Verbrennungsmotoren – Mein Nachruf auf ein totes Pferd

Im Jahr 1900 war die 5th Avenue in New York City zu Ostern vollgestopft mit Pferdekutschen. Nur ein einziges Auto war zu sehen.

Im Jahr 1913 war dieselbe Straße zu Ostern vollgestopft mit Autos. Keine Pferdekutsche weit und breit – und das nur 13 Jahre später!

Dieses Spielchen werden wir im Jahr 2030 noch einmal spielen – nur dieses Mal werden wir Schwierigkeiten haben, ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor zu finden.

Nachdem ich mich in den letzten sieben Monaten rund 60 bis 70 Stunden mit Elektromobilität befasst habe, komme ich zu dem Schluss: Die Kundennachfrage nach privaten PKW mit Verbrennungsmotoren wird bis 2030 weltweit um mindestens 50% zurückgehen. Dafür braucht es weder staatliche Förderung alternativer Antriebe, noch muss sich der Strommix zugunsten regenerativer Energien entwickeln, denn die besten Argumente liegen jenseits von Politik und Umweltaspekten. Sie liegen in Physik, Ökonomie und Ingenieurwesen.

 

Punkt 1: Energieeffizienz

Der Gesamtwirkungsgrad beim Elektroauto liegt nach den Energieverlusten bei Kraftwerk, Leitungen, Ladegerät. Batterie, Wechselrichter und Elektromotor bei rund 37%.

Der Gesamtwirkungsgrad beim Verbrennungsmotor liegt nach den Energieverlusten bei Raffinerie, Transport zur Tankstelle, Otto- bzw. Dieselmotor und Getriebe bei 13% (Otto) bzw. 15% (Diesel), hier wunderbar aufgezeigt von Horst Lüning.

Beim Elektroauto muss also 59 bis 65 Prozent weniger Energie aufgewendet werden, um eine bestimmte Strecke zurückzulegen!

Eine der vielen wunderbaren Eigenschaften eines Elektroautos ist, dass beim Bremsen (und bergab) Energie durch Rekuperation in den Akku zurückgeleitet wird.

 

Punkt 2: Kosten

Kommen wir zum wohl wichtigsten Punkt: den Kosten. Dabei gilt es, die Gesamtkosten (Total Cost of Ownership) zu berücksichtigen, also Anschaffung, Verbrauch, Wartung, Reparatur, Versicherung, Steuern, Wertverlust.

Einer der größten Kostentreiber ist die Batterie. Die durchschnittlichen Kosten eines Batteriepacks haben sich wie folgt entwickelt:

  • 1160 Dollar je kWh in 2010
  • 577 Dollar je kWh in 2014
  • 176 Dollar je kWh in 2018 (25% jährlicher Preisrückgang gegenüber 2014)

(Quelle)

Die Kosten sind also in 4 Jahren um 50 Prozent gesunken, um dann in den folgenden 4 Jahren um weitere 69 Prozent zu sinken.

Dies ergibt Kosten eines 75 kWh Batteriepacks von

  • 87 000 Dollar in 2010
  • 43 275 Dollar in 2014
  • 13 200 Dollar in 2018

Das erklärt, warum Tesla zuerst Autos im Preisbereich 100.000 bis 130.000 Dollar herausgebracht hat und erst jetzt ab 45.000 Dollar (nach Abzug der staatlichen Zuschüsse sinkt der Preis unter 40.000 Dollar).

Maarten Vinkhuyzen hat die Kostenkurve eines elektrischen 60 kWh Antriebsstrangs über die Kostenkurven der Antriebstechnik von Verbrennern aus 6 verschiedenen Preissegmenten gelegt, die Jahr für Jahr teurer wird (vor allem durch immer strengere Abgasvorschriften). Dabei wird auf der Elektro-Seite nicht nur die Preisentwicklung der Batterie berücksichtigt, sondern auch die Entwicklung bei Leistungselektronik, Batterie- und Motormanagement-Computern, Motoren und Getrieben und daraus ein kombinierter Preisverfall von 7% pro Jahr angenommen. (Wir erinnern uns, dass die Batteriepacks um 25% pro Jahr günstiger geworden sind zwischen 2014 und 2018)

(Quelle)

Mit der Grafik wird klar, warum der Nissan Leaf 2010 in seinem Segment nicht konkurrenzfähig war, das Tesla Model S 2012 aber schon.

