Arbeitet, bis ihr ins Grab fallt!

In meinen bisherigen Beiträgen zur finanziellen Freiheit und zum Hamsterrad, in dem sich viele befinden, ging es mir darum, euch Anregungen zu geben. Ziel meines heutigen Beitrags soll es hingegen sein, eure Anregungen im Kommentar-Bereich einzusammeln zu einem Plan, den ich demnächst vielleicht umsetzen werde.

In dieser Woche hörte ich zum wiederholten Male am Mittagstisch, wie Kollegen sich darüber beklagten, dass sie bis zum 67. Lebensjahr oder vielleicht sogar noch darüber hinaus arbeiten müssten bis zum vollen Rentenanspruch.

Wie viele von euch beiße auch ich mir in solchen Situationen gern auf die Lippen und halte den Mund. Ich weiß inzwischen, was für Reaktionen kommen, wenn ich sage:

„Nur einer entscheidet, wann ich in Rente gehe – und das bin ich. In den nächsten Jahren werde ich einen Kapitalstock aufbauen, der es mir ermöglichen wird (sofern ich Lust darauf habe), schon in meinen 40ern oder frühen 50ern den Ruhestand zu beginnen. Die gesetzliche Rente, die dann irgendwann oben drauf kommt, ist für mich ein nice-to-have.“

Die Klagelieder der Kollegen sind auch insofern unverständlich für mich, als dass es sich nicht um schlecht bezahlte Bauarbeiter handelt, sondern um studierte Menschen mit Schreibtischjobs, die erheblich mehr verdienen als der Durchschnittsdeutsche und die gerade einmal 30 bis 50 Jahre jung sind.

Gerald Hörhan (Autor des Buchs „Warum ihr schuftet und wir reich werden“) sagt: „ Am Anfang hieß es Sklavendienst. Danach nannte man es Frondienst. Jetzt heißt es Schuldendienst. Sklavendienst funktionierte mit Ketten, Frondienst mit Abhängigkeit, Schuldendienst funktioniert durch mangelnde ökonomische Bildung.“

Robert Kiyosaki (Autor von „Rich Dad Poor Dad“) formuliert es so: „Ein Mensch kann gut ausgebildet, beruflich erfolgreich und dennoch finanziell ungebildet sein. Solche Menschen arbeiten oft mehr, als sie müssen, weil sie gelernt haben, wie man schwer arbeitet, aber nicht, wie sie ihr Geld für sich arbeiten lassen.“

Tim Schäfer schreibt häufig, dass der demografische Wandel in Kombination mit Unwissen und Konsumwahnsinn dazu führen wird, dass viele Menschen arbeiten werden, bis sie ins Grab fallen.

Für mich ist es schwer nachzuvollziehen, warum sich das Modell „40-Stunden-Woche bis zum Renteneintritt“ so großer Beliebtheit erfreut. Ich würde vermutlich in eine tiefe Depression stürzen, wenn ich schlagartig von 40 Wochenstunden auf 0 Wochenstunden reduzieren würde.

Wochenstunden normal

Warum sollte man sich nicht Zwischenstufen einbauen?

Wochenstunden alternativ

Das ist vermutlich mit dem Lebenswandel der meisten Mittelständler (alle 3 Jahre ein Neuwagen; Eigenheimfinanzierung mit max. 10% Eigenkapital; zweimal im Jahr in die Südsee) nicht kompatibel. Dann schalte ich allerdings in Diskussionen auf taub, wenn unter Gutverdienern über das hohe Renteneintrittsalter gejammert wird.

Nebenbei bemerkt: Auch wenn alle Bundestagsparteien dies im jüngsten Wahlkampf ausgeschlossen haben: Die Rente mit 70 (und weiter aufsteigend) wird kommen – das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich wollte euch etwas fragen. In den letzten Tagen und Wochen dachte ich verstärkt darüber nach, mit meinem Vorgesetzten über eine Reduzierung meiner Arbeitszeit von 5 auf 4 Tage pro Woche zu sprechen, was andere Kollegen, die sich ebenfalls in ihren 30er Jahren befinden, bereits erfolgreich umgesetzt haben.

Paradies

Die entscheidende Frage, die ich mir stellen muss: Was würde ich mit dem zusätzlichen Tag Freizeit pro Woche anfangen?

