Ich kaufe den verdammten Heuhaufen

Ich habe mich entschieden, meine Strategie radikal umzustellen.
Viele von euch werden überrascht sein, einige schockiert, doch ich habe mich diesem Schritt über die Jahre immer weiter angenähert.

September 2014:
Ich zeichne Aktien zum Börsengang meines Arbeitgebers und werde Aktionär.
(ETF-Anteil: 0%)

August 2015:
Ich beende eine fünfmonatige Trading-Phase (46 Transaktionen) und beginne langfristig orientiert zu investieren.
(ETF-Anteil: 0%)

Dezember 2015:
Ich lese das Buch „Souverän investieren in Indexfonds und ETFs“ von Gerd Kommer.
(ETF-Anteil: 0%)

Februar 2016:
Ich äußere mich so positiv über ETFs, dass Alexandra von „Sauerkraut und Zaster“ prognostiziert, dass ich in sechs Monaten zum reinen ETF-Anleger werde.
(ETF-Anteil: 0%)

Oktober 2018:
Ich beginne damit, Freunden regelmäßig 90-minütige Anfänger-Trainings zum Vermögensaufbau zu geben, in denen ich am Ende empfehle, mit einem kleinen (25€/Monat) ETF-Sparplan zu starten.
(ETF-Anteil: 0%)

Dezember 2018:
Ich investiere erstmals in einen ETF.
(ETF-Anteil: 10%)

Januar 2019:
Warren Buffett gewinnt seine Wette. Er hatte vor über 10 Jahren gewettet, dass fünf aktiv gemanagte Fonds über 10 Jahre einen einfachen Indexfonds auf den S&P 500 nicht schlagen werden. Hedgefondsmanager Ted Seides nahm die Wette an, wählte fünf Fonds aus, die wiederum in mehr als 100 Hedgefonds investierten. Von 2008 bis 2018 haben alle fünf Fonds schlechter abgeschnitten (0,5% bis 6,5% p.a.) als der S&P 500 (8,5% p.a.). Hunderte Fondsmanager, deren Job es ist, den S&P 500 zu schlagen, sind krachend gescheitert.

Dezember 2019:
Der ETF-Anteil in meinem Portfolio ist inzwischen beträchtlich gestiegen.
(ETF-Anteil: 25%)

Januar 2020:
Mein Blogbeitrag „Engel links, Teufel rechts“ ist ein erster Hilferuf und der Beginn meiner Sinn-Krise.
Ich hole einen zweiten ETF ins Depot.
(ETF-Anteil: 37%)

Februar 2020:
Im Rahmen meiner bislang aufwändigsten Rendite- und Benchmark-Berechnung wird mir klar, dass die Rendite meiner Einzelaktien-Investments hinter meiner Erwartung zurück blieb in den vergangenen 4 ½ Jahren.
Nach reiflicher Überlegung und Konsultation von 8 Finanzbloggern/Finanzbloglesern, die mich seit 4-5 Jahren begleiten, entscheide ich mich, auf eine 100%-ETF-Strategie zu wechseln (einzig mit dem Vanguard S&P 500 ETF, der bereits über 20% meines Portfolios einnimmt).

Ich habe das Vertrauen, in den nächsten 50 Jahren etwas zu schaffen, was ich in den letzten 5 Jahren nicht geschafft habe, völlig verloren.

19% der US-Amerikaner glauben, zu den einkommensstärksten 1% zu gehören laut einer Umfrage von 2007. Vermutlich denken über 80% der Autofahrer, überdurchschnittlich sicher zu fahren. Und ich war mir so sicher, meinen Benchmark in den letzten 5 Jahren geschlagen zu haben. Mit meinem Strategiewechsel haue ich meiner Selbstüberschätzung voll eins in die Fresse.

Ich schätze, dass ich in den letzten fünf Jahren 1.000 bis 1.300 Stunden für meine Einzelaktien-Strategie aufgewendet habe. (Recherche für potentielle Investments; auf dem Laufenden bleiben bei bestehenden Investments; Blogbeiträge zu einzelnen Unternehmen schreiben inkl. Diskussion; persönliche Diskussionen bei Leser-/Bloggertreffen oder unter Kollegen über einzelne Unternehmen und das Für und Wider einer Investition in diese)

1.000 Stunden auf der Suche nach der Nadel im Heuhaufen, anstatt einfach den ganzen Heuhaufen zu kaufen.

Hin und her macht Taschen leer. Das ist keine abgedroschene Stammtisch-Weisheit, sondern eine Tatsache. Es brauchte über 150 Kauf- und Verkaufstransaktionen, bis mir das klar wurde (2015: 60; 2016: 25; 2017: 22; 2018: 21; 2019: 26). Und konsequentes Buy & Hold von Einzelwerten (also unter keinen Umständen zu verkaufen) würde ich niemals durchziehen.

