Was uns der Staat aus der Tasche zieht

Ich weiß noch, wie wütend ich war, als ich im Geschichtsunterricht hörte, wie vor einigen hundert Jahren die Bauern ein Zehntel ihrer Ernte an ihren Lehnsherren oder die Kirche abgeben mussten – und wie froh, als es darum ging, wie die Bauern all ihren Mut fassten, sich zusammenschlossen und dagegen demonstrierten (trotz Todesangst).

Heute nimmt uns Vater Staat nicht mehr nur 10% weg, sondern selbst bei Normalverdienern über 50%, doch kaum jemand zuckt mit der Wimper. Die Ikea-Generation klebt mit dem Hintern an der Couch.

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Die Sache mit der Quellensteuer auf Dividenden

„Lobenswert sind Stefans Leistungen im Mathematik-Unterricht. Viele Grundaufgaben löst er schon ohne Hilfsmittel. Besonders gern rechnet er mündlich.“

Das schrieb meine Klassenlehrerin in mein Halbjahreszeugnis der 1. Klasse im Februar 1993, als ich sechs Jahre alt war. Mein Interesse an der Mathematik zieht sich seitdem durch meinen Lebenslauf.

„Das Investieren in französische Aktien macht für Kleinanleger definitiv keinen Sinn. Die Belastung durch Quellensteuern auf Dividenden ist immens.“

Diesen Satz las ich gestern in einem Blog.

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Dividenden: Fluch oder Segen in der Ansparphase?

In diesem Monat erhalte ich von 6 Unternehmen Dividenden. Sie belohnen mich dafür, dass ich mich an ihnen beteiligt habe. Die Ausschüttung von Dividenden führt zur Ausschüttung von Dopamin im Körper des Anlegers. Zu Recht?

In letzter Zeit beobachte ich mehr und mehr bloggende Privatanleger, deren Hauptfokus bei der Aktienauswahl auf der aktuellen Dividendenrendite liegt. Ich sehe das äußerst kritisch.

Zunächst muss man unterscheiden zwischen Ansparphase und Verbrauchsphase bei langfristig orientierten Anlegern. In der Ansparphase wird investiert, investiert, investiert. Dividenden werden reinvestiert. Später in der Verbrauchsphase werden Ausschüttungen (ggf. auch Einnahmen aus Aktienverkäufen) für den Konsum verwendet.

Meine Kritik richtig sich allein auf den Fokus der Aktienauswahl in der Ansparphase.

Jeder Anleger sollte sich bewusst machen: Dividenden erhöhen das Vermögen nicht. Sie senken es. Der Kurs fällt in Höhe der Dividende. Auf die Ausschüttung zahlt der Aktionär Steuern. Außerdem fallen Gebühren bei der Reinvestition an und ggf. Kosten zur Wiederbeschaffung zu viel eingezogener ausländischer Quellensteuer (bspw. bei Unternehmen aus der Schweiz). Diese 3 Kostenarten sollte man keineswegs unterschätzen.

Es handelt sich dabei um einen negativen Zinseszinseffekt, der Vermögen vernichtet.

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