  • Würde ich auf der Couch liegen und Serien gucken?
  • Würde ich Sport treiben?
  • Würde ich die verlängerten Wochenenden zur Erholung auf Kurztrips nutzen, um mehr von Deutschland und den Nachbarländern zu erkunden?
  • Würde ich meine Fähigkeiten zu Unternehmensanalyse und Vermögensaufbau ausbauen und kommerzialisieren?
  • Würde ich ein Buch schreiben?

Bei diesen Fragen kann mir niemand helfen, aber sicher bei der Vervollständigung der Vor- und Nachteile einer Reduzierung von 5 auf 4 Tage. Spontan würde ich folgendes auflisten.

Vorteile

  • mehr Zeit für andere Dinge
  • Möglicherweise finde ich heraus, dass mir eine andere (kommerzielle) Tätigkeit (bloggen, Vermögensberatung) mehr Spaß macht als mein aktueller Job. [Das soll nicht heißen, dass mir mein jetziger Job keine Freude bereitet, ganz im Gegenteil: Ich liebe ihn!]
  • höherer Netto-Stundenlohn (durch geringeren Steuersatz)

Nachteile

  • 20% geringeres Bruttogehalt
  • geringerer Rentenanspruch durch weniger Rentenpunkte
  • späterer Renteneintritt (da ich zuvor weniger Aktien kaufen könnte)
  • weniger Kapital für mögliche spätere Ziele wie das Auswandern in die Schweiz oder USA

Die Nachteile sind nicht ganz ohne.

Der um 20% geringere Urlaubsanspruch dürfte kein Faktor sein, da ich ja z.B. für einen 2-Wochen-Urlaub dann auch nur 8 Urlaubstage nehmen muss statt 10.

Eine interessante Frage würde auch sein: Würden meine Arbeitstage entspannter werden (dadurch dass ich mehr Erholung habe) oder stressiger (dadurch dass ich weniger Zeit für ggf. dasselbe Arbeitspensum hätte).

Ihr seht: Es ist keine leichte Entscheidung und darum bitte ich euch nun um eure Meinung!

Eines ist klar: Meine Ausgaben würde die Entscheidung in keinster Weise beeinflussen, da meine Sparquote zwischen 45 und 50% liegt.

Die Überschrift des Beitrags ist übrigens auf Tim Schäfers Prognose bezogen und soll an diejenigen gerichtet sein, die heute zwischen 35 und 55 Jahre alt sind und keinerlei Rücklagen fürs Alter bilden, obwohl sie es könnten – und die blind darauf vertrauen, dass die Steuerzahler sie schon irgendwie über Wasser halten werden, sobald sie den Ruhestand antreten wollen.

 

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33 Gedanken zu „Arbeitet, bis ihr ins Grab fallt!

  1. Hallo Stefan,
    Es handelt sich in der Tat um eine nicht schwarz/weiss beantwortbare Frage. Wesentliches Problem ist, dass in der Vermögensaufbauphase das zurückfahren der Arbeitszeit und der damit einhergehende Einkommensverlust zu einer Verlängerung der Aufbauphase führt. Letztlich bedeutet das, dass der Zeitpunkt des Erreichens der finanziellen Freiheit nach hinten geschoben wird.
    Ich neige daher dazu, auf volle Fahrt voraus (=100% Arbeitszeit) zu gehen und maximal anzusparen/zu investieren. Sobald die finanzielle Freiheit erreich ist, kann dan justiert werden, wie man will. Diese Freiheit sollte eben so früh wie möglich ausgeübt werden.
    Die Gleichung würde ich nur dann verändern, wenn Du profitable Nebentätigkeiten fördern kannst, die letztlich erlauben, schneller finanziell frei zu werden.
    Hope that makes sense!
    Viele Grüße
    MFF

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  2. Darf ich fragen warum du in die Schweiz auswandern möchtest? USA kann ich noch verstehen, aber die Schweiz ist doch einfach nur ein Vielfaches teuer (als zum Beispiel Österreich)?

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  3. Hier ein weiterer Gedankenansatz/-anreiz. Um bei Robert Kiyosaki zu bleiben betont er auch in seinen Büchern, dass man sich stetig zu erst bezahlen sollte und nicht die Anderen. Und, dass man es schaffen sollte erst in Vermögenswerte zu investieren und dann Steuern zu zahlen. Nun kann man in Deutschland dies auf eine gewisse Art umsetzen. Reduzierung der Arbeitszeit und nebenher arbeiten auf 450,- Euro-Basis.

