Bitcoin: Was ich für 2026 erwarte

(Lesezeit: 4 Minuten)

Über kurze Zeiträume werden Finanzmärkte – und da ist Bitcoin als liquides 1300 Milliarden Dollar Asset keine Ausnahme – getrieben von:

  • Geopolitik / Wahlen / Krisen / Kriegen / Zöllen / Regulierung / Deregulierung
  • Konjunktur / Zinsen / Geldmenge
  • Innovation (KI etc.)
  • Ereignisse die auf einzelne Assets bezogen sind (Goldkäufe durch Zentralbanken; Bitcoin-Adoption etc.)

Am gestrigen Samstag starteten USA+Israel Angriffe auf Machthaber+Militär im Iran.

Manche munkeln, dass ein solches Ereignis bewusst auf das Wochenende gelegt wird, um keinen Crash an den Finanzmärkten zu riskieren bzw. um die Volatilität am folgenden Montag zu senken und – je nach Entwicklung des Krieges – die Option zu haben die Börsen am Montag geschlossen zu halten.

Bitcoin ist 24/7 handelbar und fiel gestern von 07:15 Uhr bis 08:00 Uhr um 3,77% und ist danach wieder um 5,28% gestiegen (bis heute, Sonntag, 13:55 Uhr). Zwischenzeitlich betrug das Plus 8,22% vom Samstags-Tief bzw. 4,14% vom Moment vor den Angriffen.

BlackRock hat in der folgenden Grafik dargestellt, dass Bitcoin in den ersten 10 Tagen nach Beginn von 6 Krisen zwar volatil war, aber auf 60 Tage gesehen sowohl den S&P 500 als auch die „Krisenwährung“ Gold in jedem einzelnen Fall outperformt hat:

Für die Zukunft von Bitcoin erwarte ich, dass

  • die Volatilität weiter abnimmt
  • die Wachstumsraten weiter abnehmen
  • die 4-Jahres-Zyklen erhalten bleiben und damit (ungefähr) die Länge von Bullen- und Bärenmärkten erhalten bleibt
  • die Maximum Drawdowns der Bärenmärkte in % weiter abnehmen
  • der Anteil von Bitcoin am weltweiten Vermögen weiter wachsen wird (derzeit 0,26%)

Mittlerweile gibt es mächtige Interessengruppen, die Bitcoin halten und damit an steigenden Preisen interessiert sind:

  • Staaten/Staatsfonds wie USA, China, UK, Ukraine, Bhutan, El Salvador, Abu Dhabi, Pakistan, UAE, Luxemburg, Kasachstan, Tschechien (über die Zentralbank)
  • Unternehmen wie Strategy, Tesla, SpaceX, BlackRock (verwaltend aber auch direkt), Fidelity, JPMorgan Chase, Morgan Stanley, Goldman Sachs, Wells Fargo sowie ca. 200 weitere Unternehmen inkl. diverser Bitcoin Treasury Companies
  • Mining-Unternehmen und Kryptobörsen
  • Hedgefonds wie Millennium Management, Brevan Howard, Schonfeld Strategic Advisors, Jane Street & Susquehanna
  • Pensionsfonds wie in Michigan und Wisconsin
  • Family Offices
  • Elite-Universitäten wie Harvard und Brown
  • Superinvestoren wie Ray Dalio, Paul Tudor Jones, Carl Icahn, Stanley Druckenmiller, Peter Thiel

Daher denke ich, dass wir keine Angst haben müssen, dass Bitcoin es nicht zum 5. Mal schafft, nach einem tiefen Bärenmarkt ein neues Allzeithoch zu erzielen.

Zuletzt ist Bitcoin von $126,000 auf $60,000 gefallen und handelt aktuell bei $66,000.

Im Bereich $55,000-60,000 befinden sich die 200-Wochen-Linie, sowie der durchschnittliche Kaufpreis aller aktuellen Halter, sowie die aktuelle Unterstützungslinie des Bitcoin Power Law.

Was erwarte ich? (keine Anlageempfehlung)

Erstens: Das Zyklus-Tief erreichen wir im 4. Quartal 2026. (Die Anzahl der Monate vom 2017er Hoch zum 2018er Tief war identisch mit der vom 2021er Hoch zum 2022er Tief.)

Zweitens: Bevor wir den Tiefpunkt erreichen, kann es wie in vergangenen Bärenmärkten durchaus Anstiege von bis zu 47% geben, bevor ein neues Tief erreicht wird.

Drittens: Beim Zyklus-Tief erwarte ich:

  • mit einer Wahrscheinlichkeit von 5%, dass wir es bereits hinter uns haben ($59,897)
  • mit einer Wahrscheinlichkeit von 30%, dass es bei $50,000-59,896 liegen wird
  • mit einer Wahrscheinlichkeit von 50%, dass es bei $40,000-49,999 liegen wird
  • mit einer Wahrscheinlichkeit von 10%, dass es bei $30,000-39,999 liegen wird
  • mit einer Wahrscheinlichkeit von 5%, dass wir unter $30,000 fallen

Müsste ich eine Zahl für das Zyklus-Tief angeben, so würde ich $41,000 sagen. Der Wert basiert einfach auf der Annahme, dass das Maximum Drawdown vom 2022er Bärenmarkt zum 2026er Bärenmarkt in dem Maße weiter zurückgehen wird (auf einer Log-Skala), wie es von 2018 zu 2022 der Fall war (nachdem das Maximum Drawdown bereits von 2011 zu 2014 und zu 2018 zurückging).

Übrigens hat Bitcoin an 41% der Tage mindestens 50% unter Allzeithoch gehandelt (seit 01.01.2017). Man bekommt also genug Zeit, um eine Position aufzubauen.

Ich bin seit knapp 5 Jahren dabei und habe ein dickes Fell aufgebaut.

Für diesen Bärenmarkt habe ich noch keinen konkreten Plan festgelegt. Was man machen könnte:

Option A: Man investiert monatlich gleichbleibende Beträge, solange wir unter dem Betrag handeln, den man maximal zu zahlen bereit ist (z.B. $70,000) und die max. Investitionssumme noch nicht erreicht ist.

Option B:

Schritt 1: Man überlegt sich, wie viel man in diesem Bärenmarkt höchstens investieren will.

Schritt 2: Man teilt den Wert durch 5.

Schritt 3: 20% investiert man sofort, 20% bei $55000, 20% bei $50000, 20% bei $45000, 20% bei $40000.

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