Ich lebe noch

Heute gibt es nach langer Zeit mal wieder ein kleines Update aus meinen Leben und aus meinem Depot.

Reisepläne

Die Pläne für mein 6-wöchiges Mini-Sabbatical laufen auf Hochtouren. Nachdem ich euch heute vor genau 100 Tagen von den erfolgten Flugbuchungen berichten konnte, haben wir inzwischen den Mietwagen sowie die ersten Übernachtungen für den 16-tägigen US-Roadtrip unter Dach und Fach gebracht.

Marcus & Frank haben leider aus persönlichen Gründen abgesagt; und so fliegen nur Michael & ich, wobei in Las Vegas noch meine Freunde Harika & Dhanush für 2 Tage zu uns stoßen werden.

Die passende USA-Karte im Format 150x100cm bekam ich zu Weihnachten von meinen Eltern. Sie hängt in meinem Wohnzimmer. Sechs Pinnnadeln stecken bereits drin: eine in New York (2018) und fünf in Kalifornien (2017).

Wenn wir zurück sind, fliege ich 6 Tage später noch für 8 Tage nach Gran Canaria – mein erster Besuch auf den Kanarischen Inseln; ein wenig Abwechslung nachdem ich 5x in Folge in den österreichischen Alpen war.

Leben

So langsam ist am Horizont wieder so etwas wie Normalität zu erkennen. Zumindest für mich als Geboosterten. Heute war ich mit einem Kollegen in einem vollbesetzten vietnamesischen Restaurant und anschließend im ebenfalls vollbesetzten Hofbräu. Ein tolles Gefühl.

Auf der Arbeit macht mein Team immer noch 100% Home Office.

Feste Rituale tun da gut, wenn man allein lebt. Zum Beispiel gehe ich täglich nach der Arbeit eine Runde spazieren. Mit zwei Freunden hab ich den Winter über einen schönen Rhythmus regelmäßiger Treffen gefunden.

Da fällt mir ein, dass ich neulich den Schauspieler Daniel Brühl auf meinem Tennisplatz ein paar Bälle habe schlagen sehen. Weiß nicht ob euch das interessiert 😀

Bücher

Als Leseratte habe ich den Winter über natürlich das eine oder andere Buch gelesen. Hier eine Auswahl, wobei ich mit einem noch nicht fertig bin; ein weiteres hab ich noch nicht angefangen.

  • The Singularity Is Near: When Humans Transcend Biology (Ray Kurzweil)
  • Die lange Reise: Tagebuch einer Astronautin (Samantha Cristoforetti)
  • Wie man ein Auto baut: Ein Leben für die Formel 1 (Adrian Newey)
  • Laufen. Essen. Schlafen.: Eine Frau, drei Trails und 12.700 Kilometer Wildnis (Christine Thürmer)
  • Farm der Tiere (George Orwell)
  • Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung: Eine Zeitreise durch 5 Kontinente (Rainer Zitelmann)
  • Allgemeinbildung (Horst Lüning)
  • Nach oben führt auch ein Weg hinab (April Wynter)
  • Der gar nicht so Wilde Westen: Eigentumsrechte im Frontier (Terry Anderson)
  • Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht (Andrea Petkovic)

Nachdem ich im letzten Jahr 12 Bücher an 3 Blogleser verkauft habe, schmücken hier noch 47 Sachbücher den unteren Bereich meines Fernsehtisches aus schwarzem Glas. Ich überlege, ob ich sie für 300 Euro an Rebuy gebe oder mir einen Staubfänger ein Bücherregal kaufe.

Etwas ausgemistet hatte ich zuletzt schon. Erst sind die Hälfte der Produkte aus meinem Bad-Spiegelschrank im Müll gelandet, dann gingen 30 bis 40 Kleidungsstücke an die Kleiderspende.

Finanzen

Eine liebe Freundin wollte von mir etwas über Finanzen lernen. Nach einer 2-stündigen Session zum langfristigen Vermögensaufbau an der Börse legten wir einige Wochen später eine 4-stündige Session nur zu ETFs ein, in der wir 9 (!) A4-Seiten mit Notizen vollgeschrieben und -gemalt haben.

Und was soll ich sagen? Sie ist voll dabei. Sparpläne sind eingerichtet. Ihr Excel läuft auf Hochtouren. Sie liest Morgan Housels „Psychology of Money“ und fragt bereits nach weiteren Literaturempfehlungen.

Bei mir selbst sind Berkshire und Church & Dwight aus dem Portfolio geflogen. Übrig sind Bitcoin, Public Storage sowie natürlich als mit Abstand größte Position mein S&P 500 ETF.

Für den Rest des Jahres überlege ich, vielleicht ein paar kurzfristige Gelegenheiten wahrzunehmen wie z.B. den derzeit lächerlichen 46%-Absturz der Facebook Meta Platforms Aktie oder den 49%-Absturz der Netflix-Aktie. Virgin Galactic ist womöglich auch einen zweiten Blick wert.

