Stericycle – Vom Fels ist nicht mehr viel übrig

Warren Buffett rät, in Unternehmen zu investieren, die ein Idiot führen kann, da „dies jederzeit passieren kann“.

In den vergangenen Monaten musste ich schmerzlich erfahren, dass Stericycle nicht zu diesen Unternehmen gehört. Seit 1993 wurden mehr als 400 kleine Firmen übernommen. Alles was aufmuckte wurde aufgekauft. Doch die Auswahl der Akquisitionen hat sich in den letzten Jahren erheblich verschlechtert.

Vor zwei Stunden wurde der Geschäftsbericht veröffentlicht – erneut eine Enttäuschung. Das Management scheint eine miese Entscheidung nach der anderen zu treffen.

Ich schreibe diesen Artikel auch, weil nach den letzten Quartalsberichten viele Besucher meinen alten Stericycle-Artikel aufgerufen hatten.

Weiterlesen

Jasper spricht Klartext

Letzten Sonntag bin ich erst recht spät im Bett gelandet. Der Grund dafür ist, dass ich auf einen neuen Blog gestoßen bin, der mich sofort mitgerissen hat. Beitrag um Beitrag habe ich verschlungen.

Der Autor Jasper Quast wohnt in Berlin und schreibt seit September über Aktien, Politik und Wirtschaft. Wenn ihr meinen Blog mögt, dann solltet ihr definitiv mal einen Blick auf seine Seite werfen.

Jasper spricht Klartext zu Themen wie Umverteilung, Rente, Enteignung, Gender Pay Gap und bedingungsloses Grundeinkommen. Er ist ein Liberaler wie ich. Mit seiner Meinung bewegt er sich abseits der linksgrünen Medien und des Mainstreams.

Weiterlesen

Warum ich Investieren liebe

Die folgende Meinung wurde am 19.11.2014 von Morgan Housel für fool.com verfasst. Die deutsche Übersetzung wurde heute auf fool.de veröffentlicht. Eine großartige Liebeserklärung an das Investieren in Aktien.

Der S&P 500 hat in den letzten 140 Jahren im Durchschnitt einen Gewinn von 6,8 % pro Jahr gemacht. Das ist genug, um eine Investition von 400 US-Dollar je Monat in 40 Jahren auf über 1 Million US-Dollar wachsen zu lassen. Das ist wunderbar – und nicht schwer.

Aber ich liebe Investieren aufgrund der Dinge, die während dieser Zeit passieren. Es gibt nichts Vergleichbares.

Zwischen 2009 und 2014 sind die Aktien um 225 % gestiegen. Das ist die beste Fünfjahresentwicklung der Geschichte. Im Vergleich zu 2007 waren sie 2014 nur um 53 % im Plus. Bereinigt man diesen Wert um die Inflation, ist das die schlechteste Siebenjahresentwicklung der Geschichte.

Weiterlesen

Eindrücke vom Berliner Börsentag

Vorgestern besuchte ich den Berliner Börsentag im Ludwig-Erhard-Haus.

Bereits im vergangenen Jahr war ich auf dieser Anlegermesse zu Gast und meine Erwartungen waren im Vorfeld nicht besonders hoch. Das liegt vor allem daran, wie die Veranstaltung finanziert wird und welche Folgen dies hat.

Eintritt musste ich nicht zahlen. Die Finanzierung erfolgt über die Aussteller, zu denen vor allem Banken und Broker zählen. Und da diese ihr Geld mit dem permanenten Rein und Raus aus dem Aktienmarkt verdienen, steht bei dieser Veranstaltung leider das Trading im Vordergrund und weniger das Kaufen und Liegenlassen.

Ich ging also eher zur Unterhaltung als zur Informationsbeschaffung dorthin.

Weiterlesen

Church & Dwight – Mein Defensiv-Champion auf dem Prüfstand

Hersteller von Haushaltswaren wie Waschmittel und Zahnpasta haben sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten als hervorragende Investments für Langfristanleger herausgestellt.

Das leuchtet ein. Jeder kauft diese Produkte – egal ob Millionär, Student, Rentner oder Arbeitsloser. Und zwar unabhängig von der Lage der Wirtschaft. Außerdem bleiben die Kunden in der Regel ihren Marken treu.

Wer sich nicht (oder nur wenig) mit dem Aktienmarkt beschäftigt, erwartet hier langweilige, langsam wachsende Unternehmen mit einem geringeren Shareholder Value als beispielsweise Automobilhersteller. Doch genau das Gegenteil ist der Fall.

Weiterlesen

Lärmender Markt? Kopfhörer auf!

Auf die Woche genau vor zwei Jahren habe ich meinen ersten Aktienkauf getätigt.

Zwei Jahre. Jemand, der den Neuen Markt und die Finanzkrise mitgemacht hat, wird sagen: „Ach, wie süüüß!“. Für einen langfristig orientierten Investor sind zwei Jahre nichts. Nicht mal ein halber Konjunkturzyklus.

Stimmungen am Markt einzuordnen ist schwierig, wenn man noch nicht jede Konjunkturphase aktiv an der Börse miterlebt hat. Doch ich bekomme allmählich ein Gefühl.

Urkomisch finde ich, mit welchen Nachrichten abends die Kursentwicklungen erklärt werden. Manchmal frage ich mich, wie die „Experten“ das anstellen. Ist es immer derselbe Affe, den man mit dem Finger auf die Zeitung tippen lässt? Oder sind die Journalisten jeden Tag in einem anderen Zoo unterwegs?

Vor kurzem schrieb ich, dass nur 35 der 145 Tagesänderungen von mehr als 5% im Dow Jones mit einem konkreten Ereignis in Verbindung gebracht werden können. Das sind gerade einmal 24 Prozent.

Schauen wir mal, was sich so ereignet hat, seitdem ich die Finanzmärkte intensiv verfolge.

Weiterlesen