    Vorteile: – man hat die gleiche Gesamtarbeitszeit wie vorher mit 100% auch
    – der Arbeitgeber des 450 Euro Jobs zahlt den Pflichtbeitrag in die Rentenversicherung
    – mehr Netto beim Arbeitnehmer, die zum investieren genutzt werden können
    – mann kann (durch den 450 Euro Job) in andere Branchen reinschnuppern und sich so
    auf eine gewisse Art, mehr oder minder, weiterbilden

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  4. Hi Stefan,
    ich habe im Sommer intern die Stelle gewechselt. Mein Chef meinte, dass mich diese Stelle nicht 100%-ig auslasten würde und ich deswegen weiterhin Projektleitung übernehmen müsste. Ich entgegnete darauf hin: Wenn mich die Stelle nicht auslastet, reduziere ich gerne die Stunden. Für mich würde das heißen, dass ich wieder mehr Freizeit hätte und auch mehr Zeit mit meinem Freund verbringen könnte. Ich habe nicht mal den Anspruch, dass diese Zeit super produktiv sein muss. Ich denke eher, dass man im Hauptjob entspannter ist, wenn man nicht noch privaten Stress hat. Privaten Stress lässt sich durch mehr Freizeit vermeiden. Ich komme im Schnitt nur alle 2 Wochen zum Wäsche waschen, meine Putzmittel halten vermutlich noch 10 Jahre und meine Steuererklärung von 2015 ist immer noch offen. Habe mir z.B. nun einen Hausarzt gesucht, der schon um 6 Uhr aufmacht, damit ich vor der Arbeit dort hingehen kann. Alleine so Sachen wie Handwerker, Wasser ablesen sind für mich super unpassend, da natürlich alles während der regulären Arbeitszeiten abgebildet werden muss. Meistens ist mein Freund daheim, da er auch von zuhause arbeiten kann. Deswegen würde ich sagen: Wenn du die Möglichkeit hast, zu reduzieren: Mach’s. Du bekommst die Zeit gefüllt.

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  5. Hallo,

    bei welchem Vermögen je Einzelperson kann man aus eurer Sicht auf eine 4 Tage Arbeitswoche gehen?
    Ich denke die Frage ist sogar schwieriger zu beantworten als die Frage nach Höhe des Vermögens für eine komplette finanzielle Freiheit.
    Jedes Zurückfahren der Arbeitsleistung führt doch wirklich zu einer Verzögerung der kompletten Freiheit ausser man strebt diese gar nicht direkt an. Das heisst nicht das es dann nicht doch noch dazu kommen kann. Nicht jeder möchte komplett ohne Arbeit und den oftmals damit verbundenen gesellschaftlichen Kontakten sein. Zudem entpuppt sich nicht jeder privat als Entrepreneur der als Autor oder freier Programmierer sogar noch mehr verdient als ein Angestellter.

    Viele Grüsse
    Ruben

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    • Interessante Frage. Wenn man bei einer 4 Tage Woche dann EUR 500,- im Monat weniger verdient, dann bräuchte man halt EUR 500,- passives Einkommen im Monat um das wieder auszugleichen 😉
      Aber es ist schon richtig, nicht jeder peilt die komplette fin. Freiheit an bzw. nicht jeder kann es vor Eintritt ins reguläre Rentenalter auch schaffen finanziell frei zu werden, von daher ist eine Reduzierung der Arbeitszeit schon sehr sinnvoll. So habe ich das zumindest mal vor…