Weiterhin wird durch die Grafik erklärt, warum Tesla mit dem Model 3 in seinem Segment so erfolgreich ist, während General Motors mit dem Chevrolet Bolt ein paar Jahre zu früh dran war, um eine Chance zu haben.

Und sie erklärt, warum die Autohersteller in den nächsten 30 Monaten eine gigantische Elektro-Modelloffensive vor allem im C-Segment starten, während die Konkurrenzfähigkeit im A- und B-Segment noch ein paar Jahre auf sich warten lassen wird.

 

Die folgende Grafik zeigt den unfassbaren Erfolg des Tesla Model 3 gegenüber den vergleichbaren Verbrennern.

Wer meint, es sei unfair, nur die USA zu betrachten, dem sage ich: Nur hier ist bislang Vergleichbarkeit gewährleistet, denn in Asien und Europa muss Tesla seine Autos teurer anbieten durch hohe Zölle und hohe Transportkosten aus Kalifornien, während BMW, Audi und Mercedes diesen Nachteil in den USA nicht haben, da sie dort produzieren. Über Asien können wir gern sprechen, wenn dort in 6 bis 9 Monaten die ersten Teslas vom Band rollen.

Bisher haben wir lediglich über die Anschaffungskosten gesprochen, die in absehbarer Zeit – hier sind sich alle Experten von denen ich gehört habe einig – in allen Preiskategorien unter die Preise vergleichbarer Verbrenner fallen werden.

Hinzu kommt, dass der Verbrauch geringer ist (Kosten des Ladens vs. Kosten des Tankens).

Beim Elektroauto muss weniger gewartet und repariert werden, weil es deutlich weniger Teile gibt. Man braucht keine Zündkerzen, Öl, Keilriemen, Zahnriemen, Kraftstoffpumpe, Auspuffanlage, Luftfilter, Turbolader und so weiter. Dies begünstigt auch geringere Herstellungs- und damit Anschaffungskosten durch niedrigere Kosten für Material und Personal.

Die Tesla-Modelle, bei denen man bereits Aussagen zum Wertverlust treffen kann (Model S, Model X) zeigen, dass der Wertverlust geringer ist als bei Verbrenner-Modellen derselben Preisklasse. (Quelle z.B. hier)

 

Punkt 3: Sicherheit

Durch den Wegfall des sperrigen Verbrennungsmotors, der viermal so schwer ist und weiter oben sitzt als der Elektromotor, können Knautschzonen besser realisiert werden, wodurch die Sicherheit für die Insassen steigt.

Zudem ist die Brandgefahr laut der Amerikanischen Behörde für Straßensicherheit (NHTSA) bei Verbrennern fünfmal so hoch wie bei Elektroautos (ein Brand je 20 Mio. Kilometer vs. ein Brand je 100 Mio. Kilometer). Hinzu kommt, dass sich ein Batterie-Brand sehr viel langsamer ausbreitet.

Zudem besteht bei den über 50 Fahrzeugen, die seit 2011 von der Amerikanischen Behörde für Straßensicherheit getestet wurden, bei den drei Tesla-Modellen die geringste Verletzungsgefahr. (Quelle)

 

Punkt 4: Fahrgefühl

Elektromotoren setzen das Drehmoment beim Anfahren sofort frei und können somit besser beschleunigen. Außerdem ist die Straßenlage besser durch den niedrigeren Schwerpunkt, denn die schwere Batterie wird unter den Füßen der Passagiere verbaut. Der Verbrennungsmotor mit seiner ungünstigen Lage wiegt viermal so viel wie ein vergleichbarer Elektromotor (der auch weiter unten sitzt als beim Verbrenner) und hinten schwappt kein Treibstoff herum. Somit fährt man elektrisch „wie auf Schienen“. Und das auch noch leiser als beim Verbrenner. Hier zwei tolle Bilder sowie ein Video zur Beschleunigung.

