Hermès International: Veredelung meines Depots

Morgen wird in meiner Heimatstadt Berlin gewählt. Selbstverständlich werde auch ich meine Stimme abgeben und falls du in Berlin wahlberechtigt bist, hoffe ich, dass du das ebenfalls tun wirst.

Die Linkspartei forderte – wie in jedem Wahlkampf – die Anhebung des Spitzensteuersatzes und die Wiedereinführung der Vermögenssteuer. Stichwort: Umverteilung.

Für mich wird die Umverteilung am Montag beginnen. Das Vermögen der reichsten Menschen der Welt wird ab dann in meine Tasche fließen.

„Wie bitte? Hat Stefan jetzt völlig den Verstand verloren?“

Nein. Ich werde Miteigentümer eines der ältesten, profitabelsten und berühmtesten Luxusgüter-Herstellers: Hermès International mit Sitz in Paris.

Geschichte und Sortiment

Gegründet wurde Hermès vor 179 Jahren von Thierry Hermès. Das Sortiment ist breit aufgestellt und wird über ein internationales Netzwerk von edlen Boutiquen und Online-Shops vertrieben. Angeboten werden Lederwaren (Handtaschen etc.), Seiden- und Kaschmir-Schals, Krawatten, Kleider, Parfüm, Uhren, Schuhe, Handschuhe, Schreibwaren, Emaille, Schmuck, Porzellan sowie Inneneinrichtung.

Seit der Gründung 1837 befindet sich Hermès im Familienbesitz.

Zunächst wurde Pferde-Geschirr und Zaumzeug hergestellt, ab 1867 auch Sättel, die auch heute noch – 149 Jahre später – von Hermès verkauft werden. Von Beginn an war das Unternehmen im gehobenen Preissegment zu Hause.

Unter der Leitung des Sohns des Gründers wurde das Sortiment ab Anfang der 1890er Jahre um hochpreisige Koffer und Ledertaschen erweitert. Man passte sich an. Eisenbahn und Auto verdrängten die Pferdekutschen von den Straßen.

Stammsitz der Firma ist seit 136 Jahren die elegante Rue du Faubourg Saint-Honoré Nr. 24 in Paris.

Hermès Paris
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Hermès vom letzten russischen Zaren Nikolaus II. zum offiziellen Hoflieferanten ernannt.

In den 1920er Jahren wurden erstmals Handtaschen gefertigt. Die hervorragende handwerkliche Bearbeitung, die luxuriösen Materialien und ihre lange Haltbarkeit machten die Hermès-Produkte rasch in ganz Europa bekannt. Nach wie vor macht das Unternehmen seine größten Umsätze mit Lederwaren.

Die Geschäfte werden seit 2014 von Alex Dumas, Urenkel von Émile Hermès und Mitglied der 6. Generation der Familie Hermès, geleitet.

Parfüm gehört seit 1951 ebenfalls zum edlen Sortiment.

Als die Umsätze in den 1970er Jahren zurückgingen und Hermès das Image einer Marke für wohlhabende, ältere Damen hatte, wurden die Kollektionen verjüngt, neue Designer angestellt, markante Werbekampagnen auf den Weg gebracht, Zulieferbetriebe stärker gebunden, das Uhrengeschäft lanciert und das Boutiquen-Netzwerk ausgebaut.

1993 ging das Unternehmen an die Pariser Börse, wobei die Hermès-Familie 80% der Anteile behiehlt.

Die Hermès-Gruppe hält u.a. Anteile an einer Goldschmiede sowie an Manufakturen für Schuhe, Glas, Stoffe, Uhren, Ziffernblätter und Gehäuse.

In den 1930er Jahren wurde eine von Robert Dumas konzipierte, zunächst wenig erfolgreiche Version der Herren-Reisetasche für Damen als Petit Sac Haut à Courroies eingeführt, die 1956 von der Fürstin Gracia Patricia von Monaco, besser bekannt als Grace Kelly, auf einem Titelbild von „Life“ getragen wurde. Seither heißt das Modell „Kelly Bag“ und gehört zu den bekanntesten Produkten des Unternehmens.

