Ein besonders abstoßender Fall von Medien-Manipulation

Nigel Farage hielt diese Woche seine letzte Rede im Europäischen Parlament, dem er die letzten 20 Jahre angehörte. Bei der Europawahl 2019 im Vereinigten Königreich siegte seine Partei mit überwältigender Mehrheit, holte 55% mehr Stimmen als die zweitplatzierte Partei. Er kämpfte die letzten 27 Jahre für den gestern vollzogenen Brexit.

Seine 4-minütige Rede enthielt interessante Punkte, über die man geteilter Meinung sein kann. Diese möchte ich zitieren und mit erklärenden Stichpunkten ergänzen, bevor ich auf die erschreckende Reaktion der deutschen Medien zu sprechen komme.

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Neuer Finanz-Porno von FMW

In den Jahren 2014 und 2015 hing ich Finanzmarktwelt und Godmode Trader täglich an den Lippen. Anfang 2016 wurde mir klar: Das ist Finanzpornographie, die für langfristig orientierte Anleger nicht nur nutzlos, sondern auch schädlich ist.

Unter reißerischen Überschriften werden nach Börsenschluss die Kursverläufe irgendwie erklärt. Hauptsache Klicks. Das bringt Umsatz. Panik und Gier werden ausgenutzt und verstärkt.

Nebeneffekt ist, dass die Leser verkaufen wollen was sie im Depot haben – und kaufen wollen was sie nicht im Depot haben. Broker verdienen am Hin und Her und reiben sich die Hände.

Ob die Prognosen von Journalisten-Darstellern wie Markus Fugmann, die vor Jahren getroffen wurden, zutrafen, wird nie überprüft.

Von solchen Seiten habe ich mich die letzten 4 Jahre fern gehalten, doch heute Vormittag schlug mir Google News den gestrigen FMW-Artikel „Apple und der Schneeball-Effekt durch ETFs“ vor. Darin versucht Herr Fugmann seinen Lesern weiszumachen, dass die Aktien großer Unternehmen dadurch stärker als andere steigen, dass die ETFs sie kaufen (müssen), um den jeweiligen Index abzubilden.

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Ryanair und die öffentlich-rechtlichen Medien

Gestern lief ein 60-minütiger Beitrag auf Phoenix, der mich sehr aufgeregt hat. Es ging um die Frage, wie Ryanair es schafft, seine Tickets so günstig anzubieten und trotzdem profitabel zu sein.

Ich hatte mich auf eine objektive Berichterstattung gefreut. Phoenix gehört zu den Öffentlich-Rechtlichen. Wie naiv war ich, einen objektiven Bericht zu erwarten.

Der Beitrag stand exemplarisch für die typische Argumentation der linksgrünen Medien, von der ich mich mehr und mehr abwende.

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Jetzt wird’s politisch

An diesem 8 Grad kalten, verregneten Ostermontag möchte ich euch auf folgende Beiträge aus dem Bereich Politik aufmerksam machen, die mir zuletzt aufgefallen waren.

 

Europa: Small is beautiful

https://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/small-is-beautiful/

 

Equal Pay Day: Kein Beweis für Geschlechterdiskriminierung

https://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/equal-pay-day-kein-beweis-fuer-geschlechterdiskriminierung/

 

Das Geld anderer Leute

http://prometheusinstitut.de/das-geld-anderer-leute/

 

Martin Schulz, der Multimillionär

http://www.theeuropean.de/juergen-fritz/11819-martin-schulz-der-multimilionaer

 

Grund zum Optimismus: Die Arbeitswelt

http://prometheusinstitut.de/noch-ein-grund-zum-optimismus-die-arbeitswelt/

 

Angeblich gibt es in Deutschland mehr Arme als in Tschechien

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/mueller-vogg-gegen-den-strom/armutsbericht-angeblich-gibt-es-in-deutschland-mehr-arme-als-in-tschechien/

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Die Angst vor dem Brexit geht um

Ein beliebter Spruch in der Finanzwelt lautet: „Kurse machen Nachrichten, nicht umgekehrt!“. Nachdem ich die Aktienmärkte nun knapp 2 Jahre lang beobachtet habe, muss ich sagen: An dieser Aussage ist was dran!

Im Juni und Juli des vergangenen Jahres wurde die Volatilität des DAX mit dem griechischen Schuldendrama erklärt. Ging es den Griechen davor und danach besser? Wohl kaum. Haben wir seitdem nochmal einen Bericht gesehen, der die Entwicklung der Aktienkurse deutscher Unternehmen mit der Griechenlandkrise in Verbindung gebracht hat? Ich zumindest nicht.

Im August und September musste China für die Kursverluste herhalten. Heute stehen DAX und S&P 500 höher als zu den damaligen Tiefstkursen. Wächst die chinesische Wirtschaft seitdem wieder schneller? Mitnichten.

Später wurden größere Kursausschläge wahlweise mit dem VW-Skandal, der FED-Zinserhöhung, der Ölpreisentwicklung oder dem Geflüster des Herrn Draghi erklärt.

Jeden Abend wollen die Journalisten den Bürgern eine sinnvolle Begründung für die Kursentwicklung liefern.

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Liebe ARD, diese Sendung war eine Enttäuschung!

Gestern wurde in der ARD bei „Hart aber fair“ 75 Minuten lang über das Thema Geldanlage debattiert. Die Chance, ein breites Publikum vernünftig aufzuklären, wurde leider vertan.

Die Formulierung des Themas lässt schon einiges erahnen: „Zocker belohnen, Sparer bestrafen – Zinspolitik gegen die Bürger?“

Das soll eine Anspielung darauf sein, dass die Aktienmärkte sich in den Jahren der Nullzinspolitik glänzend entwickelt haben. Leider werden Aktienbesitzer hier über einen Kamm geschert und als Zocker gebrandmarkt.

Es mag viele Trader geben, deren durchschnittliche Haltedauer nur Minuten, Stunden oder wenige Tage beträgt. Leute wie mich und meine Leser, bei denen Aktien ein Baustein der Altersvorsorge sind, als Zocker zu bezeichnen, ist jedoch Unsinn.

Die Sendung war leider eine ganz schwache Vorstellung.

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