Hier ein weiterer Vergleich:

Und hier noch ein lustiges Video:

 

Punkt 5: Platzangebot

Ein Elektroauto benötigt keine Auspuffanlage, keinen Tank und einen deutlich kleineren Motor. Trotz des Batteriepacks bleibt so im Innenraum mehr Platz für die Passagiere. Wer erstmals in ein reines Elektroauto steigt, der wundert sich, wie viel Platz man im Verhältnis zu den Außenmaßen hat.

 

Fazit

Wenn ein Produkt preiswerter ist, sicherer, energieeffizienter, spaßiger, geräumiger und leiser, dann wird sein Siegeszug von niemandem aufzuhalten sein – weder von der Politik, noch von der Ölindustrie, den Petrolheads in der Automobilindustrie, den Medien oder Shortsellern.

Auf sämtliche Ängste wie zu geringe Reichweiten oder zu dünne Ladeinfrastruktur bin ich bereits HIER eingegangen und dann noch einmal HIER speziell auf die Vorteile von Tesla.

Die Realität sieht bisher wie folgt aus:

In der relativen Entwicklung wird deutlich, dass das Wachstum nicht abflacht:

  • 2012: + 152 %
  • 2013: + 69 %
  • 2014: + 51 %
  • 2015: + 76 %
  • 2016: + 37 %
  • 2017: + 58 %
  • 2018: + 64 %

Im Gegenteil! 2018 sahen wir das höchste Wachstum seit 2015.

Was sagen die Experten?
Bloomberg geht davon aus, dass Elektroautos 57% der Autoverkäufe in 2040 ausmachen (Quelle), JP Morgan erwartet 59% bereits in 2030. (Quelle)

China, der größte Automarkt der Welt, hat vor drei Wochen einen enormen Anreiz zum Kauf von Elektroautos geschaffen – hier lag der Elektro-Anteil an den Neuzulassungen von Januar bis Mai 2019 bei knapp 6 Prozent (Quelle). Dort muss man in Großstädten an einer Lotterie teilnehmen, um das Recht zu bekommen, ein Auto kaufen zu dürfen. In Peking allein warten derzeit 3 Millionen Menschen darauf. Jetzt hat die Regierung Elektroautos von dieser Beschränkung ausgenommen für 2019 und 2020. (Quelle)

2007 haben sich Führungskräfte von Nokia und Microsoft totgelacht über das iPhone von Apple. Ihr Lachen verging schnell, ebenso wie es zuletzt BMW, Audi und Mercedes vergangen ist, die ihre Felle davonschwimmen sehen.

Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab.“

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27 Gedanken zu „Verbrennungsmotoren – Mein Nachruf auf ein totes Pferd

  1. Ein Vergleich mit Pferd und Auto ist wie ein Vergleich mit Apfel und Birnen. Damals konnte man den Pferde keine zusätzlichen PS oder Effizienz verpassen oder weiterentwickeln.

    China denkt jetzt scho bereits um:

    Die Subventionen für Forschung und Entwicklung (F & E) verlagern sich jetzt auf Fahrzeuge mit Wasserstoffbrennstoffzellen, eine neue Technologie, die laut Industrie sauberer und effizienter ist als mit Lithiumbatterien betriebene Autos.

    er Besuch des chinesischen Premierministers Li Keqiang in Japan im Jahr 2018 veränderte sein Denken über Elektrofahrzeuge grundlegend.

    Li besuchte am 11. Mai 2018 in Hokkaido das Werk der Toyota Motor Corp. zur Herstellung von EV-Autoteilen und sah ein Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeug namens „MIRAI“. Er erfuhr, dass der MIRAI nur drei bis vier Minuten zum Tanken benötigt , hat eine Reichweite von 650 Kilometern.

