Aufruf zur Blogparade „Wir machen uns alle nackig“

Würdest du deine Herz-OP einem Menschen anvertrauen, der zwar nicht Medizin studiert hat, aber dafür großer Fan von Dr. House ist? Würdest du mit deinem Rechtsstreit an jemanden herantreten, der zwar das Anwaltsexamen nicht bestanden hat, aber dafür alle Dialoge aus der Serie „Suits“ auswendig gelernt hat? Würdest du dich für deinen Hochsprung-Wettkampf von Peter Dinklage trainieren lassen?

Wohl kaum.

Heute vor fünf Monaten rief ich zu mehr Transparenz unter Finanzbloggern auf (>>>hier geht’s zum Beitrag<<<). Viel geändert hat sich seitdem nicht, obwohl es der Beitrag mit den fünftmeisten Aufrufen 2017 war und außerdem der Beitrag mit den viertmeisten Kommentaren unter all meinen 164 Beiträgen.

Heute starte ich einen erneuten Versuch.

Ich träume davon, dass Finanzblogleser per Knopfdruck die Renditen der deutschsprachigen Finanzblogger abrufen können. Lasst uns gemeinsam diesen Knopf bauen!

Zunächst ist wichtig, dass wir unsere Renditen auf dieselbe Weise ermitteln. Hier rufe ich dazu auf, den internen Zinsfuß (also die wertgewichtete Jahresrendite) zu verwenden. Hinweise zu den Vorteilen und zur Berechnungsmethode findet ihr in meinem Beitrag „Der Königsweg der Rendite-Ermittlung“.

Als Nächstes müssen wir sicherstellen, alle denselben Zeitraum zu verwenden. Da ich erst seit dem 25.08.2015 langfristig orientiert investiere, schlage ich diesen Tag als Startdatum vor und den heutigen Tag (18.08.2017) als Enddatum.

Knackpunkt hier: Unter anderem müsstet ihr dafür euren Depotstand vom 25.08.2015 kennen.

Folgender Vorschlag: Jeder, der grundsätzlich Interesse an einer Teilnahme hat, schreibt eine Mail an mich (stefansboersenblog@gmx.de) mit der Info, welches Startdatum um diese Zeit herum für ihn möglich wäre. Okay wäre für mich auch der 31.08.2015 oder der 31.12.2015, falls einige ihren August-Depotstand nicht mehr heraussuchen/ermitteln können. Selbstverständlich soll niemand seinen Depotstand veröffentlichen. Ihr braucht ihn nur für eure eigene Berechnung.

Sobald mich die ersten beiden Teilnehmer angeschrieben haben und wir uns auf einen Zeitraum festgelegt haben, schreibe ich meinen Rendite-Beitrag und starte damit die Blogparade mit hoffentlich zahlreicher Beteiligung.

Vielleicht wird es auch ein Schuss in den Ofen und niemand hat Bock. Nun ja, ich habe kein Problem damit, mich öffentlich ein bisschen lächerlich zu machen. Den Versuch ist es allemal wert.

Natürlich sind auch ETF-Investoren herzlich willkommen. Das wäre mir sogar eine besondere Freude. Ich habe nämlich die Vermutung, dass der eine oder andere ETF-Fan in den vergangenen beiden Jahren besser performt hat als ich. Ich bin gespannt.

Selbstverständlich können auch Leser ohne eigenen Blog teilnehmen. Schreibt mir dazu einfach euren internen Zinsfuß und den Zeitraum per Mail – gern auch mit Kommentaren. Ich werde das dann veröffentlichen – anonym oder nicht, ganz wie ihr wollt.

[Der Kleene in der Badewanne bin ich.]

 

Da ich den einen oder anderen kritischen Kommentar erwarte, möchte ich bereits im Vorfeld auf kritische Punkte eingehen. Also, was könnte euch zur Nicht-Teilnahme verleiten?

 

#1 – „Ich finde dich doof, Stefan“

Was machst du dann auf meinem Blog?

 

#2 – „Ich bin unsicher, ob ich die Rendite korrekt berechne“

Frag mich einfach! Entweder hier oder per Mail an stefansboersenblog@gmx.de.

Mir hat damals zum Beispiel mein Leser „Dummerchen“ per Mail bei der Berechnung geholfen. Lieben Dank nochmal!

 

#3 – „Ich investiere erst seit 2016/2017“

Hmm.. blöd. Dann eben beim nächsten Mal 🙂

 

#4 – „Ich habe Angst, dass meine Leser mir weglaufen, wenn sie meine Rendite erfahren“

Sorry, aber für Blogger die aus diesem Grund ihre Rendite verheimlichen habe ich kein Verständnis.

 

#5 – „Der Zeitraum ist viel zu kurz. Ich investiere nicht auf kurze, sondern auf lange Sicht. Die Auswahl meiner Investments wird sich erst bei Zeiträumen ab 5 Jahren als gut herausstellen“

Dem stimme ich völlig zu. Trotzdem hab ich gerade Bock auf den Vergleich.

