Mein erster ETF-Kauf nach 4 Jahren als Aktionär

Gestern, vier Tage nachdem Konsumenten rund um den Globus den „Cyber Monday“ zu Amazons umsatzstärkstem Tag der Firmengeschichte machten, habe ich mir ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk gemacht.

Jenny hat es schon. Nico auch. Und Oliver, Holger, Albert, um nur einige zu nennen.

Die Rede ist vom exchange-traded fund.

Nun ist ein ETF-Kauf eines Finanzbloggers nichts Besonderes. Wenn man allerdings in seinen bisherigen 4 Jahren als Aktionär der ETF-Versuchung widerstehen konnte, dann ist das einen Blogbeitrag wert.

Dabei möchte ich drei Fragen beantworten: woher der Sinneswandel; für welchen Index habe ich mich entschieden und warum; und welcher ETF auf diesen Index ist es geworden und aus welchen Gründen.

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Don’t look back in anger

Vor zwei Jahren habe ich die Airbus-Aktie zum Kurs von knapp 53€ aus meinem Portfolio entfernt. Heute steht sie bei 98€. Ich habe eine Performance von 85% verpasst, zzgl. entgangener Dividenden.

Normalerweise sehe ich es wie die beiden Herren von Oasis. Don’t look back in anger. Heute war mir allerdings langweilig genug, dass ich mir die Performance der Aktien angesehen habe, die ich 2016 und 2017 verkauft habe.

7 der 9 aufgelösten Positionen haben den S&P 500 im jeweiligen Zeitraum (seit Verkauf) underperformt. Insgesamt liegt die Performance dieser 9 Unternehmen satte 16 Prozentpunkte unter der des S&P 500.

Die nackten Zahlen sprechen also für mich. Doch auch ohne diese Information war ich froh, die Beteiligungen an diesen Unternehmen, von deren Zukunft ich nicht mehr hinreichend überzeugt bin, mit mir herumzuschleppen. Kurzfristige Zahlenspielerei ist egal.

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TJX Companies – Wo Aktionäre breiter grinsen als der Joker

TJX Companies wurde heute zur Nummer 16 in meinem Depot.

TJ wer ??? Was hat der Stefan denn da wieder für ein Small Cap ausgebuddelt?

Nun ja. TJX verdient mehr Geld mit Bekleidung als beispielsweise H&M, C&A, die Otto-Gruppe, VFC, Inditex oder GAP. Einzig Nike erreicht etwa dieselbe Umsatzhöhe wie TJX.

1956 in den USA gegründet, ist TJX heute mit seinen 235.000 Mitarbeitern der weltweit führende Einzelhändler für Off-Price Bekleidung und Heimtextilien.

Seine mehr als 3.800 Shops bieten ein sich schnell veränderndes Sortiment an Qualität, Mode, Markennamen und Designer-Waren zu Preisen von in der Regel 20-60% unter den regulären Preisen der Kaufhäuser und Fachgeschäfte.

Opportunistische Kaufstrategien und ein flexibles Geschäftsmodell unterscheiden TJX von traditionellen Einzelhändlern. Es bietet in Relation zu den traditionellen Einzelhändlern ein Einkaufserlebnis wie eine Schatzsuche und einen schnellen Umschlag der Vorräte. TJX betreibt sein Geschäft in vier Hauptgeschäftsbereichen, nämlich Marmaxx und HomeGoods, beide sowohl in den USA als auch TJX Kanada (betreibt Winners, HomeSense und die Marshalls Ketten) und TJX Europe (betreibt die T.K. Maxx und HomeSense Ketten).

108 der über 3.800 Shops befinden sich in Deutschland (T.K. Maxx).

[Quellen: Geschäftsberichte, finanztreff.de]

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Zur Ermittlung von Markt-KGVs

Viele von euch werfen gern einen Blick auf das aktuelle Markt-KGV, um zu sehen, oder der Markt im historischen Vergleich günstig oder teuer ist.

Ich möchte euch heute gern zeigen, dass die Berechnung des Markt-KGV eine sehr subjektive Veranstaltung ist. Man kann das KGV des S&P 500 Index auf 10 verschiedene Arten berechnen, dabei 10 verschiedene Werte erhalten – und alle 10 wären korrekt. Da guckst du! Du musst dich entscheiden, was genau du sehen willst. Besser gesagt: welche Berechnungsmethode für dich am meisten Sinn ergibt.

Zunächst die Formel:

KGV = Kurs / Gewinn pro Aktie

Der Kurs des S&P 500 liegt bei 2.328,95. So weit, so gut. Was ist mit dem Gewinn pro Aktie (EPS)?

Gewinn pro Aktie = Gewinn / Anzahl Aktien

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Was halten deine Nerven aus?

Ich spiele mit dem Gedanken, meine Aktienquote durch den Aufbau von Cash herunterzufahren von 80-90% auf 65-75% und diese dann langfristig dort zu belassen.

Die Börse ist volatil. Zweimal kam es in den letzten 17 Jahren vor, dass die großen Indizes MSCI World und S&P 500 um ca. 55% in die Tiefe rauschten.

Eine Frage sollte sich jeder Kleinaktionär stellen: Wie hoch ist der maximale Vermögensrückgang, den man aushält, ohne panikartig Aktien zu verkaufen? Aus der Beantwortung dieser Frage leitet sich dann die maximale Aktienquote ab.

Nehmen wir als Worst Case einen Rückgang des Depotwerts von 50% an. Bei einer Aktienquote nahe 100% sollte der Aktionär also einen Vermögensrückgang von 50% aushalten. Bei einer Quote von 50% wären es 25%. Und so weiter. Das ist die einfache Rechnung.

Doch ganz so einfach ist es nicht. Viele von euch stehen wie ich am Anfang ihrer Investorenkarriere und sagen sich: Meine monatlichen Investitionen sind noch sehr hoch im Verhältnis zum Depotwert. Also wird mein Depotwert um weit weniger als 50% zurückgehen, selbst wenn meine Aktien in den nächsten 18 Monaten um 50% fallen.

Und damit haben wir Recht. Aber was heißt das genau?

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Seltene, schnelle Elefanten

Der schwankungsreiche Teil meines Vermögens liegt in Unternehmensanteilen. Der schwankungsarme Teil liegt täglich verfügbar auf der Bank.

Als schwankungsarmer Anteil, also Notgroschen, auf den ich jederzeit zugreifen möchte, ohne Aktien oder andere Vermögenswerte verkaufen zu müssen, reichten mir bisher etwa 3 Monatsausgaben. Derzeit sind es mehr als 5 Monatsausgaben.

Wenn du Stammleser meines Blogs bist, dann weißt du, dass ich extrem pingelig bin bei der Auswahl der Unternehmen, an denen ich mich beteiligen möchte. In den letzten Wochen fand ich kein Unternehmen, das meinen Kriterien für Qualität und Preis entspricht. Für Unternehmen allerhöchster Qualität werden derzeit unverschämt hohe Preise verlangt.

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