    Mehrere chinesische Medienberichte berichten, dass nach Lis Rückkehr nach China mehrere Ministerien und Kommissionen in China schnell ein Team zusammenstellten, um die Wasserstoffbrennstoffzellentechnologie zu entwickeln. Dies war das erste Signal, dass Chinas politische Entscheidungsträger die Brennstoffzellen zu einem bedeutenden FuE-Projekt machen würden.

    Eine Lithiumbatterie weist im Vergleich zu einer Wasserstoffbrennstoffzelle, die Wasserstoffgas als Energie verwendet, mehrere Nachteile auf.

    Lithiumbatterien enthalten Schwermetalle wie Nickel, Kobalt und Mangan. Durch den Abbau solcher Metalle können nahe gelegene Wasserquellen verschmutzt werden. Währenddessen entstehen bei der Verarbeitung von Kupfer, Lithium und anderen Metallen giftige Abfälle, die bei unsachgemäßer Behandlung und Wiederverwertung schwerwiegende Umweltprobleme verursachen können.

    https://chinadailymail.com/2019/06/01/chinas-electric-vehicle-industry-hit-hard-by-policy-shift-as-beijing-turns-toward-hydrogen-fuel/

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    • Brennstoffzellen-Fahrzeuge sind seit 30 Jahren FuE-Projekte ohne je über dieses Stadium hinausgenommen zu sein. Möglicherweise werden sie im Schwerlastverkehr, bei Baustellenfahrzeugen und im Luftverkehr irgendwann eine Rolle spielen. Im PkW-Bereich braucht sie kein Mensch, weil Tesla das Problem, einschließlich der Ladeinfrastrukur, quasi im Alleingang gelöst hat.
      Mit jeder zusätzlichen Energiewandlung sinkt der Wirkungsgrad und steigen die Kosten. Daran können weder die Japaner noch die Chinesen etwas ändern.

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    • Ace Niro:

      Wasserstoff Autos? Das nennst Du umweltfreundlich? An Elektroautos kommt erstmal nichts vorbei. Du bist ja auch ein Freund der Verbrennungsautos. Sag mal..willst Du uns belügen? Oder belügst Du dich selber? Hast Du mal geschaut, wie viele Teile in so einem Verbrennungsmotor ist? Hey, das sind viel viel mehr als in einem Elektroauto. Das nennst Du umweltfreundlich? Ist es hier dein Ziel die Leute zu verwirren? Da schreibst Du, wie umweltschädlich doch so eine Batterie ist. Warum zählst Du die Teile von einem Verbrennungsmotor nicht nach? Oder werden die so viele Teile aus Pflanzen erstellt?

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      • Die Anzahl der Bauteile ist nicht maßgeblich für die Umweltfreundlichkeit. Da die E-Auto-Befürworter gerne darauf verweisen, dass man vermehrt „erneuerbare Energien“ verwenden will, um den Strommix umweltfreundlicher zu haben: Schon mal an den Materialverbrauch bei so einem Windrad nachgedacht? Wie viele der unzähligen Bauteile wie Schrauben und Muttern lassen sich aus dem Stahl herstellen, der für ein Windrad verbraten wird?

        Mit dem, was aus der Steckdose kommt, siegt oder fällt die Umweltfreundlichkeit des E-Autos.