Ich danke Nico, Dummerchen, Albert, Sebastian, Jenny, Michael, Jasper, Holger Grethe, Tim Schäfer, Alexander, Alexandra, Gerd Kommer und Warren Buffett dafür dass sie mir geholfen haben, eine Strategie-Evolution zu durchlaufen. Und ganz besonders danke ich „Dummerchen“ dafür, dass er mich ermutigt hat, regelmäßig meine Rendite zu ermitteln und diese einem fairen Benchmark-Vergleich zu unterziehen.

Auch das Lesen von 6 Biografien (Warren Buffett, Steve Jobs, Elon Musk, Arnold Schwarzenegger, Andre Agassi, Phil Knight) half mir dabei, gute Entscheidungen zu treffen.

Abschließend noch ein Hinweis auf einen Beitrag, auf den ich neulich gestoßen bin. Absolute Pflichtlektüre: „The Math That Explains Why Net Worth Goes Crazy After the First $100k

 

52 Gedanken zu „Ich kaufe den verdammten Heuhaufen

    • Ich weiss nicht ob das mit Zeit sparen so hinhaut, hatte eher den Eindruck es war ein Hobby für ihn.
      Ich hab deine Beiträge jedenfalls immer gerne gelesen.
      Aber er wird’s uns gleich verraten 😊

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    • @ Jenny

      Ja, selten wird so viel Zeit freigesetzt. Da muss ein ordentliches ROTI (return on time invested) herausspringen.

      Tesla ist ein gutes Beispiel für mein Versagen.
      Zuerst unfassbar viele Informationen gesammelt, genug dass ich ganze 6 Blogbeiträge zur Automobilbranche veröffentlichte.
      Ich war mir so sicher, dass Tesla eine goldene Zukunft vor sich hat und die Aktie völlig unterbewertet ist.
      Ich kaufte. 15% darunter kaufte ich nach. 19% unter Erstkaufkurs kaufte ich erneut nach. 31% unter Erstkaufkurs kaufte ich erneut nach. 39% unter Erstkaufkurs kaufte ich erneut nach.
      Der Kurs erholte sich und ich verkaufte alle Aktien mit -3% Gesamtrendite, und zwar aus 7 Gründen, die ich im Blog beschrieb.
      6 Monate später steht die Aktie heute 311% höher als zum Verkaufszeitpunkt. Zwischenzeitlich notierte die Aktie 450% höher als bei meinem tiefsten Kauf. Ich erwischte genau den Tag eines Mehrjahres-Tiefs für einen Kauf. Es war die zweitgrößte Position in meinem Depot mit 9% Anteil.
      Das ist alles in Ordnung. Ärgerlich ist, dass, wenn ich mir meine 7 Verkaufsgründe durchlese, diese Argumente wesentlich schwächer waren als die Kaufgründe. Der Verkauf war nicht idiotisch, weil ich 311% Rendite in 6 Monaten verpasste, sondern weil ich aus idiotischen Gründen verkauft habe.
      So etwas will ich nicht nochmal erleben.

      @ valueer

      Wenn ich mich für ein Thema begeistere (zuletzt Elektromobilität, autonomes Fahren, kommerzielle Raumfahrt), dann werde mich da weiterhin reinfuchsen und auf bestimmte Unternehmen treffen, nur nicht zum Zweck einer Investition.
      Das kann natürlich auch zu Blogbeiträgen über einzelne Branchen führen.

      Diese „Liebhaberei“ machte aber weniger als 20% der angesprochenen „1.000 bis 1.300 Stunden“ aus, schätze ich.

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  1. Hallo Stefan,

    dein neues Engagement in allen Ehren ist ja nicht das schlechteste oder verkehrt auf ETF’s zu setzen. Aber für mich hört sich das irgendwie an wie von nun an lieber mittelmäßig zu sein Hauptsache nicht schlechter.

    In der Situation war ich ebenso vor 5/6 Jahren. Hatte mir anfangs ganze Geschäftsberichte mit Bilanzen und Anhängen abends nach der Arbeit durchgelesen und trotzdem noch viel zu viele Fehler gemacht. Abgesehen davon hat man zum Leben einfach keine Zeit mehr.

    Mein Weg war dann aber nicht über ETF sondern Ich habe mir Hilfe in Form von Börsenbriefen gesucht. Da gibt’s viel auf dem Markt und fast noch mehr was sein Geld nicht wert ist. Letzendlich zahle Ich seit dem liebend gern ein paar Hundert € an Motley Fool, dafür erhalte Ich Empfehlungen teils von Unternehmen auf die Ich im Leben nicht gekommen wäre.

    Grüsse aus Wien
    Valueer

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  2. Schade ich habe deine Analysen von z.B. McComic gerne gelesen. Die habe ich in deinem Blog gefunden. Eine CHD hatte ich kurz vorher gefunden und dein Beitrag hatte ziemlich die gleiche Erwartungshaltung wie meine und mich in meiner Meinung bestärkt.

