Sebastian unterrichtet Schüler zum intelligenten Umgang mit Geld

Heute habe ich Sebastian zu Gast, der meinen Blog seit 3 Jahren als Leser und fleißigster Kommentator begleitet. Wie oft wir uns seitdem zum persönlichen Austausch über Finanzthemen und Gott & die Welt getroffen haben, kann ich schon nicht mehr an zwei Händen abzählen.

Daher möchte ich hier auch die Gelegenheit ergreifen, einmal DANKE zu sagen. Du hast meinen Blog erst zu dem gemacht, was er ist, hast ihn jahrelang mit Leben gefüllt und das ohne je ein böses Wort über jemanden verloren zu haben. Und auch wenn wir uns alle 3-4 Monate über (größtenteils) dieselben Themen unterhalten, empfand ich noch keine Minute davon als langweilig. Ich habe auch keinerlei Angst vor dem nächsten Bärenmarkt, weil ich weiß: Sebastian ist da und hält mich notfalls davon ab, panische Entscheidungen zu treffen.

Und nun zum spannenden Teil.

 

Hi Sebastian! Schön dass du dir die Zeit für das Gespräch nimmst. Bitte erzähl uns zu Anfang etwas mehr über dich.

Sebastian: Hallo Stefan, wir beide kennen uns ja jetzt schon ein wenig länger. Als Freelancer Sebastian kommentiere ich bei dir und in anderen Finanzblogs. Ich bin 40 Jahre jung und seit bald 19 Jahren mit meiner Frau verheiratet. Wir haben zusammen drei Kinder und leben am grünen Stadtrand von Berlin. Meine Leidenschaft für Musik habe ich zur Berufung gemacht und arbeite freiberuflich als Musiklehrer und Dozent in einer Berufsschule.

 

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Mein Gespräch mit Anna zu ihrem Kinderbuch über Geld

Heute habe ich Anna zu Gast, Co-Autorin des Blogs »Finanziell Frei mit 30«. Sie hat gerade mit 28 Jahren ihr erstes Buch veröffentlicht. Darüber wollte ich unbedingt mehr erfahren.

 

Hallo Anna! Es freut mich sehr, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Bitte erzähle meinen Lesern und mir zunächst etwas mehr über dich.

Anna: Hallo 🙂 Vielen Dank für diese Möglichkeit! Also, ich bin Anna, ich bin 28 Jahre alt und komme aus Heidelberg. Ich habe erfolgreich Mathematik studiert und arbeite momentan an einem Online-Service und schreibe Bücher 🙂 »Joscha Pietsch und das Geheimnis des Geldes« ist dabei mein Erstlingswerk. Im Sommer wird aber schon das nächste Buch erscheinen, diesmal allerdings reine Unterhaltungsliteratur.

 

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Wenn der Kapitalist zum Poeten wird

Gestern war einer dieser Tage, die sich langfristig orientierte Anleger rot im Kalender markieren. Warren Buffett schrieb seinen jährlichen Shareholder Letter.

Ich habe meine Lieblingsstellen aus dem 13-seitigen Brief für euch ins Deutsche übersetzt, empfehle euch aber, ihn selbst im Original zu lesen (hier).

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Autonomes Fahren: Vergangenheit, Gegenwart & Zukunft

Ich lese derzeit ein Buch mit dem Titel: „Der letzte Führerscheinneuling ist bereits geboren“.

15 Bücher zu Finanzen, Politik & Wissenschaft habe ich in den letzten 3 Jahren gelesen. In keinem hatte ich so viele interessante Stellen markiert wie im Aktuellen, obwohl ich gerade mit der ersten Hälfte durch bin.

Autor ist Dr. Mario Herger. Der Österreicher lebt seit 18 Jahren im Silicon Valley in Kalifornien, ist dort als CEO einer Beratungsfirma tätig und war zuvor Entwicklungsleiter bei SAP.

Im Buch geht es um die Zukunft der Mobilität. Dabei stützt sich Herger nicht nur auf das, was er im Silicon Valley seit Jahren beobachtet, sondern auch auf 772 angegebene Quellen.

Ich teile das Buch in drei Bereiche, zwischen denen der Autor hin und her springt: Elektromobilität, autonomes Fahren und Sharing Economy.

In meinem heutigen Beitrag konzentriere ich mich auf das autonome Fahren, wobei das Buch die Grundlage bildet, ich aber auch weitere Quellen benutze.

Damit wir uns richtig verstehen: Wir sprechen hier nicht über eine weit entfernte Zukunft, wie es die deutschen Medien gern verkaufen. Ich verrate euch vorab schon mal: Es gibt ein Unternehmen, das bereits über 17 Millionen Kilometer im Selbstfahrmodus auf öffentlichen Straßen zurückgelegt hat.

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Herr Müller macht auf dicke Hose

„Dirk, wie ist die Luft dort oben?
Dirk, wie sieht es von dort oben aus?
Haben sie dich schon zurecht gebogen?
Oder hältst du dich aus Strategien raus?
Welches System wird bei euch gespielt?
Haben sie dich auch wirklich korrekt verdient?“

Dies fragten die Sportfreunde Stiller vor 15 Jahren in einem Song ihres dritten Studioalbums „Burli“. Die Platte liegt immer noch in meinem Auto.

Eben diese Frage stellte auch ich mir heute, denn Dirk Müller – besser bekannt als Mister DAX – hatte in einem kürzlich veröffentlichten Interview einen ziemlich großen Mund. Wie ist wohl die Luft dort oben auf seinem hohen Ross?

Konkret bezeichnete Herr Müller ETFs als „dummes Geld“ und preiste seinen „Dirk Müller Premium-Fonds“, selbstherrlich wie man ihn kennt.

Verneigen wir uns also gemeinsam vor der Lichtgestalt unter den deutschen Fondsmanagern.

Im Interview sagt er: „Wir sind besser als der Markt“ und lieferte sofort den Beweis: Er hat seinen selbst gewählten, nicht näher benannten Vergleichsindex im Jahr 2018 geschlagen.

Bravo, Herr Müller!

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Analysten: Die Astrologen am Aktienmarkt

Ich finde es immer wieder ulkig, wenn die Analysten der Banken ihre Kursziele und Kauf-/Verkaufsempfehlungen in die Welt hinaus posaunen. Ebenso, wenn die Banken zu Jahresbeginn Zielmarken für die Jahresschlusskurse von DAX & Co. abgeben. Finanzpornographie vom Feinsten.

Es wird euch ebenso gehen wie mir: Hin und wieder läuft uns tatsächlich jemand über den Weg, der Wert auf diese Zahlen legt. So wie es Menschen gibt, die Horoskope lesen.

Mein heutiges Tageshoroskop sagt mir, dass der Mond eine Trendwende für mich als Widder einleitet. Ich werde mich gut fühlen, sehr stabil und die Ärgernisse der letzten Tage vergessen. Ich werde neu starten und den Schalter umlegen. Am Nachmittag werden Termine zu meinen Gunsten verlaufen. Jemand wird ein gutes Wort für mich einlegen. Den Abend soll ich mit einer Tasse Tee oder einem Glas Wein ausklingen lassen. Na dann, Prost!

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