Der Unterschied zwischen Greta Thunberg und Roya Saghiri

Die 24-jährige Studentin Roya Saghiri demonstrierte im Dezember 2017 im iranischen Täbris friedlich gegen die schlechte wirtschaftliche Lage sowie die Einschränkungen der Freiheit (u.a. Kopftuchzwang) durch das religiöse Regime.

Die junge Frau war eine von Tausenden, die zu dieser Zeit festgenommen wurden. Gegen Roya wurde im März 2018 eine 23-monatige Gefängnisstrafe verhängt. Dafür dass sie in der Öffentlichkeit ihr Kopftuch abgelegt hatte, kamen eine 10-monatige Bewährungsstrafe und 10 Peitschenhiebe auf Bewährung hinzu. Vier Monate später wurde das Urteil vom Berufungsgericht bestätigt.

Seit August 2018 sitzt die Studentin im Gefängnis.

Anklagepunkte waren aufgrund der 1979 eingeführten Paragraphen 500 und 541 sowie der 2013 geschaffenen Paragraphen 124 und 215 des iranischen Strafgesetzbuchs: regimefeindliche Propaganda, Beleidigung des religiösen Staatsoberhaupts, Störung des öffentlichen Friedens durch die Teilnahme an einer illegalen Versammlung, Erscheinen in der Öffentlichkeit ohne islamischen Schleier.

Kurz bevor sie am 25. August ihre Freiheitsstrafe im Zentralgefängnis von Täbris antrat, hinterließ sie noch eine Nachricht auf ihrem Instagram-Account:

„Morgen werden sie mir mein letztes bisschen Freiheit nehmen. Ab morgen werden die Mauern um mich herum noch enger werden. Möge die Geschichte darüber urteilen.“

Auf dem Weg zum Gefängnis lächelte sie – die rechte Hand in Handschellen, die linke Hand mit dem Victory-Zeichen.

Royas Geschichte rührt so ziemlich jeden, der die Freiheit liebt, zu Tränen. Und anders als die Märchen des Betrügers Claas Relotius ist sie sogar wahr.

Die einzige namhafte deutschsprachige Seite im Netz, auf der die Geschichte der jungen Frau zu finden ist, ist WELT. 99 Prozent der Deutschen dürften den Namen der Frau, die ihre eigene Freiheit im Kampf für die Freiheit der Anderen hergibt, noch nie gehört haben.

 

Anders sieht es bei der 16-jährigen Klima-Aktivistin Greta Thunberg aus, die während der Klimakonferenz in Kattowice und aktuell zum Weltwirtschaftsgipfel in Davos in keiner Nachrichtensendung fehlen darf.

Während Roya Saghiri die Freiheitsgrade der Unterdrückten erhöhen möchte, ohne die Freiheit Anderer einzuschränken, möchte Greta dass Politiker meine Freiheit begrenzen.

„Ich will, dass ihr in Panik geratet.“ (Greta Thunberg)

Sie möchte, dass ich auf Flugreisen verzichte. Sie möchte, dass ich meine Heizung runterdrehe und meinen Kühlschrank wärmer stelle.

 

 

Dass die ökopopulistische, altkluge Greta nicht weiß wovon sie spricht, beweist ihre Aussage dass „die Armut der Vielen den Luxus der Wenigen“ bezahle. Um die westlichen Bildungssysteme  im 21. Jahrhundert muss man sich ernsthaft Sorgen machen. Vielleicht ist es da gar nicht so schlecht, dass Tausende Schüler auf der ganzen Welt ihr nacheiferten und die Schule schwänzten unter dem Motto: Wenn wir so weitermachen, gibt es ohnehin keine Zukunft, für die es sich zu lernen lohnt.