    Wenn man sich den S&P anschaut dann sieht man das ein Großteil der Gewinne von den Tech Aktien kommt. MSFT, AAPL, GOOGL, AMZN etc. In deinem Blog hast du dich selten mit Techwerten auseinander gesetzt, das erklärt zum Teil auch deine Underperformance.
    Aber im Endeffekt ist es halt die Frage ob man Börse aktiv Verfolgen will und viel Zeit hineinsteckt oder eben nicht. Ich finde es schade, weil deine Analysen sehr gut waren. Wenn man im Internet oder in Foren nach Meinungsaustausch sucht, dann findet man meinstens nur sehr kurzsichtige Analysen bzw. Meinungen. Gute Blogs wie deiner sind eher eine Seltenheit.

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  3. Eine interessante Entwicklung hast du da hingelegt. Spannend zu lesen und informativ. Interessant finde ich auch die Schätzung, wie viel Zeit du für deine Einzelaktien-Strategie aufgewandt hast. Ich bin noch am Anfang mit den Investments und habe mit dem MSCI World begonnen. Dieser performed aktuell sehr gut (17%). Damit bin ich sehr zufrieden und er hat eine breite Diversifikation in sich. Viel Erfolg weiterhin mit deinen Investments! Schöne Grüße aus Karlsruhe

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  4. Hallo Stefan,
    wow, das war jetzt eine rasante Entwicklung seit dem letzten Artikel.
    Es freut mich, dass Du meine Anregung, Deine Rendite mit der eines adäquaten Index zu vergleichen, so durchgezogen hast. Wir haben da ja tatsächlich vor einigen Jahren viele Emails ausgetauscht – und ich wollte Dich eigentlich nie bekehren. Mir ging es nur darum, einen fairen Vergleich durchzuführen. Wenn Du den Index dauerhaft geschlagen hättest, hätte mich das auch für Dich gefreut. Ich weiß halt für mich, dass ich nicht die Energie und Zeit aufbringen möchte, aktiv zu investieren.
    Ich wünsche Dir die nötige ruhige Hand beim passiven Investieren – ist sicherlich eine Umstellung – und vor allem viel Freude in der nun freiwerdenden Zeit.
    Liebe Grüße
    Dummerchen

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  5. Hallo Stefan,
    als stiller Mitleser deines Blogs habe ich mich bisher zurückgehalten auch wenn ich bei dem ein oder anderen Artikel kontroverser Meinung war und bin.
    Deine fundierten Unternehmensanalysen unterscheiden sich erheblich von anderen Blogs und sollten m.M dir ermöglichen längerfristig eine gewisse Überrendite gegenüber dem Markt (S&P 500) zu erzielen. Wie du reflektierst erkennst hast du bei Tesla einfach deinen „schwächeren“ Verkaufsargumenten deinen „stärkeren“ Kaufargumenten vorgezogen. Bei einer Depotgröße von 9% hätte auch die Möglichkeit bestanden diese auf die Hälfte zu reduzieren. Klar hätte, hätte, Fahrradkette aber auch Verkäufe wie Cancom oder Booking.com empfand ich zu früh. Habe selbst Aktien der genannten Unternehmen, da sie aufgrund ihrer Geschäftsmodelle und Unternehmenskultur in der Lage sein sollten den Markt zu schlagen.

    Das der Zeitaufwand einzelner Unternehmen möglicherweise zu große Opportunitätskosten gegenüber passiven Investments mit sich bringt ist nachvollziehbar. Hoffe aber weiter auf authentische Einblicke aus deinem Leben hier zu finden, auch wenn ich nicht immer einer Meinung bin. 😉

    Beste Grüße Thomas
    P.S. Falls nicht bekannt, Eddy Elfenbein hat mit Crossingwallstreet.com und seiner Buy List einen interessanten Ansatz zum Übertreffen des Marktes.

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  6. Hallo Stefan,
    ich mag dich und deinen Blog sehr. Nicht nur dass du Politisch ein Freunde im Geiste bist, nein ich lege auch gerne in ETFs wie auch manchmal in Einzelaktien an, darunter auch der Vanguard S&P 500. Meine Depotschwerpunkt ist bei den ETFs.

    Dennoch wirkt es auf mich ein wenig wie eine Emotionale Reaktion. Ein wenig FOMO und ein wenig anderes, was ich grade nicht beschreiben kann. Weil du hast jetzt jedes Jahr geschaut, aber nicht den Kompletten Zyklus angeschaut. Wichtige Jahre eines Depots sind die in denen man „Verliert“, in denen man weniger Verliert als der Markt und dann günstig zuschlagen kann. Das sind die Jahre in denen man mit super Unternehmen mit super Bilanzen gegenüber dem Gesamtmarkt super performen kann.
    Auch mag für den einen oder anderen die geringere Volatilität wichtig sein. Stell dir mal vor, du lässt zwar in der Boomphase 0,5% p.a. liegen. Wenn jetzt der Markt gen Süden geht. Dein Depot auch, aber sich Stabiler hält. Kann man günstig einkaufen.