 

#6 – „Die Ermittlung des internen Zinsfußes für zwei Jahre ist mir zu zeitaufwändig“

Ihr benötigt den Depotstand von Start- und Endpunkt sowie sämtliche Zahlungsflüsse des Zeitraums aus Käufen, Verkäufen und Dividenden. Bei den meisten Banken/Brokern sollte das für die vergangenen zwei Jahre kein Problem sein.

Es dauert eben nur ein bisschen. Doch glaubt mir: Den einmaligen Aufwand ist es wert. Anschließend lässt sich die Tabelle schnell und einfach aktualisieren, sodass man jederzeit seine Rendite für den gesamten Zeitraum ermitteln kann – und sogar gegen einen Benchmark vergleichen kann. (>>>hier geht es zu meinem letzten Rendite-Beitrag mit Benchmark-Vergleich<<<)

Der eine oder andere lässt vielleicht sogar eine Software den internen Zinsfuß berechnen, z.B. „Portfolio Performance“.

 

#7 – „Hey, pass auf: Ich mache gern mit, aber nur wenn ich weiß dass noch ein paar interessante Blogger mitmachen“

Ein legitimer Gedanke. Falls es dir so geht, melde dich einfach per Mail und ich halte dich auf dem Laufenden, wer teilnehmen wird.

 

#8 – „Solche Schwanzvergleiche sind nicht mein Ding“

Mein Ziel ist absolut nicht, den „tollsten Hecht“ zu identifizieren und ihm eine Krone aufzusetzen. Ich möchte auch nicht mit dem Finger auf jemanden zeigen, der auf den hinteren Rängen landet.

Aussagen wie „Person A hat bessere Fähigkeiten bewiesen als Person B“ sind nicht das Ziel. Ich werde auch kein persönliches Ranking aufstellen. Vielmehr würde ich am Ende gern ein wenig kategorisieren. Interessante Aussagen können sein:

  • ETF-Investoren liegen vor den Einzelaktien-Investoren.
  • Leser liegen vor den Bloggern.
  • Die Ich-verkaufe-nie-Fraktion liegt vor der Rein-und-Raus-Fraktion.
  • Die Streuung der Renditen dividendenorientierter Anleger ist geringer als die der anderen.
  • Auch die Renditen von einzelnen ETF-Investoren unterscheiden sich stark.
  • etc.

Leser können wie gesagt auch gern anonym teilnehmen, sollten dann aber neben ihrer Rendite noch ein paare Sätze zu ihren Investments schreiben: welche Unternehmen/Indizes und welche Strategie (Value, Growth, Quality, Income etc).

Mir ist bewusst, dass es auf weit mehr ankommt als auf die Rendite. Warren Buffett fasst es mit drei Worten perfekt zusammen: Zeit, Geduld, Disziplin.

Die Rendite eines 2-Jahres-Zeitraums hat sehr, sehr wenig Aussagekraft – insbesondere im vermeintlich letzten Drittel eines Bullenmarktes.

Dennoch glaube ich, das Ganze könnte Spaß machen. Ich habe auch schon ein paar Leute im Hinterkopf, die bestimmt Lust haben.

Also, seien wir transparent und überlassen wir unseren Lesern die Entscheidung, was sie mit dem Ergebnis anstellen.

 

Hosen runter und macht mit bei der Blogparade „Wir machen uns alle nackig“!

Mach dich nackig

40 Gedanken zu „Aufruf zur Blogparade „Wir machen uns alle nackig“

  1. Huhu Stefan,
    vielleicht rechne ich es für dich dann doch mal aus.. Ich machs bisher nicht, weils mir bei dem kurzen Zeitraum bisher egal war. Ändern kann ich im Nachhinein nichts und ändern werd ich deswegen auch nichts. 😉

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  2. Huhu, Stefan!
    Welchen Wert willst du denn haben? Den des risikoreichen Anteils, den des risikoarmen Anteils oder den des Gesamtdepots? Worauf ich hinaus möchte: Kann man die Zahlen überhaupt vergleichen? Wer nur in Aktien investiert hat, muss mehr oder weniger deutlich besser abgeschnitten haben als jemand wie ich, der auch Tagesgeld/Festgeld hat. Meine Zahlen kannst du haben. Und wenn ich als Spaßbremse auf dem „letzten Platz“ liege, ist mir das auch egal. Mir ist nur wichtig, meine Ziele zu erreichen. Lieber etwas langsamer, dafür aber sicher und stetig.
    Liebe Grüße
    Dummerchen

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    • Hi Dummerchen,

      auf die Idee, den risikoarmen Anteil zu berücksichtigen, wäre ich gar nicht gekommen. Das hieße, beispielweise jede einzelne EC-Karten-Zahlung aufzunehmen und jeden noch so kleinen Zahlungsfluss für Telefon, Internet, Strom, GEZ, ADAC, Online-Shopping, Versicherungen usw.

      Ich denke, wir sollten uns auf Aktien und Fonds konzentrieren, um bessere Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
      (und damit auch Cryptowährungen, P2P, Immobilien, Gold usw. weglassen)

      Ich hoffe, du machst mit!

