Ob man im Alter arm oder reich ist, hängt weniger vom vorherigen Einkommen ab, als von den tausenden Entscheidungen, die man in den Jahrzehnten zuvor getroffen hat.
Eine Bekannte von mir besitzt ein 15 Jahre altes Handy, dessen Akku noch immer 2 Wochen lang hält. Ein weiterer Bekannter fährt ein 19 Jahre altes Auto, das er erst vor 2 Jahren gekauft hat. Geschichten wie diese begeistern mich mehr als die Facebook-Urlaubsfotos aus dem Paradies auf Erden, denn sie zeugen von enormer Selbstdisziplin
Die meisten Menschen machen es anders. Kauft der Nachbar ein neues Auto, will man nachziehen. Berichten Freunde über den letzten Traumurlaub, will man auch so eine Geschichte erzählen können.
Auch die vielen kleinen Entscheidungen spielen in Summe eine große Rolle. Häufig ist es der soziale Druck, dem man nicht standhält. Gehen die Kollegen 5x pro Woche mittags in ein Restaurant, will man nicht als der Geizhals dastehen, der sich seine selbstgemachte Linsensuppe in der Mikrowelle aufwärmt.
An jeder Ecke lauert eine Gelegenheit, Geld auszugeben. Die meisten Menschen sind nicht diszipliniert genug, nein zu sagen. Sie konsumieren Dinge, die sie nicht brauchen und die sie nicht zufriedener machen.