Und ewig stirbt der Eisbär

Auch wenn Vermögensaufbau das große Thema meines Blogs ist, so soll es heute um den Klimawandel gehen.

Ich habe mir diesbezüglich einiges von der Seele zu schreiben und möchte ein wenig Aufklärungsarbeit betreiben.

Es handelt sich um ein sehr komplexes Thema und ich bin weit davon entfernt, ein Experte zu sein. Doch ich bin neutraler Beobachter der Medien, informiere mich auch stark abseits der so genannten „Qualitätsmedien“.

Zudem unterliege ich nicht den Anreizsystemen der grünen Politiker, Buchautoren, Verlage, Zeitungen und Wissenschaftler, Wählerstimmen zu gewinnen, möglichst viele Exemplare zu  verkaufen, Werbeeinnahmen zu erzielen, Forschungsgelder abzugreifen oder aufzupassen, nicht aufgrund „falscher“ Meinungen keine Aufträge mehr zu bekommen oder vom Chef aufs Abstellgleis gesetzt zu werden.

Seit einiger Zeit vergeht keine Woche mehr mit sehr viel (oder sehr wenig) Hitze, Kälte, Nässe, Trockenheit oder Wind, ohne dass die Qualitätsmedien mit der großen Keule kommen: Der Mensch ist schuld daran. DU bist schuld daran. Die Erde ist dem Untergang geweiht. Früher gab man den Göttern die Schuld, heute den Menschen.

Ich kann mich auch an keine Natur-Dokumentation mehr erinnern, in der man nicht spätestens in den letzten fünf Minuten reingedrückt bekommt: So, jetzt hast du’s nochmal bei uns sehen können, aber das war’s dann auch.

Ich schreibe den Beitrag als eine Zusammenstellung von Kurzgeschichten zu verschiedenen Aspekten den Themas. Am Ende folgt eine Zusammenfassung.

 

# 1 – Die ertrinkenden Eisbären

Im Dezember 2017 veröffentlichte Fotograf Paul Nicklen auf Instagram ein Video eines abgemagerten, sterbenden Eisbären, das mittlerweile allein auf Instagram fast 2 Millionen Mal aufgerufen wurde. So ziemlich alle deutschen Nachrichtensendungen zeigten es. Kein Auge blieb trocken.

Es war eine willkommene Aktion für die Medien, auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Wenn die Eisbären nicht mit dem Verhungern beschäftigt sind, dann ertrinken sie, weil das Eis schmilzt. Das war auch die Hauptaussage des Films „Earth“ von 2007, der mehr als 100 Millionen US-Dollar eingespielt hat.

Die Wahrheit: Der Instagram-Bär war alt. Außerdem hat sich die Eisbären-Population laut Weltnaturschutzunion (IUCN) von ca. 10.000 Tieren Mitte der 60er Jahre auf 20.000 bis 25.000 Tiere Anfang bis Mitte der 2000er Jahre mindestens verdoppelt! Andere Veröffentlichungen bestätigen die Zahlen der 1960er und 2000er Jahre (Schuhmacher 1967, Schliebe 2001, Lunn et al. 2002, Polar Bear Spec. Gr. 2005).

Dabei stelle ich mir zwei Fragen: Wie viele Menschen in Deutschland wissen das? Und wie viele wüssten es, wenn es andersherum wäre?

Die Klima-Hysterie hat etwas Religiöses an sich. Dazu passt auch, dass das „Umweltschutzkonzept“ und das „Klimaschutzkonzept“ der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg mit zusammen 361 Seiten sogar länger sind als das Neue Testament.

Wer jetzt laut schreit „Die Population hat sich nur aufgrund der Jagdverbote verdoppelt“, den bitte ich, weiterzulesen. Auf die Entwicklung der Eismassen der Antarktis komme ich später zu sprechen.

 

# 2 – Der Hurrikan Mythos

Wer erinnert sich nicht an Harvey und Irma? Das sind die Namen zweier großer Hurrikans aus dem Jahr 2017, die große Wellen in den deutschen Medien schlugen.

Ganz klar: Wir sind schuld mit unseren Autos und Heizungen, so der O-Ton deutscher Fernsehsender und Zeitungen.

Sieht man genauer hin, wird klar, dass in den 129 Jahren zwischen 1880 und 2009 mitnichten eine Zunahme von Hurrikans erkennbar ist (im Bild bezogen auf die USA).

Klima-Alarmisten picken sich gern Extrembeispiele raus, zum Beispiel wenn es am Nordpol zwischenzeitlich wärmer ist als in Berlin. Und wer währenddessen mit der Tüte Chips vor dem Fernseher sitzt, wird nicht weiter nachforschen, wie sich die Temperaturen am Nordpol von Jahrzehnt zu Jahrzehnt entwickeln – und schon gar nicht, welche Einflussfaktoren es gibt. Eine Hurrikan-Grafik wie oben dargestellt wird mit Sicherheit auch nicht im deutschen, öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt worden sein.

 

# 3 – Energiesparlampen

Ich muss zugeben, dass mir herzlich egal war, was die Bürokraten der Europäischen Union getrieben haben, bis sie mir 2012 verboten, normale Glühbirnen zu benutzen, um so die Welt zu retten.

Wie formulierte es Henryk M. Broder? „Hätte die EU-Kommission beschlossen, dass jeder EU-Bürger einmal am Tag den Atem für drei Minuten anhalten soll, um den globalen CO2-Ausstoß zu reduzieren, wäre das nicht weniger absurd gewesen.“

Davon abgesehen, dass hier ein Eingriff in die Konsumentscheidungen der Privathaushalte stattfand, was ich auf den Tod nicht ausstehen kann (O-Ton Ludwig Erhard: „Ein Staat sollte Schiedsrichter sein, nicht mitspielen.“) und dass ich mir seitdem im eigenen Wohnzimmer vorkomme wie im Behandlungszimmer vom Zahnarzt, so könnte man noch anführen, dass Quecksilber gefährlich ist, das Verbot einen gewaltigen bürokratischen Aufwand mit sich brachte und dass die Energie-Ersparnis sich stark in Grenzen hält, da die Bürger die Lampen nun länger brennen lassen, da diese ja „weniger“ Energie verbrauchen.

Letzteres stimmt inzwischen vielleicht nicht mehr, da die energiepolitische Planwirtschaft Energiewende eine Explosion der Strompreise mit sich brachte.

 

# 4 – Wie die Antarktis grün geschrieben wurde

In der Basler Zeitung (die „Westpresse“ des 21. Jahrhunderts) gab es im Juli 2017 einen Artikel, der sich mit einer britischen Studie befasste, in deren Folge viele Medien (hierzulande u.a. ZEIT und SPIEGEL) schrieben, die Antarktis werde immer grüner und Schuld daran ist der Klimawandel.

Wie die Basler Zeitung schrieb, wollte ein Team um den deutschen Chemiker und Naturschützer Fritz Vahrenholt es genauer wissen. Mit jeder genaueren Information fiel die Meldung vom ungeheuerlichen Pflanzenwachstum, wo früher bloß Schnee und Eis regierten, mehr in sich zusammen. Die Rückverfolgung dieser News auf die tatsächliche Untersuchung in der Antarktis zeigt, wie heute Wissenschaft manipuliert und für politische Zwecke eingesetzt wird, so die Basler Zeitung.

Erstens handelte es sich um eine Landzunge, die fast 1.200 Kilometer von der eigentlichen Antarktis ins Meer hinausragt.