„Greta lernt pro Woche einen Tag weniger, weshalb die dringend nötigen technologischen Sprünge in Zukunft wohl eher in Shanghai als in Stockholm stattfinden werden. Ihr bleibt wohl nur, als Aktivistin den Grünen beizutreten, dafür braucht man ja höchstens ein abgebrochenes Studium der Theaterwissenschaften.“ (Roger Letsch)

Greta Thunberg wird von einer Konferenz zur nächsten gekarrt, von den Medien zur Heldin gekürt. Wie würden dieselben Medien wohl reagieren, wenn Donald Trump ein junges Mädchen ins Weiße Haus einladen würde, die dann vor versammelter Weltpresse Präsident Trump zu ihrem persönlichen Superhelden erklären würde, weil er die Steuern gesenkt hat?

Die Klima-Kirche und ihre Jünger wären empört über den Missbrauch eines Kindes für politische Propaganda.

Was erst später herauskam und auf YouTube gut zu sehen ist, jedoch von den „Qualitätsmedien“ verschwiegen wurde: Greta sprach in Kattowice bei der Rede, die sie berühmt machte, in einem nahezu menschenleeren Saal.

Eine 16-Jährige, die jeden Freitag die Schule schwänzt, taugt nicht als Heldin. Die Ostdeutschen, deren friedliche Proteste im Herbst 1989 die Mauer und schließlich die unmenschliche sozialistische Diktatur zu Fall brachten, gingen erst nach Feierabend auf die Straße. Wie Roya Saghiri riskierten sie ihre Freiheit.

Greta sagt, sie möchte uns in Panik versetzen. Würde sie freitags zur Schule gehen, wüsste sie vielleicht, dass Panik zu erhöhter Muskelaktivität, Herzrasen und Schweißausbrüchen führt und damit den CO2-Ausstoß der Menschen erheblich steigert.

Roya Saghiri ist eine echte Heldin. Mehr als Greta Thunberg. Und mehr als die Verbrecher Edward Snowden und Robin Hood.

Ich hoffe, Roya bleibt gesund und stark und ihr mutiger Kampf für die Freiheit erreicht die Aufmerksamkeit, die er verdient.

 

>>> Mehr zum Klima aus meiner Feder <<<

 

„Steuern schaden dem Weltklima, weil sie erwirtschaftet werden müssen. Rettet die Eisbären – schafft die Steuern ab!“ (Carlos A. Gebauer)

 

 

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14 Gedanken zu „Der Unterschied zwischen Greta Thunberg und Roya Saghiri

  1. Hallo Stefan, das ist mal wieder ein wunderbarer Artikel von Dir! Weiter so! Ich bedanke mich ausdrücklich, dass Du hier immer wieder Deine Zeit dafür aufwendest, die scheinheilige Welt des grünen Belehrfernsehens kritisch zu beleuchten.

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  2. Hallo Stefan,

    vielen Dank für den Hinweis – Ich hatte von dieser mutigen Frau noch nie gehört (auch wenn sie nur eine von Tausenden sein dürfte, die für ihre Freiheit dort kämpfen – meinen Respekt hat jede von ihnen!).

    Was erwartest du von einigen sogenannten Qualitätsmedien? Es wird schon seine Gründe haben, weshalb sie eine Frau die u.a. ein Kopftuch als Zeichen von Unterdrückung ablegt nicht zeigen… Passt wohl nicht zur Ideologie in der Redaktion.

    Ob die Medien sowas nun zeigen oder nicht: Das eigentliche Thema welches Ich sehe ist doch etwas größer. Das Verschweigen gewisser Dinge ist einer der vielen Auswirkungen einer zunehmend geistig degenerierten Gesellschaft.

    Es zeigt sich an so vielen Themen, die zumeist ideologisch sehr stark aufgeladen sind, sei es das Thema Klima, Diesel und Grenzwerte, Migration, Feminismus, Gendern, etc.

    Die geistige Degeneration ist ein glasklares Zeichen einer Gesellschaft im Abstieg. Ich sehe seit einigen Jahren mit Sorge in die Zukunft für unser Land und mir macht das keinen Spass mir vorzustellen wohin Deutschland sich bewegt. Wir werden in einigen Jahren uns wundern wie wir wirtschaftlich und politisch so extrem abgehängt wurden (oder besser gesagt uns haben abhängen lassen). Zeitgleich geht der Abstieg einher mit zunehmenden Zwangsmaßnahmen und Verboten, letztendlich alles Einschränkungen der Freiheit auf die wir einst so stolz waren.

