Portfolio Update Januar 2026: Amazon, Alphabet, Netflix, MercadoLibre, Dino Polska

In meinem Depot ging es zuletzt ziemlich wild zur Sache. Einiges hatte ich auf dem Blog noch nicht geteilt – daher heute chronologisch und grafisch.

Im Februar 2025 nahm ich Novo Nordisk auf.

Im April 2025 folgte Lotus Bakeries.

Im September 2025 kam Hims & Hers hinzu.

Im November 2025 wurden Visa und Copart zu Einzelpositionen 4 und 5.

Größte Position – mit weitem Abstand – war und ist mein S&P 500 ETF.

Im Dezember 2025 schichtete ich von den 5 Einzelwerten in Amazon um.

An Silvester 2025 bemerkte ich, dass meine Aktien-Rendite über 10 Jahre ziemlich genau der MSCI World Rendite entsprach.

8 Nächte schlief ich darüber, was ich nun tun soll.

Die Entscheidung: Ich mache weiter mit 1/3 Einzelwerten und 2/3 ETF.

Am 8. Januar nutzte ich etwas Cash, um in Dino Polska zu investieren.

Am 12. Januar schichtete ich ca. 30% meiner riesigen Amazon-Position um in: Alphabet, Netflix, MercadoLibre.

Damit sieht mein Aktiendepot jetzt folgendermaßen aus, wenn man den S&P 500 aufschlüsselt.

Ich hoffe, dass nun bei mir wieder mehr Ruhe einkehrt.

12 Gedanken zu „Portfolio Update Januar 2026: Amazon, Alphabet, Netflix, MercadoLibre, Dino Polska

  1. Die Entscheidung: Ich mache weiter mit 1/3 Einzelwerten und 2/3 ETF.

    Klingt vernünfigt 😉 Dann hast immer noch 1/3 zum Spaß-Haben und dich mit Einzelwerten auseinandersetzen anstatt die Börse einfach zu vergessen beim passiven Investieren.
    Wobei manch einer sagen könnte, dass 1/3 immer noch ganz schön viel ist, wenn du die Erkenntnis hast, dass du den Index nicht schlägst.

    Am 8. Januar nutzte ich etwas Cash, um in Dino Polska zu investieren.

    Am 12. Januar schichtete ich ca. 30% meiner riesigen Amazon-Position um in: Alphabet, Netflix, MercadoLibre.

    Wie passt das zum o.g.
    Wieviele ist denn jetzt ETF vs. Einzelaktien bei der Aufteilung die du gezeigt hast?

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    • Das sind die Positionen:

      Amazon 21,8%

      Alphabet 7,9%

      Dino Polska 1,7%

      Netflix 1,2%

      MercadoLibre 1,1%

      S&P 500 ETF 66,4%

      Im Bild oben sieht Amazon+Alphabet nochmal 7 Prozentpunkte höher aus, weil dort die ETF-Anteile berücksichtigt sind. (Amazon+Alphabet machen 10,5% des S&P 500 aus.)

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    • „Wobei manch einer sagen könnte, dass 1/3 immer noch ganz schön viel ist, wenn du die Erkenntnis hast, dass du den Index nicht schlägst.“

      Es gab da sehr viel zu bedenken. Einer der Aspekte ist, dass ich oft den richtigen Riecher hatte, ohne dass es in meine Rendite-Berechnung eingeflossen ist, z.B.

      • 2019 Tesla (mit allem richtig gelegen, nur nicht danach gehandelt)
      • 2022 Bitcoin (günstig eingesammelt, aber bei Rendite-Berechnung nicht berücksichtigt)
      • 2025 Bitcoin (vor Zyklus-Top bei 125.000 USD gewarnt)
      • April 2025 Nvidia / Alphabet / Zollkrieg (mit allem richtig gelegen, nur nicht danach gehandelt)
      • 2026 Novo Nordisk (der Markt scheint mich gerade zu bestätigen)

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  2. Moin Stefan,

    ich lese nun schon seit vielen Jahren Deine meistens sehr interessanten und gut recherchierten Artikel. Ich glaube einer der ersten Beiträge, die ich gelesen habe war damals über Gentex. Daher an dieser Stelle vielen Dank für die ganzen Beiträge + Transparenz über die Jahre.

    Da du deine Gedankengänge ja hier immer teilst, möchte ich heute auch mal meinen Senf dazu geben. Ich erwische mich in den letzten Monaten zunehmend bei folgendem Gedanken, wenn ein neuer Beitrag erscheint: „Oha…was kommt heute wieder Neues?“ Und das zwar aus folgendem Grund: Du scheinst einen guten Riecher dafür zu haben, interessante und vielversprechende Aktien und Geschäftsmodelle zu finden. Wenn du dann ein Projekt gefunden hast, hängst du dich voll rein, investierst massiv Zeit in die Recherche, ziehst interessante Schlüsse und steigst dann in der Folge auch häufig ein. Und dann kommt das nächste Projekt, was deine gesamte Aufmerksamkeit bindet und das vorherige scheint dagegen langweilig oder nicht mehr ganz so gut? Beispiel Novo Nordisk…viele massiv optimistische Artikel, viel Geld und Zeit rein gesteckt und nach einem Jahr: pessimistischerer Quartalsbericht, Gegenwind von der Konkurrenz und plötzlich sieht es alles nicht mehr so ganz so rosig aus, obwohl das Unternehmen ja unverändert qualitativ hochwertig ist und auch in der Vergangenheit Krisen hatte. Aber dann gibt es ja direkt das nächste Unternehmen (Lotus, Amazon, Copart ect.)… Das wirkt auf mich teilweise zunehmend impulsiv.

