Verkauf: Patrizia Immobilien

Wie angekündigt habe ich mich heute von einigen meiner Patrizia-Aktien getrennt, um den Steuer-Freibetrag auszuschöpfen. 49 Prozent Kursgewinn bei 4 Monaten Haltedauer sind schon Wahnsinn.

Die Aktie ist unheimlich gut gelaufen: +144% in 2015, +75% in 2014, +19% in 2013, +108% in 2012. Ich hatte damit geliebäugelt, all meine Patrizia-Anteile zu veräußern, bin dann aber doch zu neugierig, wie es weitergeht. Sieht man sich die Fundamentaldaten und das KGV (im Branchenvergleich und über die letzten Jahre) an, kann von völliger Überteuerung noch keine Rede sein.

Ich bin gespannt, wie es im neuen Jahr weitergeht. In einem schwachen Marktumfeld wird es wohl überproportional nach unten gehen, aber ich bin ja Langfristinvestor.

Durch den Verkauf ist Geld frei geworden, das anderswo investiert werden kann. Ich habe bereits mehrere Kandidaten im Auge.

Im neuen Jahr möchte ich mit meinem Einzelwertdepot weiter in die Breite gehen. Acht Unternehmen sind mir langfristig viel zu wenige.

Steuer-Freibetrag ausschöpfen!

Die ersten 801 Euro (1.602 Euro bei Paaren) der in Deutschland im Jahr erzielten Kapitalerträge sind steuerfrei. Dies ist ein Geschenk von Vater Staat und Geschenke sollte man annehmen.

Wer seinen Freibetrag noch nicht voll ausgeschöpft hat und wer gleichzeitig ein paar Gewinner-Aktien im Depot hat, für den kann es sich lohnen, sich bis Jahresende von einigen Aktien zu trennen – selbst wenn man diese zu Jahresbeginn wieder zurückkauft.

Ich werde morgen oder übermorgen ein paar Dutzend Patrizia-Aktien verkaufen, denn so kann ich

  • steuerfreie Gewinne realisieren,
  • mich von Aktien der Position trennen, von der ich in den kommenden Jahren am wenigsten erwarte und bei der mir die aktuelle Depot-Gewichtung von 17% zu hoch ist,
  • meine recht hohe Aktienquote senken bzw. Cash besorgen, um Aktien zu kaufen, von denen ich überzeugter bin.

Zusätzlich solltet ihr in den kommenden Tagen überprüfen, ob ihr eure Freistellungsaufträge für 2015 optimal erteilt habt. Diese könnt ihr immer noch anpassen. Ich habe Girokonto, Tagesgeldkonto und Depotkonto bei 3 verschiedenen Banken und muss immer versuchen, den Freibetrag bestmöglich aufzuteilen.

Geheimtipp #2

Heute bin ich auf ein Unternehmen namens „Chipotle Mexican Grill“ aufmerksam geworden.

Das 1993 gegründete US-amerikanische Unternehmen betreibt knapp 2.000 Fast-Food-Restaurants, die sich auf – wie der Name schon sagt – mexikanische Gerichte spezialisiert haben, die vor den Augen des Kunden zubereitet werden.

Fast-Food-Ketten gibt es viele. Was ist das Besondere an dieser? Chipotle hat den Trend hin zu gesünderer Ernährung früh erkannt. Versprochen werden frische Bio-Produkte lokaler Bauern und Fleisch aus artgerechter Haltung ohne Hormone und Antibiotika.

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Geheimtipp

Ich würde mich wundern, wenn einer von euch schon mal von der „Maschinenfabrik Berthold Hermle AG“ gehört hat. Auch mir war das Unternehmen bis heute unbekannt.

Hermle ist ein 1938 in Schwaben gegründeter mittelständischer Maschinenbauer. Hermles Kunden sind in den Branchen Medizintechnik, Automobilindustrie und Luftfahrt angesiedelt.

In den letzten Jahren sind Umsätze, Gewinne und Mitarbeiterzahl des Familienunternehmens stetig gewachsen. Gewinnmarge und Eigenkapitalquote sind überdurchschnittlich hoch. Selbst in der letzten Finanzkrise schrieb das Unternehmen schwarze Zahlen und schüttete Dividenden aus, was in zyklischen Branchen wie dem Maschinenbau nicht selbstverständlich ist. Die genauen Zahlen sind hier zu finden: Link

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Gilead Sciences – Chancen und Risiken

Die höchste Gewichtung in meinem Depot weisen derzeit die Anteile am Pharma-Konzern Gilead Sciences auf. Das wäre nicht so, wenn ich nicht bestens über das Unternehmen informiert wäre und wenn ich nicht von seinen Zukunftsaussichten überzeugt wäre.

Ich bin Gilead-Aktionär. Ich habe ein Interesse daran, dass ihr kauft. Dennoch werde ich in meinem heutigen Beitrag nicht nur auf die Chancen, sondern auch auf die Risiken einer Investition eingehen, ohne eine Kaufempfehlung auszusprechen.

Der Investor in mir mag Pharma-Unternehmen. Medizinische Versorgung werden wir immer benötigen, auch in Wirtschaftskrisen. Meine Wahl fiel jedoch nicht auf Bayer, Merck oder Novartis, sondern auf Gilead.

Das Unternehmen mit Sitz in Kalifornien wurde 1987 gegründet. In Deutschland weitgehend unbekannt, gehört es mittlerweile zu den 7 umsatzstärksten Konzernen der Pharma-Branche.

Hepatitis C ist eine schreckliche Krankheit, die zum Tod führen kann. Weltweit sind etwa 170 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Jüngst brachte Gilead Sciences die Medikamente Sovaldi und Harvoni auf den Markt.

Mehr als 90% der Behandelten werden nach 8-12 Wochen geheilt. Alles, was sie dafür tun müssen, ist täglich eine von Gileads Wunderpillen einzunehmen. Die Präparate sind revolutionär, denn verglichen mit früheren Behandlungen sind die Heilungschancen höher, die Behandlungsdauer ist kürzer und die Nebenwirkungen sind milder.

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