Neues von den Millionären, die für mich arbeiten

Obwohl der nasskalte, dunkle Januar zu den längsten Monaten des Jahres zählt, schrieb ich erstmals keinen neuen Beitrag. Umso motivierter starte ich in den Februar!

Neben der Diskussion meines heutigen Beitrags freue ich mich schon wahnsinnig auf einen weiteren Artikel, den ich im Januar vorbereitet habe und für den ich mit einem anderen Blogger zusammenarbeite. Aber eins nach dem anderen.

Millionäre, die für mich arbeiten? Habe ich jetzt völlig den Verstand verloren?

Die Stammleser unter euch erinnern sich vielleicht noch an meinen Beitrag aus dem März 2017 mit dem Titel „Die Millionäre, die für mich arbeiten“.

Aufgabe des Top-Managements der 17 Unternehmen, in denen mehr als die Hälfte meines Vermögens steckt, ist es, die Taschen der Eigentümer zu füllen, zu denen ich gehöre.

So viel zum Titel meines Beitrags, in dem ich mit euch teilen möchte, was sich in meinem Aktienportfolio getan hat und außerdem in den Unternehmen.

Übrigens habe ich vor kurzem eine Übersicht meiner letzten 11 Unternehmensanalysen erstellt, die ihr hier findet.

Hier zunächst meine letzten Transaktionen.

  • 02.02.18 Nachkauf Church & Dwight
  • 28.12.17 Nachkauf Public Storage
  • 08.12.17 Nachkauf Walt Disney
  • 10.11.17 Nachkauf Henry Schein
  • 30.10.17 Nachkauf Church & Dwight
  • 27.09.17 Nachkauf Nike
  • 19.09.17 Nachkauf Henry Schein
  • 11.08.17 Nachkauf Starbucks
  • 03.08.17 Kauf Starbucks
  • 24.07.17 Nachkauf Gentex

Auffällig ist erstens, dass unter den letzten zehn Transaktionen kein einziger Verkauf war, und zweitens die hohe Nachkaufquote von 90%.

Wenn ich mir die letzten zwei Jahre ansehe, dann lag meine Nachkaufquote 2016 bei 29% und 2017 bei 65%.

Summa summarum: Ich bin inzwischen hochzufrieden mit meinem Aktienportfolio, dessen Aufteilung heute so aussieht:

aktien-portfolio-2018-02

Was tut sich zuletzt bei den Unternehmen?

Zunächst muss man feststellen: US-Unternehmen sind derzeit dabei, die fette Beute aus Donald Trumps Steuerreform unter ihre Mitarbeiter und Aktionäre zu bringen. Hier ein paar Überschriften aus den letzten Tagen.

  • Apple Likely To Repatriate $200+ Billion Thanks To Trump’s Tax Bill
  • Starbucks to give raises, offer new benefits due to tax reform
  • Walt Disney gives employees $US1000 bonus on Donald Trump tax changes
  • Walmart uses massive Trump tax gain to offer pay rise to workers
  • JPMorgan Chase giving raises, adding 4,000 jobs, boosting small business lending from Trump tax cuts
  • Bank of America is giving some employees a $1,000 bonus, citing tax bill
  • Boeing CEO says ‚tax reform is the single most important thing‘ for US economy
  • FedEx Delivers 3.2B of Good News to Employees, Fueled By Trump Tax Package
  • American and Southwest Airlines announce $1,000 tax cut bonuses
  • AT&T giving $1,000 bonuses to hundreds of thousands of workers after tax bill
  • Comcast posts a one-time $12.7B gain on Trump tax bill
  • Home Depot giving $1,000 bonuses to U.S. workers after Trump tax cut
  • Siemens will neue Gasturbinen in den USA entwickeln

Donald Trump Tax Reform

Jetzt aber zur Geschäftsentwicklung bei einigen meiner Unternehmen.

 

TJX | Gentex | Tractor Supply

Diese drei Unternehmen sind diejenigen, bei denen ihr im Kommentarbereich im Frühling/Sommer 2017 die größten Zweifel hattet, was die Geschäftsentwicklung in den folgenden Quartalen und Jahren angeht.

Und das nicht zu Unrecht!

