Sonnenaufgang über den Wolken: Madeira Urlaubsbericht Part Deux

(Lesedauer: 3 Minuten)

Ich hatte es befürchtet bzw. gehofft: Man veröffentlicht am 5. Urlaubstag einen Reisebericht, und dann werden die Tage 6 und 7 genial.

Daher gibt es heute den zweiten Teil – für euch, aber auch für mich, denn ich nutze meine Berichte für künftige Urlaubsentscheidungen.

Wie oft habe ich zu meinen 6 Teneriffa-Trips von Freunden gehört: „Stefan, schon wieder?“

Dazu fiel mir neulich ein Zitat aus Breaking Bad ein: „Warum sollten wir etwas mehr als einmal tun? Soll ich nur diese eine Zigarette rauchen? Vielleicht sollten wir nur einmal Sex haben, wenn es doch immer dasselbe ist. Sollen wir nur einen Sonnenuntergang anschauen? Oder nur einen Tag leben? Denn jedes Mal ist es neu. Jedes Mal ist es eine andere Erfahrung.“

Meine 6. Teneriffa-Reise war schöner als so manche 1. Reise an andere Orte, und nachdem ich Berichte von verregneten Madeira-Trips gelesen habe, befürchtete ich, die (teure) Buchung zu bereuen.

Heute kann ich sagen: Es war ein geiler Urlaub!

Gestern Vormittag bin ich „Levada do Moinho“ gewandert – etwa drei Stunden mit unglaublicher Aussicht und fast immer an einem steilen Abhang entlang. Ich weiß nicht, ob ich jemals so sehr das Gefühl hatte, in einem Dschungel zu sein.

Abends hab ich dann direkt nochmal den Film „Jungle“ mit Daniel Radcliffe geschaut 😀

Anschließend gings zum Mittagessen in eine Bar direkt am Meer, in die sich aber (zum Glück) nicht sehr viele Touristen verirren. Das Essen war gut und der Service herausragend. Den Tagesabschluss bildete ein Strandbesuch.

Heute gab es eine Premiere. Endlich bin ich früh genug aufgestanden, um den Sonnenaufgang vom Gipfel eines Berges zu sehen. Warum hab ich das in Südtirol, Gran Canaria oder Teneriffa nie gemacht? (höchstens Sonnenuntergang)

Ich bin 6:25 Uhr losgefahren und 7 Uhr angekommen. Auf dem Pico do Ariero waren 7 Grad, aber durch den Wind waren es gefühlt Minusgrade.

Zum Glück hatte ich vom Parkplatz aus den perfekten Blick, und so habe ich mich – wie viele andere – nicht mehr als ein paar Schritte vom Auto entfernt.

Die Autos habe ich nicht gezählt, aber um 6:30 Uhr dürften es bereits 30-70 gewesen sein. Daher war es nicht ganz sooo romantisch, aber die Bilder gehören zu den Besten die ich je geschossen habe.

Danach ging es zum Frühstücken nach Hause, anschließend auf die „Levada do Castelejo“ Wanderung, in ein italienisches Restaurant für eine der besten Carbonaras meines Lebens, und dann noch kurz an den Strand.

Abschließend möchte ich für einen möglichen nächsten Trip meine Bewertungen auf einer 5er Skala dokumentieren.

Ausflüge:

  • 4.8 Pico Ruivo
  • 4.5 Pico do Ariero zum Sonnenaufgang
  • 4.8 Levada do Alecrim
  • 4.8 Levada do Moinho
  • 3.8 Levada dos Balcoes
  • 3.5 Levada do Castelejo
  • 4.2 Praia de Machico
  • 3.0 Prainha do Canical
  • 2.5 Praia Calheta

Die beiden Levadas „Alecrim“ und „Moinho“ sind auf unterschiedliche Weise toll. Bei Alecrim ist unterwegs zwar meist die Sicht versperrt, aber dafür wartet am Ende eine traumhafte Lagune mit Wasserfall. Bei Moinho sind die Wasserfälle weniger spektakulär und es gibt keine Lagune, aber man hat unterwegs die ganze Zeit einen tollen Ausblick.

Alle Levada-Wanderungen sowie den Aufstieg zum Pico Ruivo sollte man (im April) spätestens 8:30 Uhr starten, um den Touristen-Massen einigermaßen zu entgehen.

Restaurants/Cafés:

  • 4.8 Windy Bar
  • 4.5 Brunch Club
  • 4.5 Banana Latte
  • 4.0 Alforno Madeira
  • 3.8 Golden Calheta
  • 3.6 Loft Brunch
  • 2.5 Venezia Ice Cream Shop

Über die 7 Tage hinweg betrugen die Tageshöchstwerte im Süden in den Tälern immer 20-24 Grad. Ich hatte 2x Mistwetter (Wind/Wolken) und 5x großartiges Wetter.

Würde ich wiederkommen? Auf jeden Fall.

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