      Viele Grüße, Stefan

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  3. Hallo Stefan,
    Transparenz ist natürlich gut, genauso wie schönes Wetter und Sommerferien…
    Ich wurde in die illustre Liste ja nicht aufgenommen, daher weiss ich nicht wie ich mit https://meinefinanziellefreiheit.com abgeschnitten hätte. Vermutlich nicht zu gut, da ich auf meinem Blog (übrigens aus gutem Grund) keine Vermögens- und Performance-Zahlen nenne. Allerdings – und das ist glaube ich viel wichtiger als die Zahlen – ist mein Spar- und Investment-Ansatz glaube ich sehr gut nachvollziehbar.
    Insgesamt möchte ich nämlich zu einer sinnvollen Spar- und Investitionskultur, ja überhaupt zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Geld anregen. Investment-Exhibitionismus ist hingegegen weniger mein Ziel.
    Zudem: Dummerchen hat einen gar nicht so dummen Punkt – die Renditezahlen sind wohl kaum Risiko-adjustiert und daher nicht vergleichbar.
    Viele Grüße
    MFF

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  4. Zum besseren Verständnis der Zielsetzung habe ich dem Beitrag noch einen Absatz hinzugefügt:

    Aussagen wie „Person A hat bessere Fähigkeiten bewiesen als Person B“ sind nicht das Ziel. Ich werde auch kein persönliches Ranking aufstellen. Vielmehr würde ich am Ende gern ein wenig kategorisieren. Interessante Ergebnisse könnten sein:

    – ETF-Investoren liegen vor den Einzelaktien-Investoren.
    – Leser liegen vor den Bloggern.
    – Die Ich-verkaufe-nie-Fraktion liegt vor der Rein-und-Raus-Fraktion.
    – Die Streuung der Renditen dividendenorientierter Anleger ist geringer als die der anderen.
    – Auch die Renditen von einzelnen ETF-Investoren unterscheiden sich stark.
    – etc.

    Insofern ist es wichtig, dass möglichst viele von euch teilnehmen.

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    • Hi Henning,

      es soll nur um Aktien und Aktienfonds gehen. Bist du dabei?

      Ich werde heute und morgen per Mail checken, wer mitmacht und welcher Betrachtungszeitraum für die Teilnehmer möglich bzw. sinnvoll wäre. Dann schreibe ich meinen Beitrag (spätestens am Mittwoch) mit der Angabe des Zeitraums, auf den wir uns geeinigt haben, und meiner Rendite – und starte damit die Blogparade.
      Wie ich das mit den Lesern mache, hängt davon ab, wie viele Leser teilnehmen möchten und wie auskunftsfreudig sie sich zeigen. Denkbar wäre z.B. dass ich einen Beitrag veröffentliche, in dem ich alle teilnehmenden Leser selbst zu Wort kommen lasse.
      Und wenn dann jeder teilnehmende Blogger seinen eigenen Beitrag veröffentlicht hat, würde ich nochmal eine kleine Auswertung machen wie in meinem vorherigen Kommentar angekündigt.

      So ist der Plan. Mal sehen, ob er aufgeht.
      Wenn du jetzt deine Teilnahme zusagst, sind wir schon einen Schritt weiter 😉

      Viele Grüße, Stefan

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  5. Hallo Stefan,
    da tun sich doch einige Probleme auf.
    Ich müsste etwa 400 bis 500 Zahlen ermitteln. Ich erfasse zwar monatlich meine Einnahmen, aber nicht mit Datum. Ich könnte zwar die PDF-Abrechnungen der letzten 12 Monate raussuchen, aber alle davor sind nicht mehr verfügbar, da ich die Depotbank gewechselt habe. Auf alles, was älter als 12 Monate ist, habe ich keinen Zugriff mehr. Das Ganze zumindest grob auseinander zu klabüstern dauert mehrere Stunden und wird ziemlich aufwändig. Dann ist da noch das „Problem“, dass mich eine Performance des Vermögens bzw. meines US-Depots herzlich wenig interessiert. Ich habe noch mein CFD-Konto für Rohstofftrading und 3 weitere Depots mit verschiedenen Ansätzen. Das würde eh den Rahmen sprengen. Sollte mich irgendwann die Langeweile übermannen, dann könnte ich mich hinsetzen und einen Versuch starten. So beobachte ich das mit großem Interesse. Viel Erfolg mit der Blogparade.
    Viele Grüße
    Alexander

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    • Hi Alexander,

      schade, ich hatte auf dich gehofft.
      Doch selbst wenn du Zugriff auf alle Transaktionen dieser Zeit hättest und nur dein Basis-Depot nehmen würdest, wäre es wohl mit einigem Aufwand verbunden, denn du hattest über die gesamte Zeit recht viele Positionen und dementsprechend viele Dividenden-Transaktionen. Bei mir ist es hingegen überschaubar mit 41 Käufen, 13 Verkäufen und 59 Dividendenzahlungen, denn ich bin vor 2 Jahren mit leerem Depot gestartet.