Im Falle von TJX und Tractor Supply ist es die „Krake“ Amazon, bei der manch einer Angst hat, dass sie ihre Tentakel auf diese Geschäftsmodelle richtet. Unternehmen wie Macy’s, Target, Best Buy, Kohl’s, Nordstrom oder Bed Bath & Beyond können ein Lied davon singen.

TJX und Tractor Supply haben kürzlich Zahlen für 2017 veröffentlicht.

Und? Sie waren überragend! Wie immer.

Beide Unternehmen melden Jahr für Jahr Rekordumsätze – und das seit einem Vierteljahrhundert. Hier die beeindruckenden Grafiken dazu. Das sollen Firmen wie Tesla, Netflix oder Twitter erst mal nachmachen.

Die jährliche Entwicklung der „comparable store sales“ bei TJX finde ich sogar noch beeindruckender. Dabei gehen nur solche Stores in die Umsatzentwicklung ein, die 12 Monate zuvor bereits vorhanden waren, also keine Neueröffnungen.

Diese comparable Store Sales von TJX sind in 35 der letzten 36 gewachsen (einzige Ausnahme war 1996). Da fehlen mir die Worte. Wenn jemand von euch ein weiteres Unternehmen benennen kann, das in 35 der letzten 36 Jahre organisch gewachsen ist, dann her damit! 🙂 Ansonsten dürfte das einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde wert sein.

Die CEOs Ernie Herrman (TJX) und Gregory Sandfort (Tractor Supply) und ihre Teams haben also hervorragende Arbeit geleistet.

Und Gentex?

Dort gab es einen Wechsel an der Führungsspitze. CEO und Mitgründer Fred Bauer (74) hat sich zum Jahreswechsel in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Neuer CEO ist Steve Downing (39). Ich hatte ihn vor 8 Monaten hier bereits 2x erwähnt.

Bauer ist 74. Es sieht für mich so aus, als sei dieser Wechsel von langer Hand geplant gewesen. Bauer hat Downing als Nachfolger aufgebaut. Bauer war nicht nur CEO, sondern auch Chairman of the Board of Directors, hatte also alle Fäden in der Hand.

Ich sehe es positiv: Nach 31 Jahren mit Bauer als CEO kommt nun, wo die Automobilindustrie vor einem großen Wandel steht, mit dem jungen Downing frischer Wind in die Hütte. Zudem hat Downing bereits 16 Jahre Gentex-Erfahrung und war 4,5 Jahre lang CFO, also zweitwichtigster Mann.

Zudem hat Gentex vor 4 Wochen mitgeteilt, Teile des 2013 in Texas gegründeten Internet of Things Unternehmens mit dem Namen Yonomi übernommen zu haben, und zwar für die neue HomeLink Connect Technologie von Gentex.

Außerdem gab man vor 3 Wochen die Partnerschaft mit Fingerprint bekannt, einem weltweit führenden Biometrics Unternehmen, mit dem man die Iris-Scan Technologie in die Automobilwirtschaft bringen wird.

Beeindruckend!

 

Church & Dwight

Da ich gestern erneut Aktien von Church & Dwight gekauft habe, will ich das Unternehmen hier nicht auslassen.

Viel gibt es allerdings nicht zu berichten. Es ist ein stinklangweiliges, 170 Jahre altes Unternehmen. Und genau das liebe ich!

Man verkauft Waschmittel, Zahnpasta, Katzenstreu, Fleckentferner, Deos, Shampoos, Kondome, Schwangerschaftstests und Vitaminpräparate.

Millionäre, Arbeitslose, Studenten und Rentner kaufen diese Produkte in allen Phasen des Wirtschaftszyklus. Außerdem bleiben die Kunden in der Regel ihren Marken treu.

Von 1990 bis 2016 hätte man 6000% Kursgewinn erzielt, dagegen beim S&P 500 der 500 größten börsennotierten US-Unternehmen nur 600%.

Zu 6000% Kursgewinn kam noch eine Dividende oben drauf. Church & Dwight hat in jedem der letzten 467 (!) Quartale eine Dividende ausgeschüttet. Sie wurde von 2007 bis 2017 um 27% pro Jahr erhöht. Dennoch liegt die Ausschüttungsquote gerade mal bei 43%.

