit genug geradeaus, um auf der Hälfte der Strecke in den 3. Gang hochzuschalten. Doch ich hatte so viel mit diesem neuen Fahrerlebnis zu tun, dass ich mich nicht traute. Und so fuhr ich einige Zeit mit Vollgas im 2. Gang.

Genauso investieren die meisten Deutschen ihr Geld: hohe Gebühren (Benzinkosten), lausige Verzinsung (Geschwindigkeit). Sie setzen auf Sicherheit statt auf Rendite. Die Medien tragen leider einen erheblichen Teil dazu bei, dass die Leute schlecht informiert und ängstlich sind. Mir ging es vor 2 Jahren genauso.

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