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  6. Mir wären die genannten Nachteilen egal: Was hast du mit der Rente zutun? Ich hab eh vor, diesen Punkt gar nicht zu berücksichtigen. Du hast nämlich Recht, man entscheidet selber, wann man in „Rente“ geht. Am liebsten wäre es mir, gar nicht in die Versicherung einzuzahlen und mich 100% selbst um Altersvorsorge zu kümmern. Ich finde es ohnehin mega komisch, dass man sich so daran fesselt und unfassbar, wie man das Leben danach ausrichtet, als wäre es gottgegeben. Vor allem, wie du mal bei Facebook schriebst, vielleicht gibt es die BRD in 20-30 Jahren nicht mehr? Wer weiß das schon. Also ich würde den Punkt behandeln, als gäbe es ihn nicht.
    Das Auswandern: Meine Schwester+Schwager sind nach UK ausgewandert und deren finanzielle Situation sieht so aus wie bei allen anderen „Normalos“ ohne Investments. An was für ein Kapitalstock dachtest du denn? Ich glaube, mit 100k+ in der Tasche brauchst du dir da wirklich keine Gedanken machen. Was präferierst du eigentlich: USA oder Schweiz? Das würde mich interessieren 🙂

    Die Entscheidung, ob du 1 Tag einsparst oder nicht, ist schwierig. Vielleicht wäre es besser, Vollzeit weiterzuarbeiten, wenn du damit früher fertig bist. Ich habe nämlich Folgendes im Studium erfahren: Ob ich 2 oder 3 Module im Semester gemacht hab, hatte für die gefühlte Leistungserbringung keinen Unterschied gemacht. Mit 3 Moduln bin ich aber deutlich schneller fertig. In der Ansparphase würde ich auf jeden Fall Vollzeit arbeiten. Sobald die Sparquote nicht mehr das tragende Gestütz ist (das sollte doch so ab 100k sein, oder?) , kann man eigentlich auch kürzer treten, wegen dem Zinseszins. Das hängt aber davon ab, wo du hinwillst!

    LG

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    • Die Schweiz als erstes Ziel wäre vermutlich nicht ganz so ein Kulturschock wie die USA 😀

      Von Alleringersleben über Magdeburg und Berlin in die Schweiz und abschließend nach Kalifornien oder Florida – das wäre doch was! 🙂

      Ich habe mich aber noch nicht näher mit dem Thema Auswandern beschäftigt.

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  7. hallo Stefan,
    besteht die Möglichkeit das mal für 6 Monate auszuprobieren und dann zu entscheiden? Ich arbeite 90% (Schichtdienst) und bin 59, ich könnte mein Pensum problemlos weiter reduzieren und wieder aufstocken bei Bedarf, vorausgesetzt der Stellenplan ist nicht überzogen, was er selten ist.

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    • Hi Annabella,

      ich könnte mir vorstellen, dass so eine Rolle rückwärts bei uns möglich ist.

      Was großartig ist: Ich hätte auch die Möglichkeit, ein Sabbatical zu nehmen, z.B. für 3 Monate. Dann würde ich 6 Monate lang ein halbes Gehalt bekommen und müsste in den letzten 3 dieser 6 Monate nicht arbeiten (wäre aber selbstverständlich krankenversichert usw). Toll, wenn man eine Auszeit nehmen will z.B. für eine längere Reise.

      Viele Grüße,
      Stefan

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  8. Der alternative Verlauf der Wochenarbeitszeit entspricht ungefähr meiner Vorstellung. Der erste Schritt ist bereits getan. Ich genieße es sehr, freue mich auf die weiteren Reduzierungen der Arbeitszeit. Von 100% direkt 0 % war für mich auch keine Option.
    Viele Grüße
    Mr. B

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  9. Sollte man in so jungen Jahren nicht eher an Familiengründung als an Teilzeit und Rente denken, vielleicht (darauf scheint überhaupt keiner mehr zu kommen) auch an Karriere ? Mag sein, dass für Singles dir midlife Krise schon Mitte 30 beginnt, während ein Familienvater (oder -Mutter) da die zweite Stufe zündet und Kohle ranschafft für Nachwuchs, Wohneigentum usw. — nix mit kürzer treten, sondern maximaler Einsatz.

    Nun ja, die Zeiten ändern sich.

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    • Hi Felix,

      schließt das eine (Stundenreduzierung) das andere (Familiengründung) aus?

      Wie hier im Blog berichtet, habe ich mein Vermögen in 3 Jahren verzehnfacht und mein Bruttogehalt in 4,5 Jahren um 133% erhöht.
      https://stefansboersenblog.com/2017/08/13/vermoegensaufbau/
      Ich denke, mangelnder Einsatz sieht anders aus 😉

      Viele Grüße,
      Stefan

      PS: Karriere heißt in meinen Augen nicht automatisch „Angestellten-Karriere“. Ich kann den zusätzlichen Tag auch für den Aufbau eines Geschäfts nutzen.
      Du hast Recht: Die Zeiten ändern sich. Das Internet und der Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft haben es uns erleichtert, neben dem Job als Angestellter, Arbeiter oder Beamter ein zweites Standbein aufzubauen, das vielleicht irgendwann zum ersten Standbein wird.

