Private Städte als Modell der Zukunft?

Hin und wieder wird es hier im Blog einen Beitrag zu wirtschaftlichen, politischen oder gesellschaftlichen Themen geben. So auch heute.

Wenn ihr als Leser meines Blogs eines gemeinsam habt, dann das: Ihr wollt eure Finanzen selbst in die Hand nehmen. Für Vermögensaufbau und Altersvorsorge habt ihr eine Alternative gesucht und gefunden. Eine Alternative zu dem, was der Staat fördert und was der Großteil der Bankberater und Versicherungsvertreter empfiehlt.

Eine Alternative, auf die die meisten von uns nicht durch die Eltern, Lehrer oder Politiker aufmerksam wurden, sondern durch Eigeninitiative oder Zufälle. Vielleicht durch Freunde. Vielleicht durch einen Artikel in einer Zeitung oder einem Magazin. Vielleicht durch Google, Facebook oder Youtube. Bei mir war es das Mitarbeiter-Beteiligungsprogramm meines Arbeitgebers, das mich dazu veranlasste, Informationen über die Börse aufzusaugen.

Viele von euch werden sich in der Hängematte zurücklehnen und sagen: „Rentenlücke? Nicht bei mir!“. Während wir in der Hängematte liegen, steigt der Wert der Unternehmen, an denen wir beteiligt sind. Einige von uns setzen sich sogar das Ziel finanzieller Unabhängigkeit.

Ich möchte heute noch einen Schritt weiter gehen, was Freiheit und Selbstbestimmung angeht.

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Durchgerechnet: 18 Jahre monatliches Investieren in Aktien

Zunächst mal ein herzliches Dankeschön an euch!! Ihr habt mich in den letzten Tagen mit euren zahlreichen Aufrufen und Kommentaren überwältigt. Ein weiteres dickes Dankeschön geht an alle, die meinen Blog verlinken.

Die 2 Tage mit den meisten Aufrufen, die mein Blog jemals hatte, fielen beide in den aktuellen Monat. Die Krönung war der gestrige Tag mit 1.015 Aufrufen von 374 Lesern. Auch die aktuelle Woche ist bereits am heutigen Samstag eine Rekordwoche.

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Warum ich Investieren liebe

Die folgende Meinung wurde am 19.11.2014 von Morgan Housel für fool.com verfasst. Die deutsche Übersetzung wurde heute auf fool.de veröffentlicht. Eine großartige Liebeserklärung an das Investieren in Aktien.

Der S&P 500 hat in den letzten 140 Jahren im Durchschnitt einen Gewinn von 6,8 % pro Jahr gemacht. Das ist genug, um eine Investition von 400 US-Dollar je Monat in 40 Jahren auf über 1 Million US-Dollar wachsen zu lassen. Das ist wunderbar – und nicht schwer.

Aber ich liebe Investieren aufgrund der Dinge, die während dieser Zeit passieren. Es gibt nichts Vergleichbares.

Zwischen 2009 und 2014 sind die Aktien um 225 % gestiegen. Das ist die beste Fünfjahresentwicklung der Geschichte. Im Vergleich zu 2007 waren sie 2014 nur um 53 % im Plus. Bereinigt man diesen Wert um die Inflation, ist das die schlechteste Siebenjahresentwicklung der Geschichte.

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Eindrücke vom Berliner Börsentag

Vorgestern besuchte ich den Berliner Börsentag im Ludwig-Erhard-Haus.

Bereits im vergangenen Jahr war ich auf dieser Anlegermesse zu Gast und meine Erwartungen waren im Vorfeld nicht besonders hoch. Das liegt vor allem daran, wie die Veranstaltung finanziert wird und welche Folgen dies hat.

Eintritt musste ich nicht zahlen. Die Finanzierung erfolgt über die Aussteller, zu denen vor allem Banken und Broker zählen. Und da diese ihr Geld mit dem permanenten Rein und Raus aus dem Aktienmarkt verdienen, steht bei dieser Veranstaltung leider das Trading im Vordergrund und weniger das Kaufen und Liegenlassen.

Ich ging also eher zur Unterhaltung als zur Informationsbeschaffung dorthin.

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Lärmender Markt? Kopfhörer auf!

Auf die Woche genau vor zwei Jahren habe ich meinen ersten Aktienkauf getätigt.

Zwei Jahre. Jemand, der den Neuen Markt und die Finanzkrise mitgemacht hat, wird sagen: „Ach, wie süüüß!“. Für einen langfristig orientierten Investor sind zwei Jahre nichts. Nicht mal ein halber Konjunkturzyklus.

Stimmungen am Markt einzuordnen ist schwierig, wenn man noch nicht jede Konjunkturphase aktiv an der Börse miterlebt hat. Doch ich bekomme allmählich ein Gefühl.

Urkomisch finde ich, mit welchen Nachrichten abends die Kursentwicklungen erklärt werden. Manchmal frage ich mich, wie die „Experten“ das anstellen. Ist es immer derselbe Affe, den man mit dem Finger auf die Zeitung tippen lässt? Oder sind die Journalisten jeden Tag in einem anderen Zoo unterwegs?

Vor kurzem schrieb ich, dass nur 35 der 145 Tagesänderungen von mehr als 5% im Dow Jones mit einem konkreten Ereignis in Verbindung gebracht werden können. Das sind gerade einmal 24 Prozent.

Schauen wir mal, was sich so ereignet hat, seitdem ich die Finanzmärkte intensiv verfolge.

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Reaktion der Kurse auf historische Ereignisse

In wenigen Minuten wird die FED ihre Zinsentscheidung verkünden sowie ihre Einschätzung zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur mittelfristigen Entwicklung der Zinssätze. Darauf haben die Börsianer wochenlang hingefiebert.

„Spiele werden von denjenigen Spielern gewonnen, die sich auf das Spielfeld konzentrieren – nicht von denen, deren Augen auf der Anzeigetafel kleben.“

Hier denke ich ebenso wie Warren Buffett, von dem dieses Zitat stammt. Meine Investitionen lasse ich nicht von Entscheidungen der Zentralbanken oder von Prognosen zur Entwicklung der Wirtschaft beeinflussen. Unter den 20 reichsten Menschen der Welt war noch nie einer, der versuchte, Konjunkturzyklen vorherzusagen.

„Ich würde gern Marktentwicklungen vorhersagen und Rezessionen antizipieren können, aber weil das unmöglich ist, bin ich ebenso wie Buffett damit zufrieden, profitable Unternehmen zu finden“ (Peter Lynch, 1989)

Dennoch finde ich es hochinteressant zu beobachten, wie die Aktienkurse auf Nachrichten reagieren oder wie sie künftige Nachrichten versuchen zu antizipieren.

Im Folgenden will ich einige Fakten auflisten, die aus dem 15. der 23 Kapitel von Jeremy Siegels fantastischem Buch „Aktien für die Ewigkeit“ stammen, das ich zurzeit lese.

Sie sollen die Unvorhersehbarkeit des Marktes bestätigen sowie die Schwierigkeit, Kursbewegungen zu prognostizieren.

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