Warum ich 2018 glücklicher bin als jemals zuvor

Vor ca. acht Jahren sagte unser damaliger Dozent in einer Vorlesung, im Alter von 33 Jahren sind die Menschen am glücklichsten. In der Regel (!) …

  • hat man den Partner und die Freunde fürs Leben gefunden
  • sind die Eltern noch gesund und munter, man zofft sich längst nicht mehr mit ihnen
  • sind die Kinder in einem für Eltern angenehmen Alter (keine Babys mehr, aber auch noch nicht in der Pubertät)
  • ist man wohlhabender als im Studium bzw. der Ausbildung

Ich bin nun 32 Jahre jung und habe zuletzt immer wieder darüber nachgedacht, wo ich im Leben stehe. Bin ich zufriedener als vor vier, acht, zwölf Jahren?

Mein Fazit ist, es geht mir besser als je zuvor. Darüber möchte ich heute berichten.

 

Freunde

Ich habe in den letzten Jahren mehrere Freundschaften beendet, die mich runtergezogen haben. Das hat mir verdammt gut getan.

Anstatt Freundschaften aufrecht zu erhalten, die mir nicht gut tun, habe ich mich voll auf drei enge Freundschaften konzentriert, die das Potential haben, ein Leben lang zu halten, und die mir alles bedeuten.

Daneben habe ich einige „Interessengemeinschaften“ aufgebaut mit Menschen, die dieselben Interessen teilen wie ich. Dazu zähle ich zum Beispiel meinen Reisekumpel mit dem ich zuletzt dreimal um die Welt geflogen bin, meine Tennispartnerin, einen Blogleser mit dem ich mich schon mindestens zehnmal getroffen habe, dazu jemanden mit dem ich leidenschaftlich über Politik philosophiere sowie die Kollegen mit denen ich mich wöchentlich zum Feierabendbier treffe.

 

Eltern

Meine Eltern besuche ich drei- bis viermal im Jahr und sie kommen ein- bis zweimal pro Jahr nach Berlin. Wir sehen uns also alle zweieinhalb Monate. Das ist ein Zeitintervall, in dem man sich nicht aus den Augen verliert, aber auch nicht auf den Sack geht 😉

Wenn wir uns sehen, ist es also immer sehr harmonisch.

 

Hobbies

Wenn mich nicht alles täuscht, dann habe ich es zwischen 2003 und 2012 tatsächlich fertig gebracht, kein einziges Mal im Ausland gewesen zu sein. Da darf ich gar nicht länger drüber nachdenken, was ich in dieser Zeit alles versäumt habe. Das war ein tolles Alter zum Reisen und eine lange Zeit.

Die Zeiten haben sich gewandelt, Gott sei Dank.

  • 2013 verbrachte ich über Silvester eine Woche lang mit ca. 20 Leuten in einer Villa an der polnischen Grenze.
  • 2015 war ich in Schweden.
  • 2016 ging es an den Golf von Neapel.
  • 2017 folgte Kalifornien,
  • 2018 New York,
  • für 2019 stehen die österreichischen Alpen weit oben auf meiner Wunschliste. Dort war ich 1997 zuletzt. Es wird mal wieder Zeit!

 

Ein weiteres Hobby, in dem ich die letzten Jahre so richtig aufgehe, ist das Bloggen. Du liest gerade meinen 195. Artikel. So weit kommen nicht viele Blogger.

Als ich vor drei Jahren online gegangen bin, hätte ich nicht im Traum daran daran geglaubt, einmal 391.858 Klicks zu erzielen von 137.249 Besuchern, die 1.928 Kommentare hinterlassen.

Mit meinem Finanzblog einher geht natürlich das Investieren in Unternehmen, was mir wahnsinnig viel Freude bereitet und das wird es sehr wahrscheinlich bis an mein Lebensende, anders als die meisten anderen Hobbies.

