Warum ich lieber Church & Dwight kaufe als Procter & Gamble

Gefühlt findet man Procter & Gamble im Depot jedes langfristig orientierten Privatanlegers, der sich in die Karten schauen lässt.

Im August vergangenen Jahres – als ich mich entschied, fortan zu investieren anstatt zu traden – war Procter & Gamble eines der ersten 2 Unternehmen, die mir in den Sinn kamen und die ich genauer unter die Lupe nahm. (das andere war Johnson & Johnson)

Meine Analyse endete nach wenigen Minuten. Ich entschied mich klar gegen einen Kauf. In den Konkurrenten Church & Dwight verliebte ich mich später hingegen sofort.

Schauen wir uns beide Konsumgüter-Hersteller genauer an.

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0% Zinsen? Kein Problem!

Ich frage mich häufig, warum die Aktienkultur in Deutschland so schwach ausgeprägt ist, verglichen mit anderen Industrieländern. Konkrete Zahlen dazu findet ihr hier: „Über den Blog„.

Ich habe im Blog bereits mehrfach nach Erklärungen und Lösungen gesucht.
Die Deutschen und die Aktien
So einfach ist das!
Die Geldanlage der Deutschen ist eine Katastrophe

Wer etwas Zeit hat, dem empfehle ich diese Podiumsdiskussion von der Messe „Invest“ aus der vergangenen Woche: Video-Link
Sie schlägt alle deutschen Talkshows, die zuletzt zu diesem Thema abgehalten wurden (von „Anne Will“ über „Menschen bei Maischberger“ bis hin zu „Hart aber fair“) um Längen.

Den Deutschen Aktienindex DAX gibt es seit 1988. Seitdem hat er um unfassbare 8,8% pro Jahr zugelegt.

Wäre dieser Anstieg geradlinig verlaufen und nicht im Zick-Zack, dann wären wir alle Aktionäre. Ich denke, die Volatilität ist der Hauptgrund für viele, die Finger von Unternehmensbeteiligungen zu lassen.

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Ich warte auf das 2. Marshmallow

In den Sechziger Jahren führte Walter Mischel ein Experiment durch, das als „Marshmallow-Test“ Bekanntheit erlangte.

Vierjährigen Kindern wurde ein Marshmallow vorgesetzt und sie wurden vor die Wahl gestellt, es entweder sofort zu essen oder zusätzlich ein zweites zu bekommen, wenn sie einige Minuten warten würden, ohne das erste Marshmallow zu essen.

Hier seht ihr eine spätere Durchführung dieses Experiments.

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Mein Weg

Wenn ihr euch in meinem Blog ein wenig umgesehen habt, dann wisst ihr: Ich setze mich intensiv mit dem Thema auseinander. Ich verbringe viel Zeit mit meinem und anderen Blogs. Ich informiere mich umfassend über die Finanzmärkte. Meine Kaufentscheidungen sind analytisch durchdacht, wie mir immer wieder gesagt wird.

Für mich ist das keine verlorene Zeit. Es geht mir auch nicht nur darum, eine möglichst hohe Rendite zu erzielen. Mir macht das alles unheimlich viel Spaß.

Ex-Studentin Jenny veröffentlichte gestern einen tollen Artikel über ihren Weg:
https://exstudentin.wordpress.com/2016/03/26/ich-gebe-meine-finanzen-nicht-aus-der-hand/

Das regte mich dazu an, selbst darüber nachzudenken, wie ich zum Anleger wurde.

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Aktien bewerten – ein schwieriges Unterfangen

Bei der Aktienauswahl schaue ich vor allem auf die folgenden Kriterien:

  • Hauptsitz (im Hinblick auf politische Stabilität sowie unternehmensfreundliche Politik)
  • Geschäftsmodell und Größe
  • Langfristige Aussichten für diesen Markt
  • Stetige Steigerung von Gewinn und Umsatz
  • Marktanteile
  • Markteintrittsbarrieren
  • Regionale Verteilung der Umsätze
  • Eigenkapitalquote
  • Umsatzrendite
  • Höhe des freien Cash Flow
  • Kursentwicklung (langjähriges Mittel, maximaler Verlust)
  • Unabhängigkeit von einzelnen Produkten, Kunden und Lieferanten
  • Kundenzufriedenheit
  • Besitzverhältnisse (Familienunternehmen? Anteile der Geschäftsführung?)
  • Attraktivität als Arbeitgeber

Nach jedem dieser Punkte kann das Unternehmen von meiner Watchlist verschwinden. Hat es jedoch sämtliche Prüfungen überstanden, ist nur noch eine Frage zu klären: Wie hoch ist der Preis, den der Markt verlangt?

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Liebe ARD, diese Sendung war eine Enttäuschung!

Gestern wurde in der ARD bei „Hart aber fair“ 75 Minuten lang über das Thema Geldanlage debattiert. Die Chance, ein breites Publikum vernünftig aufzuklären, wurde leider vertan.

Die Formulierung des Themas lässt schon einiges erahnen: „Zocker belohnen, Sparer bestrafen – Zinspolitik gegen die Bürger?“

Das soll eine Anspielung darauf sein, dass die Aktienmärkte sich in den Jahren der Nullzinspolitik glänzend entwickelt haben. Leider werden Aktienbesitzer hier über einen Kamm geschert und als Zocker gebrandmarkt.

Es mag viele Trader geben, deren durchschnittliche Haltedauer nur Minuten, Stunden oder wenige Tage beträgt. Leute wie mich und meine Leser, bei denen Aktien ein Baustein der Altersvorsorge sind, als Zocker zu bezeichnen, ist jedoch Unsinn.

Die Sendung war leider eine ganz schwache Vorstellung.

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