Unterschätzt nicht die Gebühren

Ihr könnt nicht beeinflussen, wie sich eure Aktien und Indexfonds entwickeln. Doch an einer Schraube könnt ihr drehen: die Gebühren. Unterschätzt sie nicht.

Das gilt beispielweise

  • bei der Wahl der Bank bzw. des Brokers,
  • bei der Auswahl eines ETFs,
  • bei der Bestimmung des Ordervolumens,
  • bei der Frage, ob ihr eine Aktie / einen Aktienfonds verkauft,
  • bei der Bestimmung des Handelsplatzes und der Uhrzeit eines Kaufs (aufgrund des Spreads).

Manche Banken verlangen 8 Euro pro Order, andere 12.
Manche Anleger kaufen immer für 1000 Euro, andere warten bis sie 2500 Euro angespart haben.
Manche Anleger kaufen US-Aktien außerhalb der Öffnungszeiten der US-Börse und nehmen einen deutlich höheren Spread in Kauf.
Manche Anleger kaufen Aktien von Schweizer Unternehmen und holen sich die zu viel bezahlte Quellensteuer nicht von den Schweizer Behörden zurück.

Sagt nicht: „Die paar Euro machen den Kohl nicht fett!“. Wenn ihr Kosten akzeptiert, die höher sind als sie sein müssten, setzt ihr eine negative Zinseszinslawine in Gang, die euch langfristig viel Geld kosten kann.

Rechnen wir es durch.

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Dividenden: Fluch oder Segen in der Ansparphase?

In diesem Monat erhalte ich von 6 Unternehmen Dividenden. Sie belohnen mich dafür, dass ich mich an ihnen beteiligt habe. Die Ausschüttung von Dividenden führt zur Ausschüttung von Dopamin im Körper des Anlegers. Zu Recht?

In letzter Zeit beobachte ich mehr und mehr bloggende Privatanleger, deren Hauptfokus bei der Aktienauswahl auf der aktuellen Dividendenrendite liegt. Ich sehe das äußerst kritisch.

Zunächst muss man unterscheiden zwischen Ansparphase und Verbrauchsphase bei langfristig orientierten Anlegern. In der Ansparphase wird investiert, investiert, investiert. Dividenden werden reinvestiert. Später in der Verbrauchsphase werden Ausschüttungen (ggf. auch Einnahmen aus Aktienverkäufen) für den Konsum verwendet.

Meine Kritik richtig sich allein auf den Fokus der Aktienauswahl in der Ansparphase.

Jeder Anleger sollte sich bewusst machen: Dividenden erhöhen das Vermögen nicht. Sie senken es. Der Kurs fällt in Höhe der Dividende. Auf die Ausschüttung zahlt der Aktionär Steuern. Außerdem fallen Gebühren bei der Reinvestition an und ggf. Kosten zur Wiederbeschaffung zu viel eingezogener ausländischer Quellensteuer (bspw. bei Unternehmen aus der Schweiz). Diese 3 Kostenarten sollte man keineswegs unterschätzen.

Es handelt sich dabei um einen negativen Zinseszinseffekt, der Vermögen vernichtet.

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