 

Vom Fußball (spielen & gucken & auf dem Computer zocken) hab ich mich dagegen fast komplett verabschiedet. Zwischen 1995 und 2008 war das noch mein Hobby Nummer Eins, seitdem geht es mehr und mehr gegen Null. Das einzige, was mich immer noch vom Hocker haut, sind die Champions League K.O.-Spiele des FC Bayern gegen die großen Rivalen aus Spanien, England und Italien.

 

Tennis hat mich dagegen wieder zurückgeholt. In meinen letzten vier Schuljahren (2002 bis 2005) verbrachte ich den Sommer mit meinem damaligen besten Kumpel auf dem Tennisplatz.

Dann pausierte ich jahrelang, spiele aber seit 2016 wieder regelmäßig sowohl im Sommer als auch im Winter. Das kann ich nur jedem wärmstens empfehlen. Kompliziert zu erlernen, macht aber wahnsinnig Spaß. Ich glaube, am besten gefällt mir, dass man zu 70% mit dem Körper und zu 30% mit dem Kopf spielt. Mein Erfolg auf dem Platz hängt zu großen Teilen auch davon ab, mit welcher Einstellung ich in den nächsten Punkt gehe, und was mir nebenbei noch im Kopf herumschwirrt. Toll!

Mein letztes Hobby – ebenfalls erst in den letzten Jahren hinzugekommen – ist die Politik. Hier informiere ich mich täglich und bringe meine Meinung in den sozialen Medien unter die Leute – mit gemischten Reaktionen 😀

 

Durch mein gesteigertes politisches Interesse und meine beiden USA-Trips ist mir zudem klar geworden, dass ich vom Kopf her schon immer mehr US-Amerikaner als Deutscher war.

 

 

Serien schaue ich seit ein paar Jahren auch sehr, sehr gern. Geht das als Hobby durch?

Ach ja: Nachdem ich jahrelang kein einziges Buch gelesen hatte, waren es 13 Bücher in den letzten 3 Jahren.

 

Finanzen

Meinen finanziellen Erfolg der letzten Jahre hätte ich mir in meinen schönsten Träumen nicht ausmalen können.

 

Job

Ich kann mir keinen besseren Arbeitgeber vorstellen als den, bei dem ich seit 2014 angestellt bin.

 

Und sonst so?

Freunde, Eltern, Gesundheit, Hobbies, Job, Finanzen – alles läuft wie geschmiert.

Was fehlt? Richtig: Die Frau fürs Leben fehlt noch zur Perfektion. Aber ich hab ja erst ein Drittel meines Lebens hinter mir 😉

 

Abschließend noch ein passendes Bild dazu, was man in welchem Lebensabschnitt besitzt oder eben nicht.

 

Dem begegne ich, indem ich ab Dezember nur noch 4 Tage (à 8 Stunden) pro Woche arbeiten werde.

 

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12 Gedanken zu „Warum ich 2018 glücklicher bin als jemals zuvor

  1. Hey Stefan!

    Das läuft ja wie geschmiert bei dir 😀 Ich bin jetzt 27 und habe mir auch Gedanken darüber gemacht, wie es so weitergeht und wie ich mit dem Thema „Altern“ umgehen soll (es ist ja doch unvermeidlich…). Man sagt ja, gerade die Jugendlichen und frühen Erwachsnen hätten die schönste Zeit, aber ich glaube, das stimmt nicht. Tatsächlich ist es wirklich vielleicht so, dass es jedes Jahr (oder mit den Jahren …) schöner wird: Ich war mit 20 wirklich dumm, aber es wird mit den Jahren immer besser, weil man weiser wird und mehr Erfahrungswerte hat. Ich würde mich in vielen Dingen überhaupt nicht mehr so wie vor 7 Jahren verhalten, Gott bewahre und das ist wirklich ein Segen. In anderen Dingen muss ich noch lernen, aber kommen die Jahre, kommt die Weisheit und ich denke, man kann alles erreichen, was man möchte. Am Besten wäre es natürlich, mit all dem weisen Wissen in einen jugendlichen Körper zu schlüpfen 😀 Aber das wird nie möglich sein.