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  10. Es ist möglich seine stunden zu reduzieren, wenn ich nebenbei noch ein standbein habe. Anonsten wird es für mich schon hart,wenn ich 20 Prozent weniger verdiene. Aber je mehr Erfolg ich habe, desto weniger Kraft muss ich in meine Arbeit reinstecken und den Chef sehen müssen.

    Stimmst du mir da zu. Du hast selber gesagt, das eine Aktieninvestion weniger möglich ist, wenn ich weniger verdiene. Ich habe keine Lust bis 70 zu arbeiten in einer Arbeit die mich nicht erfüllt, das geht jedem so 😉

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  11. Der Verfasser dieses Artikels ist ein selbstgefälliges A………h. Du hast nie richtig gearbeitet, keine Exisrenzängste kennengelernt. Otto Normalo kann gar keinen ´´Kaptialstock“ aufbauen. Von was denn? Gehe mal ein Jahr dich als Zeitarbeiter verdingen. Dann weist du, wie es dem einfachen Menschen in diesem, von Arroganz diktierten und regierten Land, geht.

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    • Du kannst noch eine ganze Menge lernen. Das empfehle ich dir dringend. Meine Frau (Erzieherin) und ich (freiberuflicher Lehrer) – also keine Großverdiener – arbeiten zusammen 55 Stunden die Woche. Wir haben drei Kinder und sparen trotzdem 40% unseres Einkommens.

      Wo ein Wille ist, da ist ein Weg. Fernseher abschaffen und viele, viele Bücher lesen, um zu lernen, sich zu entwickeln und neue Wege einzuschlagen.
      Die Bücher gibt es kostenlos in der Bibliothek auszuleihen.

      Und deine Ausdrucksweise läßt erahnen, dass da noch viel Raum für Entwicklung ist. Du wirfst Stefan vor, er solle erst mal richtig arbeiten???

      Jeder Otto Normalo kann einen Kapitalstock aufbauen!!!
      Für den Anfang empfehle ich „Der reichste Mann von Babylon“.
      Kinderleicht erklärt. Das haben auch meine Kids verstanden.

      Poste doch mal deine Monatsausgaben und die Gemeinschaft hier gibt dir wertvolle Hinweise, wie du einen Kapitalstock aufbauen kannst. Einsicht und Veränderungswillen vorausgesetzt.

      Einen sachlichen Austausch können wir gerne pflegen. Darf auch kontrovers sein. Solltest du aber nur beleidigend um dich wüten, werde ich nicht antworten.

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    • Sofern du jeden Monat dein Internet bezahlen kannst, kannst du auch 25 EUR sparen. Solange Du 25 EUR im Monat sparen kannst, kannst Du auch einen Kapitalstock aufbauen.

      Ich bin ein wenig schadenfroh, wenn ich sowas lese, denn gerade diese Menschen, die „Existenzängste“ als etwas Alltägliches und Normales verkaufen wollen, wird es am Härtesten und Schnellsten treffen.

      Die Deutschen werden es vielleicht nie lernen. Gewöhnt an autoritäre Strukturen, klammern sie sich an den Staat. Wenn ich mir die Widersprüchlichkeiten ansehe, die in der Bevölkerung herrschen, wird mir vor der Irrationalität Angst und Bange.

      Von daher: Ja, arbeitet („richtig“), bis ihr ins Grab fallt 🙂

      VG

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    • Ja Polizist, lass doch mal die Hosen runter und zeig uns deinen Lebenslauf und deine Einnahmen/Ausgaben!

      Du könntest zB dein Bild „Zeitung“ Abo kündigen oder es unterlassen, Fernseher, Autos und Reisen auf Pump zu kaufen. Oder vielleicht wärst du lieber in der Mietwohnung geblieben anstatt das Eigenheim auf Kante genäht zu finanzieren.