Zweitens gibt es dort seit Jahrhunderten Moose und Pflanzen. Ein Fundort heißt sogar „Green Island“ und die Insel hat eine Torfschicht von bis zu 2 Metern, die unmöglich in wenigen Jahrzehnten entstanden sein kann.

Drittens reichten die untersuchten Temperaturen der 2016 veröffentlichten Studie nur bis ins Jahr 2000 – und diese sind von 2000 bis 2014 wieder gefallen bis zurück zum Niveau von 1985. Hier wurde also (bewusst?) ein Zeitraum gewählt, der die maximale Erwärmung anzeigt.

Die Basler Zeitung beendet ihren Artikel völlig zu Recht mit den Worten:

„Amesbury und sein Team von der Uni Exeter haben zwar nicht gelogen, aber wichtige wissenschaftliche Daten und Zusammenhänge weggelassen, damit ihre Untersuchung in den wissenschaftlichen Trend und das Vorurteil von Journalisten passt. Und die Medien haben die Nachricht ungeprüft aufgenommen und unzulässig so zugespitzt, dass sie bestätigt, was die Journalisten glauben. Mit der kritischen Lektüre der Untersuchung ist zwar nicht bewiesen, dass es keinen Klimawandel gibt. Aber es ist bewiesen, dass sich die genaue Durchsicht von wissenschaftlichen Studien lohnt, bevor es zu Schlagzeilen kommt wie «Antarktis wird immer grüner!». Es ist alles ein bisschen komplizierter. Und der Vollständigkeit halber noch etwas: Ob der Klimawandel durch den Menschen gemacht wurde, war gar nie Gegenstand der Untersuchung.“

 

# 5 – Die Abgas-Gehirnwäsche

Anbei einige Grafiken vom Bundesumweltamt, die einen Teil der seit Monaten geführten Diskussion, die Abgase auf unseren Straßen werden uns alle töten, wenn wir nicht schleunigst etwas dagegen unternehmen, ad absurdum führen.

 

Thorben Meier brachte dazu vor drei Monaten den passenden Kommentar:

„Diese Dieselfahrverbote zeigen: Wenn man völlig gaga ist, wird vieles leichter im Leben. In Hamburg wird eine Straße auf 580m Länge für Diesel gesperrt. Also genau die Autos, die angeblich besonders umweltschädlich sind, müssen jetzt einen riesen Umweg fahren. Und stoßen dabei – huch, Überraschung – noch viel mehr Feinstaub aus. Ergibt das für irgendwen, der nicht permanent lachend vor eine Wand rennt, irgendeinen Sinn? Glauben die Grünen das eigentlich ernsthaft, dass sie mit so einer Maßnahme die Luftqualität in dieser Straße verbessern? Was macht Staub wohl, wenn der erst einmal in der Luft ist? Sagt der sich „Halt, Stopp, hier ist ja ne Umweltzone, da darf ich nicht rein!“ – und fliegt dann um diese Straße außen herum? Glauben die Grünen das wirklich? Vermutlich ja. Es wird für viele Grüne jetzt hart sein, aber: Umarmt weiter Bäume, trommelt für den Weltfrieden oder wascht Joghurtgläser aus – aber lasst die Finger von der Politik. Bitte. Lasst das die Erwachsenen machen. Der Physik, dem Staub und dem Wind ist eure Gaga-Ideologie scheißegal!“

 

# 6 – Willkommen im Ohne-Land der Vorreiter

Während die Game-Changer in den letzten 45 Jahren auf der anderen Seite des Atlantiks gegründet wurden (Microsoft, Google, Amazon, Apple, Facebook, Netflix, Oracle, Uber, Airbnb, Tesla, Ebay, PayPal, Dropbox, you name it), wird Deutschland zum Ohne-Land, wie Klaus Leciejewski schreibt. Ohne Atomkraft, ohne Kohle, ohne Diesel, ohne Gentechnik, ohne Zucker, ohne Zusatzstoffe, ohne Fett, ohne Salz, ohne Chemie.

Eine Entwicklung, die gleichermaßen traurig wie beängstigend ist, wie ich finde. Und für diejenigen, die nicht in den Großstädten leben, kann man noch hinzufügen: „ohne schnelles Internet“. Aber das ist ein anderes Thema.

Manfred Haferburg schrieb vor einigen Monaten:

„Die Deutschen sind gerne Vorreiter, ohne allerdings genau zu wissen, was Vorreiter eigentlich bedeutet. Wenn wir Vorreiter sind, dann sind zwangsläufig die Anderen nur Nachreiter, das fühlt sich gut an. Doch die Assoziation von den voraus reitenden mutigen Pionieren, die besser als andere reiten können, stimmt so nicht. Historisch gesehen waren Vorreiter Knechte, die vor den Kutschen der Oberen her ritten, um mit ihren Knüppeln und Peitschen das gemeine Volk von der Straße zu jagen mit dem Ziel: freie Fahrt für freie Despoten.“

 

# 7 – Zum Rekordsommer 2018

Der europäische Rekordsommer 2018 ist für Katrin Göring-Eckardt und ihre Jünger der Beweis dafür, dass wir langsam aber sicher unser eigenes Grab schaufeln.

Kann ihr bitte jemand verraten, dass vor einigen hundert Jahren (also vor der industriellen Revolution) in Skandinavien Wein angebaut wurde und dass die Menschen im Jahr 1473 zu Fuß durch das trockene Donaubett laufen konnten? Oder dass es im Jahr 1540 in einem Zeitraum von 6,5 Monaten in Zürich nur viermal geregnet hat, in Mailand in fünf Monaten überhaupt nicht?

Vielleicht sollten die Grünen und die öffentlich-rechtlichen Medien häufiger mit echten Klimatologen und Physikern wie Prof. Dr. Werner Kirstein sprechen, statt immer nur mit „Klimawissenschaftlern“, die nur von CO2-Modellierung am Computer etwas verstehen.

 

# 8 – Linke Kampfbegriffe

Wie Wolfram Weimer vor einigen Wochen zutreffend beschrieb, haben rote und grüne Politiker und Journalisten geschickt den Kampfbegriff des „Klimaleugners“ eingeführt. Damit wird jeder an den Pranger gestellt, der es wagt, den Absolutheitsanspruch des menschengemachten Klimawandels zu bezweifeln oder auch nur zur Diskussion zu stellen. Durch die Assoziation zum „Holocaustleugner“ soll jede offene Debatte im Keim erstickt werden.

Das machen Linke und Grüne auch bei anderen Themen gern. So wurde aus der Gesundheitspauschale die „Kopfpauschale“. Aus dem Betreuungsgeld wurde die „Herdprämie“. Echte Flüchtlinge werden mit Sozialstaatsmigranten unter dem Begriff „Flüchtlinge“ zusammengefasst. Der „Armutsbericht“ in Deutschland berichtet, wenn man es sich recht überlegt, über die reichsten Sozialfälle der Welt. Und vom „Euro-Rettungsschirm“ will ich gar nicht erst anfangen.

 

# 9 – Langfristige Klima-Prognose unmöglich

Klimaforschung ist alles andere als eine exakte Wissenschaft. Selbst im Weltklimabericht steht (sehr weit hinten):

„Klimamodelle arbeiten mit gekoppelten, nicht-linearen chaotischen Systemen. Dadurch ist eine langfristige Voraussage des Systems Klima nicht möglich.“

Rumms!