    Weitere Anmerkung meinerseits wäre die Starke Gewichtung des S&P500 (also 100% ist schon eine starke Gewichtung oder?). Die US Märkte sind jetzt schon sehr stark bewertet. In den USA folgen gerne auf starke Dekaden schwächere. Die Nullerjahre waren Renditetechnisch eine Katastrophe im S&P 500. Von 2000-2010 gute 22% verloren. Über 10 Jahre. Die Bewertung spielt durchaus auch bei ETFs, besonders im Langen Zeithorizont eine Rolle.
    https://fairvalue-magazin.de/kgv-kurs-gewinn-verhaeltnis/aktienprognose-shiller-kgv-kbv/
    https://www.starcapital.de/en/research/stock-market-expectations/

    Deshalb meine Frage an dich, kaufst du, wegen der vergangen Renditen oder wegen der Unternehmen? Den Eindruck werde ich irgendwie nicht los. Wenn es wirklich aus ROTI ist, ist es natürlich auch okay. Dennoch würde ich mir mal die Weltweiten Indize Bewertungen ansehen. Es gibt auch Kapitalistische Länder wie Singapur im Moment sehr günstig zu erwerben.

    Abschließen möchte ich mit den Worten: „Wer Investitionsobjekte nur deshalb kauft, weil Sie vorher gut gelaufen sind, nicht wegen den Inneren Werten, Spekuliert“

    Disclaimer:
    Ich investiere selber in Vanguard ETFs. Keine Anlageberatung, nur Hinterfragung deiner Entscheidungen^^

    Dir alles gute!

    Beste Grüße,
    Pascal

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  7. Das Wichtigste vorweg: Du fühlst dich (im wahrsten Sinne des Wortes) wohl mit deiner Entscheidung, hast dich einer Last entledigt und gehst zuversichtlich deinen Weg. Was will man mehr? Wäre doch schön, wenn du nun auch die Gedanken und Erfahrungen auf diesem (neuen) Investmentweg auf deinem Blog mit uns teilst.

    Ich muß gestehen, dass ich das Bohei um Einzelaktien vs. ETF nie so ganz verstanden habe. Liegt wohl daran, dass wir für unsere Kids in ETF sparen, ich diese Freunden, Verwandten und Lernwilligen für den Vermögensaufbau empfehle und trotzdem ohne Probleme in einzelne Unternehmen investiere. Es gibt hier viel mehr Gemeinsamkeiten auf dem Weg, als die unseligen Diskussionen vermuten lassen.

    Wir schon öfter erwähnt, sehe ich keinen Mehrwert in stundenlangen Researchstudien. Disney, Nike, J&J…. da brauche ich wenige Minuten, um mir ein Bild zu machen. Ich behaupte aus Überzeugung, dass das auch reicht. Mit diesem minimalistischen Ansatz fahre ich seit Jahren sehr gut. Ich investiere in Unternehmungen. „Die Börse“ oder „die Märkte“ sind mir eigentlich völlig egal.

    Viel bedeutender für intelligentes Investieren ist die mentale Ebene, ist die psychische Konstitution des Anlegers. Und genau wie Einzelaktienanleger kalte Füße bekommen können (und werden), werden in der nächsten Baisse auch etliche ETF-Anleger die Reißleine ziehen und ihre Anteile mit Verlust verkaufen. Da ist es Essig mit der Durchschnittsrendite, ETF hin oder her. Bogle Financial Markets Research bietet interessante Studien zu den miesen Ergebnissen von ETF-Anlegern in den USA.

    Bevor die Steine fliegen: Das hat nichts mit der Güte von ETF oder der logischen Anlagestrategie via ETF zu tun, die sicherlich viele beherrschen (Grüße an sparta und Dummerchen). Nur mit der Dummheit von uns Menschen, völlig egal welches Anlagevehikel man wählt.

    Felixs Vermutungen sind im übrigen nicht von der Hand zu weisen. Der S&P 500 lief dank der FAANG-Aktien so gut. Das kann die nächsten zehn Jahre anders aussehen und du wärst dann wieder vorne gewesen. Tja, so ist das mit der Zukunft 😉 .

    Und die Sache mit der Zeit…. Wer als ETF-Anleger hämisch mit dem Finger auf „die Stock-Picker“ zeigt, die ja ach so viel Lebenszeit mit unnützen Überlegungen und Analysen vergeuden und dabei selbst hunderte Stunden jährlich in Finanzblogs, mit Youtube-Videos, in Goldbugforen, mit Bitcoinjüngern oder der Lektüre von Weik und Friedrich verschwendet (Scharlatane sind das meiner Meinung nach), ist nicht Ernst zu nehmen.

    Unruhig hat mich die letzten Monate/Jahre die zunehmende Zahl an Trollen, Nörglern, engstirnigen Kleingeistern, politischen Irrlichtern und Pöplern im Netz, bzw. den Finanzblogs gemacht, nicht im geringsten dagegen mein Aktienportfolio. Was war das früher gemütlich unter hilfsbereiten, inspirierenden und motivierenden Gleichgesinnten. Davon ist – für mein empfinden – nicht mehr viel übrig.

    Meine Lösung war eine Blogdiät, die mir aktuell sehr gut tut, die ich aber für dich auch gerne mit einem Beitrag unterbrochen habe, Stefan.

