War was?

„Denke nicht in Kursbewegungen. Denke in Geschäftsergebnissen.“
 
„Seien Sie ängstlich, wenn die Welt gierig ist und seien Sie gierig, wenn die Welt ängstlich ist.“
 
„An der Börse ist 2 mal 2 niemals 4, sondern 5 minus 1. Man muss nur die Nerven und das Geld haben, das minus 1 auszuhalten.“
 
„Wenn jemand gute Aktien hat, wäre er verrückt, wenn er nur wegen eines Kursrückschlags verkaufen würde. Ich suche Unternehmen, die ich verstehe und von deren Zukunftsaussichten ich überzeugt bin.“
 
„Ich denke nicht darüber nach, ob ein Markt nach oben oder nach unten geht. Ich kümmere mich nur darum, ob ich ein Unternehmen zu einem akzeptablen Preis kaufen kann. Ich sehe mich nicht als Teil eines Bullenmarkts, sondern als Teilhaber an wunderbaren Firmen. Ich muss zu einem Preis kaufen, der mich glücklich macht.“

Mit diesen 5 Zitaten von Warren Buffett und André Kostolany ist eigentlich alles gesagt, was man zum gestrigen Börsentag – dem Tag nach dem Brexit-Votum – sagen muss.

Bereits früh am Morgen war klar: Es wird ein wunderbarer Tag für Schnäppchenjäger. Ich selbst habe nicht zugeschlagen, da mir mein Notgroschen heilig ist (den ich zuletzt zweimal erhöht habe) und da ich für größere Ausgaben im vierten Quartal spare. Unter anderem plane ich, meine Bafög-Schulden auf einen Schlag zurückzuzahlen.

Ich bin ein neugieriger Mensch. Am frühen Morgen überprüfte ich gestern meinen Depotstand. Es stand ein Minus von knapp 6% zu Buche, verglichen mit dem Vorabend. Bis zum späten Nachmittag stieg es wieder 5% an.

Die Märkte haben folgendermaßen auf die – letztlich etwas überraschende – Entscheidung der britischen Bevölkerung reagiert.

S&P 500: -4%
Stoxx 600 Europe: -7%
Nikkei 225: -7%
DAX: -8%
GBP/USD: -9%
EUR/USD: -3%
Gold: +5%
Öl: -5%

Aktienmarkt CrashEs hat also etwas gerumpelt. Anlegern wie mir, die stark in US-Unternehmen investiert sind, kam die Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar zugute. Zumindest was unsere in Euro bewerteten Depotstände angeht.

An Tagen wie diesen kann man leicht den Blick auf das Wesentliche aus den Augen verlieren. Die Konsumenten werden jetzt nicht weniger Zahnpasta und Waschmittel kaufen und schmollend in der Ecke sitzen. Das Leben geht weiter.

Ein Blick auf die Vergangenheit kann sich lohnen. Einen konkreten DAX-Stand werden die meisten von euch noch am ehesten einordnen können. Eher als einen Stand des S&P 500 oder Stoxx 600 Europe. Schauen wir also auf einige DAX-Tage, in denen die zotteligen Bären zugeschlagen haben.

16.10.1989: -13% auf 1.386 Punkte
19.08.1991: -9% auf 1.498 Punkte
28.10.1997: -8% auf 3.615 Punkte
02.10.1998: -8% auf 3.919 Punkte
11.09.2001: -8% auf 4.274 Punkte
21.01.2008: -7% auf 6.790 Punkte
24.06.2016: -8% auf 9.448 Punkte (Börsenplatz: Lang & Schwarz)

Man sieht: Kurzfristig donnern hin und wieder die Kanonen. Langfristig geht es bergauf.

Im Jahr 2009 notierte der DAX unter 4.000 Punkten. Heute lachen wir darüber, dass Anleger damals schlaflose Nächte hatten, weil sie sich fragten, ob der DAX von 4.000 auf 3.000 fällt. Und damals lachten die Anleger über diejenigen, die sich im Jahr 1991 bei DAX-Ständen um 1.500 Punkte den Kopf zerbrachen.

Mein persönliches DAX-Ziel könnt ihr hier nachlesen (nicht erschrecken): Link

Aber genug vom verdammten DAX. Ich mag ihn nämlich nicht. Ich finde, 30 Unternehmen sind zu wenige für einen Index. Zudem kann man darüber streiten, wie sinnvoll es ist, einen Index als Performance-Index abzubilden und nicht als Kursindex. Außerdem fehlen wichtige Branchen (Nahrung bspw).

An der Börse wird es immer wieder Tage wie gestern geben. Langfristig ist für uns nur entscheidend, wie sich Umsätze und Gewinne der Unternehmen entwickeln, an denen wir beteiligt sind.

Wer regelmäßig in Qualitätsaktien investiert und diese langfristig hält, dessen Portfolio-Wert wird ganz von allein steigen. Als langfristig sehe ich eine Haltedauer von mindestens 15 Jahren. Geeignete Unternehmen sind beispielsweise Johnson & Johnson, Nestlé, Church & Dwight, Jungheinrich, Cerner, Alphabet, Walt Disney, Nike, Henkel.

Wer sich nicht zutraut, bei einem Unternehmen 15 Jahre in die Zukunft zu schauen, für den ist ein kostengünstiger Indexfonds eine großartige Alternative.

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