Kaufe ich diesen Small Cap aus HAMBURG?

Lesezeit: 9 Minuten

Was, wenn ich euch sage, dass es ein börsennotiertes Unternehmen mit Hauptsitz in Hamburg gibt, welches mit weniger als 1 Milliarde Euro bewertet ist, einen 35-jährigen CEO hat, zuletzt 52% Umsatzwachstum gemeldet hat, dessen Aktie 32% pro Jahr in den letzten 7 Jahren gewachsen ist, das gerade dabei ist das deutsche Berkshire Hathaway zu werden, und das einige bekannte Namen unter seinen größten Aktionären hat:

  • Daniel Ek, Gründer von Spotify, 11.2%
  • Mitchell Rales, Gründer von Danaher, 14.6%
  • MIT (Massachusetts Institute of Technology), eine der besten Tech-Universitäten der Welt, 6.8%
  • Sun Mountain Partners, gegründet von Will Thorndike, Autor des von Warren Buffett und Charlie Munger gelobten Buches „The Outsiders: Eight Unconventional CEOs and Their Radically Rational Blueprint for Success“, 5.1%
  • Sator Grove Holdings, bekannt für langfristige Ausrichtung, 15.1%
  • Diese 5 Anker-Investoren kontrollieren zusammen ca. 53%.

Die Rede ist von CHAPTERS Group AG.

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Inflationsberechnung: Für wie dumm haltet ihr uns?

Laut Statistischem Bundesamt ist der Verbraucherpreisindex in Deutschland von 2012 bis 2022 von 91,7 auf 110,2 Punkte gestiegen.

Das ergibt eine Steigerung von 20,17% bzw. 1,85% pro Jahr.

Die Politik nutzt den Verbraucherpreisindex, um uns zu erzählen, wie stark unsere Kosten gestiegen sind.

Um 20% seit 2012, so so.

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Ein Blick über den Atlantik

Dies ist der zweite Teil meines Interviews mit Michael, dem Betreiber von nullzinssparer.com, der seit knapp 1,5 Jahren in den USA lebt. Die eingefügten Bilder stammen von Michael, das YouTube-Video von mir.

> Hier geht es zum ersten Teil <<

 

Kommen wir zu Deutschland, Michael. Unsere Landsleute lieben ihren Wohlfahrtsstaat. Sie lassen sich gern 50% ihrer Einkünfte aus der Tasche ziehen, denn sie können sich sicher sein, dass Rente und Arbeitslosengeld pünktlich überwiesen werden, sie bekommen Geld in Zeiten von Krankheit und Urlaub, die Infrastruktur und innere Sicherheit sind fast allen anderen Ländern überlegen. Roland Baader beschrieb diesen „80%-Sozialismus“ einmal so: „Betrachten wir Deutschland doch einmal mit kapitalistischen Augen. Wir erkennen ein Land mit einem staatlichen (d.h. sozialistischen) Rentensystem, einem staatlichen Gesundheitswesen, einem staatlichen Bildungswesen, mit staatlich und gewerkschaftlich gefesselten Arbeitsmärkten, einem konfiskatorischen Steuersystem, einer Staatsquote von über 50%, mit einem erheblich regulierten Wohnungsmarkt, einem massiv subventionierten und regulierten Agrarsektor und einer in einem komplizierten Geflecht zwischen Markt und Staat eingebundenen Energiewirtschaft, mit mindestens Hunderttausend Betrieben in kommunalem Eigentum (d.h. Staatseigentum) und einem staatlichen Papiergeldmonopol, ja sogar mit einem Staatsfernsehen samt Zwangsgebühren. Wir erkennen ein Land, in dem fast 40% der Bevölkerung ganz oder überwiegend von Staatsleistungen lebt und in welchem das gesamte Leben der Bürger von staatlichen Regelungen überwuchert ist“. Meine Frage an dich, Michael: Was hältst du von dem deutschen Modell des Sozialstaats?

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0% Zinsen? Kein Problem!

Ich frage mich häufig, warum die Aktienkultur in Deutschland so schwach ausgeprägt ist, verglichen mit anderen Industrieländern. Konkrete Zahlen dazu findet ihr hier: „Über den Blog„.

Ich habe im Blog bereits mehrfach nach Erklärungen und Lösungen gesucht.
Die Deutschen und die Aktien
So einfach ist das!
Die Geldanlage der Deutschen ist eine Katastrophe

Wer etwas Zeit hat, dem empfehle ich diese Podiumsdiskussion von der Messe „Invest“ aus der vergangenen Woche: Video-Link
Sie schlägt alle deutschen Talkshows, die zuletzt zu diesem Thema abgehalten wurden (von „Anne Will“ über „Menschen bei Maischberger“ bis hin zu „Hart aber fair“) um Längen.

Den Deutschen Aktienindex DAX gibt es seit 1988. Seitdem hat er um unfassbare 8,8% pro Jahr zugelegt.

Wäre dieser Anstieg geradlinig verlaufen und nicht im Zick-Zack, dann wären wir alle Aktionäre. Ich denke, die Volatilität ist der Hauptgrund für viele, die Finger von Unternehmensbeteiligungen zu lassen.

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