    Nicht so ganz klar geworden ist mir die Sache mit den fiktiven Steuern bei der Renditeberechnung. Hebt sich das nicht gegenseitig auf? Muß man auf Kursgewinne von ETF keine Steuern beim Verkauf zahlen? Da hätte es doch ein Vorsteuervergleich getan. Ich habe eigentlich nicht vor, jemals eine Aktie zu verkaufen, sondern die Erträge meiner Beteiligungen zu genießen.

    Alles Gute wünsche ich dir, Stefan und den anderen Lesern!

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  8. Hallo Stefan,
    eine wichtige und richtige Entscheidung, wenn du dich damit wohl fühlst.
    Diese Erfahrungen mit dem Kauf und Verkauf von Einzelaktien habe ich zur Genüge hinter mir 🙂 Man macht es gefühlt immer falsch.

    Ich habe z. B. im Depot von meinem kleinen Neffen auch nur ETFs liegen, das passt so.

    Mit zunehmenden Vermögen, stellst du dir in 30 Jahren vielleicht auch die Frage, ob der Depotwert so entscheidend ist. Wenn man an dem Punkt angekommen ist, dass man von den Erträgen leben kann, dann ändert sich der Blickwinkel wieder. Mir sind irgendwelche Benchmmarks inzwischen egal. Der Depotwert schwankt eh mit dem Gesamtmarkt und wenn ich nicht verkaufen muss, um von dem Kapital zu leben, dann spielt das überhaupt keine Rolle mehr. Da zählt irgendwann das regelmäßige Einkommen. Ich kenne einige, denen es so geht und die gleiche Entwicklung wie du jetzt (ich schließe mich da nicht aus) hinter sich haben. Ich bin gespannt, ob du in 30 Jahren auch mehr auf die einkommensorientierte Sichtweise wechselst. Meine gesamten Einnahmen aus Kapitalanlagen liegen über 2.500 € im Monat, da ist es mir inzwischen wichtiger, dass das Geld regelmäßig auf mein Konto kommt und nicht irgendwelche Depotstände. An manchen Tagen sind die Schwankungen im Depot größer als mein monatliches Einkommen aus der Arbeit. Wenn man sich da auch noch Gedanken machen sollte, kommt man aus dem Grübeln nicht mehr heraus.

    Mit der gewonnen Zeit, kannst du zusätzlich Kapital verdienen und dein Depot pushen^^ oder neue Investmentideen entwickeln.

    Viel Erfolg weiterhin und gute Investments
    Alexander

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  9. @ all

    Ich habe heute den Header des Blogs überarbeitet.

    Die Informationen der alten Hauptseiten „Neu hier?“, „Basis“, „Über mich“ und „Über den Blog“ findet ihr jetzt gebündelt unter „Neu hier?“.

    Die Informationen der alten Hauptseiten „Unternehmensanalysen“ und „Depot & Vermögen“ findet ihr jetzt unter „Unternehmen & Vermögen“. Meine Vermögensentwicklung werde ich dort weiterhin monatlich aktualisieren.

    Die Hauptseite „Feedback“ habe ich entfernt, da sie kaum genutzt wurde. Ihr gebt mir euer Feedback ja unter konkreten Beiträgen.

    Es sind nun also 5 Seiten weniger im Header. Den neuen Aufbau finde ich übersichtlicher und logischer.

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  10. Hi Stefan, ich kann mich den Vorrednern nur anschließen. Auch für mich klingt das sehr nach FOMO. Der S&P wird im Grunde nur von 6 Werten getragen in den letzten 2-3 Jahren. Das zeigt auch der Vergleich mit dem Marktbreiten Russel 2000. Warum vergleichst du dein Depot nicht mit dem Russel? Du würdest feststellen: du hast überdurchschnittlich abgeschnitten. Der S&P ist nicht der Marktdurchschnitt und der Effekt, der ihn so stark hat outperformen lassen führt zum Gegenteil, wenn sich der Wind in den 6 Titeln dreht: der S&P wird underperformen. Ob du nun an diesem Maßstab deine Performance misst, hängt letztlich nur am Zeitpunkt der Messung. Mach dir mal den Spaß und vergleiche dein „altes“ Depot jährlich mit deinem „neuen“.
    Ich wünsche dir zudem, dass alle Rahmenbedingungen so bleiben, dass du deine neue Anlage auch so durchziehen kannst. Flexibilität ist eine der wichtigsten Sachen in der Geldanlage.
    Nicht zuletzt ist es meiner Meinung nach auch unabhängig vom Vehikel ob man den Markt schlägt oder nicht (das zeigen auch so ziemlich alle Studien, Sebastian hat oben die Performance von ETF – Anlegern angesprochen), es ist ausschließlich entscheidend WIE wir mit dem Vehikel anlegen (also mit welcher Strategie, welchen Werkzeugen und wie wir damit umgehen). Ein ETF verhält sich im Grunde nicht anders als eine Aktie und entsprechend ist für dein Ergebnis auch nicht Entscheidend ob ETF oder Aktie, sondern wann und wie du kaufst, hältst, hedgest oder Gegenpositionen aufbaust und psychologisch damit umgehst.
    Die Tatsache, dass du mit deinen Umschichtungen so ziemlich perfekt das Top im S&P für die nächsten Wochen und Monate getroffen hast, sollten dir zeigen wie emotional die Entscheidung letztlich war und wie wenig rational.
    Ich hoffe wir lesen weiter regelmäßig von dir und wünsche dir viel Erfolg mit der neuen Strategie.