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        • Ansgar Schmit:

          Ich kenne welche, die haben Asthma. Die machen extra Urlaub im Süden. Dort brauchen die keinen Asthma-Spray. Was sagt uns das das? Und dann lese ich bei Welt, dass 200 Wissenschaftler die Luftqualität in Deutschland für sehr gut halten. Das sollen Wissenschaftler sein? Dafür bekommen die Löhne im höheren vierstelligen Bereich. Und dann kommen welche(viele) immer noch und verteidigen den Verbrennungsmotor. Hey, diese Wissenschaftler können meine Gefühle absolut nicht täuschen. Die hochbezahlte Akademiker können sich selber belügen. Gehe doch mal bitte auf eine Straße in der Stadtmitte und atme mal die Luft richtig rein. Fühle es und einen Tag später gehe mal aufs Dorf. Wenn Du immer noch nicht festgestellt hast, dass Verbrennungsmotoren Gift sind, dann kann ich Dir und dem Deutschen Volk auch nicht helfen. Gruß

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  2. Horst Lüning ist natürlich eine top Quelle.
    Und wo wir gerade beim Thema Halbwissen sind – keiner der im Chart gezeigten Audi, BMW und Mercedes PKWs wird in den USA produziert (dies zum Thema „während BMW, Audi und Mercedes diesen Nachteil in den USA nicht haben, da sie dort produzieren“).
    Schade auch, dass du neben den Chart mit den 2 Mio. verkauften BEVs in 2018 nicht die über 80 Mio. anderen verkauften PKWs in 2018 gelegt hast, um ein Gefühl für den relativen Anteil zu bekommen.

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  3. Ich bin bei dir, wenn es es darum geht, dass die Nachfrage nach PKW insgesamt zurückgehen wird. Trends wie autonomes Fahren, Car Sharing und Klimaschutz werden dafür sorgen. Punkt 2 finde ich ebenfalls sehr wichtig – gleichzeitig auch ein überzeugendes Argument. Letztlich wird der Preis es regeln. Umweltschutz & Co interessieren doch letztlich beim Kauf ganz zum Schluss.

    Das größte Problem im Hinblick auf den von dir angenommenen Siegeszug der E-Mobilität ist jedoch die Infrastruktur. Für Deutschland sieht es da (und nicht nur da), nicht gut aus. Ich empfehle hier mal die Ausführungen des VDA https://www.vda.de/de/themen/innovation-und-technik/elektromobilitaet/Ladeinfrastruktur.html

    Dort heißt es unter anderem:

    „In Deutschland verfügen heute 70 Prozent der Gebäude über eine Elektro-Infrastruktur, die 35 Jahre und älter ist. Fast die Hälfte der in den Sechzigerjahren errichteten Gebäude ist nach ihrer Fertigstellung elektrotechnisch nie mehr auf Vordermann gebracht worden und schon für zeitgemäßes Wohnen oft an der Leistungsgrenze. Für die Elektromobilität ist Voraussetzung: Leitungen und Netze hinter der Wallbox müssen für die Anforderungen moderner Ladetechnologie ertüchtigt. werden. Für ein leistungsfähiges und sicheres Laden sind die historischen Installationen von gestern so ungeeignet wie eine Pferdekutsche für die Autobahn“

    Fraglich ist allerdings, ob Deutschland in der Zukunft wirtschaftlich überhaupt noch eine wichtige Rolle in der Weltwirtschaft spielen wird und daher als Argument in dieser Diskussion taugt…

    Nach meiner Recherche wird in allen Ländern, die derzeit als führend auf dem Gebiet der Elektromobilität gelten, diese massiv staatlich gefördert. Ich stimme dir also nicht zu, dass staatliche Förderung für den Erfolg der Elektromobilität nicht von Bedeutung ist. Im Gegenteil,schon allein wegen der Infrastruktur.

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  4. Ich muss sagen das ist alles völlig irrelevant. Es geht hier nicht um den Siegeszug der E-Mobilität, sondern um die Aktie von Tesla. Und hier muss Elon Musk noch einige Autos mehr verkaufen um die aktuelle Bewertung zu rechtfertigen.

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  5. Ein total tendenzioeser Kommentar, wie man ihn jetzt am laufenden Band auf den Tisch bekommt….
    TESLA, TESLA ueber alles….

    Ohhhhh, der Elektromotor ist ja soooo leicht…ganz toooolll…..
    Ach ja? In einem AUDI oder Daimler SUV z.B. sind fast 800 kg schwere Batterien verbaut….
    davon liest man nichts.