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  12. Du hast uns nach einer persönlichen Meinung gefragt. Die sollst du bekommen. An deiner Stelle würde ich bis 40 weiter durchziehen und den Verdienst in die Börse stecken. Das werden wohl einige 10k Euro sein. Macht für später einen riesen Unterschied.

    Jetzt bist du noch jung und frisch. In einigen Jahren wird auch bei dir – sorry für den Ausdruck – der körperliche Abstieg beginnen. Ich sehe das bei mir und meinem Freundeskreis. Alle um die 40. Wir merken zusehends, dass die Zwanziger vorbei sind 😉 . Da tut ein wenig mehr Ruhe gut.

    Zugegeben, ich habe leicht reden. Als Freiberufler habe ich das Privlieg, mir meine Arbeitszeiten selbst einzuteilen. Seit dem Sommer habe ich meine Projekte so verteilt, dass der Montag frei bleibt. Es ist wunderbar! Ohne Verdiensteinbußen eine 4-Tage-Woche. Super!

    Wer Familienvater (oder -mutter) ist, weiß das zu schätzen. Du möchtest doch bestimmt auch eine Familie gründen? Da lohnt sich das Kürzertreten dann erst richtig (effektives Finanzmanagement vorausgesetzt, aber da bist du super aufgestellt).

    Das mit dem Auswandern wird dann aber ggf. zu Diskussionen führen…. 😉 .

    @ Felix

    Ich vermute, du bist der Felix, der bei Tim Schäfer früher immer mit sehr weisen und wertvollen Ratschlägen zur Börse geglänzt hat. Du hast da sehr große Erfahrung. Schade, dass da nichts mehr kommt. Hast du in den letzten Jahren mehr auf Cash gesetzt oder bist du weiter komplett in der Börse investiert?

    Beim Thema Überfremdung stehen wir uns diametral gegenüber, macht nichts. Auch beim Thema Karriere muss ich bei dir immer schmunzeln. Du hast es richtig erkannt. Wir sind nicht mehr in den 80ern. Junge Menschen geben heute nicht mehr so viel auf Karriere, Status und Konsum. Mein Ziel ist Freiheit. Nicht Karriere. Du hast das große Glück gehabt, die Erfüllung im Job zu finden. Den meisten geht es aber anders.

    Studien zeigen, dass Burnout, Depressionen und psychische Krankheiten durch Arbeistüberlastung zunehmen. Was früher drei Leute erledigt haben, soll heute einer schaffen. Wirrtschaftliche Effiziens eben. Dazu der ganze email, socialmedia-Kram. Sonntags noch ans Telefon, weil mit dem Projekt etwas nicht stimmt oder samstagnacht emails beantworten. Dieses Hamsterrad verliert seine Attraktivität. Das ist so, ja.

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    • @Free

      „In einigen Jahren wird auch bei dir – sorry für den Ausdruck – der körperliche Abstieg beginnen. Ich sehe das bei mir und meinem Freundeskreis. Alle um die 40. Wir merken zusehends, dass die Zwanziger vorbei sind 😉 .“

      Ich bin gerade zwischen einem Lachanfall und Angstzuständen am schwanken… *ggg*

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  13. Ich weiss gar nicht was man noch schreiben soll. Es ist nun mal Tatsache wenn 45 Jahre Einzahlung in die Rentenkasse nicht reicht die Politik versagt hat warum sollen wir bis zum Lebensende Arbeiten🤔 nur das noch mehr verteilt werden kann. Die Jungen Leute tun mir leid die Zahlen und zahlen nur für andere und die Politiker verteilen🤗

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  14. Warum jammerst du rum. 45 Arbeitsjahre reichen, wenn man eine gute Ausbildung hatte und sparsam und fleißig war. Man hatte 45 Arbeitsjahre Zeit, ein wenigstens kleines Vermögen aufzubauen.
    Man hatte von den 45 Jahren mindest die letzten 35 Jahre, um zu sehen, dass die gesetzliche Rente sehr knapp wird. Das viel nicht vom Himmel. Die demograpphische Entwicklung zeichnete sich schon lange ab. Um das zu verstehen, reicht die sauerländische Volksschule, wie einst Müntefering sagte.

    Dieses ständige Schimpfen auf den Staat und das Abwälzen der Eigenverantwortung auf andere ist typisch deutsch.

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