Ein weiteres, sehr begehrtes Modell ist die Birkin Bag aus meinem Geburtsjahr 1986. Sie ist benannt nach der Schauspielerin Jane Birkin, welche am Design der Tasche mitgearbeitet hatte, nachdem sie im Flugzeug zufällig neben Jean-Louis Dumas, damals Vorstandsvorsitzender von Hermès, gesessen hatte.

Hermès Birkin Tasche Alessandra AmbrosioSupermodel Alessandra Ambrosio mit Birkin-Tasche

 

hermes-birkin-tasche-victoria-beckhamHier trägt Ex-Spice-Girl Victoria Beckham ein Modell der berühmten Tasche.

 

Hermès Birkin Tasche Heidi Klum Miranda KerrVier Birkin-Modelle von Heidi Klum, Supermodel Miranda Kerr (3. von links) und zwei weiteren Stars.

 

Beide Taschen – Birkin und Kelly – sind heute zwei der meistverkauften Modelle des Unternehmens. Es gibt sie in verschiedenen Größen, Farben und Materialien und sie haben mit dazu beigetragen, dass Hermès heute zu den bedeutendsten Luxusmarken der Welt gezählt wird. Eine Hermès-Birkin kostet – je nach Ausführung – ab 5.750 Euro. Sie wurde nach ihrer Präsenz in der Kultserie „Sex and the City“ zu einem der begehrtesten Modeartikel der Welt.

Ebenfalls berühmt sind die handbedruckten Seidentücher mit Motiven, die sich häufig auf den Reitsport beziehen. Sie werden seit 1937 hergestellt und in Lyon produziert. Es existieren weit über tausend Motive des sogenannten Carré Hermès. In jedem Jahr kommen zwölf neue Tücher dazu. Ein Hermès-Seidenschal kostet – je nach Größe und Material – ab 155 Euro.

Hermès-Produkte sind ausschließlich in Hermès-Boutiquen, Hermès-Verkaufsflächen in gehobenen Kaufhäusern, dem firmeneigenen Onlineshop oder autorisierten Fachgeschäften erhältlich. Weltweit gibt es – zum Teil auch als Shop-in-Shop in renommierten Kaufhäusern – ungefähr 315 Hermès-Boutiquen, darunter allein 16 in Deutschland (mit drei Duty-Free-Shops an deutschen Flughäfen), 2 in Österreich und 10 in der Schweiz.

Quelle: Wikipedia

Hermès Tüten

Umsatz

Hier seht ihr die Entwicklung des Umsatzes sowie die Verteilung über Sortiment und Regionen.

Hermès Umsatz
Hermès Umsatz nach Produktgruppen
Hermès Umsatz nach Regionen
Quellen:
– http://financials.morningstar.com/ratios/r.html?t=XPAR:RMS&region=FRA
– http://finance.hermes.com/

Das hohe Maß an Diversifikation und das Luxus-Preissegment sorgen dafür, dass die Umsätze selbst in der letzten Rezession gestiegen sind – eine wahre Freude für Aktionäre!

Das jährliche Umsatzwachstum ist ebenfalls beeindruckend.

2005-2015: 13%
2004-2014: 12%
2003-2013: 12%
2002-2012: 11%
2001-2011: 9%
Quelle

Das Wachstum von 2014 zu 2015 war überragend:

+23,5% bei Lederwaren
+14,6% bei Kleidung/Textil/Seide/Accessoires
+10,2% bei Uhren
+4,6% bei Parfüm
+12,2% bei allen anderen Produkten

+24,3% in Amerika
+23,9% in Japan
+20,6% im Raum Asien-Pazifik (ohne Japan)
+13,3% in Europa (ohne Frankreich)
+6,2% in Frankreich
-1,7% in anderen Regionen

Quelle

Wahnsinn!

Für die kommenden fünf Jahre wird von Morningstar eine Analystenschätzung von 10,1% für das jährliche Wachstum angegeben.

Konkurrenz

Hier seht ihr einige der bedeutendsten Hersteller von Luxusgütern nach Marktkapitalisierung.

Luxusgüter Hersteller
Rentabilität

Nachfolgend seht ihr die Netto-Margen von LVMH, Hermès und Richemont. Dabei habe ich die Gewinne (nach Zinsen und Steuern) der letzten fünf Jahre aufsummiert und durch die Umsätze desselben Zeitraumes geteilt. Durch den Zeitraum von fünf Jahren werden buchhalterische Tricks, um Gewinne von einem Geschäftsjahr in ein anderes zu verschieben, ausgeglichen.

