Jungheinrich – mein Top-Pick im Maschinenbau

Im Jahr 2014 begann ich, mich intensiv mit Aktien zu beschäftigen. Jungheinrich hatte ich schon früh auf dem Zettel. Im Sommer 2015 erzielte ich damit Trading-Gewinne, bevor die Aktie dann im August eine der Ersten in meinem Langfrist-Depot wurde. Bis heute habe ich keinen Tag daran gezweifelt, dass diese Entscheidung richtig war.

Jungheinrich ist einer von nur 3 deutschen Werten in meinem Depot, das mittlerweile 12 Einzelwerte umfasst. Dabei habe ich unzählige deutsche Unternehmen analysiert. Was fasziniert mich so am Maschinenbauer aus Hamburg?

Ich besitze Vorzugsaktien des Unternehmens. In der Regel erhält man für Vorzugsaktien eine höhere Dividende, muss jedoch auf sein Stimmrecht verzichten, das denn Inhabern von Stammaktien vorbehalten ist. Die Jungheinrich-Stammaktien gehören zu 100% den Familien der beiden Töchter von Friedrich Jungheinrich, der das Unternehmen im Jahr 1953 gründete.

Als langfristig orientierter Anleger muss man Familienunternehmen einfach lieben, denn die Entscheidungsträger dieser Firmen sind ebenso am langfristigen Erfolg interessiert wie wir.

Jungheinrich ist mittlerweile der weltweit drittgrößte Anbieter im Bereich Flurförderzeuge, Lager- und Materialflusstechnik. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Die Hubwagen sind allererste Sahne. Das Jungheinrich-Produkt „Ameise“ wird sogar als Synonym für Hubwagen benutzt, so wie Tempo für Taschentuch.

Ich weiß noch, wie mein Papa mich mal, als ich noch ein Dreikäsehoch war, auf seinem Schoß einen Gabelstapler fahren/bedienen lassen hat. Das war ein Spaß! Ich glaube, das war einer von Jungheinrich.

Das Geschäft von Jungheinrich besteht aus mehreren Säulen:

  • Flurförderzeuge (Gabelstapler, Hochregalstapler, Schlepper, fahrerlose Transportsysteme)
  • Regalsysteme (von manuell bis vollautomatisch)
  • Intralogistische Gesamtlösungen zur Lagerplanung
  • Dienstleistungen wie Inspektion, Wartung und Reparatur, Fahrerschulungen, Vermietung sowie Aufarbeitung und Verkauf von Gebrauchtgeräten

Dinge also, die tausende Unternehmen auf der ganzen Welt benötigen – heute und auch noch in 30 Jahren.

Ich habe viel über Jungheinrich gelesen, kann mich aber an keine einzige kritische Bemerkung erinnern. Eine grundsolide Firma, die stetig ihre Umsätze und Gewinne steigert und von den Kunden sehr geschätzt wird.

Jungheinrich
Was gibt es zur Aktie zu sagen?

Die Finanzkrise war eine harte Zeit für Jungheinrich-Aktionäre. Vom Hochpunkt zum Tiefpunkt verlor die Aktie 82%. Bei zyklischen Geschäften sind solche Werte in Bärenmärkten nicht ungewöhnlich. Dennoch benötigt man als Anleger starke Nerven.

Ich versuche, mein Depot nur zu etwa einem Drittel mit zyklischen Werten zu bestücken. Ansonsten setze ich auf defensive und neutrale Werte.

Was war nach der Krise? Vom Tief (März 2009) bis zum Hoch (Dezember 2015) legte die Aktie um 1096% zu. Mehr als eintausend Prozent!

Schauen wir uns einen längeren Zeitraum an. In den 14 Jahren von Ende 2001 bis Ende 2015 stieg die Aktie um 833%. Hinzu gekommen wäre ein dicker Batzen an Dividenden, wäre man investiert gewesen. Das KGV liegt derzeit bei 16.

Vor einer Woche wurde verkündet, wie erfolgreich das letzte Geschäftsjahr gelaufen ist. Umsatz und operativer Gewinn wurden um 10% im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Der Umsatz betrug 2,75 Milliarden Euro. Die Mitarbeiterzahl stieg auf 14.000. Die Dividende wird um 14% erhöht.

Ich halte meine Jungheinrich-Aktien erst etwas mehr als 6 Monate. Seitdem ist der Wert bereits um 24% gestiegen.

Als Aktionär eines solch soliden Familienunternehmens, das in seinem Bereich weltweit zu den Top 3 gehört und dessen Produkte und Dienstleistungen auch in 30 Jahren noch von tausenden Unternehmen benötigt werden, kann ich ruhig schlafen.

In diesen beiden Artikeln werden meine Kriterien für die Auswahl eines Unternehmens klar:

Zusammenstellung eines Depots

Tolle Unternehmen – und warum ich ihre Aktien (noch) nicht kaufe

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7 Gedanken zu „Jungheinrich – mein Top-Pick im Maschinenbau

  1. Pingback: Gedanken zum Portfolio (Teil 2) | Stefans Börsenblog

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