Urlaubsbericht Madeira: Auf den Spuren Cristiano Ronaldos

(Lesedauer: 5 Minuten)

Seit 2017 war ich 3x in den USA, 5x in Österreich und 8x auf den Kanaren. Ein neues Reiseziel musste her!

Madeira passte genau in mein Beuteschema: Berge, Meer, geiles Wetter, kein allzu langer Flug.

April ist einer der besten Monate für einen Madeira-Wanderurlaub. Nicht zu heiß; nicht zu kühl; nicht zu feucht; alles blüht; die Sonne geht früh auf und spät unter.

Bei einem 5-Stunden-Flug möchte ich mindestens 7 Nächte Aufenthalt haben. Diesmal waren es 8, da es von den Flügen prima gepasst hat: Samstag hin, Sonntag zurück.

Es war meine erste Airbnb-Erfahrung, und es hat alles super geklappt. Schöne moderne Wohnung, tolle Lage, Balkon mit Meerblick.

Bei der Planung der Ausflüge (Wanderungen, Strände, Aussichtspunkte) hat mir Google Gemini gute Dienste geleistet.

Falls euch der Bericht zu lang ist, scrollt einfach ans Ende zu den Bildern!

Tagesablauf

Nach 8 aufeinander folgenden Kanaren-Trips hat sich ein gewisser Tagesablauf eingespielt.

Da ich ein bisschen was erleben möchte, stelle ich meinen Wecker wie an einem normalen Arbeitstag auf eine Zeit zwischen 6:30 und 7 Uhr. Aufgrund der Zeitverschiebung und der Tatsache dass ich nach einem aufregenden Wandertag gegen 22 Uhr hundemüde ins Bett falle, bin ich aber meist schon gegen 6 Uhr hellwach.

Ein bisschen aufs Handy geglotzt, Frühstück gemacht, eine Tasse Tee auf dem Balkon, und dann gehts auch schon bald ins Auto.

Madeira hat – wie die Kanaren – mehrere Klimazonen, und an den einzelnen Orten wechselt es schnell zwischen blauem Himmel und Wolkendecke. Daher schaue ich nach dem Frühstück immer nochmal aufs Handy und passe ggf. den Zielort an. Die Insel hat an allen touristischen Orten Webcams, was ganz cool ist.

7:30 Uhr geht die Sonne auf, und 8-9 Uhr bin ich in der Regel am Startpunkt einer Wanderung. Wenn ich dann gegen 11-12 Uhr zurück am Auto bin, ist die Parkplatzsituation eine einzige Katastrophe und die Wanderwege sind verstopft, sodass ich ganz froh bin, früh dran zu sein.

Dann esse ich irgendwo und nachmittags gehts oft an den Strand. Anschließend gehts nach Hause, duschen, und ab auf den Balkon.

Nachdem ich 8-10 Stunden unterwegs war, hab ich kein Problem damit, ab 17 Uhr nur noch in der Wohnung abzuhängen (v.a. wenn man vom Balkon aus das Meer sieht).

Tag 1

Da ich um 2:50 Uhr aufstehen musste und im Flieger nicht schlafen kann, habe ich, obwohl ich kurz nach 15 Uhr im Airbnb war, nichts Erwähnenswertes mehr angestellt. Anreisetage sind purer Stress und ich musste ja noch einkaufen.

Tag 2

Am zweiten Tag waren zwar 23 Grad, aber es war ganztägig stark bewölkt und ziemlich windig. Daher war ich nur kurz am Hafen und in einem Café.

Die Gastgeberin Andreina hat neben einer Erstverpflegung eine dicke Broschüre mit tollen Tipps dagelassen, sodass ich den Mistwetter-Tag nutzen konnte um den Rest des Urlaubs zu planen. Habe auch einige Podcasts gehört, und den Sci-Fi-Roman „Project Hail Mary“ gekauft, dessen Verfilmung gerade im Kino läuft.

Tag 3

Am dritten Tag hatte ich Glück: 22 Grad (im Tal!) und ganztägig Sonnenschein.

Erst bin ich auf den Gipfel des Pico Ruivo gewandert (Bilder zum Schluss). Dann war ich in einem Café und am Strand (Praia de Machico). Leider gibt es nur sehr wenige Sandstrände auf Madeira.

Der Blick vom Gipfel war unglaublich!