Hermès Netto MargeQuelle

Nun geht es um eine weitere, äußerst wichtige Kennzahl zur Messung der Profitabilität und des Shareholder Value: die Gesamtkapitalrendite, definiert als Quotient aus Gewinn geteilt durch Vermögen (Aktiva). Auch hier nehme ich wieder Mittelwerte der vergangenen fünf Jahre.

Kein Geringerer als der wohl größte Investor aller Zeiten – Warren Buffett – hat durch zahlreiche Äußerungen bestätigt, wie immens wichtig ihm die Kapitalrendite bei der Auswahl seiner Beteiligungen ist.

Für Richemont konnte ich leider keine Zahlen entdecken. Stattdessen seht ihr hier die Werte für 7 der größten Luxusgüter-Hersteller der Welt, absteigend nach Marktkapitalisierung.

Hermès Gesamtkapitalrendite
Bei der Profitabilität ist Hermès also die unangefochtene Nummer Eins in der Luxus-Branche.

Quelle: morningstar.com

Eigenkapitalquote

Auch die Eigenkapitalquote ist mir überaus wichtig. Hermès erreicht hier einen überragenden Wert. Die direkte Konkurrenz steht ebenfalls ordentlich da, Richemont sogar mit 74% wie Hermès.

Hermès: 74%
LVMH: 43%
Richemont: 74%
Kering: 46%
Luxottica: 54%

Quellen: morningstar.com, finanzen.net

KGV

Das 2016er KGV liegt derzeit bei 33. [Quelle: finanztreff.de]

Das klingt erst mal sehr hoch. Betrachtet man die KGVs der letzten 10 Jahre, dann liegt die aktuelle Bewertung jedoch deutlich unter dem Durchschnitt von 36.

Im folgenden Chart seht ihr die KGVs der Jahre 2006 bis 2015 von 2 verschiedenen Quellen (blau: morningstar.com; rot: finanzen.net).

Hermès KGVHermès ist eine echte Qualitätsaktie. Und wie es aussieht, wissen die Marktteilnehmer diese Qualität seit vielen Jahren zu schätzen.

Dividende

Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei 1%, die Payout Ratio bei 34% und das Dividendenwachstum der vergangenen 7 Jahre liegt bei sensationellen 18,4% pro Jahr.

Aktie

Derzeit befindet sich die Aktie 12% unter dem am 16.08.2016 erreichten Allzeithoch.

In der letzten Rezession hat sich die Aktie besser gehalten als die breit gestreuten Indizes MSCI World, MSCI Europe und MSCI USA. Das Maximum Drawdown betrug 45% gegenüber 53-55% bei den Indizes.

Hier der Kursverlauf der vergangenen 15 Jahre. Die Aktie kennt scheinbar nur eine Richtung.

Hermès Aktie
Anbei die jährlichen Kurssteigerungen für 3 verschiedene Zeiträume.

Ende 2007 bis Ende 2015: 17,8%
Ende 2008 bis Ende 2015: 17,7%
Ende 2009 bis Ende 2015: 22,5%

Bei solchen Renditen schlagen Anleger-Herzen höher.

Besitzverhältnisse

52,6% – „H51 SAS“
Hierbei handelt es sich um eine Holding – gegründet von den Nachkommen des Gründers Thierry Hermès – mit dem Ziel, sich vor feindlichen Übernahmen zu schützen.

8,48% – Familie Arnault
Bernard Arnault ist CEO des Konkurrenten LVMH.

6,51% – Bertrand Puech
4,91% – Nicolas Puech
Beide sind Nachfahren des Gründers Thierry Hermès.

Keiner der übrigen Aktionäre hält mehr als 1,2% der Anteile. Mal sehen, wie es aussieht, wenn ich nachkaufe 😉

Die wichtigsten Positionen in Vorstand und Aufsichtsrat haben Mitglieder der Gründerfamilie inne.

Hermès ist also voll und ganz in der Hand der Gründerfamilie. Für langfristig orientierte Kleinanleger wie mich ist das großartig, denn Familienunternehmer sind ebenso an der langfristigen Entwicklung interessiert wie ich.

Der Streubesitz – also der Anteil frei handelbarer Aktien – beträgt 19,4%.