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    • Hi Pascal,

      „Auch für mich klingt das sehr nach FOMO“
      Ich musste googeln, was das bedeutet. Glaube, ich habe es verstanden, aber nicht, was das mit meiner Entscheidung zu tun haben soll. Die Gedankengänge, die zu meiner Entscheidung geführt haben, gehen aus dem Beitrag klar hervor.

      „Warum vergleichst du dein Depot nicht mit dem Russel?“
      Ich verglich Plan A mit Plan B. Plan B stellte ich vor Jahren auf und habe diesen nie geändert. Der besagte: Wenn meine aktive Strategie (Plan A) mein Renditeziel nicht erreicht, investiere ich ausschließlich in einen kostengünstigen S&P 500 ETF. Es wäre also sinnlos, wenn ich Plan A gegen irgendetwas anderes vergleichen würde. (Mein Vergleich gegen den MSCI World habe ich gemacht, weil das Ergebnis mich interessiert, möglicherweise auch euch, aber dieses Ergebnis hätte unter keinen Umständen zu einer Strategieänderung geführt)

      „Mach dir mal den Spaß und vergleiche dein altes Depot jährlich mit deinem neuen.“
      Das ergibt für mich keinen Sinn, weil ich das alte Depot unter keinen Umständen unberührt gelassen hätte.

      „entsprechend ist für dein Ergebnis auch nicht Entscheidend ob ETF oder Aktie“
      Entscheidend ist, ob MEIN Plan A oder MEIN Plan B besser funktioniert (unter ökonomischen, zeitlichen und psychischen Geschichtspunkten). Diese Frage wurde in den letzten 4 ½ Jahren eindeutig beantwortet.
      Wie z.B. Sebastians aktive „10-Minuten-pro-Monat“ Strategie funktioniert, ist für meine Entscheidung irrelevant, denn sie entspricht weder meinem Plan A, noch meinem Plan B.

      „Die Tatsache, dass du mit deinen Umschichtungen so ziemlich perfekt das Top im S&P für die nächsten Wochen und Monate getroffen hast, sollten dir zeigen wie emotional die Entscheidung letztlich war und wie wenig rational.“
      Warren Buffett sagte einmal: Ich weiß nie, was die Märkte machen werden, wenn wir davon sprechen, was in einem Tag oder einer Woche, einem Monat oder einem Jahr passieren wird. Ich hatte nie das Gefühl, das zu wissen und ich hatte auch nie das Gefühl, dass es wichtig wäre.
      Zitat Ende. Außerdem sagte er: Einige meiner Partner riefen mich an, nachdem der Dow Jones von 995 im Februar auf 865 im Mai gefallen war. Sie vermuteten, dass die Aktien noch deutlich tiefer fallen würden. Das wirft bei mir immer zwei Fragen auf: (1) Wenn sie im Februar wussten, dass der Dow Jones im Mai auf 865 sinken würde, warum haben sie mir das nicht dann mitgeteilt, und (2) Wenn sie im Februar nicht wussten, was in den folgenden drei Monaten passieren würde, wie wollen sie das dann jetzt im Mai wissen?
      Zitat Ende.
      Pascal, wenn du weißt wann ein Index steigt oder fällt, warum finde ich dich dann noch nicht auf der Forbes Liste der 400 reichsten Menschen der Welt?
      Ich habe einen kleinen Korb von US-Aktien verkauft und einen großen Korb von US-Aktien gekauft. Was wäre rational daran gewesen, zu warten? Time in the market beats timing the market, heißt es so schön. Wer nicht dabei ist, wenn der Markt fällt, ist auch nicht dabei, wenn er steigt.
      Dazu gibt es ein herrliches Zitat von John Bogle:
      „Die Idee, dass eine Glocke läutet, um zu signalisieren wann man am besten in den Aktienmarkt ein- oder aussteigt, ist einfach nicht glaubwürdig. Nach fast 50 Jahren in diesem Geschäft kenne ich niemanden, der damit stetig Erfolg hatte. Ich kenne nicht mal jemanden, der einen kennt, der damit erfolgreich war.“

      Und was das Nicht-Rationale betrifft: Nenn mir doch mal bitte einen deutschsprachigen Finanzblogger oder Finanzblogleser mit einer aktiven Strategie, der so ausführlich wie ich seine Rendite einem fairen Benchmark-Vergleich unterzogen hat.