 

# 10 – Zehntausende Wissenschaftler auf der Gegenseite

Um aus dem Grundsatzprogramm der libertären PDV zu zitieren:

„Kohlendioxid (CO2) ist für das Gedeihen der Pflanzenwelt lebensnotwendig (Photosynthese). Ohne CO2 gibt es kein Leben auf der Erde. Sämtliche mit der Klimahysterie begründeten Maßnahmen sind daher sofort einzustellen und bereits in der Vergangenheit angelaufene Programme sind schnellstmöglich zu stoppen, bis in einem o­ffenen Diskurs der wissenschaftliche Beweis erbracht ist, dass anthropogenes (durch den Menschen verursachtes bzw. entstandenes) CO2 tatsächlich negative Auswirkungen auf unsere Umwelt hat. Dieser Beweis steht bis heute aus, wie selbst die Enquete- Kommission des Deutschen Bundestages festgestellt hat. Der vom Menschen beeinflusste CO2-Anteil in der Luft ist kaum messbar. Das Spurengas CO2 kommt in der Atmosphäre zu 0,038 Prozent vor. Lediglich 1,2 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes pro Jahr stammen laut Umweltbundesamt aus Verbrennungsprozessen, für die der Mensch verantwortlich ist. Sämtliche Maßnahmen, die hier regulierend eingreifen, führen sich somit selbst ad absurdum und zeugen von der Überheblichkeit der Menschen, Herr über die Natur sein zu wollen. Mehr als 31.000 Wissenschaftler (Oregon-Petition) und zahlreiche Nobelpreisträger der Naturwissenschaften widersprechen der offiziellen Klimatheorie. Über 700 Experten auf den betreffenden Fachgebieten haben sich zu einem nicht von Staatsgeldern abhängigen Klimarat (NIPCC) zusammengeschlossen und kommen zu dem Schluss, dass der Mensch keinen signifikanten Einfluss auf das Klima hat. Sie weisen außerdem auf den positiven Einfluss von CO2 auf das Pflanzenwachstum hin. Menschenrechtler weisen darauf hin, dass gerade in den Entwicklungsländern vorwiegend Kinder aufgrund der «Klimarettungsmaßnahmen» leiden. Gleichzeitig wird der Wohlstand in den entwickelten Ländern durch Deindustrialisierung vernichtet. Dieses führt zur Ausbeutung durch die geförderten Konzerne und Verarmung breiter Bevölkerungsschichten.“

 

# 11 – Der Rekordhitze ist schon fast perfekt

Das Jahr 2016 war global bis dato das heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das globale Mittel lag bei 14,8 Grad.

Ich hab vor kurzem ein Video gesehen mit einer Zusammenstellung von Aussagen von Klimaforschern und Fernsehmoderatoren, wie diese sagen, ohne den natürlichen Treibhauseffekt hätten wir minus 18 Grad und „dank des natürlichen Treibhauseffekts steigt die Temperatur im Mittel auf angenehme 15 Grad“. Diese Temperatur wird als ideal auf der Erde angesehen.

Das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen ist also noch etwas vom Optimum entfernt, das wir allein dank des natürlichen (!) Treibhauseffekts erreichen sollen.

Zudem ist die CO2-Konzentration, wenn man einen Schritt zurückgeht und auf das langfristige Bild schaut, aktuell so gering wie seit 250 Millionen Jahren nicht. Und die Temperatur war in diesem Zeitraum nie so niedrig wie jetzt.

Zudem ist im weltweiten Wirtschaftsboom der 1950er und 1960er Jahre der vom Menschen verursachte CO2-Ausstoß explodiert. Allerdings ist die weltweite Durchschnittstemperatur zwischen 1940 und 1975 fünfunddreißig Jahre lang gefallen – so stark, dass sogar die Angst vor einer neuen Eiszeit aufkam. Wie passt das damit zusammen, was uns Politik und Medien über den Zusammenhang von Temperatur und CO2 erzählen?

Die berühmten Eiskernbohrungen zeigen, dass der Zusammenhang genau umgekehrt ist: In den letzten 250.000 Jahren war es so, dass zuerst die Temperatur anstieg/fiel und das dann jeweils einige hundert Jahre später der CO2-Ausstoß derselben Richtung folgte.

 

# 12 – Städtische Wärmeinseln

Die Urbanisierung und die Entfernung von Messstationen auf dem Land sorgen dafür, dass die Temperaturen „steigen“. In der Stadt ist es wärmer als auf dem Land, und zwar einmal dadurch dass Straßen und Gebäude die Wärme speichern und zweitens dadurch dass man in Städten weniger Verdunstung hat, da die Niederschläge in die Kanalisation geleitet werden.

In der Folge der Urbanisierung steigen die gemessenen Durchschnittstemperaturen. Dieser Effekt wird dadurch verstärkt, dass die Zahl der Messstationen auf dem Land massiv gesenkt wurde.

 

# 13 – Erwärmung ist keine große Überraschung

Gern wird angeführt, dass sich die Erde mit der Industrialisierung um etwa 1 Grad erwärmt hat. Leider wird dazu in der Regel verschwiegen, dass um das Jahr 1880 herum (Beginn der Wetteraufzeichnungen) eine kleine Eiszeit endete. Es dürfte also nicht verwundern, dass es seitdem wärmer geworden ist.

 

# 14 – Zunehmende Eismassen und Gletscher

Die NASA hat 2015 eine Studie veröffentlicht, die u.a. auf Satellitendaten basiert und die besagt, dass die Eismasse der Antarktis von 1992 bis 2001 um 112 Milliarden Tonnen pro Jahr gewachsen ist, von 2003 bis 2008 um 82 Milliarden Tonnen pro Jahr. Das ist genau das Gegenteil dessen, was uns die Gehirnwäsche der Qualitätsmedien seit Jahren weismachen will.

Wer ein bisschen tiefer eintaucht, wird feststellen, dass auch die Gletscher in zahlreichen Regionen gewachsen sind (Himalaya, Kanada, Grönland, Norwegen, Alaska, Island, Neuseeland).

Na sowas! Doch das tote Pferd namens Klimakatastrophe wird trotzdem weiter geritten.

Gern zeigen die Medien Videos von wegbrechenden Eismassen an der Antarktis. Dazu wird dann gesagt: Guck, daran bist du schuld! Dabei ist dies so natürlich wie die fallenden Blätter im deutschen Herbst.

Und selbst wenn die komplette Arktis im Sommer vollständig schmelzen würde, wäre dies ein völlig normaler Vorgang. In der Geschichte der Erde wechselten sich Warm- und Eiszeiten ab. Die Definition ist dabei ganz einfach: Schmilzt im Sommer die Arktis vollständig, dann sind wir in einer Warmzeit. Wenn nicht, dann sind wir in einer Eiszeit. So wie aktuell. Wir befinden uns in einer warmen Phase einer übergeordneten Eiszeit.

Wenn mehr und mehr Eis von der Arktis verschwindet, bedeutet dies also nichts weiter, als dass wir auf dem Weg in eine weitere Warmzeit sind.

Sicher erinnert ihr euch an Ötzi. Der Knabe ist in der letzten Warmzeit durch die Alpen getigert, um dann einige Tausend Jahre im Eis eingeschlossen zu werden.