Die Umsatzentwicklung seit 1990 sieht klasse aus, wenn auch nicht so perfekt wie bei TJX und Tractor Supply. Zahlen für 2017 werden übermorgen veröffentlicht.

Was CEO Matthew Farrell und sein Team hier Jahr für Jahr leisten, auch in Sachen Profitabilität, ist der Wahnsinn.

Übrigens war es zwischen 1997 und 2017 völlig unmöglich, bei Zeiträumen von mindestens 2 Jahren einen Kursverlust zu erzielen (nur Jahresschlusskurse berücksichtigt). Auch das dürfte für das Guinnessbuch der Rekorde reichen 🙂

Hier zum Vergleich das Renditedreieck von Daimler 🙂

Im Juli 2017 gab Church & Dwight bekannt, den hoch profitablen US-Marktführer bei Mundduschen, Waterpik, zu übernehmen. Waterpik wird damit zur 11. „Power Brand“ unter den Church & Dwight Marken. Die bisherigen 10 Power Brands, zu denen Marken aus dem niedrigen und höheren Preissegment zählen, machen 80% der Umsätze aus.

Bei allen Brands, die man in den letzten Jahren zum Markenportfolio hinzugefügt hat, wurden anschließend die Marktanteile erhöht. Das spricht für ein bärenstarkes Marketing.

Dadurch dass man höchst profitabel ist und 84% der Umsätze in den USA erzielt, wird man erheblich von Donald Trumps Steuerreform profitieren. Zudem ist großes Potential für internationale Expansion vorhanden.

US-amerikanische Kleinanleger wurden erst 2015 auf die Aktie aufmerksam. Erst dann schaffte sie es in den S&P 500. Zusätzliche Aufmerksamkeit könnten der Aktie weiter Stabilität und Auftrieb verleihen.

Einige Konkurrenten von Church & Dwight haben gefährlich niedrige Eigenkapitalquoten. Die nächste Rezession kann kommen! 🙂

Müsste ich mein Aktienportfolio mit einer Fußballmannschaft vergleichen, dann wäre Church & Dwight mein Philipp Lahm.

 

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30 Gedanken zu „Neues von den Millionären, die für mich arbeiten

  1. Möglicherweise hat sich Stefan gedacht, dass der Wechselkurs keinen wesentlichen Einfluss auf die Rendite hatte. Und wenn man sich die Mühe macht und diese Information auswertet wird man sehen, dass dem tatsächlich so ist.

    Eine berechtigte Frage wäre meiner Meinung: Wieso vergleicht man einen Autohersteller (starker Zykliker) mit einem Konsumgüter Hersteller?

    Beste Grüße

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  2. Hallo Schwachzocker und eki,

    # 1
    Es ist immer wieder interessant, welche Rückschlüsse auf euren Charakter mein Kopfkino zieht, wenn ich eure Kommentare mit denen anderer Stammleser wie Freelancer Sebastian, Dummerchen, Alexander, Annabella, Anna, Nico oder Jenny vergleiche, deren erste zwei Worte stets „Hallo Stefan“ sind.

    # 2
    Zielsicher habt ihr den vielleicht unwichtigsten Satz in einem 1200-Wörter-Beitrag für euren Kommentar ausgewählt. Herzlichen Glückwunsch. Ich befürchtete schon, dass manch ein (ehemaliger) Daimler-Aktionär sich in seiner Ehre verletzt fühlt, wenn ihm vor Augen geführt wird, in was für einen Mist er da investiert hat. Vielleicht hätte ich den Daimler-Teil besser weggelassen, damit es im Kommentarbereich um das eigentliche Thema gehen kann.
    Übrigens kommt die Daimler-Aktie nicht mal dann gut weg, wenn man sie in einem 19-Jahres-Zeitraum mit dem Festgeldkonto vergleicht: https://stefansboersenblog.com/2017/06/10/daimler-aktie/