    Worauf ich hinauswill: vielleicht solltest du etwas ausdauernder an deinen ja häufig guten Investmentideen festhalten und nicht so schnell das Handtuch werfen? So im Sinne „Hin und Her macht Taschen leer“?

    Ich freue mich auf weitere spannende Artikel!

    Grüße aus Hamburg, Jo

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    • Hallo Jo,

      Du hast absolut Recht. „Sei mehr wie Tim Schäfer“ sage ich mir seit langer Zeit, schaffe es nur nicht das durchzuziehen (abgesehen von ETF und BTC).

      Vielleicht sollte ich ein 2. Bankkonto eröffnen, die Zugangsdaten in einem Schließfach 6 Autostunden entfernt aufbewahren, und Aktien dann nach dem Kauf immer sofort vom 1. auf das 2. Konto transferieren, sodass ich Aktien nicht verkaufen kann, ohne 12 Stunden im Auto zu sitzen 🙂 Leider funktioniert das auch andersherum (Zurückholen auf 1. Konto ohne Login im 2. Konto), lese ich gerade.

      Übrigens haben auch viele Unternehmen, deren Aktien ich verkauft habe, den Index anschließend underperformt. BUY+HOLD+CHECK entspricht eher meinem präferierten Weg.

      Mal sehen, wie lange ich bei AMZN+GOOG durchhalte.

      Viele Grüße

      Stefan

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  3. Gibt es dabei nicht andersherum auch zu bedenken, dass du oft den falschen Riecher hattest, ohne dass es in deine Rendite-Berechnung negativ eingeflossen ist weil du darauf eben nicht gehandelt hast?

    Das Resultat des nicht-handeln geht ja in beide Richtungen.

    Ich verstehe dich nicht. Du merkst selber, dass du den Index von der Rendite her nicht schlägst und machst trotzdem so weiter. Ganz zu schweigen davon, dass du risiko-adjustiert mit dem Index um Längen nicht mithalten kannst.

    Wie auch immer, viel Glück bei deinen ventures.

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    • „Gibt es dabei nicht andersherum auch zu bedenken, dass du oft den falschen Riecher hattest, ohne dass es in deine Rendite-Berechnung negativ eingeflossen ist weil du darauf eben nicht gehandelt hast?“

      Möglich, aber nicht mal ansatzweise mit den Auswirkungen der fünf Beispiele.

      Wie auch immer: Ich schrieb, dies sei einer von vielen, über acht Tage abgewogenen Aspekten.

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  4. Die anderen Kommentatoren haben bereits alles Wichtige gesagt. Es kommt halt darauf an, wie langfristig man vorgeht und wann man eingestiegen ist. Jetzt Ende Januar 2026 möchte ich noch nicht in Aktien wie Amazon, Google oder S&P500 ETF mit wirklich großen Positionen einsteigen, da es aus meiner Sicht eine größere Korrektur geben wird und ich möchte nicht am Top einsteigen und dann monatelang unter Umständen auf ein Minus gucken 🙂 auch wenn AMZN oder GOOG langfristig zum Depot gehören. Momentan scheint das Jahr bestimmten Themen zu gehören : Energie, Rohstoffe, Edelmetalle und Defense. Ja, über verfrühte Ausstiege kann man immer im Nachhinein kritisieren, wie bei Novo Nordisk. Aber für mich als 95% Trader ist es sowieso sehr schwer nachzuvollziehen, wie manche Value Stockpicker monatelang ihre Minuspositionen aussitzen können. Wenn schon Einzelwerte dann schaue ich mir wenigstens den Wochen- und Tagesschart an und kaufe bei starken Rücksetzern oder eindeutigen Zeichen für Akkumulation und Kaufinteresse.

    Beispiel klares Kaufinteresse im Chart : Bayer

    Beispiel stark überverkauft und möglicherweise wieder an einem guten Einstiegslevel : Hims & Hers.

    Ansonsten bitte weiter so : Blog auf Substack und Nutzung von Parquet sowie die Produktion von YouTube Videos mit Strichmännchenzeichnungen wären natürlich das Tüpfelchen auf dem “ i “ 🙂

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    • Hi Michael.

      Blog auf Substack ist wirklich eine Überlegung wert. Würdest du meinen Blog auch auf Englisch lesen?

      Wobei das Verhältnis von potentieller Reichweite zu Konkurrenz vermutlich auf Englisch auch nicht anders aussieht als auf Deutsch.

      Viele Grüße

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      • Hi Stefan, ich denke dass Du unterschätzt, wie viele potenzielle Leser existieren und Du hättest jedenfalls eine optimale Zielgruppe. Ob man nun auf Englisch schreibt, je nun, die “ Dutch Investors “ dort sind auch nicht perfekt und Du kannst ja notfalls alles erst auf Deutsch schreiben und dann mit Deepl.com gegenchecken. War nur ein Gedanke…..so viele Autoren dort, die ich abonniert habe wie “ Capital Employed, The Dutch Investors, Hidden Market Gems, Emerging Value, The Swiss Transparent Portfolio…“ und anderweitig noch viel mehr…..und dann eben : “ komisch, mit die besten Artikel, die ich in den letzten Jahren gelesen alle auf Stefan`s Börsenblog und trotzdem so grundlos Nischendasein auf WP ??? Aber dann dachte ich naja, es ist hier auf WP ja mehr wie ein Blog und nicht so zeitaufwendig, vielleicht schreibt er an einem großen Reiseroman oder anderweitig beschäftigt….ich fände es jedenfalls sehr gut. Nicht nur aufgrund von Sympathie sondern in der Tat aufgrund der Qualität der Artikel.

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