Warum ich gern in US-Unternehmen investiere

In letzter Zeit habe ich verstärkt auf US-Werte gesetzt. Fast alle Unternehmen, die mir als künftige Investments in den vergangenen Wochen besonders zugesagt haben, kommen aus den USA. Ist es Zufall oder steckt mehr dahinter?

Ich habe das Gefühl, die US-Amerikaner betreiben eine unternehmens- und aktionärsfreundliche Politik. Die Politik und das Wesen der Amerikaner ist der Grund dafür, dass dort mehr als die Hälfte der Menschen Aktien besitzt, während Deutschland lediglich auf 15% kommt.

Die Amis lieben ihre Unternehmen. Sie lieben Coca Cola, McDonald’s, Walmart, Walt Disney, Starbucks, Nike. Während des VW-Skandals sind in Deutschland zuletzt eher Häme und Scham zu spüren gewesen.

Die US-Bürger verehren Menschen wie Bill Gates, Steve Jobs und Mark Zuckerberg. Sie gönnen ihnen den Erfolg, nehmen sie sich als Vorbilder und sind stolz darauf, dass diese Leute ebenfalls Amerikaner sind. Wenn ich Deutsche über Josef Ackermann oder Martin Winterkorn sprechen hörte, dann war vor allem Neid zu hören. „Die verdienen viel zu viel“.

Nimmt man die Marktkapitalisierung als Maßstab, dann stammen 9 der 10 größten börsennotierten Unternehmen aus den USA. Das kann kein Zufall sein.

USA

Neulich hat ein Coca Cola Aktionär in einem Blog geschrieben, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es Coca Cola in 50 Jahren noch gibt, höher sei als die Wahrscheinlichkeit dass es Deutschland dann noch gibt. Eine interessante Aussage. Ich würde nicht dagegen wetten und fühle mich sehr wohl mit meinen Beteiligungen an Amgen, Gilead Sciences, Tesoro Corp, Tyson Foods und VF Corp.

Die 4 Unternehmen, die in meiner Watchlist derzeit ganz oben stehen, kommen alle aus den USA.

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2 Gedanken zu „Warum ich gern in US-Unternehmen investiere

  1. Das ist mir alles zu einfach gestrickt, ich suche gerne auch nach europäischen Titeln, es wird auch mal wieder Zeiten geben,wo es den Amis schlecht geht,das möchte ich meine Aktien verteilen,und nicht alles auf ein Land setzen. England, Skandinavien usw.
    Wen Dir da mal eine Aktie auf fällt, nur her damit.

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  2. Zugegeben: Den Beitrag hätte ich besser ausformulieren können.

    Was ich sagen will, ist: Die Umsätze der US-Unternehmen, in die ich investiere, können gern über die ganze Welt verteilt sein. Doch mir gefällt es, eine US-amerikanische Politik dahinter zu haben, US-amerikanische Aktionäre, Wähler, Gesetze.

    Die Politik ist liberaler als bei uns. Die großen Konzerne sind mächtiger, haben häufig eine starke Lobby, die die Politik beeinflusst.

    Die Politiker wissen, dass der Großteil ihrer Wähler ihr Privatvermögen in Aktien angelegt hat. Fallende Kurse führen zu sinkenden Vermögen, Panik, Wut. Politiker wollen keine panischen, wütenden Wähler mit sinkenden Vermögen.

    Nehmen wir das Beispiel Aktienrückkäufe. Ein Grund dafür, dass US-Aktien in den letzten Monaten und Jahren nicht stärker eingebrochen sind, sind die milliardenschweren Aktienrückkäufe der Unternehmen. Ein sinkendes Angebot lässt den Preis steigen. Das erfreut die Aktionäre bzw. Wählerschaft. Eine Beschränkung dieser Unternehmenspolitik würde die Wähler verärgern. In Deutschland hingegen wäre es den Leuten scheißegal.

    Andere deutsche Finanzblogger scheinen es ähnlich zu sehen, wenn man sich ihre Depots ansieht:
    http://www.frei-mit-42.de/depot/
    http://www.rente-mit-dividende.de/depot/

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