    # 3
    Wenn ihr die zwei Sätze über dem Renditedreieck lest, anstatt nur bunte Bildchen anzugucken, dann wird euch auffallen, was meine Intention war, das Church & Dwight Renditedreieck zu teilen. Nämlich, in einem Bild aufzuzeigen, dass es zwischen 1997 und 2017 keinen einzigen 2-Jahreszeitraum mit Kursverlusten gab.
    Ja, die Renditen sind sehr wahrscheinlich in US-Dollar berechnet worden. Nein, diese Zahlen hättet ihr als Deutsche dann nicht exakt so erzielt. Ja, bei in Euro errechneten Kursentwicklungen wäre die Mindestanzahl an Jahren ohne Kursverluste vielleicht nicht 2 gewesen, sondern 3 oder 4, was immer noch beeindruckender als bei 98% der anderen börsennotierten Unternehmen wäre.
    Ihr dürft das Church & Dwight Renditedreieck gern mit Euro-Renditen erstellen. Das würde ich anschließend sogar hochladen.
    Wenn ich eure Kommentare lese, dann vermisse ich den Respekt davor, wie viel Arbeit in einem solchen Beitrag steckt, den ich euch übrigens kostenlos zur Verfügung stelle.
    Und auch wenn es überheblich klingt: Es gibt im deutschsprachigen Raum niemanden, der in den letzten Jahren ausführlicher über Church & Dwight, Gentex, TJX, Tractor Supply, Public Storage oder Hermès veröffentlicht hat.
    Wenn dann Leute kommen, die das Haar in der Suppe suchen, kann das ziemlich frustrierend sein.

    # 4
    Bei dem Daimler-Bild ging es mir darum, aufzuzeigen, dass es auch bei hoch gelobten Aktien bei Zeiträumen von knapp 20 Jahren zu Kursverlusten kommen kann.
    Wenn ihr an einer Branchenanalyse zu Church & Dwight interessiert seid, lest gern einen meiner anderen Artikel: https://stefansboersenblog.com/2016/10/08/church-dwight-procter-gamble-colgate-unilever/
    Ich vermute aber leider, es ging euch eher darum, irgendetwas zu finden, was ihr madig machen könnt.
    Übrigens sieht auch das Procter & Gamble Renditedreieck sehr viel schlechter aus als das von Church & Dwight: https://www.boerse.de/performance/Procter-und-Gamble-Aktie/US7427181091

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    • Hallo Stefan,

      mein Kommentar war keineswegs gedacht deinen Artikel schlecht zu reden. Wie du darauf kommst ist für mich schlicht nicht nachvollziehbar. Und in der Tat habe ich keine Begrüßung verwendet, wie ich es jetzt getan habe, weil mein Kommentar an Schwachzocker gerichtet ist.

      Ich wollte Schwachzocker nur aufzeigen, dass er sich durch seinen Kommentar selbst diskreditiert hat. Hat er aber nicht verstanden und du in den falschen Hals bekommen 🙂

      Beste Grüße

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  3. „Möglicherweise hat sich Stefan gedacht, dass der Wechselkurs keinen wesentlichen Einfluss auf die Rendite hatte.“

    So wird es wohl gewesen sein.:)

    „Eine berechtigte Frage wäre meiner Meinung: Wieso vergleicht man einen Autohersteller (starker Zykliker) mit einem Konsumgüter Hersteller?“

    Eine weitere berechtigte Frage wäre, wozu diese Daten für die Zukunft von Bedeutung sind?

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    • Auf einem Finanzblog geht es darum, dass der Blogger und seine Leser einen Mehrwert für andere schaffen.

      Eine berechtigte Frage wäre, wozu du dich hier heute herumtreibst, wenn du nur Kommentare ohne jeglichen Mehrwert für irgendjemanden absonderst?

      Wenn du der Meinung bist, eines der genannten Unternehmen ist ein/kein gutes Investment, dann schreibe und begründe das. Dann können wir das gern diskutieren.

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    • Du scheinst einen regelrechten Hass auf Leute zu haben, die Vergangenheitsdaten nutzen.

      Dann beglücke uns doch bitte mit deiner Strategie zum Vermögensaufbau und zur Aktienauswahl, bei der du auf Vergangenheitsdaten verzichtest. Ich bin gespannt.

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  4. Einen schönen guten Abend Stefan (!),

    vielen Dank für die wertvollen, bahnbrechenden, nie dagewesenen Informationen, die Du uns hier zur Verfügung stellst.

