SpaceX – wöchentlicher Sparplan

(Lesedauer: 2-3 Minuten)

2019 wurde ich von zahlreichen Lesern ausgelacht dafür, Tesla-Aktien gekauft zu haben. Die Aktien wären heute 190.000 Euro wert.

Für die Idee, wöchentlich in SpaceX zu investieren, blüht mir vermutlich erneut Häme. Die Risiken liegen auf der Hand:

  • Durchführbarkeit und Profitabilität vieler künftiger Projekte ist höchst unklar (Rechenzentren im All; Mond-Tourismus; Produktion auf dem Mond; Asteroiden-Mining; Raketen-Langstreckenflüge auf der Erde; Leben auf dem Mars etc).
  • Das Unternehmen scheint ziemlich von Elon Musk abhängig zu sein.
  • Zunehmende politische Regulierung kann dem Unternehmen schweren Schaden zufügen, und ist nicht unwahrscheinlich, u.a. weil beim Erfolg einiger Projekte SpaceX zum mächtigsten Unternehmen aller Zeiten werden kann.
  • Das Ziel des Unternehmens, unsere Spezies multiplanetar zu machen, könnte der Gewinnmaximierung bzw. dem Wohl der Aktionäre langfristig im Weg stehen (aus Kostengründen).
  • Das Unternehmen ist aktuell sehr hoch bewertet anhand konventioneller Maßstäbe. Außerdem gibt es über die kommenden Wochen verteilt einige Zeitpunkte, zu denen Teilhaber aus der Vor-IPO-Zeit erstmals verkaufen können, was Druck auf den Aktienkurs ausüben sollte.
  • SpaceX ist extrem abhängig davon, dass beim Starship Massenproduktion und hohe Wiederverwendbarkeit erreicht werden.

Weshalb erwäge ich dennoch regelmäßige, automatisierte Investments?

Zunächst mal reden wir hier von kleinen Beträgen. Würde ich einen wöchentlichen Sparplan 2 Jahre lang durchziehen mit dem Betrag, den ich im Kopf habe, so wären 4 Prozent meines in Aktien investierten Kapitals erreicht, also weniger als der S&P 500 Anteil von Nvidia, Apple, Alphabet oder Microsoft.

Ich verfolge SpaceX seit über einem Jahrzehnt und mir fällt kein Unternehmen ein, das ich derart spannend finde, und das so viele Dinge erreicht hat, die man für unmöglich hielt. Es gibt auch kein anderes Unternehmen mit einer derart großen Mission, oder mit einem so großen adressierbaren Markt.

Gegen Elon Musk zu wetten war im letzten Vierteljahrhundert nie eine gute Idee.

Was die Bewertung der Aktie angeht: Lasst euch mal von eurem LLM die Analystenschätzungen für Umsätze und Gewinne der Jahre 2027-2029 ausgeben. Da sieht die Sache schon ganz anders aus.

Allerdings habe ich seit 2019 mehrfach Investment Cases für Tesla in Excel simuliert, und dabei eines gelernt: Was Elon Musk in den kommenden Jahren umsetzen wird, kann man in keinem Spreadsheet vorhersagen.

Einen Großteil der oben aufgeführten Risiken hätte man übrigens auch 2019 für Tesla und 2022 für Nvidia auflisten können.

„Fear of missing out“ kann man mir 4 Monate nach dem Börsengang sicher vorwerfen, aber vielleicht ist das besser als jahrelang bei Tesla und Nvidia auf den perfekten Einstiegszeitpunkt gewartet zu haben.

SpaceX hat 83% weltweiten Marktanteil bei der Nutzlastbeförderung ins All:

SpaceX hat die Kosten enorm nach unten geschraubt:

Hier historisch und inklusive Starship:

Die Zahl der Starlink-Abonnenten verdoppelt sich jährlich:

2 Gedanken zu „SpaceX – wöchentlicher Sparplan“

  1. Man muss es eigentlich nicht mehr dazu schreiben, aber wer SpaceX kauft, der kauft:

    • Beförderung von Satelliten, Menschen und ISS-Bedarf ins All
    • Starlink
    • xAI / Grok / Cursor
    • Colossus als eines der weltweit größten KI-Rechenzentren, dessen Kapazität auch bereits an Alphabet und Anthropic vermietet wird
    • X und deren Werbeumsätze
    • Perspektivisch: Rechenzentren im All; Mond-Tourismus; Produktion auf dem Mond; Asteroiden-Mining; Raketen-Langstreckenflüge auf der Erde; Leben auf dem Mars
    • evtl. einen baldigen Zusammenschluss mit Tesla

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