 

# 15 – Henrik Svensmark

Der dänische Physiker und Klimaforscher Henrik Svensmark hat vor einigen Jahren die Klimatheorie erschüttert. Svensmark studierte in Berkeley/Kalifornien an einer der renommiertesten Universitäten der Welt und gilt als einer der weltweit führenden Forscher auf dem Gebiet der Wolkenbildung und der kosmischen Strahlung.

Laut Svensmarks Veröffentlichungen hat die Sonnenaktivität einen stärkeren Einfluss auf das Klima als die Treibhausgase. Die Magnetfelder der Sonne erzeugen Sonnenwinde und Eruptionen, die eine Milliarde Mal stärker sind als eine Wasserstoffbombe.

Dafür wurde er über zehn Jahre lang von den führenden Köpfen des Weltklimarates IPCC ausgegrenzt und diffamiert.

Dazu müsst ihr wissen: Der IPCC ist ein Organ der UN und damit ein politisches Organ.

Svensmark sagt: „Klimaforschung ist keine normale Wissenschaft mehr. Sie wurde völlig politisiert. In den letzten Jahren besteht gar kein Interesse mehr an neuen Erkenntnissen. Man hat sich auf eine Theorie geeinigt und fertig. Das widerspricht zutiefst den Prinzipien von Wissenschaft.“

Weiter sagt er: „Politiker mögen den Gedanken nicht, dass wir Menschen den größten Teil des Klimageschehens nicht beeinflussen können. Wenn es so ist, gäbe es nichts mehr zu regulieren. Sie würden nicht gebraucht.“

Tja, mit der Angst vor dem menschengemachten Klimawandel werden Billionen von Steuer-Dollars und –Euros umverteilt.

 

Was ich glaube

Das Wetter (und damit das Klima, das nichts anderes ist als ein 30-Jahres-Mittelwert des Wetters) wandelt sich. Über Jahrzehnte, Jahrhunderte, Jahrmillionen.

Wie groß der Einfluss des Menschen ist, weiß ich nicht. Ich denke, wir überschätzen unseren Einfluss maßlos. Sonnenfleckenzyklen, Magnetfelder von Sonne und Erde, Vulkanausbrüche, Passatwinde und der Golfstrom haben einen weitaus stärkeren Einfluss.

Viele Dinge rund um Wetter/Klima sind unklar. Klar ist, dass es sehr viele Menschen gibt, die einen Haufen Geld mit der Klima-Hysterie verdienen.

Ganz schlimm finde ich, wie man mit den Skeptikern des menschengemachten Klimawandels umgeht. Die Wissenschaft lebt doch davon, dass man unterschiedliche Theorien aufstellt, diesen nachgeht und sie gegeneinander abwägt und am Ende so etwas wie eine Wahrheit findet (die dann zumindest eine Zeit lang die wahrscheinlichste Theorie bleibt).

Die häufig zitierte Aussage, diese Skepsis sei „gefährlich“, zeigt, wie vielen Menschen es nicht um die Wissenschaft geht, sondern um Milliarden an Forschungsgeldern. Diese würden nämlich nicht mehr sprudeln, wenn die andere Seite Recht hätte.

Ein Professor sagte einmal ungefähr Folgendes: „Versuchen Sie mal eine Forschungsarbeit durchzubringen mit dem Titel «Das Sammelverhalten des südenglischen Eichhörnchens». Dafür bekommen Sie keine 10.000 Euro. Danach kräht kein Hahn. Wenn Sie aber als Biologe den Titel wählen «Die Veränderung des Sammelverhaltens des südenglischen Eichhörnchens in Abhängigkeit des menschengemachten Klimawandels», da haben Sie ihre Millionen sicher.“

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Als Betriebswirt bin ich natürlich für einen ressourcenschonenden Umgang mit der Natur und allem was sie uns bietet. Abschließend noch ein paar Schlagwörter dazu, wie wir Gutes für die Natur leisten können:

  • Investitionen in Bildung & Forschung und damit in technologischen Wandel
  • Gewinnorientiertes Wirtschaften (Privatisierung) sorgt für effizienten Einsatz von Ressourcen
  • Schaffung/Schutz von Eigentumsrechten (u.a. Grundstücke) ist mit der beste Naturschutz, den ich mir vorstellen kann (und der auch realistisch ist)
  • Digitalisierung vorantreiben (z.B. beim Staat, indem man Behördengänge vermeidet, weil man die Dinge online erledigen kann)
  • Ausbau öffentlicher Nahverkehr

 

Zusammenfassung:

  • In den 2000er Jahren gab es mindestens doppelt so viele Eisbären wie in den 1960er Jahren.
  • Bei Extremwetter (z.B. Hurrikans) ist kein Anstieg von Beginn bis Ende des 20. Jahrhunderts erkennbar.
  • Der Ausstoß von CO2, NO2, SO2 und Feinstaub in Deutschland ist von den 1990er Jahren bis heute extrem gesunken.
  • Die Aussage, der Extremsommer 2018 ist ein Beleg für den menschengemachten Klimawandel, ist reiner Populismus. Vor einigen hundert Jahren wurde in Skandinavien Wein angebaut. 1473 konnte man zu Fuß durch das trockene Donaubett laufen. 1540 hat es in Mailand fünf Monate lang nicht geregnet.
  • Im Weltklimabericht steht: „Klimamodelle arbeiten mit gekoppelten, nicht-linearen chaotischen Systemen. Dadurch ist eine langfristige Voraussage des Systems Klima nicht möglich.“
  • Mehr als 31.000 Wissenschaftler (Oregon-Petition) und zahlreiche Nobelpreisträger der Naturwissenschaften widersprechen der offiziellen Klimatheorie. Über 700 Experten auf den betreffenden Fachgebieten haben sich zu einem nicht von Staatsgeldern abhängigen Klimarat (NIPCC) zusammengeschlossen und kommen zu dem Schluss, dass der Mensch keinen signifikanten Einfluss auf das Klima hat.
  • Im langfristigen Bild sind Temperatur und CO2-Konzentration zurzeit so gering wie seit 250 Millionen Jahren nicht.
  • Im weltweiten Wirtschaftsboom der 1950er und 1960er Jahre ist der vom Menschen verursachte CO2-Ausstoß explodiert. Allerdings ist die weltweite Durchschnittstemperatur zwischen 1940 und 1975 fünfunddreißig Jahre lang gefallen – so stark, dass sogar die Angst vor einer neuen Eiszeit aufkam.
  • Eiskernbohrungen sind eine der wenigen Methoden, Temperatur und CO2-Konzentration über mehrere hunderttausend Jahre nachzuvollziehen. Sie zeigen, dass der Zusammenhang genau umgekehrt ist: In den letzten 250.000 Jahren war es so, dass zuerst die Temperatur anstieg/fiel und das dann jeweils einige hundert Jahre später der CO2-Ausstoß derselben Richtung folgte.
  • In den letzten Jahrzehnten sorgte der UHI-Effekt städtischer Wärmeinseln dafür, dass die gemessenen (!) Durchschnittstemperaturen stiegen. Auf dem Land wurden massenhaft Messstationen entfernt. Zwischen 2002 und 2015 ist allerdings auch trotz des UHI-Effekts die weltweite Durchschnittstemperatur konstant geblieben.
  • Um das Jahr 1880 herum (Beginn der Wetteraufzeichnungen) endete eine kleine Eiszeit. Es dürfte also nicht überraschen, dass es seitdem wärmer wurde.
  • Auf NASA-Satellitenbildern erkennt man, dass die Eismasse der Antarktis massiv zugenommen hat: 1992 bis 2001 und 112 Milliarden Tonnen pro Jahr; 2003 bis 2008 um 82 Milliarden Tonnen pro Jahr. Auch die Gletscher sind in dieser Zeit in zahlreichen Regionen gewachsen (Himalaya, Kanada, Grönland, Norwegen, Alaska, Island, Neuseeland). Dass hin und wieder auch mal Eismassen wegbrechen/schmelzen, ist so natürlich wie das Fallen der Blätter im Herbst.
  • Selbst wenn die komplette Arktis im Sommer vollständig schmelzen würde, wäre dies ein völlig normaler Vorgang. In der Geschichte der Erde wechselten sich Warm- und Eiszeiten ab. Die Definition ist einfach: Schmilzt im Sommer die Arktis vollständig, dann sind wir in einer Warmzeit. Wenn nicht, dann sind wir in einer Eiszeit. So wie aktuell. Wir befinden uns in einer warmen Phase einer übergeordneten Eiszeit. Wenn mehr und mehr Eis von der Arktis verschwindet, bedeutet dies also nichts weiter, als dass wir auf dem Weg in eine weitere Warmzeit sind.
  • Laut Veröffentlichungen des dänischen Physikers und Klimaforschers Henrik Svensmark, einer der führenden Forscher auf dem Gebiet der Wolkenbildung und der kosmischen Strahlung, hat die Sonnenaktivität einen stärkeren Einfluss auf das Klima als die Treibhausgase. Die Magnetfelder der Sonne erzeugen Sonnenwinde und Eruptionen, die eine Milliarde Mal stärker sind als eine Wasserstoffbombe.
  • Der Weltklimarat IPCC ist als Teil der UN ein politisches Organ. Top-Wissenschaftler berichten, dass Regierungen Einfluss auf die Veröffentlichungen des IPCC genommen haben. Viele Politiker sehen ihre Daseinsberechtigung darin, Dinge zu regulieren und zu verbieten. Zudem hängen zig Milliarden an Forschungsgeldern und Subventionen an der Hypothese, der Mensch hätte einen erheblichen Einfluss auf das Klima.
  • Den besten Naturschutz bieten nicht Verbote und Regulierungen, sondern Schaffung und Schutz von Eigentumsrechten, gewinnorientiertes Wirtschaften (somit ein effizienter Einsatz von Ressourcen), Investitionen in Bildung und Forschung privater Unternehmen sowie die Digitalisierung.