    „Übrigens kommt die Daimler-Aktie nicht mal dann gut weg, wenn man sie in einem 19-Jahres-Zeitraum mit dem Festgeldkonto vergleicht“

    Sie käme aber dann gut weg, wenn man sie ab 2009 mit dem Dax vergleicht. Daher die Frage: Hat es irgendeinen bestimmten Grund, dass Du den Zeitraum ab 1998 gewählt hast?

    „Ja, die Renditen sind sehr wahrscheinlich in US-Dollar berechnet worden“

    Nein, das ist nicht wahrscheinlich, sondern das ist mit Sicherheit so. Es zeigt, dass Du Dir schlichtweg keine Gedanken darüber gemacht hast.

    „Wenn ich eure Kommentare lese, dann vermisse ich den Respekt davor, wie viel Arbeit in einem solchen Beitrag steckt, den ich euch übrigens kostenlos zur Verfügung stelle.“

    Es wäre auch noch schöner, wenn Du Geld dafür verlangen würdest. Die Arbeit besteht darin, ein bestimmtest, von Dir gewünschtes Ergebnis vorweg zu nehmen, um die Dinge dann gezielt so darzustellen, dass es passt.

    „Und auch wenn es überheblich klingt: Es gibt im deutschsprachigen Raum niemanden, der in den letzten Jahren ausführlicher über Church & Dwight, Gentex, TJX, Tractor Supply, Public Storage oder Hermès veröffentlicht hat.“

    Das klingt nicht überheblich, sondern schlicht lächerlich.

    „Bei dem Daimler-Bild ging es mir darum, aufzuzeigen, dass es auch bei hoch gelobten Aktien bei Zeiträumen von knapp 20 Jahren zu Kursverlusten kommen kann.“

    Danke für diese wertvolle Information. Jetzt musst Du nur noch begreifen, dass das auch bei Deinen Aktien passieren kann.

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    • „vielen Dank für die wertvollen, bahnbrechenden, nie dagewesenen Informationen, die Du uns hier zur Verfügung stellst“
      Schon besser 🙂

      „Hat es irgendeinen bestimmten Grund, dass Du den Zeitraum ab 1998 gewählt hast?“
      Die Begründung steht in dem verlinkten Artikel. Meine Quelle bietet tägliche Kurse ab 01.01.1998 an. Und da es um Bilanz, GuV, Cash Flows und deren (vermeintliche) Auswirkung auf die Aktionärsrenditen ging, kann ich schlecht bei 2009 anfangen. Das wäre ja nicht mal ein vollständiger Konjunkturzyklus.

      „Das klingt nicht überheblich, sondern schlicht lächerlich.“
      Ich bitte um Links zu anderen Analysen, wenn du das so lächerlich findest.
      Und selbstverständlich rede ich von Artikeln, die sich auf die Frage beziehen, ob das Unternehmen eine gute Investition ist – nicht von irgendwelchen Masterarbeiten von der Walldorf-Hochschule, wo es um Mülltrennung bei Hermès geht.

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    • „Es wäre auch noch schöner, wenn Du Geld dafür verlangen würdest. Die Arbeit besteht darin, ein bestimmtest, von Dir gewünschtes Ergebnis vorweg zu nehmen, um die Dinge dann gezielt so darzustellen, dass es passt.“

      Tust du doch auch mit jeder Gelegenheit die sich bietet. Das liegt in der Natur des Menschen seine Entscheidungen zu rechtfertigen und vielleicht sogar bei Bedarf sich schön zu malen.

      Das kann man Stefan aber wirklich nicht vorwerfen, wenn man seine Kommentare liest und seine Begründungen zu der bewusst einseitigen Darstellung aufmerksam liest.

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  5. „Eine berechtigte Frage wäre, wozu du dich hier heute herumtreibst, wenn du nur Kommentare ohne jeglichen Mehrwert für irgendjemanden absonderst?“

    Weil ich bei Dir noch eine leise Hoffnung habe. Wenigstens erweckst Du den Eindruck, dass Du Dich überhaupt für die Entwicklung Deines Gesamtkapitals interessierst und diese Entwicklung mit einem Maßstab vergleichst.

