Meine Reaktion auf „Bitcoin verschwendet Energie“

Wer im Bitcoin-Space unterwegs ist, der stößt häufig auf den Satz: Bitcoin verschwendet Energie. Dazu möchte ich heute endlich einen Beitrag schreiben.

Zunächst mal behalten wir für den Rest des Beitrags im Hinterkopf, dass Energie nicht erzeugt oder vernichtet, sondern nur von einer Energieform in eine andere umgewandelt werden kann (Erster Hauptsatz der Thermodynamik).

Beginnen wir mit einigen Fakten zum Bitcoin-Mining.

• Bitcoin-Mining ist der sauberste Industriesektor der Welt mit 59,5% Anteil regenerativer Energien (Quelle)
• Dieser Wert steigt seit Jahren (von 36,8% in Q1/2021 über 22 Prozentpunkte), und das ohne politischen Zwang, sondern auf Basis der Anreize des freien Marktes.
• Bitcoin-Mining wird immer effizienter: von 877193 J/Th mit CPUs in 2009 auf 21,5 J/Th mit dem Antminer S19 Pro, dem neuesten auf Bitcoin-Mining spezialisierten ASIC. (Quelle)
• Das traditionelle Finanzwesen verbraucht 56x mehr Strom als Bitcoin-Mining. (Quelle)

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Verbrennungsmotoren – Mein Nachruf auf ein totes Pferd

Im Jahr 1900 war die 5th Avenue in New York City zu Ostern vollgestopft mit Pferdekutschen. Nur ein einziges Auto war zu sehen.

Im Jahr 1913 war dieselbe Straße zu Ostern vollgestopft mit Autos. Keine Pferdekutsche weit und breit – und das nur 13 Jahre später!

Dieses Spielchen werden wir im Jahr 2030 noch einmal spielen – nur dieses Mal werden wir Schwierigkeiten haben, ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor zu finden.

Nachdem ich mich in den letzten sieben Monaten rund 60 bis 70 Stunden mit Elektromobilität befasst habe, komme ich zu dem Schluss: Die Kundennachfrage nach privaten PKW mit Verbrennungsmotoren wird bis 2030 weltweit um mindestens 50% zurückgehen. Dafür braucht es weder staatliche Förderung alternativer Antriebe, noch muss sich der Strommix zugunsten regenerativer Energien entwickeln, denn die besten Argumente liegen jenseits von Politik und Umweltaspekten. Sie liegen in Physik, Ökonomie und Ingenieurwesen.

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