    @Pascal: Danke für den Link, sind interessante Ansichten die sie äußert. Und vor allem in aller Ruhe ohne jedwede Hetzte oder Polemik 🙂

    Grüße
    Valueer

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  3. Ich sehe nicht so schwarz, da die Politik und die Unternehmen doch zwei verschiedene Welten sind. Zwar bläht sich der politische Apparat immer weiter auf, trotzdem haben wir hervorragende Unternehmen, eben die Mittelständler aus der Provinz, die in ihrer Nische Weltklasse sind.
    Solange es die gibt, kann der politische Betrieb seine Spiele weiterspielen, ohne dass alles den Bach runtergehen muss.
    Der medial-politische Hype um einen schwedischen, vermutlich psychisch gestörten Teenager zeigt in der Tat die gesellschaftliche Paranoia,

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    • Wir verkommen in Europa nicht zur Unternehmenswüste. Das ist schon klar. Die Unternehmen sind stabiler und denken langfristiger als die Politik.

      Aber auch im Unternehmertum zeigt sich eine veränderte Einstellung. Die richtig großen Unternehmen von Weltrang wurden nahezu alle vor über 100 Jahren und mehr gegründet (BASF, Bayer, BMW, Allianz, Daimler, Siemens etc.).
      Diese Mentalitätsveränderung macht sich z.B. dadurch bemerkbar, dass eine Amazon, Microsoft, Google, Facebook, Tencent, Alibaba etc. heutzutage in Asien oder Amerika entstehen. Aber eben nicht in Europa bzw. Deutschland. Das einzige große Unternehmen der letzten 50 Jahre aus Deutschland ist SAP – Wirecard könnte eines werden. Aber sonst? Auch auf europäischer Ebene ist da nichts.

      Das ist auf Unternehmensebene weit weg von geistig degeneriert, aber eine Veränderung hat hier auch stattgefunden.

      Gruß
      Valueer

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  4. So ganz entspannt wie Felix sehe ich das nicht.
    Irgendwann werden die „ersten Degenerierten“ auch im Mittelstand aufschlagen. Man schaue sich nur Götz Werner (dm-Gründer) mit seiner sozialistischen Vision des Grundeinkommens an.
    Die Unternehmer müssen (falls sie selbst nicht infiziert sind) unheimlich viel Energie dafür aufwenden das sie nicht zu sehr von den Gendersisten und Hobby-Marxisten übernommen werden. Auch die Abwehr von Medienkampagnen (Shitstorms) erfordert einigen Mut, den viele in Deutschland längst nicht mehr aufbringen (ansonsten müßte die AfD bei 50 % liegen, aber keinesfalls dürfte dieses rot/grün/schwarz/gelbes/dukelrotes Politkartell regieren!).
    Daher ist es eine GUTE Entscheidung die ich schon vor 5 Jahren getroffen habe keinen Cent in Deutschland oder der EU zu investieren.

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  5. Hallo Stefan,
    ich bin dankbar, dass mal jemand als „Otto-Normal-Bürger“ eine Meinung zu diesem Thema vertritt, die dem unterschwellig linken neo-marxistischen Mainstream unserer europäischen Medienlandschaft widerspricht: Ich teile deine Meinung zu Greta Thunberg.