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  6. Hallo Stefan,

    Habe mir gerade mal den Link mit deinem Peer Group Vergleich von Church & Dwight durchgelesen. Du bemängelst das teilweise negative Eigenkapital bspw. von Kimberly-Clark oder Colgate-Palmolive. Weißt du wie das zustande kommt? – weil hier handelt es sich nicht um Unternehmen, die nicht gut kapitalisiert sind…meines Wissens haben die mehr Aktien zurückgekauft als EK vorhanden war. Die zurückgekauften Aktien stehen nun immernoch in der Bilanz. Würden aber vom EK abgezogen bilanztechnisch.

    Die zwei genannten sind ja eg wie C&D sehr konservativ und nicht kurz davor bei einer Rezession die Lichter auszuschalten. Vlt sind diese doch nochmal einen Blick deinerseits wert 🙂

    Grüße
    -M

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  7. Hi Stefan,

    interessanter Beitrag. Das bringt mich zum Nachdenken, ob ich nicht Colgate gegen C&D austausche.

    Oftmals sagen Bilder mehr als 1000 Worte und bei dem Vergleich mit einem Zykliker wie Daimler, sieht man sehr schön, dass ein Konsumgüterhersteller vielleicht die bessere Wahl sein könnte. Es geht hier nicht um irgendwelche Analysen bis ins Detail, sondern eher um einen groben Überblick und Vergleich, der anregen soll, weiter zu forschen.

    VG Alexander

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  8. Hey Stefan, 😉

    na ja, Pseudonyme wechseln ja manchmal.
    Mich würde es nicht wundern wenn Chaostrader & Schwachzocker nicht nur Brüder im Geiste wären. So wie Lad & Ben beim Tim Schäfer…

    Vermutlich ist Schwachzocker überzeugter etf`ler bzw. glaubt überwiegend an die EMT.
    Im Prinzip hat halt jeder Personengruppe doch so ihre gedanklich festgefahrene Datenautobahn im Hirn. Wie vehement dann das eigene Weltbild auch nur mit Emotionen, statt mit Logik verteidigt wird, hängt dann auch vom Charakter ab.

    Ich sehe es so, dass verschiedene Wege zum Ziel (etf und Aktien & nicht etf vs. Aktien) führen können und dass es für so gut wie alles keine Garantie gibt. Ich versuche die Wahrscheinlichkeiten so auszuloten, dass Sie auf meiner Seite stehen. Trotzdem kann das daneben gehen.
    Unser Wissen ist gegenüber unserem Nichtwissen unendlich klein. Diesen Satz in Abwandlung haben schon die klügsten Köpfe der Menschheit immer wieder erwähnt.

    Zudem frägt man sich schon, ob es Sinn macht falsche Thesen von Mitmenschen (egal im Netz oder im Alltag) immer wieder zu korrigieren bzw. richtig zu stellen, denn der Glauben & die festgefahrenen Gewohnheiten sind bei vielen doch stärker als die eigene Selbstreflexion.

    Zudem sind die geistigen Entwicklungen bei Selbstreflexion manchmal im Zeitablauf nicht kompatibel mit dem jeweiligen Gegenpart. 😉
    Wenn denn jemand bereit dazu ist, sich immer wieder neu zu hinterfragen und lieb gewonnene Gewohnheiten aufzugeben…

    Ich denke was Schwachzocker sagen will, dass vergangene Renditen von Church & Dwight keine Garantie geben, dass diese die nächsten 15 Jahre besser sein werden als die von Daimler.
    In diesem Punkt bin ich bei ihm, weil es bis dato kein Mensch geschafft hat, zukünftige Aktienrenditen korrekt & dauerhaft vorherzusagen.

    Agnostiker vs. Prognostiker…

    Politisch finde ich Dich manchmal ein wenig zu Hardliner-mäßig unterwegs… aber vielleicht ist das bei mir auch schon die Altersmilde.

    Prinzipiell ist es ja gut, dass nicht alle gleich ticken. Sonst wäre es verdammt langweilig!

    Schönen Sonntag noch!

    Gefällt 1 Person

  9. Hallo Stefan,

    Kannst ja gerne nochmal „Stellung“ nehmen wenn du dir die Bilanzen von Colgate oder auch Kimberly angesehen hast. Würde mich über deine Meinung freuen.