    Ahhhhh, Verbrenner zuendeln schneller als „E-Mobster“?…..mag sein, aber wenn Letztere mal brennen, dann aber richtig und lange…fast nicht loeschbar.

    Und immer wieder die Scheisse mit den Beschleunigungswerten….
    Ahhhhhhhh der TESLA (wer denn sonst) stellt alle in den Schatten (auch den 1000 PS Bugatti…LoooooL)
    Wenn der „Oberbeschleuniger“ TESLA sich mal mit einem Porsche auf der Autobahn misst, dann ist der Spass fuer das „E-Moebbchen“ sehr schnell vorbei….bei Volllast verbraucht der mehr als ein „Quartalssaeufer“

    Na ja, das Tanken haelt den TESLA dann doch wohl etwas auf…bevor er wieder ach so wild beschleunigen kann….

    Wie lange haelt denn nun eine Ladung und unter welchen Bedingungen??
    Davon liest man kaum was.

    Gebrauchtfahrzeugpreise auch ganz toll….woher stammen denn die Werte fuer eine serioese Aussage……bei den paar Kisten die hier rumfahren?

    Was die Verarbeitungs-Qualitaet eines TESLA angeht, so habe ich bis jetzt nur kritische Bemerkungen gelesen. Auch das spartanische Interieur waere „gewoehnungsbeduerftig“

    Das alles ist hier politisch gewollte Gesundbeterei…..Nudging….(oder es wurde fuer die Werbung gezahlt !)

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    • Egal wer geht, Tesla blutet immer noch Verluste:
      2003: VERLUST
      2004: VERLUST
      2005: VERLUST
      2006: VERLUST
      2007: VERLUST
      2008: VERLUST
      2009: VERLUST
      2010: VERLUST
      2011: VERLUST
      2012: VERLUST
      2013: VERLUST
      2014: VERLUST
      2015: VERLUST
      2016: VERLUST
      2017: VERLUST
      2018: VERLUST
      2019: Bereits 700.000.000 $ verloren.
      Ratet mal, was passiert, wenn hoch verschuldete Unternehmen jedes Jahr unendlich viel Geld verlieren?
      Konkurs.
      Jedes Mal.
      Tesla muss Musk loswerden, seine Bilanz umstrukturieren, sich wieder verbessern und sich als High-End-Hersteller von Elektrofahrzeugen neu profilieren.
      Da die Verarbeitungsqualität des M3 miserabel ist und keine Wartungsinfrastruktur vorhanden ist, ist dies möglicherweise nur schwer möglich.

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    • BMW verkauft alleine in China in 2019 mehr Autos als Tesla in 2019 weltweit verkaufen wird (BMW Group Absatz in China von Jan. – Mai 2019: 288.506 Fahrzeuge / +15,9 % ggü. Vorjahr).
      Beim Thema Autonomes Fahren ist BMW zwar Waymo unterlegen, aber sicher nicht Tesla. Tesla hat hier zwar eine große Klappe, bietet aber in der Realität auch nur Level 2 Funktionen und gibt deutlich weniger Geld für das Thema aus als BMW.
      Und BMW hat in der Branche das zweitbeste Finanzrating weltweit nach Toyota (kann man von Tesla nicht gerade behaupten).

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      • Hi Michael,

        ich denke nicht, dass du die richtigen Fragen stellst in einer Zeit, in der die Branche einige Veränderungen gleichzeitig durchläuft (Elektrifizierung, Autonomie, Digitalisierung, Taxidienstleistungen, Carsharing). Fragen wie die nach den höchsten Verbrenner-Absatzzahlen, den höchsten F&E-Ausgaben (kommt nicht von dir aber von anderen Kommentatoren) oder der höchsten Eigenkapitalquote sind hier nicht ganz so wichtig oder sollten zumindest ergänzt werden um Fragen wie:

        – Wer hat beim autonomen Fahren die geringsten Disengagements pro 1.000 Meilen?
        – Wer weist die höchsten Energiedichte auf und warum? / Wer holt aus einer Kilowattstunde die höchste Reichweite heraus und warum?
        – Wer sorgt für eine vernünftige Ladeinfrastruktur?
        – Wer ist vertikal am besten integriert und welche Vor- und Nachteile bietet dies?
        – Wer kann Batterien zu den geringsten Kosten beziehen/herstellen?
        – Wer setzt Over-the-Air-Updates am besten um?
        – Wer bringt die richtigen E-Modelle zur richtigen/sinnvollen Zeit heraus?
        – Wer weist das beste Mindset auf in einer Zeit der Disruption? Wer kann hier die besten Talente an Land ziehen?
        – Falls man von Software keine Ahnung hat, mit welchen Unternehmen kooperiert man in diesem Bereich?

        Bei vielen dieser Antworten muss sich BMW wirklich in Grund und Boden schämen. Da stimme ich Mario Herger absolut zu.

        Was das Finanzrating angeht bzgl. die finanzielle Situation Teslas, dazu habe ich in meinen vorherigen beiden Beiträgen einiges gesagt:
        https://stefansboersenblog.com/2019/04/27/tesla-aktie/
        https://stefansboersenblog.com/2019/05/23/tesla-analyse/

        Herzliche Grüße
        Stefan

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      • BMW klammert sich verzweifelt an der alten Zeit fest, hofft dass die erwähnten Disruptionen nur ein böser Traum sind, aus dem man bald aufwachen wird, investiert zig Milliarden in Dinosaurier-Technologie, schüttet zig Milliarden an Dividenden aus. Man geht den Weg des geringsten Widerstands. Man ändert genau so viel, wie die Politik verlangt. Der i3 ist ein reines Compliance Fahrzeug, bei dem ich nicht weiß ob ich lachen oder weinen soll, wenn ich es sehe. Er wurde außerdem zur völlig falschen Zeit herausgebracht, siehe meine Ausführungen zu Maarten Vinkhuyzens Text und Grafik.

        BMW verwaltet den aktuellen Spielstand, während sich die Spielregeln ändern und die Zuschauer längst auf dem Weg in ein anderes Stadion sind.

        Tesla hat in den letzten 16 Jahren die richtigen Fragen gestellt und darauf die richtigen Antworten gefunden. Dieser Satz klingt hier im Kommentarbereich vielleicht abgedroschen, aber das habe ich ja in 3 Beiträgen in knapp 6.000 Wörtern und ergänzt um unzählige Quellenangaben und Grafiken ausgeführt.

        Und wenn du jetzt immer noch auf keinen gemeinsamen Nenner mit mir kommst, dann stimmst du vielleicht dem zu:
        Wer 2008 vorausgesagt hätte, wo Tesla 2013 steht, den hätte man 2008 mit Zwangsjacke in eine Anstalt eingewiesen.
        Wer 2013 vorausgesagt hätte, wo Tesla 2018 steht, den hätte man 2013 mit Zwangsjacke in eine Anstalt eingewiesen.
        (Und an dieser Stelle erinnere ich gern daran: ohne Fernsehwerbung, ohne Radiowerbung, ohne Printwerbung.)

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  6. Ich bin ein Fan von Elektromotoren, dennoch lautet meine Erweiderung als Kurzfassung: NEIN!
    Ein Stichwort: Energiedichte.

    Der Preis für diese extrem schlechten Energiespeicher „Akku“ wird leider auch nicht mehr fallen, schon gar nicht in dem benötigtem Maß.
    Deshalb: Nein.
    Wie es 2030 nun wirklich aussiehrt? Keine Ahnung, zu weit in der Zukunft. Ob sich nur noch Reiche, teuerer Luxus Elektroautos leisten können? So will das die Politik. Und ich betone noch mal: Exlektroautos sind IMMER ein Luxusartikel. Nichts gegen Luxus, aber massentauglich ist das nicht.

