Aktien bewerten – ein schwieriges Unterfangen

Bei der Aktienauswahl schaue ich vor allem auf die folgenden Kriterien:

  • Hauptsitz (im Hinblick auf politische Stabilität sowie unternehmensfreundliche Politik)
  • Geschäftsmodell und Größe
  • Langfristige Aussichten für diesen Markt
  • Stetige Steigerung von Gewinn und Umsatz
  • Marktanteile
  • Markteintrittsbarrieren
  • Regionale Verteilung der Umsätze
  • Eigenkapitalquote
  • Umsatzrendite
  • Höhe des freien Cash Flow
  • Kursentwicklung (langjähriges Mittel, maximaler Verlust)
  • Unabhängigkeit von einzelnen Produkten, Kunden und Lieferanten
  • Kundenzufriedenheit
  • Besitzverhältnisse (Familienunternehmen? Anteile der Geschäftsführung?)
  • Attraktivität als Arbeitgeber

Nach jedem dieser Punkte kann das Unternehmen von meiner Watchlist verschwinden. Hat es jedoch sämtliche Prüfungen überstanden, ist nur noch eine Frage zu klären: Wie hoch ist der Preis, den der Markt verlangt?

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Liebe ARD, diese Sendung war eine Enttäuschung!

Gestern wurde in der ARD bei „Hart aber fair“ 75 Minuten lang über das Thema Geldanlage debattiert. Die Chance, ein breites Publikum vernünftig aufzuklären, wurde leider vertan.

Die Formulierung des Themas lässt schon einiges erahnen: „Zocker belohnen, Sparer bestrafen – Zinspolitik gegen die Bürger?“

Das soll eine Anspielung darauf sein, dass die Aktienmärkte sich in den Jahren der Nullzinspolitik glänzend entwickelt haben. Leider werden Aktienbesitzer hier über einen Kamm geschert und als Zocker gebrandmarkt.

Es mag viele Trader geben, deren durchschnittliche Haltedauer nur Minuten, Stunden oder wenige Tage beträgt. Leute wie mich und meine Leser, bei denen Aktien ein Baustein der Altersvorsorge sind, als Zocker zu bezeichnen, ist jedoch Unsinn.

Die Sendung war leider eine ganz schwache Vorstellung.

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Rendite-Update Februar

Es ist höchste Zeit für mein Rendite-Update für den Februar.
Wie immer stelle ich die Rendite meines Depots kumuliert dar. Jeder Punkt in der Grafik gibt die Rendite des gesamten Zeitraumes bis zu diesem Tag wieder, und zwar anhand folgender Berechnung:

Rendite = (Depotwert + Verkaufserlöse – gesamtes investiertes Kapital) / gesamtes investiertes Kapital

Mein Benchmark ist mein Plan B: Würde ich nicht in Einzelwerte investieren, dann würde ich einen monatlichen Sparplan auf den folgenden ETF anlegen: db x-trackers MSCI World Index UCITS ETF 1C. Die Performance berechne ich anhand der in Euro gehandelten Kurse, ebenso bei meiner Depot-Rendite.

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Aus Buy & Hold wird Hold

Nach 15-tägigem Blog-Sabbatical melde ich mich zurück: voller Tatendrang und bester Laune. Und das an einem Montag!

Wenn ich mir mein Depot ansehe, dann beginnen meine Augen zu leuchten. Mir gehört ein kleiner Teil von 12 wunderbaren Unternehmen, von denen ich in Zukunft viel erwarte.

Innerhalb weniger Monate habe ich ein Aktiendepot zusammengestellt, mit dessen Zusammensetzung ich hochzufrieden bin. Das zeigt allein der Fakt, dass – trotz unzähliger Unternehmensanalysen in den vergangenen Wochen – zwei meiner letzten drei Käufe Vergrößerungen bestehender Positionen waren.

Es ist gut möglich, dass ich Zukäufe nun eine ganze Weile aussetzen werde. Ich gehe davon aus, in den kommenden 4 bis 6 Wochen Post vom Bundesverwaltungsamt zu bekommen, das mich über die BAföG-Rückzahlung informieren wird.

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Die Geldanlage der meisten Deutschen ist eine Katastrophe!

Darüber, wie die Deutschen ihr Geld anlegen, wollte ich schon seit längerem einen kritischen Artikel schreiben. Bislang fehlte mir die Muße für die aufwändige Recherche nach harten Zahlen und Fakten. Diese Aufgabe haben nun die Reporter des SPIEGEL für mich teilweise übernommen.

Die Titel-Story der aktuellen Print-Ausgabe wird betitelt mit: „Ohne Zins und Verstand – Warum die Deutschen ihr Geld falsch anlegen und wie sie es vermehren können“.

Ich freue mich, dass ein großes Magazin den Finger in die Wunde legt und versucht, die Leute wachzurütteln. Sparer, Banken und Politiker bekommen ihr Fett weg.

Auf 9 von 10 Seiten wird beschrieben, was die deutschen Sparer alles FALSCH machen. Verbesserungsvorschläge kommen leider zu kurz (das übernehme ich). Einige hochinteressante Fakten werden dennoch aufgetischt.

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Riester-Rente oder Schäuble-Bonds? Aktiensparen!

Ich denke, du wirst mit mir übereinstimmen, dass der demografische Wandel eine der größten Baustellen darstellt, die wir in Deutschland in den kommenden Jahren und Jahrzehnten angehen müssen. Privat fürs Alter vorsorgen muss in meiner Generation jeder, der später nicht in Armut enden will. Doch wie sorgt man am besten fürs Alter vor?

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