Don’t look back in anger

Vor zwei Jahren habe ich die Airbus-Aktie zum Kurs von knapp 53€ aus meinem Portfolio entfernt. Heute steht sie bei 98€. Ich habe eine Performance von 85% verpasst, zzgl. entgangener Dividenden.

Normalerweise sehe ich es wie die beiden Herren von Oasis. Don’t look back in anger. Heute war mir allerdings langweilig genug, dass ich mir die Performance der Aktien angesehen habe, die ich 2016 und 2017 verkauft habe.

7 der 9 aufgelösten Positionen haben den S&P 500 im jeweiligen Zeitraum (seit Verkauf) underperformt. Insgesamt liegt die Performance dieser 9 Unternehmen satte 16 Prozentpunkte unter der des S&P 500.

Die nackten Zahlen sprechen also für mich. Doch auch ohne diese Information war ich froh, die Beteiligungen an diesen Unternehmen, von deren Zukunft ich nicht mehr hinreichend überzeugt bin, mit mir herumzuschleppen. Kurzfristige Zahlenspielerei ist egal.

Detaillierte Informationen darüber, wie ich über Verkaufsentscheidungen denke, findet ihr hier und hier.

Dass ich dabei sehr viel ruhiger geworden bin, seht ihr in der Grafik.

 

Warren Buffett sagte einmal in seiner unnachahmlichen Art: „I bought a company in the mid-’90s called Dexter Shoe and paid $400 million for it. And it went to zero. And I gave about $400 million worth of Berkshire stock, which is probably now worth $400 billion. But I’ve made lots of dumb decisions. That’s part of the game.“

Bezug nehmend auf den Titel des Beitrags sage ich euch: Ärgert euch nicht über verpasste Renditen! Nehmt euch ein Beispiel an dem Weltfußballer und Philosophen Lothar Matthäus, der einst sagte: „I look not back. I look in front.“ 😉

 

Gestern habe ich erstmals nach 15 Monaten wieder  eine Aktie  ein Unternehmen aus meinem Depot entfernt. Es erwischte Nestlé. Zwei Gründe spielten dabei eine Rolle.

  • Ich glaube nicht mehr daran, mit diesem Unternehmen eine Überrendite gegenüber alternativen Investments erzielen zu können.
  • Auch wenn Ulf Schneider in den ersten anderthalb Jahren als Vorstandsvorsitzender vieles richtig gemacht hat, möchte ich ein Unternehmen, über das mein Umfeld im linksgrünen Friedrichshain permanent herzieht, nicht im Depot haben. Sei es der Müll der Nespresso-Pads, der Zucker in den Lebensmitteln oder die Brunnen in Afrika. Die Hofreiters, Roths, Künasts, Baerbocks und Göring-Eckardts dieser Welt scharen immer mehr Gläubige um sich und ihre Sekte. Und ich bin mir nicht sicher, ob das Dickschiff Nestlé das Ruder rechtzeitig herumgerissen bekommt.

Wenn ich mich über Wochen hinweg immer wieder frage, ob ich mich von dem Unternehmen XY trennen soll, dann ziehe ich die Reißleine.

Drei Unternehmen kommen für eine Re-Investition infrage: Alphabet, Berkshire sowie eine dritte Firma, deren Namen ich im Rahmen einer ausführlichen Unternehmens- und Branchenanalyse veröffentlichen würde.

 

Ich bin heute etwas schreibfaul. Dafür teile ich abschließend ein paar tolle Grafiken mit euch, die ich in den letzten Monaten gesammelt habe und die in meinen bisherigen 193 Blogbeiträgen noch nicht aufgetaucht sind. Garniert habe ich die Bilder mit passenden Zitaten von Warren Buffett. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

 

“Over the long term, the stock market news will be good. In the 20th century, the United States endured two world wars and other traumatic and expensive military conflicts; the Depression; a dozen or so recessions and financial panics; oil shocks; a fly epidemic; and the resignation of a disgraced president. Yet the Dow rose from 66 to 11,497.“

 

„For 240 years it’s been a terrible mistake to bet against America, and now is no time to start. America’s golden goose of commerce and innovation will continue to lay more and larger eggs. America’s social security promises will be honored and perhaps made more generous. And, yes, America’s kids will live far better than their parents did.“

 

„Predicting rain doesn’t count. Building arks does.”

 

„Probably half the time in my adult life, I’ve had a president other than the one I voted for. But that has never taken me out of stocks.“

 

“Calling someone who trades actively in the market an investor is like calling someone who repeatedly engages in one-night stands a romantic.”

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2 Gedanken zu „Don’t look back in anger

  1. Wir haben viele Überschneidungen im Depot (NKE, DIS, JNJ, SBUX,VFC). Über Nestle brüte ich auch schon einige Zeit, ich finde den eingeschlagenen Kurs der Fokussierung aber gut und richtig. Dazu wird das Marktumfeld stürmischer und da hilft m.E. so ein Anker. Selbst PG kommt zuletzt wieder mit +20 %. Die hatte ich wiederum entfernt, aus ähnlichen Gründen wie du sie bei Nestle genannt hat (Wachtum fraglich).

    Ich werde jetzt wohl VF verscheuern. Mich überzeugt die Spin-Off-Geschichte nicht. Noch dazu die fraglichen Folgen bzgl. Steuern. Am Freitag mit -11 %. Denke da gehts jetzt ohnehin erstmal abwärts. Dann kann ich den Rest der (üppigen!) Gewinne am Montag lieber einstreichen. Wie gedenkst du bzgl. VFC zu verfahren?

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