      Viele Grüße
      Stefan

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      • Aus deinen Beiträgen wirkt es so, als wäre dein ursprünglicher Plan, nach einem vollständigen Zyklus bzw. einem Aussagekräftigen Zeitraum deine Pläne A u.B zu vergleichen. Deine Entscheidung jetzt, zu diesem Zeitpunkt erfolgte aber in einer Spätphase einer Hausse, nachdem (besonders die US-Indizes) gerannt sind durch verschiedene z.T. „künstliche“ Faktoren und du einen spontanen Vergleich gezogen hast. Es wirkt daher so, als brächst du dein „Experiment“ (kurzfristig) ab, aus Angst schlechter zu performen als der Index (S&P 500). Es ist doch letztlich die Angst, schlechter abzuschneiden oder nicht?

        Mein Punkt an der Sache ist, dass der S&P 500 von vor 4 Jahren nicht, und zwar gar nicht, mit dem aktuellen vergleichbar ist. Das hängt vor allem mit der verschobenen Gewichtung einiger Titel in diesem (und vielen anderen Indizes) zusammen. Unter anderem auch mit der Performance die dieser hingelegt hat. Vergangene Performance ist kein Indikator für die Zukunft, und zwar *weil* die vergangene Performance auf die Zukunft wirkt! Wenige (FAANGMAN) Aktien treiben diesen Index, dass war vor 4 Jahren viel weniger der Fall. Das hat natürlich auswirkungen auf seine zukünftige Performance. Jedes Stockpicking ohne FAANGMAN hat schlechter abgeschnitten als der Index. Das hört allerdings genau in dem Moment auf, in dem FAANGMAN nicht mehr die beliebtesten Aktien sein werden, an dem andere diese Favoritenrolle einnehmen. Dann dreht der Spieß und die ETF Strategie wird lange Zeit schlechter laufen, so wie sie eben zuletzt besser lief. Will man seine eigene Strategie davon abhängig machen? Sollte man nicht eher feste (objektive) Kriterien suchen als eine Performance in einem kurzen Zeitraum?

        Es hinkt meiner Meinung nach also dein Vergleich: Dein Anlagestil vs. S&P 500, weil der S&P nichts festes ist, sondern sich ständig ändert. Entsprechend solltest du nicht diesen kurzen Zeitraum (die letzten Jahre einer besonderen Hausse) als aussagekräftig betrachten, sondern (wenn dann) eher einen vollständigen Zyklus.

        „Warren Buffett sagte einmal: Ich weiß nie, was die Märkte machen werden, wenn wir davon sprechen, was in einem Tag oder einer Woche, einem Monat oder einem Jahr passieren wird. Ich hatte nie das Gefühl, das zu wissen und ich hatte auch nie das Gefühl, dass es wichtig wäre.“

        Du bemühst immer stoisch Warren Buffet, um Schwarz- Weiß Sichten zu erzeugen. Börse ist nicht Schwarz- Weiß. Es gibt millionen Grautöne und Millionen Abstufungen von Strategien, die alle Funktionieren können (und auch den Markt schlagen können). Das siehst du allein daran, dass dein Warren Buffet selbst fleißig den Markt timed und mit Optionen absichert und diverse private Deals handelt, an die außer ihm kein Mensch kommen kann – stets zum perfekten Timing.

        „Pascal, wenn du weißt wann ein Index steigt oder fällt, warum finde ich dich dann noch nicht auf der Forbes Liste der 400 reichsten Menschen der Welt?“

        Das ist doch wieder Schwarz- Weiß denken! Weil eben jeder einen eigenen Kontext und eine Kontogröße hat mit der er umgehen muss. Wer in Portfoliopositionen All-In geht oder seine Mittel groß hebelt, der hat früher oder Später kein Portfolio mehr, weil an der Börse eben *nichts* sicher ist. Aber alles hat eine gewisse Wahrscheinlichkeit. Und natürlich ist es profitabel, wenn eine Strategie eine Trefferquote von bspw. 60% hat. Davon wird aber niemand super reich, weil natürlich trotzdem die größe der Position Einfluss auf die eigene Risikobereitschaft hat. Strategien sind (hoffentlich) Profitabel, aber das ist doch kein Schwarz – Weiß – Schema alla Millionär oder Pleite. Du wirst ja wohl selbst bei der Anlage schon festgestellt haben, dass es nicht dasselbe ist wenn man eine Order über 20.000€ aufgibt oder über 250€. Und natürlich hat das einen Einfluss auf die Performance (unabhängig vom Vehikel, auch auf eine „passive“ Strategie)!
        Außerdem würde man ja selbst ab gewissen Summen den Markt bewegen und könnte so auch gar nicht mehr profitabel sein!

        Zur aktuellen Situation: Ich wusste nicht, wie stark der Markt fallen wird. Aber ich, und hoffentlich jeder halbwegs wirtschaftlich interessierte Mensch, wusste, dass wenn in China das öffentliche Leben stillsteht und ein Virus umhergeht, dass tendenziell international Millionen Menschen ansteckt und Lieferketten zum stehen bringt, dass nicht mit Indizes auf ATH einhergehen kann. Wenn die Weltwirtschaft wahrscheinlich weniger wächst, müssen die großen Indizes korrigieren. Das war nicht sicher, aber es war *wahrscheinlich* und entsprechend habe ich mich am Freitag mit Put Optionen abgesichert und von den (bisherigen) 10% nach unten nur 2% mitgenommen. Das hat auch nichts mit raten oder Glück zu tun, sondern mit Wahrscheinlichkeiten und einem positiven Erwartungswert!