Quelle

Zusammenfassung

  • 179-jährige Tradition als Familienunternehmen
  • hohes Maß an Kundenbindung
  • Preiserhöhungen sind im Luxusgüter-Markt leicht durchzusetzen
  • glänzende Aussichten dadurch dass es immer mehr Reiche gibt
  • Produkte höchster Qualität
  • starke Marktposition
  • gute Diversifizierung über verschiedene Produktklassen und Länder
  • Umsätze haben selbst in der letzten Rezession zugelegt (offenbar machen Wirtschaftsabschwünge den „oberen Zehntausend“ weniger stark zu schaffen als dem Ottonormalverbraucher)
  • langfristiges Umsatzwachstum von 9 bis 13%
  • enorme Profitabilität (auch im Vergleich mit den größten Konkurrenten)
  • extrem geringe Verschuldungsquote
  • aktuelles KGV 10% unter dem Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre und ebenfalls 10% unter dem Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre
  • Aktienkurs hat in der letzten Rezession weniger stark gelitten als der Gesamtmarkt
  • Mittelfristige Kurssteigerung ca. 18% pro Jahr

Meine derzeitigen Kaufkriterien

Meine letzten Käufe werden den einen oder anderen von euch möglicherweise verstören. Bis Mai dieses Jahres habe ich mich nie an einem Unternehmen beteiligt, dessen KGV höher als bei 24 lag. Nun folgten Cerner (25), Nike (26), Hermès (33).

Lasst mich stichpunktartig anführen, was für mich derzeit die wichtigsten Kaufkriterien sind.

  • Das Geschäftsmodell sollte leicht verständlich und im Idealfall schwierig zu kopieren sein.
  • Die Marktaussichten müssen gut sein. Ich muss das Gefühl haben, die Umsätze und Gewinne werden in 10 bis 15 Jahren sehr wahrscheinlich höher liegen als heute.
  • Das derzeitige Management bringt das Unternehmen nach vorn, hat im Idealfall eine enge Verbindung zum Unternehmen (Mitglied der Gründerfamilie) und wird voraussichtlich noch einige Jahre im Amt bleiben.
  • Es liegt ein Wettbewerbsvorteil vor, z.B. durch die höchste Qualität oder die niedrigsten Preise.
  • hohe Kundenbindung – wer einmal dort kauft, soll mit einer hohen Wahrscheinlichkeit wieder dort kaufen
  • Im Idealfall schafft es das Unternehmen, hochqualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen.
  • keine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Produkten, Kunden und Lieferanten
  • Das Geschäft darf nicht zu zyklisch sein, falls der Kauf nicht am vermeintlichen Rezessionstief stattfindet.
  • hohe Profitabilität im Vergleich zur Konkurrenz
  • geringe Verschuldung
  • im Optimalfall ein hoher geografischer Diversifizierungsgrad
  • stetige Steigerung von Umsätzen und Gewinnen

Mit anderen Worten: Es geht mir in erster Linie um Unternehmen höchster Qualität. Und Qualitätsunternehmen sind selten zu niedrigen KGVs zu haben.

Dennoch ist es mir selbstverständlich wichtig, zu einem fairen Preis zu kaufen. Es gibt großartige Unternehmen, die von meiner Watchlist geflogen sind, weil der Preis 30-40% über dem lag, was ich zu zahlen bereit bin. Andere Firmen stehen seit Monaten auf meiner Watchlist, aber der Preis ist mir nach wie vor zu hoch.

Wer mir vorwirft, ungeduldig zu sein und nicht warten zu können, bis sich KGVs normalisieren, dem gebe ich folgende Zitate von Warren Buffett mit auf den Weg. 😉

„Was du für eine Aktie bezahlst, heißt nichts. Ich meine, worauf es ankommt, ist, wo das Unternehmen in fünf oder zehn Jahren stehen wird.“

„Kurse sorgen dafür, dass die Leute Dinge tun, die sie sonst nicht tun würden. Sich auf die Preise zu konzentrieren und darauf ob sie steigen oder fallen, ist furchtbar, wenn es ums Investieren geht.“
 
„Man kann nicht vorhersagen, was eine Aktie tun wird – kurzfristig. Aber man kann vorhersagen, dass die amerikanischen Unternehmen sich im Lauf der Zeit gut entwickeln werden.“
 