Zum Schluss noch eine Grafik, die zeigt dass man vorsichtig sein sollte, wenn man den Zusammenhang zweier Variablen erklären möchte. Wer den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität erkennt, ist stets klar im Vorteil.

74 Gedanken zu „Und ewig stirbt der Eisbär

  1. ??
    Bist Du der erste, der punktuell mit Statistiken und Gegenstatistiken pro oder contra Klimawandel argumentiert? Ein Beitrag ohne jeden Mehrwert!!! Ich schätze Deine Einlassungen in der Regel sehr, hier wird mir erhrlich gesagt übel…

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    • Hallo Andreas,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Hast du dich in den letzten Jahren auf ARD, ZDF oder SPIEGEL informiert? „Gegenstatistiken“ wirst du dort genauso wenig finden wie einen Wissenschaftler beim „Urbi et orbi“, der den Katholiken erklärt, warum die Story um Adam und Eva nicht so ganz wahrscheinlich ist, ebenso wie die unbefleckte Empfängnis Marias.

      Viele Grüße
      Stefan

      PS: Du schreibst „contra Klimawandel“. In diesem 3.700-Wörter-Beitrag findest du keinen einzigen Satz, der bestreitet, dass sich das Klima wandelt.

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  2. Hallo,

    vielen Dank für diesen tollen Artikel und die Zusammenstellung der zum Selbstdenken anregenden Fakten.

    Wie man leider schon am ersten Kommentar sehen kann, nehmen leider die wenigsten eine solche Einladung zum selbständigen weiterlesen, recherchieren und nachdenken an.

    Viele Grüße
    Volker

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  3. Hallo Stefan,
    ich muss sagen ich finde deine Börsenbeiträge meist gut, aber der Beitrag hier ist an vielen Stellen schlecht. Zum Beispiel die Sonnenaktivität hat einen höheren Einfluss auf das Klima als Gase (also Gase haben einen?) und dann zitierst du als Gegenbeweis das von 1940 – 1975 die Temperaturen gesunken sind – könnte ja trotz Klimawandels an der Sonne liegen. Außerdem ist der Klimawandel ein sehr langfristiges Problem, das nur langsam voranschreitet. Daher sind Argumentationen die sich auf wenige Jahrzehnte Beobachtungen beziehen (wie diese, oder natürlich auch in der anderen Richtung ob Eisbären mehr oder weniger werden) so sinnvoll wie an der Börse zu glauben eine Aktie sei besser weil ihr Kurs gestiegen ist ohne auf die fundamentalen Daten zu schauen.

    Zwei Probleme mit dem CO2-Ausstoß hast du völlig unterschlagen:
    1.) CO2 löst sich im Wasser und bildet dort (wie jeder an einer Flasche Mineralwasser beobachten kann) Kohlensäure. Säure greift Kalk an, was aber für Muscheln, Schnecken, Korallen und andere Wasserlebewesen essentieller Panzerbestandteil ist. Wenn wir das Gleichgewicht im Meer zerstören riskieren wir einen wichtigen Teil auch unserer Nahrungskette – hunderte Millionen Menschen sind auf Nahrung aus den Weltmeeren angewiesen.

    2.) Der Anstieg des Meerwassers ist langfristig klar nachweisbar. Hier eine aktuelle Studie: http://www.pnas.org/content/115/9/2022
    Was denkst du ist billliger: wenn jeder ein paar Euro mehr für CO2-neutrale Mobilität und Strom im Monat ausgibt, oder wenn man Städte wie Hamburg, Amsterdam, Venedig, Miami usw. abreißen und hundert Kilometer landeinwärts komplett neu errichten muss?
    Am Ende geht es ja nicht darum dass die Meeresspiegel historisch schon einmal stark geschwankt haben. Es geht darum ob und zu welchem Preis wir und unsere Kinder sich in der nötigen Geschwindigkeit anpassen können, oder ob wir nicht wesentlich billiger fahren wenn wir jetzt ein wenig von unserem Wohlstand abgeben um später nicht zu viel ändern zu müssen.
    Übrigens werden fossile Energieträger in den nächsten Jahrhunderten ohnehin zur Neige gehen, es führt also nichts um einen Umstieg auf erneuerbare Energien herum. Was schadet es also wenn wir das sofort anpacken?

    Und zum letzten Punkt, der beste Umweltschutz bräuchte keine Gebote und Gesetze, nur Eigentumsrechte: Nur in der Theorie. In der Praxis ist das Bullshit da gerade Güter die der Allgemeinheit gehören (saubere Luft z.B.) keiner ein Eigentumsrecht erwerben kann, um mit dem Verschmutzer der Luft über eine angemessene Entschädigung zu verhandeln. Ich würde ja sehr sehr gerne jedes Auto das die Müllerstraße runterfährt mit einem cent Entschädigung dafür versehen, dass ich durch Lärm und Abgase (auch wen Abgase zurückgegangen sind und Autos weniger stinken als vor 20 Jahren stinken sie immer noch!) sowie die extreme Einschränkung meiner Freiheit – dass ich meinen Sohn nie allein vor die Tür treten lassen kann ohne um sein Leben zu fürchten. Das wäre mehr als gerechtfertigt. Allerdings funktioniert das nicht, also muss es der Staat machen. In einer vernünftigen Wirtschaftsordnung kommt der Verursacher jedes Schadens für diesen Schaden auf, und genau das ist was im Moment in unserer Wirtschaft passieren müsste, indem zum Beispiel CO2-Zertifikate nicht verschenkt werden oder der Staat auf die Mehrwertsteuer bei internationalen Flugtickets verzichtet.

