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Nachdem ich extrem viel Zeit in Copart gesteckt hatte, ist es mir ein wenig peinlich, zuzugeben dass ich meine Position aufgelöst habe.
Zuvor hatte ich mir den knapp einstündigen Earnings Call angehört, und würde meine Entscheidung wie folgt begründen:
Erstens: Ich hatte von Anfang an gesagt, dass ich 9-11% jährliches Wachstum beim Free Cashflow pro Aktie für die nächsten Jahre erwarte, und nur investiere, weil ich erwarte dass zusätzlich die Bewertung (P/FCF, EV/EBIT) steigt. Inzwischen war die Bewertung fairer als bei meinem Kauf ($28 Bereich).
Zweitens: Beim Wachstum wurde das vierte total enttäuschende Quartal in Folge gemeldet. Die Begründungen klingen glaubhaft, aber es gibt genügend Unternehmen wo das Geschäft sich bei ähnlichen Bewertungsniveaus deutlich besser entwickelt. Marktführerschaft, Burggraben, tolle Profitabilität, tolle Bilanz, tolle Kapitalallokation, toller CEO, tolle Geschichte sind ja schön und gut, aber das alles führt bei schwachem/sinkendem Wachstum nicht zu steigenden Kursen. (Vgl. Novo Nordisk)
Drittens: Zusammen mit dem Earnings Call letzte Woche wurde die größte Übernahme der Firmengeschichte bekannt gegeben. Auch hier klingt die Begründung nachvollziehbar. Trotzdem wird hier ein unprofitables Unternehmen übernommen und dabei 40-70% über Marktpreis bezahlt. Und für diese Übernahme hat man es nach Rekord-Aktienrückkäufen im Bereich $37-38 ausgelassen, im Bereich $26-30 weiter zuzukaufen. (Die Übernahme wird zu 100% auf dem Cash finanziert.)
Viertens: In den nächsten Jahren wird nichts passieren, was mich vom Hocker haut. Im Inland wird das Wholecar-Geschäft ausgebaut, im Ausland das Totalschaden-Geschäft.
Letztlich habe ich Gewinne realisiert (steuerfrei wg. Verlustvortrag 2025) und den gesamten Betrag nach etwa 30 Stunden Uber-Recherche in Uber reinvestiert. Portfolioanteil knapp 9%. Einzige Einzelaktienposition. Hoffentlich halte ich hier länger die Füße still.
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