Mir gefällt auch die Idee, einen zweiten ETF ins Portfolio aufzunehmen; diesmal als Sektor-Übergewichtung. Vielleicht künstliche Intelligenz. Vielleicht Gaming. Vielleicht Luxusgüter (apropos Luxus: Ich habe mir doch tatsächlich ein Samsung Galaxy S21 geleistet). Vielleicht auch einfach Halbleiter, weil man damit jedes Zukunftsthema abdecken kann.

Bilder

Abschließend gibt es noch ein paar Bilder aus den letzten Wochen.

Die nächsten Bilder gibt es dann vom Sonnenuntergang am Grand Canyon 🙂

5 Gedanken zu „Ich lebe noch

  1. Hallo Stefan,

    schön wieder etwas von Dir zu lesen. In den USA ist schon lange alles wieder geöffnet, zumindest in den republikanisch geführten Südstaaten. Ich war beruflich und privat letztes Jahr im Mai/Juni in Texas/Kalifornien und November/Dezember in Florida. Volle Clubs zu besuchen war ein Erlebnis dort.

    Wie denkst Du aktuell über Tesla? Die Aktie hat ja ein gutes Stück korrigiert in den letzten Monaten. Ab wann wäre für Dich ein Einstieg wieder interessant?

    Gruß – Andreas

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Andreas,

      Ich freu mich darauf!

      Okay, spielen wir es durch, basierend auf angepassten Parametern meines hier vorgestellten Modells: https://stefansboersenblog.com/2020/03/10/tesla-investment-case/

      Absatz (2030) = 7 Mio. Fahrzeuge
      Preis pro Fahrzeug (2030) = $53,000
      Umsatzanteil Sonstiges (2030) = 15%
      Umsatzrendite nach Zins und Steuer (2030) = 14%
      Faires KGV (2030) = 20
      Forderung Aktionärsrendite (2022-2030) = 11% pro Jahr
      Anzahl Aktien = 1.03 Mrd.
      Aktueller Kurs = $852

      Ergibt:
      Faire Marktkapitalisierung (2030) = $1195 Mrd.
      Faire Marktkapitalisierung (2022) = $421 Mrd.
      Fairer Kurs nach Abzug 20% Sicherheitsmarge = $327
      Aktuelle Überbewertung = 160%

      Und das sind schon sehr optimistische Annahmen, was Umsatz und Umsatzrendite betrifft. Robotaxi-Umsätze hab ich allerdings nicht berücksichtigt.

      Viele Grüße
      Stefan

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  2. Hallo Stefan, schön wieder von dir zu lesen! Church & Dwight kamen erst durch deine damalige Vorstellung in meinen Fokus. Auch deine Gedanken zu Berkshire habe ich sehr interessiert gelesen. Umso mehr interessiert mich warum du dich von diesen beiden Aktien verabschiedet hast? Schöne Grüße Christoph

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    • Hi Christoph,

      Berkshire hatte ich am 29.06.2020 gekauft, mit dieser Begründung am Tag zuvor: https://stefansboersenblog.com/2020/06/28/berkshire-hathaway-2/
      Es ging mir also vor allem um den niedrigen Preis (sowohl in Relation zu meiner ermittelten Zahlungsbereitschaft, als auch in Relation zu meinen Alternativen).

      Mr. Market gab mir recht. Während mein S&P 500 ETF, in Euro notiert, inklusive Dividenden, vom 29.06.2020 bis 14.02.2022 (Verkaufstag Berkshire) nur 46% zugelegt hat, brachte mir Berkshire in diesem Zeitraum 77%. Von einem Schnäppchen kann man hier nicht mehr sprechen.

      Verschärfend hinzu kommt mein Gedanke, dass es in den nächsten 20-30 Jahren lohnenswertere Geschäfte gibt als Versicherungen, Banken und Eisenbahn.

      Die 138 Milliarden Dollar in Cash-Äquivalenten zu halten, verzinst zu 0-1% bei mittlerweile 7,5% Inflation, zieht sich meiner Meinung nach auch viel zu lange hin.

      Auch finde ich einige Aussagen von Buffett & Munger aus letzter Zeit arrogant und auch in der Sache falsch.

      Church & Dwight:
      Auch hier wollte ich Platz schaffen für Investments, die ich nun für attraktiver halte (basierend vor allem aus Learnings aus dem angesprochenen Buch „The Singularity Is Near: When Humans Transcend Biology“, aber auch aus den 200-300 Stunden die ich mich mit Bitcoin befasst habe bzw. mit den dahinter liegenden Gebieten Physik, Mathematik, Cryptografie, Geldpolitik, Wirtschaft, Zeitpräferenz).

      Viele Grüße
      Stefan

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