Tag 4

Erneuter Wetterwechsel: 16-21 Grad und ganztägig stark bewölkt.

Auf der Wanderung „Levada dos Balcoes“ (mit Regenschirm) stand ich am Aussichtspunkt leider in einer dicken Wolkendecke, wo man kaum die Hand vor Augen sehen konnte.

Auch an den Stränden (Prainha do Canical; Praia de Machico) war überhaupt nichts los. Dafür hatte ich einen tollen Brunch (später mehr zum Essen).

Tag 5

Und wieder Glück: 20°C und die Sonne kam 80% des Tages durch.

Morgens bin ich „Levada do Aldocrim“ gewandert, wo man am Ende mit einem Wasserfall belohnt wird. Dort war es so herrlich, dass ich eine Stunde dort blieb. Mitten in der Natur, ohne Verkaufsstand im Umkreis von 1h Fußweg.

Absolutes Highlight: Nachdem der Wasserfall von unten schon toll aussah, stand ich mit etwas außenrum-Klettern plötzlich oben direkt am Wasserfall, und zwar genau in der Mitte auf einem großen Stein! In wie vielen Filmen hab ich das schon gesehen (endete meist nicht gut). Ein falscher Schritt und ich hätte den Darwin Award bekommen. Das Bild seht ihr unten.

Auf dem Rückweg legte ich einen Stopp am Strand (Praia de Calheta) ein und gönnte mir ein leckeres Essen.

Dann ging es noch an den Hafen von Funchal.

Tage 6 bis 9

Mal sehen, was noch so passiert. Heute ist erst der 5. Tag, aber ich hatte schon richtig Bock auf diesen Beitrag (und vielleicht gibt mir ja ein Leser einen Tipp).

CR7

Auf Madeira kommt man an Cristiano Ronaldo nicht vorbei. Sogar der Flughafen wurde nach ihm benannt! Dort gibt es auch eine Büste, und das obligatorische Foto der Bronze-Statue von CR7 neben dem CR7-Museum am Hafen von Funchal musste ich heute natürlich auch hinter mich bringen.

Wetter

Ich hatte es bereits anklingen lassen: Vom Wetter her hat mich Madeira nicht so verwöhnt, wie ich es von Teneriffa gewohnt bin.

Das ist natürlich keine Überraschung, wenn man sich ansieht wie grün die ganze Insel ist.

Regenschauer treten aber immer nur ganz kurz auf, und davon sollte man sich die Urlaubsstimmung nicht vermiesen lassen.

Die zuvor angegebenen Temperaturen beziehen sich auf die Tageshöchstwerte im Tal. Früh morgens am Berg ging es bis 6 Grad runter, war aber absolut kein Problem.

Essen

Gegessen hab ich u.a.

  • Poached Eggs with homemade Hollandaise and Bacon, served on „Bolo do Caco“, and mixed salad.
  • Pancakes with pistachio cream, Nutella, pistachio, whipped cream
  • Omelette with spicy chorizo, onion, cherry tomato, parsley & salad

Pochierte Eier auf Bolo do Caco (Fladenbrot aus Süßkartoffelmehl mit knuspriger Kruste und weichem Inneren) sind hier sehr beliebt.

In einem Restaurant gibt es Pulled Brisket. Das werd ich auf jeden Fall noch probieren.

Kosten

Es waren teure 8-9 Tage.

  • 1.191€ für die Unterkunft
  • 488€ für Flüge inkl. Gepäck & Sitzplatzreservierung
  • 205€ Automiete

Darüber hinaus schreibe ich mir keine Kosten auf. Ist halt Urlaub.

Super 95 Benzin kostet hier übrigens 1,77€/l (Berlin 2,05€/l). Sprich: Es wird die zweitteuerste Tankfüllung meines Lebens.

Fotos

2 Gedanken zu „Urlaubsbericht Madeira: Auf den Spuren Cristiano Ronaldos

  1. Madeira ist für seine Bitcoin-freundliche Politik bekannt.

    Die „Bitcoin accepted“ Aufkleber an den Kassen springen mir natürlich ins Auge.

    Ein Inhaber erzählte mir, er hat einige Gäste, die vor 10-12 Jahren Bitcoin gekauft haben und jetzt jeden Winter für 3 Monate nach Madeira kommen.

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