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    • Hi Tobi,

      „Sonnenaktivität hat einen höheren Einfluss auf das Klima als Gase (also Gase haben einen?)“
      Ja, genau so sehe ich es und auch der Herr Svensmark, wie aus dem Beitrag hervorgeht. Dass Gase einen Einfluss auf das Klima haben, habe ich an keiner Stelle bestritten, oder? Ich habe sogar geschrieben, ohne Treibhausgase hätten wir auf der Erde durchschnittlich minus 18 Grad. Damit wäre die Erde für Menschen unbewohnbar.
      CO2 ist nicht das einzige Treibhausgas. Der Anteil von Wasserdampf ist um ein Vielfaches höher. Zudem hat Methan einen stärkeren Effekt (bei gleicher Menge).
      CO2 hat einen Anteil von 0,038 Prozent in der Atmosphäre. Davon stammen 5% vom Menschen.
      Außerdem kann man die chemischen Verbindungen nicht einfach isoliert voneinander betrachten. Die Biomasse, die Methan freisetzt, bindet bspw. CO2.
      CO2 wird auch im Wasser gebunden, wie du selbst schreibst. Die Erdoberfläche besteht zu zwei Dritteln aus Wasser. Steigt die Temperatur, dann verdampft mehr Wasser und CO2 wird freigesetzt. Diesen Zusammenhang zeigen die angesprochenen Eiskernbohrungen. (ZUERST steigt die Temperatur und DANN das Kohlendioxid)

      „Außerdem ist der Klimawandel ein sehr langfristiges Problem“
      Klimawandel ist kein Problem, sondern ein Phänomen, das seit Millionen von Jahren existiert.

      „Daher sind Argumentationen die sich auf wenige Jahrzehnte Beobachtungen beziehen so sinnvoll wie …“
      Mit welcher Verzögerung tritt denn deiner Meinung nach der Effekt auf, an den viele glauben (vom Menschen ausgestoßenes CO2 erhöht die Temperatur)? Wenn die Temperatur erst über 20 Jahre später steigen soll, dann bin ich auf deine Erklärung gespannt.

      „Zwei Probleme mit dem CO2-Ausstoß hast du völlig unterschlagen“
      Sorry, aber ich habe 3.700 Wörter zu einem sehr komplexen Thema geschrieben. Ich habe gewiss eine ganze Menge unterschlagen. Ein Blogbeitrag ist immer eine Anregung, weiter nachzuforschen.

      „Wenn wir das Gleichgewicht im Meer zerstören riskieren wir einen wichtigen Teil auch unserer Nahrungskette“
      So etwas wie ein Gleichgewicht in der Natur existiert nicht. Ökosysteme sind immer im Fluss.

      „Übrigens werden fossile Energieträger in den nächsten Jahrhunderten ohnehin zur Neige gehen, es führt also nichts um einen Umstieg auf erneuerbare Energien herum. Was schadet es also wenn wir das sofort anpacken?“
      Frag mal die Chinesen. Wir Deutsche haben in Solarstrom investiert, als dieser wahnsinnig teuer war. Heute, wo er günstiger ist, überholen uns die Chinesen links und rechts. Berlin hat 4 E-Busse, Shenzhen 16359.
      Und es führt nichts um einen Umstieg auf erneuerbare Energien herum? Schau dir mal an, wie viele Atomkraftwerke aktuell in China, Indien, Russland, Südkorea oder den USA gebaut werden. Dagegen sind die paar Windrädchen in Mecklenburg-Vorpommern ein Witz.
      Übrigens gab es im Januar 2018 (oder 2017?) einen Zeitraum von ca. 2 Wochen, in denen Wind und Sonneneinstrahlung so schwach waren, dass geplante Wartungsarbeiten an französischen Atomkraftwerken verschoben werden mussten, weil ohne französischen Atomstrom in Deutschland evtl. die Lichter ausgegangen wären.

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  4. Excellente Analyse. Warum sollte auch immer der Mensch dran schuld sein? Die Natur kann ja auch recht gemein sein. Um die angesprochenen Anreizsysteme für die grünen Politiker einzudämmen wäre es am sinnvollsten die ganzen Umweltgesetze abzuschaffen oder zumindest auszusetzen, bis die Schuldfrage endgültig geklärt ist. Es könnte ja sein, dass die Luftverschmutzung in Peking aufgrund der geologischen Lage solche Ausmaße annimmt, die Ölverschmutzung der Flüsse in Afrika der Temperatur (Bakterienwachstum) geschuldet ist und dass das Insektensterben oder der Artenrückgang ganz normale natürliche biologische Prozesse sind (das Sterben der Dinosaurier wird ja auch nicht den Menschen angelastet). Für das viele Plastik im Meer (wahrscheinlich eh Fakenews – ich habs noch nie mit eigenen Augen gesehen..) machen wir einfach die Flüchtlinge verantwortlich… – Und von den dann höheren BASF-Dividenden können wir uns endlich den BMW-SUV leisten (ohne CO-Begrenzung). WinWin sozusagen.
    Falls dann doch irgendwannn rauskommen sollte, dass unser Dasein hier einen Einfluß gehabt haben könnte sagen wir wie immer: „ICH hab von nix gewußt…“

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    • Ich merke schon: Du bist treuer Tagesschau-Fan. Würdest du dich woanders informieren, wüsstest du,
      – dass die Lebenserwartung aktuell so hoch ist wie noch nie,
      – die Kindersterblichkeit so gering wie noch nie,
      – der Analphabetismus so gering wie noch nie,
      – die absolute Armut so gering wie noch nie,
      – der Anteil demokratischer Staaten so hoch wie noch nie,
      – der Anteil der Menschen mit Schulbildung so hoch wie noch nie,
      – du und deine Nachbarn in Sachen Verkehr, Unterhaltung, Kommunikation oder medizinische Versorgung ein besseres Leben haben als der reichste Mensch der Welt vor 60 Jahren.

      Was das mit globaler Erwärmung zu tun hat? Genauso viel wie deine Beispiele zu Plastik und Insekten.

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      • Ebend. Und ich denke, dass diese Erfolge auch elementar mit den „Verboten und Regulierungen und den Anreizsystemen für die grünen Politiker“ zu tun haben (Ich erinnere mich noch sehr gut an das Geschrei bei der Einführung des Katalysators…). Die Ergebnisse wenn diese Verbote nicht exsistieren wollte ich mit meinen Beispielen deutlich machen.

        Zum CO2 Thema schließe ich mich gern der Meinung eines Kommentators von BTO an:

        „Ich sehe es halt so: Es gibt diesbzgl. zwei Fehler, die man machen kann.

        1. Klimawandel ist real und katastrophal und man tut nichts dagegen.
        2. Klimawandel ist nicht real und/oder nicht katastrophal und man tut etwas dagegen.