      Zum Glück habe ich meine Zinsfuß-Tabelle schon im März 2016 erstellt und musste sie nur noch regelmäßig aktualisieren. Durch die Verschmelzung von DAB und Consorsbank habe ich auch keinen Online-Zugriff auf alle Transaktionen der 2 Jahre mehr.

      Ich wusste gar nicht, dass du auch Rohstoff-Trading machst. Krass!

      Viele Grüße, Stefan

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      • Hallo Stefan,
        die Kaufdaten und die Investition kann ich rausfiltern. Die Dividenden nur auf das Monat, wenn ich dies zur Monatsmitte eingebe, dann verfälscht es das Ergebnis fast gar nicht. Letztlich kommt es auf die Nachkommastelle wohl nicht an.
        Die Chancen stehen gut, dass ich für das Blog-Depot mitmache.

        Die Rohstoff-CFDs trade ich nur im kleinen Rahmen als Hobby und wegen dem „Nervenkitzel“, ich hab da nur ein wenig € rumliegen.

        Viele Grüße
        Alexander

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  6. Wenn Blogger oder Leser ihre bisherige Rendite nicht angeben, dann darf man wohl davon ausgehen, dass das seine guten Gründe hat; denn nichts ist ja bei der Geldanlage wichtiger als das. Warum sich das jetzt plötzlich ändern soll, erschließt sich mir nicht.

    Die Leute tragen ihr Geld zu schwurbeligen ausländischen Banken, weil sie dort „satte“ 0,5% mehr an Zinsen erhalten. Das ist extrem wichtig! Und bei Aktien interessieren sie sich angeblich nicht für ihre Rendite?! Wozu auch?

    Wenn man etwas über das Abschneiden privater Kleinanleger am Kapitalmarkt erfahren will, muss man einfach nur eine Suchmaschine seines Vertrauens bedienen.

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    • Hallo schwachzocker,
      Ich habe deinen Kommentar dreimal gelesen und irgendwie nicht ganz verstanden, was das Problem ist.

      „Wenn Blogger oder Leser ihre bisherige Rendite nicht angeben, dann darf man wohl davon ausgehen, dass das seine guten Gründe hat; denn nichts ist ja bei der Geldanlage wichtiger als das. Warum sich das jetzt plötzlich ändern soll, erschließt sich mir nicht.“

      Warum ist denn die Rendite das wichtigste bei der Geldanlage? Das hat doch sehr persönliche Aspekte und hängt u.a. auch von der Lebensphase ab, ob Rendite oder vielleicht doch eher Verfügbarkeit oder Schwankungsarmut wichtig ist.

      „Die Leute tragen ihr Geld zu schwurbeligen ausländischen Banken, weil sie dort „satte“ 0,5% mehr an Zinsen erhalten. Das ist extrem wichtig! Und bei Aktien interessieren sie sich angeblich nicht für ihre Rendite?! Wozu auch?“

      Was hat das damit zu tun, ob ein Leser/Blogger Zahlen präsentieren will/kann/sollte? Sorry, ich verstehe den Zusammenhang nicht.

      „Wenn man etwas über das Abschneiden privater Kleinanleger am Kapitalmarkt erfahren will, muss man einfach nur eine Suchmaschine seines Vertrauens bedienen.“

      Wen interessiert denn jetzt das allgemeine Abschneiden von Kleinanlegern? Es geht hier doch um konkrete Personen und nicht um Durchschnittswerte.

      Falls ich einen offensichtlichen Zusammenhang zum Artikel nicht erkannt habe, hilf mir bitte vom Schlauch.

      Liebe Grüße
      Dummerchen

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  7. Was würde denn jemanden daran hindern, einfach dabei zu schummeln und dir Fantasiezahlen zu geben? Nur mit Selbstreportage nach Vertrauensprinzip ist ja alles möglich, und allein auf die Pfadfinder-Ehre würde ich mich da nie verlassen wollen.
    Wenn schon überhaupt, sollten solche öffentlichen Vergleiche wenigstens über eine unabhängige (und nicht rückwirkend zu manipulierende) dritte Plattform geführt werden, es gibt ja sicher einige mögliche Seiten dazu wo man Musterdepots teilen kann oder Pseudo-Börsenspiele organisiert.

    Da ich selber hpts ETF-Anleger bin, und auch hpts Blogs von ETF-Anlegern lese, interessiert mich deren Performance naturgemäß eher wenig, denn da wird es keine großen Überraschungen geben. Wer die Kurse von World, EM und den übrigen „Brot-und-Butter“-Indizes kennt, der kann sich damit auch so ungefähr ableiten, wie alle unsere Depots im großen und ganzen so laufen, die einzigen Detailunterschiede kommen dann nur noch aus dem wer-wie-wo was ein bischen anders gewichtet hat her..
    ¯\_(ツ)_/¯

    Und was die Einzelaktien/Stockpicker/Markttimer-Fraktion angeht, haja, also wer seine Performance öffentlich teilen will, macht das doch eh schon – und wer das nicht möchte, wirds auch weiterhin nicht tun – beides ganz unabhängig von deinem Aufruf.