    M.E. spüren wir hier bereits die Endstufe der sozial disruptiven Auswirkungen des Denkens der 68er Generation: Bereits Kinder werden heute zu herumprotestierenden Aktivisten erzogen, bevor sie in ihrem Leben überhaupt die Fähigkeiten entwickeln konnten, komplexe Lebensaspekte kritisch von allen Seiten zu beleuchten. Greta Thunberg kann nicht NICHT neo-marxistisch indoktriniert erzogen worden sein, sonst würde es sie als Medienphänomen gar nicht geben! Aber kein Wunder, wenn es heute bereits Kinderbücher (!!!) gibt, die den „social activist-lifestyle“ als valide Arbeitsbeschreibung eines Menschen von klein auf in die Hirne der Kinder impfen! Glaubt ihr nicht? Hier ein Link zu entsprechender Literatur: http://www.aisforactivist.com/

    Man lese nur auf o.g. Webpage: „Books for kids of the 99%“, oder Rezensionen wie: „This book is rad[ical].“ Da wird doch der Plan der neo-marxisten Lobby deutlich: „Get them as early as you can!“ Sorry, aber als Vater zweier Töchter und Lehrbeamter bekomme ich dabei das große K*tzen! Worin unterscheiden sich bitte diese Parolen von den Nazi-Parolen von vor 70-80 Jahren, außer, dass die politische Seite der Radikalität nicht rechts sondern links ist?!

    Als Lehrer bekomme ich das im so-called „Bildungsbürger-Milieu“ immer öfter mit: Schüler, die, wenn ihnen etwas nicht schmeckt, nicht mehr kommunizieren, geschweige denn, argumentativ diskutieren wollen/ können, sondern einfach in Boykott-Haltung gehen und nichts mehr tun. Und das wird noch von den Eltern bestärkt. Es wächst meiner Beobachtung nach eine neue Generation von Bürgern heran, für die alle Dinge ethisch gleichwertig sind. Folge: Ich kann einfach alles sein lassen und meine Verantwortung für mich und andere vernachlässigen. Dass es aber in einem sozialen Miteinander Abstufungen der ethischen Wertigkeit gibt (also wichtig und nicht so wichtig) wird schon im Elternhaus nicht mehr vermittelt.

    Aber warten wir’s doch ab:
    Irgendwann in 15 Jahren streiken vielleicht zeitgleich alle Krankenhausangestellten in Deutschland, weil ein virales Video einen Großwildjäger in Namibia zeigt, der den letzten Elefant abgeschossen hat; und die Empörung ist so groß, dass man einfach mal „der Welt zeigen muss“ wie schlimm das ist, indem man seinen Job niederlegt. Dass dann alle Intensiv-Patienten sterben ist ja dann ein notwendiges Opfer, das jeder Aktivist bereit sein muss einzugehen.

    Schöne neue, fortschrittliche, neo-marxistische Welt…

    Grüße aus Süddeutschland.

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  6. @Stefan
    „Während Roya Saghiri die Freiheitsgrade der Unterdrückten erhöhen möchte, ohne die Freiheit Anderer einzuschränken, möchte Greta dass Politiker meine Freiheit begrenzen.
    „Ich will, dass ihr in Panik geratet.“ (Greta Thunberg)
    Sie möchte, dass ich auf Flugreisen verzichte. Sie möchte, dass ich meine Heizung runterdrehe und meinen Kühlschrank wärmer stelle.“

    Also ob Du jetzt aus Protest den Kühlschrank 3 Grad kälter stellst oder 3 x mehr ein Flugzeug besteigst, bzw. Deine persönliche „Freiheit“ durch ein kleines Mädchen beschränkt wird…. da könnte man genauso gut auch von emotionaler Übertreibung und Hetze reden…

    Die immer wiederkehrende abfällige Äußerungen über was die in Anführungsstrichen Qualitätsmedien Deiner persönlichen Meinung nach in welcher Intensität berichten sollten… hat ebenso leider rein gar nichts mit Objektivität & Sachlichkeit zu tun.

    Die gewünschte Unterteilung in „linksgrün“ vs. was auch immer und diese Spalterei mit dem Spiel der Emotionen taugt wenig als sachliche Lösungsfindung für unsere Probleme als gesamte Menschheit.

    Du hast soviel Freiheitsgrade, dass Du als Laie nichts besseres damit anzufangen hast, als fachliche Mehrheitsmeinungen als Lügenmärchen & Propaganda darzustellen und dabei gar nicht siehst wie verdammt gut es Dir bereits jetzt geht und wie frei Du bereits jetzt schon bist…

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