        Ich würde mich auch ohne nähere Kenntnis der Wissenschaft für Fehler 2 entscheiden, da die ökologische Technologie langfristig post-fossil nutzbar ist und – das ist nun meine persönliche Einstufung – Fehler 1 schlimmer wäre als Fehler 2.“

        P.S.: Deine Punkte sind mir sehr wohl bekannt und werden so selbst auch von der Tagesschau kommuniziert. Für mich heißt das halt auch, dass „die Politik“ bisher ja wohl gar nicht einen soo schlechten Job gemacht hat – aus welchem Grund sollte ch dann auf Fehler1 pochen?

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        • Zum Katalysator: der wurde vom CSU (!!!)-Innenminister Zimmermann eingeführt – nicht von den Grünen.

          Ganz grundsätzlich: Es ist „dem gemeinen Volk“, angewiesen auf Tagesschau und Blogs, nicht zuzumuten und nicht möglich, den Wahrheitsgehalt der beiden Seiten der Klimadebatte sinnvoll zu beurteilen. Umso böser ist das Verhalten von „Wissenschaftlern“ (neben Klima sind auch Gender und Soziologie hier krasse Beispiele), aus ihrer „Experten“position heraus Falschaussagen zu treffen und erfundene bzw. frisierte Statistiken (siehe hockey stick illusion) an die Öffentlichkeit zu bringen.

          Zum Thema kann ich als Dr.rer.nat. in Mathe inhaltlich (bio, geo) gar nichts beitragen, zur Modellierung aber sehr wohl: Taugt nicht für langfristige Prognosen (die ja gemacht werden), s.o. #9 „Klimamodelle arbeiten mit gekoppelten, nicht-linearen chaotischen Systemen. Dadurch ist eine langfristige Voraussage des Systems Klima nicht möglich.“
          Dem ist nichts hinzuzufügen.

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  5. Übrigens… wissenschaftlich belegt ist, dass, wenn man den CO2-Anteil in der Luft von derzeit knapp 0,04% auf 0,08% verdoppelt würde, dann würden die so genannten C3-Pflanzen besser gedeihen (Getreide, Raps, Zuckerrübe, Kartoffel, Reis, tropische Waldbäume). Aus diesem Grund wird in großen Gewächshäusern auch zusätzliches CO2 von außen zugeführt.
    Auf C4-Pflanzen (Mais, Zuckerrohr, Hirse, tropische Savannengräser) hätte eine Verdopplung weder einen positiven, noch einen negativen Effekt.
    Quelle: Vortrag von Prof. Dr. Werner Kirstein (Klimatologe) an der TU Dresden im April 2018

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  6. Super Beitrag! Zu Punkt #14, wie erklärst du dir das?
    https://climate.nasa.gov/climate_resources/125/infographic-sea-level-rise/

    Das ist ein großes Problem in der Klimadebatte, ständig findet man Informationen, die in Konflikt stehen.

    Das nächste Problem und du nennst es ja. Es ist ein komplexes System. Das heißt es gibt nicht nur known unknowns, sonder noch viel mehr unknown unknowns. Das macht es extrem schwierig Schlussfolgerungen zu treffen, wie eine Korrelation zwischen CO2 und Temperatur.

    Ich bezweifle, dass wir Menschen einen Klimawandel verursachen. Dennoch sollten wir aber auf eine ressourcenschonende Ökonomie steuern, aber bitte ohne Geld zum Fenster zu werfen, wie mit der Energiewende.

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  7. Hallo Stefan, vielen Dank für die Mühe und den Mut, auf die Thematik einzugehen.
    Du hast es treffend beschrieben. Unsere Gesellschaft wird immer mehr von Populisten gesteuert. Einzelne Fakten werden aus dem Zusammenhang gerissen und für Einzelinteressen genutzt.
    Es ist mir ein Dorn im Auge wie sehr wir Deutschen uns derart einfach beeinflussen lassen und dem Glauben schenken, was uns da in den Medien präsentiert wird.
    Deutschland hat sich zu einem Staat entwickelt, der die Massen mit Versorgung stimuliert und träge werden lässt mit dem Ziel den Machterhalt des Establishments auszubauen.
    Weder Staat noch Medien verfolgen den politischen Bildungsauftrag.
    Das führt jedoch dazu, dass wir international betrachtet immer mehr Wettbewerbsfähigkeit verlieren.
    Auch ein gutes Beispiel ist das Verzicht des Handels von Plastiktüten. Angenommen es stimmt, das Plastiktüten umweltschädlicher sind als Papiertüten. Warum bietet dann der Handel nicht anstelle von Plastiktüten Papiertüten an? Weil man so auf zusätzliche Gewinne verzichten würde.
    Von den zusätzlichen Steuereinnahmen durch den Verkauf der Tüten mal abgesehen. Ferner sind Papiertüten teurer als Plastiktüten.
    Noch ein gutes Negativbeispiel:
    In Großstädten fahren immer mehr „grüne Busse“ mit Hybridtechnik, da hier Messstationen stehen. Die alten Dieselbusse wurde abgegeben und fahren jetzt im ländlichen Raum bzw. in Kleinstädten herum und sorgen dort für schlechte Luft. Oder Sie werden wie alte PKW ins Ausland verkauft.

    Seit Jahren nimmt die Politk durch die ENEV starken Einfluss auf die Baubranche sowie den Immobilienmarkt. Häuserfassaden von Bestandsimmobilien werden/müssen gedämmt werden, um Heizenergie einzusparen.
    Dies geschieht überwiegend mit künstlichen Dämmstoffen.
    Dies wird mit günstigen Krediten gefördert. Vermieter können diese Kosten auf den Mieter umlegen und freuen sich über eine höhere Rendite. Darüber hinaus entsteht jedoch das Problem, dass in Zukunft jede Menge an Dämmplatten entsorgt werden müssen. Keine so gute Umweltbilanz.
    Schaut man bei der Effizienz dieser Maßnahmen genauer hin, bemerkt man, dass das Dämmen der Fassade weniger effizient ist, wie z. B. die Dämmung des Dachgeschosses oder der Austausch der Fenster. Saniere ich als Hauseigentümer eine Fassade bin ich in vielen Fällen gezwungen diese zu dämmen.

    Wir alle sollten eine nachhaltige Lebensweise anstreben und vernünftig mit unseren Ressourcen umgehen.

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  8. Stefan, woher kommt Dein Begehren oder evtl. auch Frust für diesen Artikel? – Interessante Teilaspekte.
    Ich lese regelmäßig Deinen Blog – großes Lob für die super Analysen und Recherchen zu den Unternehmen – und jetzt schreibst Du „soll es heute um den Klimawandel gehen“ und Du möchtest Dir „diesbezüglich einiges von der Seele zu schreiben und möchte ein wenig Aufklärungsarbeit betreiben“. Ein ganz anderes und vor allem weitreichendes und in vielen anderen Bolgs diskutiertes Themenfeld. Klar es ist Dein Blog und Du kannst schreiben was Du möchtest.
    Es war Dir sicher bewusst, dass dies zu kontroversen Diskussionen führt und der eine und andere ebenfalls gereizt reagieren wird. Auch zu Aktien bzw. zu Unternehmen und deren Strategien gibt es unterschiedliche Analysen und Statistiken. Und Nachrichtensenden gibt’s ne Menge. (ich hoffe doch das zu ab und zu in die ö.r. Sender schaust)
    Deshalb nochmals zu meiner Frage: Was hat der Artikel mit „In meinem Blog geht es um Ziele beim Vermögensaufbau, darum wie man diese Ziele erreichen kann und welche Fehler es zu vermeiden gilt.“ zu tun? Hast Du vor evtl. in Versicherungen, Energieproduzenten/versorger, oder…. zu investieren?
    Grüße Rainer

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    • Hallo Rainer,

      zu diesem Thema wollte und will ich mich gern mit alten und neuen Lesern austauschen. Wer darauf keine Lust hat, der weiß nach dem ersten Satz, worum es geht, und wird nicht gezwungen, weiterzulesen.