„Ich weiß nie, was die Märkte machen werden, wenn wir davon sprechen, was in einem Tag oder einer Woche, einem Monat oder einem Jahr passieren wird. Ich hatte nie das Gefühl, das zu wissen und ich hatte auch nie das Gefühl, dass es wichtig wäre. Ich denke aber, dass die Kurse in 10, 20 oder 30 Jahren deutlich höher sein werden als jetzt.“
 

Quelle: https://www.fool.de/2016/03/16/13-brandneue-zitate-von-warren-buffett-die-du-einfach-sehen-musst/

Im Übrigen muss ein KGV nicht zwangsläufig dadurch auf einen angemessenen Wert sinken, dass der Kurs einbricht. Wenn der Nike-Kurs in den nächsten Jahren um 10% pro Jahr steigt und die Gewinne um 13% pro Jahr wachsen, dann sinkt das KGV auch.

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4 Gedanken zu „Hermès International: Veredelung meines Depots

    • Hallo Mario. Ich finde das zwar nicht toll, aber akzeptabel.

      An alle anderen: Die französische Quellensteuer auf Dividenden beträgt 21%. Fünfzehn Prozent werden auf die deutsche Abgeltungssteuer angerechnet. Man kann sich die Differenz von 6% von den französischen Behörden zurückholen. Dabei geht es in Frankreich extrem bürokratisch zu. Persönliche Anträge werden ignoriert. Das muss über die deutsche Depotbank laufen, die dafür eine Gebühr verlangt.

      Rechnen wir es durch.

      Annahmen:
      – Die Steuergesetze bleiben bestehen.
      – Die Dividendenrendite bleibt bei 1%. (nach Abzug der deutschen Abgeltungssteuer von 26,375%)
      – Die langfristige, jährliche Kurssteigerung liegt nicht bei 17,8% (wie 2007 bis 2015), denn das finde ich zu optimistisch. Nehmen wir 12% an (Ex-Dividende).
      – Der Anleger versucht nicht, sich die 6% von den Franzosen zu holen.

      Der faule Anleger verzichtet auf eine jährliche Rendite von
      0,06 * 0,01 = 0,06%

      Damit liegt seine jährliche Rendite nicht bei 13%, sondern bei 12,94%.

      In diesem Fall ist es also akzeptabel. In anderen Fällen denke ich genauso wie du. Zum Beispiel bei Schweizer Aktien mit 3-4% Dividendenrendite und 35% Quellensteuer. Aus diesem Grund habe ich auch nur eine kleine Position Nestlé-Aktien.
      Allerdings ist das Zurückholen der Quellensteuer aus der Schweiz angenehmer als aus Frankreich.

      Viele Grüße, Stefan

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  1. Gut geschrieben Stefan,
    Quellensteuer ist definitiv ein riesen Manko (vielleicht nicht rechnerisch aber gibt mir persönlich irgenswie immer ein negatives Gefühl, leider :(. Die Politiker sollen mal ihren Hintern hochbekommen und das mal endlich anständig regeln.
    Ansonsten finde ich Hermes unter den Luxusgutherstellern ebenfalls sehr spannend. Hohe KGVs bedeuten nicht, dass ein Unternehmen teuer ist, von daher stören mich Deine Käufe nicht. Vielmehr muss das KGV gerechtfertigt sein (z.B. hohes Wachstum oder wenn einfach sehr viel Cash auf dem Konto liegt, dass über den Kaufkurs quasi mit eingekauft wird).

    Ich bin ebenfalls der Meinung, dass man nichts kaufen sollte, was zu teuer ist. Man kann die Aktien einfach auf der Watch behalten und irgendwann, ob durch eine Krise am Markt oder die falsche Nachricht, kann man sie einsammeln.

    Weiter so und Gruß
    Christian

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  2. Interessates Unternehmen. Aber auch mich stößt die franz. Quellensteuer ab. Habe sogar meine L´Oreal und LVMH-Anteile deswegen abgestoßen. Mag sein, dass es Peanuts sind. Allerdings waren es auf meiner DivBescheinigung immer ganz konkrete Zahlen. Wenn man die auf 20 Jahre hochrechnet, kommt ein Batzen zusammen. Das war mir zu doof. Es gibt so viele andere wunderbare Unternehmen….

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