Verbrennungsmotoren – Mein Nachruf auf ein totes Pferd

Im Jahr 1900 war die 5th Avenue in New York City zu Ostern vollgestopft mit Pferdekutschen. Nur ein einziges Auto war zu sehen.

Im Jahr 1913 war dieselbe Straße zu Ostern vollgestopft mit Autos. Keine Pferdekutsche weit und breit – und das nur 13 Jahre später!

Dieses Spielchen werden wir im Jahr 2030 noch einmal spielen – nur dieses Mal werden wir Schwierigkeiten haben, ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor zu finden.

Nachdem ich mich in den letzten sieben Monaten rund 60 bis 70 Stunden mit Elektromobilität befasst habe, komme ich zu dem Schluss: Die Kundennachfrage nach privaten PKW mit Verbrennungsmotoren wird bis 2030 weltweit um mindestens 50% zurückgehen. Dafür braucht es weder staatliche Förderung alternativer Antriebe, noch muss sich der Strommix zugunsten regenerativer Energien entwickeln, denn die besten Argumente liegen jenseits von Politik und Umweltaspekten. Sie liegen in Physik, Ökonomie und Ingenieurwesen.

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Wenn der Berg ruft (Urlaubsrückblick Tirol)

Ich liebe es, am Meer oder in den Bergen zu sein. In den letzten Jahren zog es mich für den Sommerurlaub eher ans Meer (Schweden, Italien, Kalifornien, New York). Mit einem zweiten Alpen-Urlaub hatte ich schon einige Jahre geliebäugelt – und dieses Jahr war es endlich so weit.

22 Jahre ist es her, dass ich zuletzt in den Alpen war, damals als Elfjähriger mit meinen Eltern. Abgesehen von den Ausflügen mit atemberaubendem Panorama sind mir aus dieser Woche vor allem einige erste Male in Erinnerung geblieben (erstes Händchenhalten, erster Kuss, erster Liebeskummer). Mein Tamagotchi wurde dabei ziemlich vernachlässigt.

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Elon und die Dinosaurier

Es ist Zeit für meinen zweiten TESLA-Beitrag (hier zum ersten), nachdem ich diese Woche Aktien nachgekauft habe.

Um sich dem Wert von Tesla anzunähern, muss man verschiedene Fragestellungen abarbeiten, etwa:

I.) Wie werden sich die Autoverkäufe in den nächsten Jahrzehnten entwickeln? (Stichwort: Bevölkerungswachstum; Wohlstandswachstum in den ärmeren Ländern; autonomes Fahren; Trend weg von Autobesitz hin zu Automiete und Taxidiensten wie Uber/Lyft/Didi).

II.) Wie wird sich der BEV-Marktanteil in den nächsten Jahrzehnten entwickeln, also der Anteil reiner Elektroautos gegenüber Diesel, Benziner, Hybrid, Brennstoffzelle? (Hier geht es nicht nur um private Pkw, sondern auch um Firmenwagen, Taxis, Autovermietungsflotten und im Falle von Tesla auch um Lkw.)
Zur Info: BEV bedeutet battery electric vehicle, als Abgrenzung zu PHEV = plug-in hybrid electric vehicle.

III.) Wie wird sich innerhalb von BEV der Marktanteil von Tesla entwickeln gegenüber denen die bereits in Massen produzieren (Renault-Nissan, BAIC, BYD, BMW) und gegenüber den Neulingen (Toyota, VW-Gruppe, Daimler, GM, Honda, Ford, PSA-Gruppe usw)?

IV.) Welche Margen sind hier langfristig von Tesla zu erwarten?

V.) Welche Umsätze und Gewinne sind von Tesla aus anderen Bereichen zu erwarten? (Solardächer, Energiespeicher im Haushalt, Erlöse aus dem Charging, Autoversicherungen, Verkauf von Batterien an Konkurrenten, Erlöse aus Robotaxi-Nutzung)

Im letzten Beitrag habe ich zu II und IV im Prinzip alles gesagt, was ich dazu beitragen kann und habe weitere Literatur zum Weiterlesen verlinkt. Heute soll Punkt III im Vordergrund stehen.

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Montags frei – Mein Erfahrungsbericht nach 5 Monaten

Seit Anfang Dezember arbeite ich nur noch 32 Stunden pro Woche, von Dienstag bis Freitag (hier mein damaliger Beitrag), obwohl ich Single, kinderlos, 33 Jahre jung bin und kein kommerzielles Nebenprojekt betreibe – abgesehen von meinen Aktieninvestments.

Jetzt ist es Zeit für eine Retrospektive, in der ich auf Fragen eingehe, die mir dazu immer wieder gestellt werden.

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Warum ich in Tesla investiert habe

In den letzten 4 Monaten habe ich mich fast täglich mit Elektromobilität und speziell mit Tesla befasst. Mit keinem Thema habe ich mich eingehender beschäftigt für eine meiner Investitionen aus den letzten 4 Jahren oder für einen meiner 209 Blogbeiträge. Das hat schließlich dazu geführt, dass ich bis gestern eine größere Aktienposition aufgebaut habe (5,5% meines Portfolios).

Es ist nun an der Zeit, mein Wissen zu ordnen, mit euch zu teilen und zu diskutieren. Würde ich dabei alles aufschreiben, was ich zum Thema beisteuern kann, würde der Beitrag eine absurde Länge annehmen oder es würde eine Serie von mehreren Beiträgen werden. Ich habe den Beitrag auf rund 2.000 Wörter komprimiert, um dies als Diskussionsgrundlage zu nutzen. Einzelne Punkte sind mit Quellen verlinkt, unter denen ihr mehr Informationen findet. Außerdem hoffe ich darauf dass ihr Lust habt, einzelne Teile später ausführlicher zu besprechen – im Kommentarbereich, per E-Mail oder bei persönlichen Lesertreffen, an denen ich seit 3 Jahren alle 3-4 Monate teilnehme. Und wie bei all meinen Unternehmensanalysen werde ich den Kommentarbereich auch dazu nutzen, neue Informationen zu teilen bzw. zu sammeln. Zudem werde ich mich im Juni im Österreich-Urlaub mit jemandem treffen, der bereits über 300.000 Kilometer mit einem Tesla Model S zurückgelegt hat. Falls ihr Interesse habt, veröffentliche ich ein Interview mit ihm.

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Schwarzenegger: Ein Leben wie ein Film

Ich habe gerade „Total Recall“ gelesen – die Autobiografie von Arnold Schwarzenegger aus dem Jahr 2012 – und bin begeistert.

Weder interessiere ich mich für Kraftsport, noch bin ich Bewunderer von Schwarzeneggers Filmen, doch seine Geschichte fesselte mich. Sie liest sich wie ein Roman, den man nicht mehr weglegen kann.

 

Kindheit

Arnold wurde 1947 in einem österreichischen Bauerndorf geboren – in einer Zeit der Hunger-Revolten. Seine Mutter musste von Hof zu Hof ziehen, um für ein wenig Butter, Zucker oder Getreide zu betteln. Manchmal war sie tagelang unterwegs auf „Hamsterfahrt“.

Das Haus der Familie hatte keinen Wasseranschluss, geschweige denn eine Dusche oder Toilette mit Wasserspülung, nur einen Nachttopf. Arnold und sein Bruder mussten Wasser aus einem Brunnen holen, der mehrere hundert Meter entfernt war – selbst wenn es heftig regnete oder schneite. Die ganze Familie wusch sich mit demselben Wasser: zuerst die Mutter, dann der Vater, und am Schluss Arnold und sein Bruder.

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