        „Und was das Nicht-Rationale betrifft: Nenn mir doch mal bitte einen deutschsprachigen Finanzblogger oder Finanzblogleser mit einer aktiven Strategie, der so ausführlich wie ich seine Rendite einem fairen Benchmark-Vergleich unterzogen hat.“

        Nun, Jens Rabe ist z.B. solch einer. Auch sonst funktioniert sein System profitabel (und zwar unabhängig von der Marktphase). Nimm doch z.B. ihn als prominentes Beispiel, dass „aktive“ Systeme/ Strategien an der Börse funktionieren. Es gibt auch 1-2 weitere, der Großteil der Menschen die von aktivem Handel leben schreiben aber keine Blogs (und schon gar nicht kostenlos, warum auch?!). Lars Erichsen ist ein weiterer, der schon Jahrelang vom aktiven Handel lebt und in der Öffentlichkeit steht.
        Aktive Aktienstrategien funktionieren, weil sie überhaupt konkrete Strategien sind. Und natürlich kann man damit nicht Milliardär werden, dass liegt an der Reflexivität eines Marktes. Sobald eine Summe (für den Markt) relevant wird, kann es keinen Vorteil für ein individuum geben (dass ist ja der Fakt, den du immer bemühst). Aber mit (für den Markt) kleinen Summen, die den Markt nicht bewegen, eine aktive Strategie zu fahren, ist äußerst profitabel und möglich (ob das mit Charttechnik oder auf Basis von Fundamentaldaten passiert ist egal). Du wirst also keinen Millardär finden, der Märkte timed. Aber du wirst tausende Menschen finden, die an und für sich gut davon leben können und für sich gesehen relativ Wohlhabend sind.

        Die Welt ist nicht Schwarz – Weiß. Versuch doch nicht immer in allem ein alles- oder – nichts – Schema zu sehen. Es kommt oft so rüber, als schwankst du zwischen 1 und 0 Zuständen von einem Extrem ins andere. Das Entweder- Oder Denken hängt sicher mit deinem Mathematischen Beruf zusammen (zumindest kommt es oft so rüber, persönlich kenne ich dich ja leider nicht). Ich wollte dir auch nichts ankreiden, sondern einfach mit einigen Gedanken etwas anregen.
        Liebe Grüße

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  11. Bei uns ist es so ähnlich wie bei Freelancer Sebastian. Einzelaktien im Elterndepot und ETF-Sparpläne für die Kinder. Gut, dass wir noch nie Aktien verkauft haben und auch das Tief bei Tesla habe ich nur zur Kenntis genommen 2019. Mittlerweile notieren wir dort mit unserem Investment deutlich über 400% und das ist ein kleiner Ausgleich dafür, dass ich Apple damals komplett verpasst habe!

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  12. Hallo Stefan,

    ich verfolge Deinen Blog noch nicht so lange, finde Deinen persönlichen Stil aber sehr gut.

    Mein letzter Einmalkauf einer Aktie ist jetzt über ein Jahr her. Ich betreibe seitdem reines
    Indexschmusen und fühle mich damit sehr gut. Man ist nicht permanent auf der Suche
    nach der Heunadel. Natürlich gibt es auch hier Versuchungen (neue ETF’s, Faktoren, Trends usw.).Deine Indexwahl finde ich gut. Ein Brot und Butter ETF.

    Bei mir sind nach einem Jahr auch nur Brot und Butter ETF’s übergeblieben (S&P500, Nasdaq, EM). Mehr brauche ich zur Zeit nicht. Wahrscheinlich ginge es auch noch einfacher, aber genau
    so gefällt es mir am besten. Gewisse Doppelungen sind mir recht.

    Ich habe einige Depotleichen von den Einzelkäufen über, aber deren Anteil am Depot
    schwindet durch den ETF-Sparplan von Monat zu Monat. Es fühlt sich ein wenig an, wie
    Schulden eines ungeliebten Kredits abzuzahlen.

    Viel Erfolg, ich werde Deinen Blog genauer verfolgen.

    Viele Grüße aus Hamburg, Matthias

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  13. Hallo Stefan,
    war Deine Entscheidung nicht auch ein wenig davon beeinflusst, so vielleicht besser (mit weniger Verlust) durch den kommenden „Crash“ zu kommen?
    Viele Grüße
    Frank

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    • Hallo diver,

      wäre das so, dann hätte ich es in den Beitrag geschrieben.

      Ich bin jetzt seit 22 Quartalen an der Börse aktiv. In jedem dieser 22 Quartale habe ich gelesen „jetzt kommt der Crash“.

      Viele Grüße

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