Zusammenstellung eines Depots

Wer das Risiko so gering wie möglich halten möchte, der kauft einen breit gestreuten Index wie den MSCI World oder den S&P 500. Ich bin kein Freund von Indizes. Ich würde auch kein Studentenfutter wegen der leckeren Rosinen kaufen, wenn ich eine Nussallergie hätte. Ich möchte selbst jedes einzelne Unternehmen auswählen, an dem ich mich beteilige.

Doch wie stellt man ein Langfristdepot sinnvoll zusammen? Wie kann man das Risiko streuen und zugleich den Markt schlagen? Dafür gibt es so viele Strategien wie es Investoren gibt.

Man kann auf Unternehmen setzen, die jeder kennt, die seit Jahrzehnten wachsen und voraussichtlich weiter wachsen werden: Unternehmen wie Coca Cola, McDonald’s, Nike, Microsoft, Visa, Procter & Gamble, BASF, Nestlé, Toyota, Siemens, Sony, Samsung, Danone oder L’Oréal. Erfolgreiche Firmen gibt es wie Sand am Meer. Die Gefahr einer Pleite oder eines starken Umsatzeinbruchs ist dort weitaus geringer. Außerdem schütten solche Unternehmen meist hohe Dividenden aus.

Meine eigene Strategie weicht davon ab und ich möchte sie euch heute vorstellen.

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Wer hat Angst vorm nächsten Crash?

Kurseinbrüche können Anlegern verdammt wehtun. Es macht keinen Spaß, mit anzusehen, wie das angelegte Vermögen um 10, 20 oder sogar 40% schrumpft.

Was kann man da als Anleger tun? Zusehen oder Nachkaufen!!!

Langfristig steigen die Märkte mit 7-8 Prozent pro Jahr. Wann soll man sonst kaufen, wenn nicht am Ende eines Crashs?

Wenn pure Panik am Markt herrscht und von allen Medien verbreitet wird… wenn die Banken ihre Kursziele radikal senken, dann bildet sich ein Boden aus. Alle, die verkaufen wollten, haben nun bereits verkauft. Die Aktien wandern von den zitternden, schwachen Händen in die starken Hände. Smarte Anleger sammeln Anteile großartiger Unternehmen mit einem schönen Rabatt ein. Die Kurse steigen wieder.

Auf jeden Crash folgt ein Boom. Das war bisher immer so. Kurseinbrüche muss man einfach aussitzen. Wer etwas Geld übrig hat, kauft nach. Dabei gilt, was ich unter „Grundlegendes“ geschrieben hatte.

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Die besten Börsensprüche

Warren Buffett

Investiere nur in eine Aktie, deren Geschäft du auch verstehst.

Man sollte nur in Firmen investieren, die auch ein absoluter Vollidiot leiten kann, denn eines Tages wird genau das passieren.

Es ist bei weitem besser, ein herausragendes Unternehmen zu einem anständigen Preis zu kaufen, als ein anständiges Unternehmen zu einem herausragenden Preis.

Die meisten Leute interessieren sich für Aktien, wenn alle es tun. Die beste Zeit ist aber, wenn sich niemand für Aktien interessiert.

Seien Sie ängstlich, wenn die Welt gierig ist und seien Sie gierig, wenn die Welt ängstlich ist.

Erfolgreiches Investieren benötigt Zeit, Disziplin und Geduld. Unabhängig davon, wie groß dein Talent oder deine Anstrengungen sind – einige Dinge brauchen einfach Zeit: Man kann kein Kind in einem Monat bekommen, indem man 9 Frauen schwängert.

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Vorschau

In den kommenden 5 Beiträgen geht es um

  • die Frage, ob man Angst vor dem nächsten Crash haben sollte,
  • mögliche Strategien bei der Auswahl von Unternehmen,
  • die „game changer“ von morgen,
  • Chancen und Risiken einer Investition in Gilead Sciences,
  • eine Sammlung von Zitaten der Börsengurus.

Die Reihenfolge ist noch offen. Falls sich zwischendurch interessante Dinge am Markt abspielen oder ein Leser einen Themenwunsch äußert, werde ich natürlich darauf eingehen.

Grundlegendes

Den nächsten ausführlichen Beitrag wird es voraussichtlich erst am Wochenende geben. Zuvor einige grundlegende Empfehlungen:

  • Informiert euch gut, bevor ihr handelt. Ich werde in den nächsten Wochen einige interessante Links veröffentlichen.
  • Investiert nur Geld in Aktien, das ihr in den nächsten 3-4 Jahren nicht braucht. Langfristig steigen die Märkte, doch kurzfristig können starke Schwankungen auftreten.
  • Setzt nicht alles auf eine Karte. Streut euer Depot über verschiedene Branchen und verschiedene Länder („Länder“ nicht bezogen auf den Hauptsitz, sondern auf die Märkte, in denen die Unternehmen aktiv sind).
  • Kauft nicht für Kleckerbeträge. Lasst nicht zu, dass Gebühren eure Gewinne auffressen. Die Gebühren betragen 5-8 Euro je Order. Investiert ihr nur 50 Euro in ein Unternehmen, muss die Aktie mehr als 10% steigen, damit ihr in die Gewinnzone rutscht.
  • Behaltet die Nerven, wenn die Börsen beben – sowohl bei Gewinnen, als auch bei Verlusten.

Update

Hi Leute,

mein Blog ist ab sofort unter der neuen Adresse https://stefansboersenblog.com/ verfügbar. Wer die alte Adresse https://stefansboersenblog.wordpress.com/ eingibt, wird auf die Neue weitergeleitet.

Die Themen der kommenden 5 Beiträge stehen bereits fest. Mindestens einen davon werde ich noch in dieser Woche veröffentlichen.

Gestern – am ersten Tag – wurde die Seite von 23 interessierten Lesern 84x aufgerufen. Das freut mich sehr!