    Für die Partnerin habe ich einen Tipp: Achte darauf, dass sie dir im Wesen (Charakter, …) recht ähnlich ist* und dass ihr Spaß zusammen habt (gemeinsam lachen und albern). Der letzte Punkt wird gerne übersehen, ist aber immens wichtig, finde ich. Menschen in seinem Leben zu haben, mit denen man sich unendlich wohl fühlt, ist unbezahlbar.

    LG
    Anna

    * Also ich meine nicht, dass es nicht auch Meinungsverschiedenheiten geben muss 😀 Ohne wäre ja auch außerordentlich langweilig. Aber ich meine so von den Grundzügen her. Gute Indizien sind:
    – du kannst albern/kindisch sein und dich verletzlich zeigen, ohne dass dir das unangenehm wäre
    – du kannst sehr viel Zeit mit der Person verbringen, ohne dass es unangenehm wird.
    Ich habe mal eine Bekannte gefragt, (die schon mehr als 10 Jahre verheiratet ist), woran sie gemerkt hat, dass ihr Mann der Richtige ist: Sie sagte, sie merkte es, weil er der Einzige war, der nicht nervte, wenn sie dauernd mit ihm Zeit verbrachte, haha 😀 😀 Ich finde, das trifft den Nagel (völlig unromantisch) auf den Kopf ^^

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    • Haha 😀 Das mit dem Nerven kann ich gut nachvollziehen.. ich fand’s als Single erdrückend, wie „romantisch“ manche Paare sind: Gedichte/Briefe schreiben, Schmuck-Geschenke.. aneinander kleben etc. Mein Freund war der erste Junge, der in meinen Augen „normal“ war und den ich umso toller fand, je mehr ich ihn kennen lernte. Mein Freund und ich sagen oft: „Wir sind zusammen, weil wir keinen Besseren gefunden haben.“

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  2. Hallo Stefan,

    die Aussage Deines ehemaligen Dozenten finde ich sehr interessant. Hätte so spontan eher erwartet, dass man mit Anfang oder Mitte 20 am glücklichsten ist.
    Freut mich aber natürlich, dann habe ich das Schönste ja noch vor mir. 😉

    Und Glückwunsch natürlich zum stetig anwachsenden Vermögen!

    Grüße
    Dominik

    Gefällt 1 Person

  3. Huhu Stefan,
    das ist mal eine positive Bilanz! 🙂 Als Kind wird man sehr durch Umfeld & Gesellschaft geprägt. In den 20ern muss man sich erst mal selbst kennen lernen und Lebensziele nachjustieren. Ich persönlich war kurz nach dem Studium am glücklichsten: Keine Prüfungen mehr und die Welt stand mir offen. Seit der Krebserkrankung von meinem Vater lebt es sich nicht mehr so sorgenfrei. Ich versuche mich an die schönen Momente zu klammern, wie z.B. die Geburt meiner kleinen Nichte vor 3 Wochen.

    Den richtigen Partner zu finden, ist nicht so leicht. Aber je mehr man sich unters Volk mischt und neue Leute kennen lernt, desto wahrscheinlicher ist es, dass eine ums Eck kommt und sagt: „Da bist du ja endlich, ich hab dich schon eine Weile gesucht!“

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  4. Hallo Stefan,

    erkenne mich hier in einigem wieder und verfolge deinen Blog schon eine Weile.

    Partnerin finden ist schwer wenn man arbeitet. Im Studium sind einem ständig spannende Menschen über den Weg gelaufen. Heute ist es schon ein Wunder wenn man mal jemand findet der sich schon selbstständig die Schuhe zubinden kann…

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  5. Glückwunsch zu deinem Lebensglück und alles Gute für die weitere Zukunft! 🙂
    Schön zu hören!

    Bei mir läuft es ähnlich gut, habe sogar schon meine Traumfrau gefunden und einen gesunden Sohn bekommen. Sohn Nr. 2 kommt bald, im Januar 2019 ist der Termin. 😀

    Viele Grüße
    Benjamin

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