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  7. Auch wenn ich es im Beitrag nicht explizit erwähnt hatte: Hybridfahrzeuge habe ich innerlich ebenfalls beerdigt. Die Zahlen belegen es:

    USA, Januar bis Juni 2019 vs. Jan-Jun 2018
    + 64 Prozent Wachstum bei reinen Elektroautos (BEV)
    – 29 Prozent Rückgang bei Plug-In-Hybriden (PHEV)

    Damit ist das Verhältnis von PHEV zu BEV so schlecht (aus PHEV-Sicht) wie zuletzt 2011.

    https://insideevs.com/news/358279/us-bev-phev-sales-comparison-h1-2019/

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  8. Wie kommt der Strom in die Batterie? Wer bezahlt die Infrastruktur? Schon mal überlegt, wie viel Kupfer da benötigt wird?

    Wir werden noch lange Diesel- und Ottomotoren haben. Die Raffinerien stehen ja und die Raffinerien müssen laufen, weil sie jenseits von Diesel und Benzin noch mehr herstellen.

    Es gibt Bereiche jenseits von Wirkungsgrad und Beschleunigung. Das E-Auto (oder besser: der E-Motor) hat ohne Frage seine Vorteile. Aber dem Käufer und Fahrer sind andere Dinge wichtiger, d.h. schnelles Auftanken, Garantie, dass aufgetankt werden kann (beim E-Auto gibt es eben keine Garantie, auch nicht zu Hause), günstiger Preis usw. usf.

    Bislang konnte das E-Auto nur im geschützten Raum reüssieren. In Norwegen und Kalifornieren gab’s kräftig Subventionen. In China gab es auch staatliche Hilfen. Ist doch komisch, dass Norwegen E-Autos fördert, aber der norwegische Staatsfonds dann doch mehr Anteile an Shell, BP, Exxon, Chevron und Total hat, und viel weniger investiert ist in Tesla und Versorger. Gerade die Energieversorger und Tesla müssten doch von einem E-Auto-Boom profitieren. Natürlich ist man bei zig Autoherstellern invetiert und überall ist man stärker investiert als bei Tesla. Die Manager des norwegischen Fonds teilen die Meinung ihrer Politiker offenbar nicht, obwohl sie in Norwegen ganz viele tolle Teslas beobachten können.

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  9. Schade, dass hier auf beiden Seiten Schwarz-Weiß gedacht wird. Weder sollte man den Verbrenner Verteufeln, noch das E-Auto. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Im urbanisierten Raum sind die Vorteile des E-Autos einfach zu groß und die Strecken ideal. Hier wird sich das E-Auto fraglos durchsetzen.
    Im ländlichen Raum sieht das aber ganz anders aus. Hier hat der Verbrenner seine Vorteile und die gefahrenen Strecken sind mit aktuellen E-Autos weniger kompatibel. Das Stromnetz ist in ländlichen Regionen einfach nicht belastbar genug für die E-Mobilität und ein flächendeckender Ausbau für die wenigen Einwohner zu teuer.
    In den Städten werden mMn auch die Behörden strenger regulieren, sodass der E-Auto Anteil hier zunimmt.
    In 2030 werden wir mMn eine Koexistenz von beidem erleben. Der Markt ist auch groß genug dafür, dass dann weder Tesla noch BMW Pleite gehen werden. Beide verdienen gutes Geld und werden das auch weiterhin tun.
    Zum Punkt Milliarden für Dividenden: das ist doch für den Betreiber der Geschäftszweck. Gerade bei einem alten Unternehmen. Natürlich schüttet das viel Dividende aus und das ist auch gut so. Nicht alle Unternehmen sind Jung und mit ihnen die Gründer. Das Unternehmen ist aktuell eine Cash Cow und wenn der Eigner das Cash haben will und braucht, dann ist das die Motivation hinter der Unternehmung. Warum denn nicht?
    Nicht jeder mag Jahrzehnte auf eventuelles Cash, dass in einem (glücklichen) Erfolgsfall fließen könnte warten und diese Mengen an Geld verpassen.

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