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5 der 10 meistgehassten brasilianischen Unternehmen sind Banken.
David Vélez beschrieb seine erste Erfahrung wie folgt: „Als ich 2012 nach Brasilien zog, ging ich zur Bank, um ein Konto zu eröffnen. Du kannst dein Leben in einem Land nicht ohne Konto beginnen. Aber es hakte schon beim Eingang in die Filiale. Es gab Metalldetektoren. Ich konnte mit Schlüssel und Handy gar nicht rein. Zuerst musste ich mir ein Schließfach suchen. Zwei Wachen mit dicken Waffen starrten mich an. Es war mehr wie ein Gefängnis zu betreten als einen Ort an dem man als Kunde willkommen ist. Danach musste ich 45 Minuten warten, und in den folgenden 4 Monaten insgesamt 6 Mal zurück zur Bank, nur um dann mit die höchsten Gebühren und Zinsen auf der Welt zu zahlen. Sie wollten lauter Dokumente sehen, die ich gar nicht hatte. Da war viel Arroganz dabei, viel Gleichgültigkeit, als würden sie mir einen großen Gefallen tun.“
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