    Da „Transparenz“ haben zu wollen klingt ja schön und gut, aber das hat eigentlich nichts mit deinen Beispielen aus dem ersten Absatz zu tun – „Sie würden sich doch auch nicht von jemandem operieren lassen, der nicht Medizin studiert hat?“ impliziert für Finanzblogs ein Framing von „Sie wollen doch keine Finanzblogs von Leuten lesen, die eine schlechte Performance haben?“, und da würde ich bei der Herstellung eines Zusammenhangs zwischen persönlicher Performance und dem Nutzwert der Artikelinhalte doch eher vorsichtig sein.
    Ich weiß, hast du vielleicht nicht so gemeint, aber wenn ich auch mal eine Analogie zur Demonstration, was ich damit meine, verwenden darf: Ich bin sicher nicht der beste Gitarrenspieler, aber ein ziemlich guter Gitarrenlehrer (wurde mir gesagt :-D), oder andersherum, ich kenne auch einige Leute die viel besser Gitarre spielen können als ich, aber (trotzdem oder gerade deswegen ? 😉 auch viel schlechtere Lehrer sind.
    Also zurück übertragen, der Nutzwert/Informationsgehalt/Lehrhaftigkeit eines Blogs (und darum geht es doch eigentlich, und nicht (nur) um jemandem dabei zuzugucken, wie toll er vielleicht traden kann?) hat für mich relativ wenig damit zu tun ob der Autor selbst nun auch eine besonders tolle Performance hat oder nicht. Wie gesagt, so wirst du’s ja auch nicht gemeint haben, aber das kam zumindest im ersten Absatz so rüber.
    Natürlich liegt es nahe, das man sich besonders bei Leuten, die eine vom Breitmarkt abweichende Spezialstrategie (zB mit ausgesuchten Einzelaktien oder viel Rein-Raus) fahren, dafür interessiert „na zeig doch mal her, ob das auch alles wirklich so gut funktioniert wie du meinst!“ – wie gesagt, da ich eher in der Passiv-Ecke bin, wo es im großen und ganzen keine großen Geheimnisse oder Unterschiede, die Performance von Leuten wie Finanzwesir, Zendepot oder Kommer ist anhand der ja bekannten gleichen verwendeten Anlagen daher schon relativ „öffentlich“ und für jeden dens interessiert leicht zu ermitteln – und da ich hpts das gleiche mache, hat mich das eben eigentlich noch nie interessiert, da man sich da nicht groß unterscheidet.

    Das nur soviel dazu aus dieser Perspektive, wünsche dir trotzdem viel Erfolg mit deiner Idee 🙂
    LG

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    • Hi Chris,

      „Und was die Einzelaktien/Stockpicker/Markttimer-Fraktion angeht, haja, also wer seine Performance öffentlich teilen will, macht das doch eh schon – und wer das nicht möchte, wirds auch weiterhin nicht tun – beides ganz unabhängig von deinem Aufruf.“

      Dazu drei Gedanken von mir:
      (1) Ich habe mein Mail-Postfach seit gestern Abend noch nicht gecheckt, weiß also gerade nicht welche weiteren Blogger Interesse angemeldet haben. Vielleicht hast du Recht und es bleibt ein naiver Traum von mir, diejenigen Blogger zur Veröffentlichung zu motivieren, die das bisher nicht getan haben.
      (2) „Neue Leute“ werden aber schon deshalb dabei sein, weil ich auch versuche Leser dazu zu motivieren.
      (3) Dadurch dass dieses Mal alle denselben Zeitraum und dieselbe Berechnungsmethode verwenden, wird eine Vergleichbarkeit gewährleistet, die es so noch nie gegeben hat auf den deutschen Finanzblogs.

      Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar! Darin stehen einige wirklich interessante Gedanken. Ich hoffe, noch öfter von dir zu hören!

      Schöne Grüße, Stefan

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  8. @Dummerchen
    „Warum ist denn die Rendite das wichtigste bei der Geldanlage? Das hat doch sehr persönliche Aspekte und hängt u.a. auch von der Lebensphase ab, ob Rendite oder vielleicht doch eher Verfügbarkeit oder Schwankungsarmut wichtig ist.“

    Und das verstehe ich jetzt wiederum nicht ganz. Bei Aktienanlagen (und nur um die geht es hier ja) hat man wohl Schwankungen, egal in welcher Lebensphase man ist. Und diese Schwankungen nimmt man deshalb in Kauf, weil man sich davon viel Rendite erhofft. Ansonsten wüsste ich nicht, warum man eine Aktienanlage durchführen sollte.
    Es gibt ja auch noch Anleihen.

    Ja, und ich sehe bei den Finanzbloggern keine Renditeangaben. Das kann ich mit nur dadurch erklären, dass sie sich nicht dafür interessieren. Das hat deshalb einen Zusammenhang mit diesem Beitrag, weil ich mir nicht vorstellen kann weshalb sich das plötzlich ändern soll. Aber ich lasse mich überraschen.
    Bei jemanden, der in einen MSCI World anlegt kann ich natürlich verstehen, dass die Rendite uninteressant ist. Denn welche Rendite soll man da schon erzielen?! Wohl die des MSCI World.