    Grüße
    -M

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  10. Hallo zusammen,
    also ich lese den Blog von Stefan seit einigen Monaten und finde sowohl die Aktienanalysen als auch die politischen Beiträge durchaus fundiert und interessant. Dafür erstmal herzlichen Dank!

    Gleichwohl fühlt er sich ja schnell mal ein bisschen auf den Schlips getreten wenn jemand was kritisiert.
    Den Einwand hinsichtlich der beiden Renditedreiecke finde ich allerdings auch absoluten Quatsch. Denn es werden ja nicht Euro mit Dollar verglichen, sondern innerhalb eines Wertes die erzielten Renditen im Hinblick auf verschiedene unterschiedliche Zeiträume.
    Und da kann man eindeutig erkennen, dass Church & Dwight eigentlich läuft wie ein Uhrwerk, im Gegensatz zu Daimler.
    Als langfristiger Anleger kann ich mit CHD bei guter Rendite jedenfalls ruhiger schlafen. Und das ist eine Erkenntnis, für die eben Daten aus der Vergangenheit erforderlich und nützlich sind.

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    • Vielen Dank, Gerry! Das freut mich sehr!

      Zum Schlips (in diesem Fall):
      Stell dir vor, du verwendest einen Teil deines verdienten Wochenendes auf die Recherchen für einen solchen Artikel, für die Erstellung der Grafiken, das Heraussuchen und Berechnen von Zahlen, vernünftige Formulierungen, das Einbinden von Videos, das Layout, ein wenig Suchmaschinenoptimierung. Das alles machst du, ohne einen Cent dafür zu bekommen. Du machst das, um deinen Lesern einen Mehrwert zu bieten.
      Und wenn du fertig bist, liest du als ersten Kommentar das, was Schwachzocker geschrieben hat. Da kann man schon mal Rot sehen. Und wenn man dazu noch müde und unterzuckert ist, erst recht 🙂

      Übrigens gibt es viele Blogger, bei denen ohne deren Zustimmung kein Kommentar veröffentlicht wird. Da wandert ein solcher Kommentar direkt in die Mülltonne.

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  11. Guten Morgen Stefan,

    also das Beste haben sie Alle hier überlesen, Deine Ankündigung auf einen neuen Blogbeitrag in Zusammenarbeit mit einem anderen Blogger, darauf freue ich mich und bin gespannt wie ein Flitzebogen 🙂
    Ich bedanke mich für Deine tollen Aktienanalysen, für mich ist Dein Blog auf jeden Fall Einer der einen wirklichen Mehrwert für mich darstellt und ich bin sicher dass ich schon bald ein wenig shoppen werde, Tractor Supply und Church&Dwight stehen ganz weit oben auf der Wunschliste.
    Wünsche Dir eine gute Woche,

    liebe Grüsse
    Annabella

    Gefällt 1 Person

  12. Hi Stefan.
    Wieder mal ein Klasse einblick in deine Gedanken, danke! Die gestern veröffentlichen Zahlen von CHD überzeugen mich eigentlich sehr, nachzukaufen. Die Margen wurden wieder gesteigert, organisches Wachstum 3,5% im Bereich international consumer goods sogar 5,8%, das ist mehr als der deutsche „Champion“ Henkel. Und Henkel ist mMn in dem Bereich das einzige Unternehmen, dass es mit CHD in der Perspektive aufnehmen kann. Auch fürs nächste Jahr ist der Ausblick klasse: man will sich auf Asia/Pacific konzentrieren und wieder um rund 18% wachsen. Da das Management immer ein bisschen tiefer stapelt, gehe ich von einem Forward PE von 18-21 aus. Ich habe direkt nachgekauft bei 47USD. Klasse, wie langweilig und stark das Unternehmen wächst.

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  13. Vielen Dank, Pascal!
    Ja, läuft wie ein Uhrwerk.

    Umsatz Gesamt +8,1% (organisch +2,7%) 2017 vs. 2016
    Umsatz International +18,3% 2017 vs. 2016
    Operativer Cash Flow +4,0% (2017 vs. 2016)
    EBIT +1,1% (2017 vs. 2016)

    Dividende um 14% erhöht

    Ausblick 2018:
    Umsatz +8,0% (organisch +3,0%)
    Steuerrate sinkt von 33,2% auf 24-25%

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