Wie meine Stammleser mittlerweile wissen, nehme ich Unternehmen sehr genau unter die Lupe, bevor ich die Entscheidung treffe, ob ich mich an ihnen beteilige. Es gibt eine ganze Reihe großartiger Unternehmen, die es beinahe in mein Depot geschafft hätten. Heute möchte ich die Gründe diskutieren, warum sie es (noch) nicht geschafft haben.
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Tabakkonzerne – Ein Phänomen am Aktienmarkt
Ich beneide die Berliner Kinder, die ich täglich sehe, um ihren kurzen Schulweg. Ich bin in der Provinz aufgewachsen. Unser Gymnasium war etwa 20 Kilometer vom Haus meiner Eltern entfernt. Nach Hause zu laufen kam also nicht infrage.
Auch gab es keine U-Bahnen, S-Bahnen oder Straßenbahnen. Es gab den Schulbus. Verpasste man ihn, dann hatte man ein Problem. Übrigens hatten wir damals, bevor ich 14 wurde, noch keine Handys. Die Eltern anzurufen war also schwierig.
Es kam häufig vor, dass wir ein bis zwei Stunden Zeit hatten zwischen Unterrichtsschluss und der Abfahrt vom Schulbus. Wir mussten also Zeit totschlagen in der Nähe der Schule. Die coolen Kids verkrochen sich in einer abgelegenen Ecke und rauchten.
Umfrage
Sooo viel Zeug!
Vor kurzem half ich einer Freundin beim Umzug. Und wie bei jedem Umzug, fiel mir eines ganz besonders auf: die meisten Menschen haben sehr viel mehr Zeug als ich.
Da werden Dachböden, Keller, Abstellräume, Garagen und Schuppen vollgestopft. Ich schätze, in vielen Fällen wissen die Leute gar nicht, was sie alles besitzen. Und natürlich muss das alles immer mit in die neue Wohnung oder das neue Haus.
Der Konsumwahnsinn kennt keine Grenzen. Man kauft etwas. Das muss man in diesem Moment unbedingt haben. Oft wird es nur ein paar Mal benutzt und wird dann irgendwo verstaut, wo man es bis zum nächsten Umzug nicht mehr wiedersieht.
Wie langweilig!
In den letzten Wochen habe ich speziell nach „langweiligen“ Unternehmen Ausschau gehalten, an denen ich mich beteiligen könnte. Doch warum? Lasst mich dazu etwas weiter ausholen.
Viele Kleinanleger meinen, sie sind dazu in der Lage, diejenigen Small Caps herauszupicken, die in Zukunft unsere Welt verändern werden. Sie kaufen Pennystocks. Geheimtipps, die ihnen jemand zugeflüstert hat. Sie versuchen, den technologischen Wandel vorherzusagen. Sie fragen sich: Welches Unternehmen wird beim Mobile Payment die Nase vorn haben? Wer wird uns in 20 Jahren mit Energie versorgen? Wer wird die Drohnen produzieren, die die Postboten ersetzen werden und die Roboter, die uns im Haushalt unterstützen sollen? Welcher Autobauer wird die höchsten Marktanteile bei Elektrofahrzeugen und selbstfahrenden Autos haben?
Sie stellen die falschen Fragen. Sie halten die Börse für ein Casino und fallen böse auf die Nase.
Warren Buffett, der mit Aktien zum reichsten Menschen der Welt wurde, hat sich schon immer von Technologiewerten fern gehalten. So werde ich es weitestgehend auch machen. Ich weiß nicht, welche Firma in 5 Jahren die meisten Smartphones verkaufen wird. Ich habe auf die oben gestellten Fragen keine Antworten.
Die beste Aktie der Welt (?)
Ich bin heute beim Unternehmen „Johnson & Johnson“ eingestiegen. Dort ist so ziemlich alles vereint, was Anleger sich wünschen.
1886 gegründet, ist das US-Unternehmen heute gemessen an der Marktkapitalisierung das fünftgrößte börsennotierte Unternehmen der Welt. Im vergangenen Jahr betrug der Umsatz gigantische 70 Mrd. USD. Der Gewinn (EBIT) war mit 19 Mrd. USD nicht weniger beeindruckend.
45 Prozent seiner Umsätze erzielt J&J mit Medikamenten, 35% mit medizinischen Geräten und 20% mit Konsumgütern.
Die bekanntesten Marken sind bebe, carefree, o.b., Penaten, Listerine und Neutrogena. Der Pharma-Bereich umfasst Medikamente zur Behandlung von HIV, Alzheimer, Schizophrenie, Epilepsie, Migräne, Psychosen sowie Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen. Zur Entwicklung von Krebs-Medikamenten laufen mehrere klinische Studien.
Johnson & Johnson verkauft seine Produkte in 175 Ländern.