    „Wen interessiert denn jetzt das allgemeine Abschneiden von Kleinanlegern?“

    Stefan interessiert es offenbar. Dann kann man sich die entsprechenden Studien ziehen.

    Aber zur Sache:

    Wie werden die Handelskosten berücksichtigt?
    Wie werden steuerliche Aspekte berücksichtigt? Manch einer hat den Freibetrag noch nicht ausgeschöpft und zahlt daher keine Steuern. Andere müssen Steuern zahlen. Wieder andere kommen durch eine Günstigerprüfung besser weg.

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    • Ok, du schriebst halt allgemein von Geldanlage und davon, dass Blogger Renditen nicht angeben. Jetzt präzisierst du das auf Aktien. Aber selbst innerhalb dieses Bereichs gibt es unterschiedliche Ansätze – bei Alexanders Kommentar konnte man ja schon lesen, dass ihn Renditen nicht interessieren sondern eher die Dividendenausschüttung. Eine stetige Ausschüttung ist ihm wichtiger als starke Kursanstiege und die damit verbundene Rendite. Geldanlage lässt sich nicht auf eine Zahl reduzieren.

      „Ja, und ich sehe bei den Finanzbloggern keine Renditeangaben. Das kann ich mit nur dadurch erklären, dass sie sich nicht dafür interessieren.“
      Interessieren? Ich kann mir viele weitere Gründe vorstellen. Einen habe ich mit der Fokussierung auf Ausschüttungen schon genannt. Ein weiterer kann sein, dass der Blogger keinen Mehrwert für seine Leser sieht, diese anzugeben. Naja, jeder hat hier seine Fantasien.

      Deine abschließenden Fragen sind hingegen sehr berechtigt. Aber dass dieser Vergleich eh ziemlich wenig Aussagekraft hat, steht wohl ausser Frage. In dem von Stefan anvisiert Zeitraum habe ich vermutlich keinen einzigen Aktien-/ETF-Kauf getätigt, da ich damit beschäftigt war, mit den Investitionen mein kontinuierliches Rebalancing zugunsten der schwankungsarmen Anlagen zu betreiben. Die Aktienpositionen sind zuvor einfach „zu gut“ gelaufen. Meine Rendite wird also eine ganz andere sein als die eines Investors, der in die gleichen ETFs wie ich investiert hätte, aber regelmäßig nachgekauft hätte, weil er erst noch am Anfang seines Vermögensaufbau steht. Gleicher Stil, gleiche Anlagen, anderes Ergebnis.

      Im Grunde sind die Zahlen daher überhaupt nicht vergleichbar. Die Vergleiche, die Stefan hier bezogen auf sein Depot mit einer alternativen Indexinvestition macht, sind dagegen schon aussagekräftiger, da zumindest die Kaufzeitpunkte und -beträge zusammen passen.

      Aber wenn es irgendwen glücklich macht, kann ich Stefan trotzdem eine Zahl geben – sie ist halt ohne den kompletten Anlagehintergrund ziemlich wertlos.

      Die von ChrisS genannten Befürchtungen bezüglich der Ehrlichkeit teile ich auch. Ich will niemanden davon überzeugen, dass er ein Buch oder so von mir kaufen soll, daher würde ich meine Zahl unbesorgt angeben können. Aber wenn jemand zusätzliche Blogleser gewinnen möchte, kann er dies mit geschönten Zahlen durchaus erreichen. Die meisten Leser machen sich doch keine Gedanken, welche Aussagekraft diese Zahlen haben, denn „mehr“ heißt ja logischerweise immer „besser“ ;-).

      Wie ging der Spruch noch: Wer misst, misst Mist?!

      Liebe Grüße
      Dummerchen

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      • @Schwachzocker

        Du schreibst:
        „Und das verstehe ich jetzt wiederum nicht ganz. Bei Aktienanlagen (und nur um die geht es hier ja) hat man wohl Schwankungen, egal in welcher Lebensphase man ist. Und diese Schwankungen nimmt man deshalb in Kauf, weil man sich davon viel Rendite erhofft. Ansonsten wüsste ich nicht, warum man eine Aktienanlage durchführen sollte.
        Es gibt ja auch noch Anleihen.“

        Es geht nicht immer um die Rendite, die man vielleicht durch Schwankungen respektive Kurssteigerungen macht. Trotzdem sind Aktien interessant. Wenn man wie ich einkommensorientiert investiert, dann kann man verschiedene Anlagen wählen. Immobilien, Anleihen oder eben Aktien. Anleihen habe einen festen Kupon und sind irgendwann fertig. Bei Immobilien kann man zwar die Miete erhöhen, aber nur in begrenztem Maße. Aktiengesellschaften können über Jahrzehnte die Dividende erhöhen. Jahr für Jahr. Das ist wie ein nie endendes Wachstumssparen. Es kann durchaus sein, dass da Renditen von 30 %, 50 % oder über 100 % auf das investierte Kapital rauskommen. Das kriegt man weder mit Anleihen noch mit Immobilien hin. Dafür nehme ich Kursschwankungen in Kauf, nicht um aus diesen Kapital zu schlagen.

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  9. Stefan, Herzlichen Glückwunsch zu dieser Idee!
    Ich denke es ist höchste Zeit für mehr Transparenz unter den Finanzbloggern, die eine aktive Investmentstrategie verfolgen. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum das so schwer ist. Wer es ernst meint, der sollte doch damit kein Problem haben – wir wollen doch alle nur voneinander lernen. Ich betreibe seit mehr als 15 Jahren mit einigen anderen Hobby-Börsianern einen öffentlichen Depotvergleich unter http://www.stw-boerse.de – hier konnten wir langfristig nachweisen, dass die verschiedensten Aktienstrategien zum Erfolg = Outperformance führen können.

    Allerdings denke ich, dass die Glaubwürdigkeit wesentlich höher wäre, wenn die Blogger zur Dokumentation ihres Handelns eine unabhängige Plattform nutzen würden anstatt einfach nur selbst ihre Rendite auszurechnen. Hierfür bietet sich z.B. Die Wikifolio-Plattform an denke ich. In meinem neuen Blog rund um das Thema High-Tech-Aktien (www.high-tech-investing.de) gehe ich jedenfalls diesen Weg eines eigenen Wikifolios, um maximale Transparenz zu bieten.
    Ich würde mich freuen, bei Eurem Vergleich dabei zu sein…
    LG Stefan Waldhauser

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  10. Stefan ist halt neugierig. Ob alle ehrlich bleiben?

    Die Aussagekraft bei 2 Jahren halte ich für gering, aber interessant kann´s sein, wenn man noch etwas über die Strategie dahinter erfährt. So läßt sich der Wert besser einordnen.

    @Dummerchen

    Gerade dein Rebalancing ist doch interessant. Du investiert in Assets, die „Nachholbedarf“ haben. Kannst du da über die Jahre durch die Regression zur Mitte einen Mehrwert erkennen?

    Wobei es dir wohl eher um Schwankungsärme geht.

    Bei Einzeltiteln macht das für mich keinen Sinn. Die gutgelaufenen Titel reduzieren, um die schwachen aufzustocken. Kann man halt nicht vergleichen.

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  11. Ich glaube auch das so eine Auswertung sehr interessant sein kann. Besonders in Hinblick auf die von Stefan formulierten beispielhaften Aussagen/Schlussfolgerungen.

    Allerdings halte ich den Zeitraum für zu kurz gewählt, wenn gleich ich die Kriterien für den Zeitraum aus Stefans Sicht verstehen kann. Für Buy and Hold plus ein Vergleich ist das ein zu kurzer Zeitraum und in dem Sinne willkürlich gewählt.

    Ich habe zufällig in 2015 „neu“/erneut angefangen und den bis dato kleinen Bestand zum Tag X in 2015 mit dem jeweiligen Buchwert als „neu“ eingebucht. Die Steuern oder Orderkosten berücksichtige ich direkt beim Eintragen des jew. Betrages und trage das ein was vom Verrechnungs-Konto abging bzw. draufging.

    Die Zahlen sollen zwar per E-Mail kommen aber ich habe ein Phänomen das ich mir nicht erklären kann, deshalb öffentlich.
    Was mich fasziniert bzw. verwundert ist folgendes:

    Ich führe zwei Dateien.

    Eine in der alle Buchungen wie in Stefans Liste untereinander sind und der interne Zinsfuss Anwendung findet. Hier ist die laufende Rendite (interner Zinsfuss) seit 2015 bis dato bei +0,72 % p.a.

    Bezogen auf die Kalenderjahre:
    Für die paar Monate 2015: -55% p.a. da viele Käufe mit vielen EInzeltransaktionskosten stattfanden. Wie es halt so ist, macht man am Anfang fehler und kauft ein Stück hier und ein Stück da anstatt einen großen Block zu kaufen.
    Für 2016: +11% p.a.
    Für 2017 bis dato: ca: -0,11% (die letzten Monate sanken die Buchewerte vieler ETFs etwas und größere Nachkäufe schlagen auch zu Buche)

    In der zweiten Datei wende ich dasselbe mit einzelnen Tabellen für jede einzelne Aktie bzw. für jeden einzelnen Fond/ETF an.
    Aus den jeweiligen Renditen (jew. der interner Zinsfuss pro Position) bilde ich dann den Mittelwert.
    Dieser ist faszinierenderweise bei ca. (+)10-11% p.a. (xx/2015 bis dato).

    Diesen Unterschied +0,72% zu +10% p.a. trotz identischer Zahlen und Datumsangaben sowie selber Formel kann ich mir nicht erklären. Kann ein Mittelwert so stark abweichen? Ich hätte erwartet das fast der selbe Wert herauskommen sollte.

    Hat jemand so etwas schonmal erlebt oder eine Vermutung dazu?

    Außerdem tracke ich meinen Yield on Cost im Sinne meine Ausschüttungsrendite im Vergleich zu den Investitionen (inkl. Kosten). Dieser steigt pö a pö an.

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    • „In der zweiten Datei wende ich dasselbe mit einzelnen Tabellen für jede einzelne Aktie bzw. für jeden einzelnen Fond/ETF an.
      Aus den jeweiligen Renditen (jew. der interner Zinsfuss pro Position) bilde ich dann den Mittelwert.“

      Mittelwert im Sinne von „Alle Renditen zusammen zählen und durch die Anzahl der Positionen teilen“? Wenn nicht gerade alle Positionen gleich groß sind, wäre das Ergebnis falsch. Wenn Du drei Positionen hast mit einem Gewicht von 20%, 30% und 50% müsstest Du rechnen:
      Rendite1 mal 0,20 + Rendite2 mal 0,30 + Rendite3 mal 0,50
      Dann sollte es zum gleichen Ergebnis kommen.

      Liebe Grüße
      Dummerchen

      PS: @Stefan: Ich fürchte, das mit dem internen Zinsfuss wird zu „interessanten“ Ergebnissen führen ;-). Zumindest bei der Berechnung sollten alle gleich vorgehen…

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        • Die Zahl nähert sich gut bis sehr nahe an. Immerhin näher dran.

          Da sieht man (bei mir) das viele die Einzeltitel die gute Rendite meiner ETFs auffressen (zumindest über den benannten Zeitraum). Klar gibt es auch einzelne Aktien, die (für sich genommen) gut laufen.

          Aber aufs Gesamte Depot gesehen, würde ich zumindest im Vergleich ETFs vs. Einzelaktien mit ETFs im genannten (kurzen) Zeitraum besser fahren.
          Bei den Einzelaktien sind einige Verlierer dabei, ein paar Monatszahler die kurstechnisch vor sich hindümpeln, BlueChips und ein paar gut laufende. Die ETFs laufen per se besser. Hätte ich fast nur ETFs wäre ich bei vermutlich besser gefahren. Den obwohl die ETF-Buchwerte seit Juni gefallen sind, kompensieren diese immer noch meine größtenteils nicht so prickelnde Einzelaktienauswahl.

          Diese liegt hautpsächlich an den benannten Anfängerkäufen inkl. Buy&Hold mit kleinen Stückzahlen und in Folge dessen hohen Orderkosten. Meine ETFs sind gemessen am Buchwert und den Investitionssummen meine größten Posten und reichen vom MSCI World bis hin zu Dividenden-ETFs. Wobei diese immer noch einen großen Markt abdecken, von zu „kleinen“ Nischen o.ä. halte ich nichts. Alle samt sind sie aber aus mehreren Gründen ausschüttend. Viele werden auch Schnittmengen der enthaltenden Aktien haben.

          Die Frage ist generell auch, ob sich ETFs und Einzelaktien vergleichen lassen, bei der Fülle an ETFs die es heutzutage gibt. Mit Smart-Beta-Produkten kann man sich ja auch schöne Nischen bzw. Nischen-Indexe herausfischen (bspw. Biotech-ETFs oder Wasser-ETFs oder Dividenden-ETFs). Die müssen dann nicht mehr zwingend so klassichs diversifziert sein. Bei manchen ETFs ist ja der Grundgedanke der Indexfonds nicht mehr so vorhanden bzw. sichtbar, finde ich.

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  12. Grundsätzlich gute Idee!
    War schon mehrfach dran, mittels PortfolioPerformance den internen Zinsfuß zu berechnen. Mir ist das aber zu mühsam. Außerdem kann das programm nicht mit Anleihen umgehen und es werden ja nicht alle Zinsen/Dividenden zum selben Zinsatz wieder angelegt.
    Ich verlasse mich nachwievor auf den Performance Report meiner Depobank, den ich ja auch monatlich veröffentliche. Pi mal Daumen haut das hin, und ich muss nix manuell eingeben.
    Die Zahlen aus meinem Blog kannst du gerne übernehmen, sind aber nicht nach deiner präferierten Methode errechnet und reichen nicht besonders weit zurück.
    Grüße

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    • Hi,

      ich hätte dich auch wegen der Blogparade angeschrieben. Konnte auf deinem Blog jedoch weder deinen Namen, noch deine Mailadresse entdecken.

      Die Depot-Performance, die von den Banken/Brokern angeboten wird, weicht häufig ganz erheblich von der Realität ab, z.B. dadurch dass
      – keine Gebühren und Steuern berücksichtigt werden
      – keine Verkäufe berücksichtigt werden
      Dies lässt sich mit dem internen Zinsfuß in Excel kinderleicht einbauen. Außerdem ist der interne Zinsfuß eine Jahresrendite und erlaubt so auch Vergleichbarkeit von zwei Leuten, von denen einer 15 Jahre und einer 20 Jahre investiert hat.
      Und natürlich kann man auch Investitionen in Anleihen oder Immobilen etc. in die Zinsfußberechnung einfließen lassen.

      VG Stefan

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  13. Pingback: Mein Portfolio auf dem Prüfstand | Blogparade Internerzinsfuss | Sparkojote

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