      Viele Grüße
      Stefan

      PS: In Versicherungen und Energieversorger werde ich in den nächsten Jahren eine Menge Geld stecken, und zwar indirekt über Berkshire Hathaway 🙂

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    • Das 97%-Argument ist mir bekannt. Dazu ein paar Gedanken:

      (1) Ändert das etwas an den genannten Fakten?
      (2) Jeder seriöse Wissenschaftler wird sich totlachen über die Idee, die Abstracts von 12.000 Studien daraufhin zu untersuchen, welche Aussagen in Abstracts getroffen wurden.
      (3) Abstracts werden häufig gar nicht von den Autoren selbst verfasst.
      (4) Die 97% sind (bewusst) völlig irreführend. Sie beziehen sich laut deinem Link auf die 2.000 Leute, die geantwortet haben. Was ist mit den übrigen 10.000 Studien? Was stand in der E-Mail? Wurde eine eindeutige Ja/Nein-Frage gestellt, und wenn ja, welche? (jedes einzelne Wort ist entscheidend)
      (5) Wer hat die 12.000 Studien ausgewählt? Und wie? Wie wurde sichergestellt, dass es sich um Studien hoher Qualität handelt?
      (6) Um welchen Zeitraum geht es beim Schlagwort „globale Erwärmung“?????
      (7) Was ist mit den Absichten der jeweiligen Studien? Welchen Anreizen unterlagen die Forscher? Wer hat die Studien in Auftrag gegeben und mit welchem Zweck?
      (8) Viele dieser Studien stammt aus den 90ern. Die Wissenschaft erlangt ständig neue Erkenntnisse. Vieles aus meinem Beitrag ist neuer.
      (9) Dass die so genannten Klimawissenschaftler den Faktor Sonne (nun endlich!!!) in ihre Modelle einbeziehen, ist neu. Das tun sie kurioserweise erst seit ein paar Jahren.
      (10) Es gab eine Zeit, da dachten 97% der Wissenschaftler, die Erde sei eine Scheibe.
      (11) Gut möglich, dass viele dieser Studien einfach nur die Korrelation (!) zwischen CO2-Ausstoß und Temperatur ermittelt haben. Dazu kam die Info, der Mensch stößt CO2 aus. Und fertig war der Satz im Abstract, mit dem Menschen erhöht sich die Temperatur.
      (12) Kein Wissenschaftler auf der ganzen Welt wird der Aussage zustimmen, dass der Mensch die Ursache der globalen Erwärmung ist, so wie es dein verlinkter Artikel verheißt. Einhundert Prozent der Wissenschaftler, die sich damit auseinandergesetzt haben, sind sich einig, dass die mittlere Temperatur auf der Erde immer schon starken Schwankungen ausgesetzt war, auch bevor das erste Stück Holz vom Menschen verbrannt wurde. Die eigentliche Fragestellung (Führte die Industrialisierung zu höheren Temperaturen?) ist in deinem Artikel wohl bei der Übersetzung verloren gegangen.
      (13) Siehe meine Punkte 11, 12, 13 und 14 im Beitrag.

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  9. @Stefan

    Selbstverständlich kann man von den öffentlich rechtlichen Medien enttäuscht sein, bzw. Fehler und Misstände finden bzw. beklagen. …

    Aber einen wissenschaftlichen Konsens in Frage zu stellen, nur weil man eine Paranoia gegen die öffentlich rechtlichen Medien mit eigenen Halbwahrheiten aus dem Netz zur Bestätigung des eigenen Weltbildes anführt… da wird es dann unsachlich.

    Selbstverständlich sind Medien nicht perfekt und negatives ist überproportional vertreten, da es sich besser verkaufen lässt…

    Einen wissenschaftlichen Konsens zu leugnen… sorry, ich hinterfrage sehr gerne… aber da hört bei mir die Sachlichkeit auf.

    https://skepticalscience.com/translationblog.php?n=316&l=6

    Big Oil, Big Tobacco und einige andere private „weiße Ritter“ haben natürlich noch nie die Schädlichkeit Ihres Geschäftsmodells versucht runterzuspielen, Studien und Wissenschaftler zu kaufen, bzw. nur die zu veröffentlichen, die ihnen gelegen kommen…

    Differenzierung gehört sowohl bei unserem Staat wie auch bei den Konzernen mit dazu. Einseitige Betrachtungsweisen sind mit zu eindimensional.

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    • „da es sich besser verkaufen lässt“
      Die ÖR-Medien arbeiten nicht mit Gewinnerzielungsabsicht, sondern mit Bildungsauftrag.

      „mit eigenen Halbwahrheiten“
      Welche Punkte aus meinem Beitrag bezeichnest du als halb wahr?

      „Einseitige Betrachtungsweisen sind mit zu eindimensional.“
      Wie angekündigt habe ich das Gegenstück bewusst weggelassen, da wir damit tagtäglich beschallt werden.

      „zur Bestätigung des eigenen Weltbildes“
      Welches Weltbild siehst du da bei mir? Ich glaube, du hast meinen Beitrag nicht zu Ende gelesen oder nicht verstanden.

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  10. @Stefan

    https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-es-gibt-noch-keinen-wissenschaftlichen-konsens-zum-klimawandel

    https://www.deutsches-klima-konsortium.de/de/klima-themen/klima-fakten.html

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kontroverse_um_die_globale_Erw%C3%A4rmung

    https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/16175-rtkl-klimadebatte-zehn-klima-mythen-und-die-fakten

    Ja, es gibt Entwicklungen und Veröffentlichungen (Gletscherveränderungen, Eisbären, Abgase, Quecksilberlampfen etc.) die falsch oder schlecht recherchiert sind.

    Es gibt auch Gegenbewegungen (siehe Wikipedia-Artikel) finanziert durch Unternehmen der fossilen Energieträger. Manchmal wird sogar offensichtlich übertriebenes dazu benutzt um die andere Seite zu diskreditieren.

    Jetzt nur ironisch über die „Qualitätsmedien“ der ÖR zu lästern und nur die „Privaten mit Gewinnerzielungsabsicht“ seien die unfehlbaren… sorry, beide Seiten bauen ab und an Mist!

    Für mich deutlich wahrscheinlicher ist es, dass die Mehrheitsmeinung unter den Wissenschaftlern und Organisationen die seriösere als die der Minderheit der Skeptiker ist.

    Revolutionen oder überraschende neue Erkenntnisse mag es immer wieder geben! Davor ist keine Seite 100% sicher!

    Den Konsens der Experten durch Laienmeinungen oder einzelne Stichpunkte anzuzweifeln… sorry, Zeitverschwendung.

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  11. Hi Stefan,

    ich mag diesen Beitrag von Dir sehr.

    Es gibt gute Gründe, sich die offiziellen Daten und den Spin der Politik kritisch und genau anzuschauen.

    Und das aus dem Grund, da es eine große Motivation verschiedener Interessengruppen gibt, dieses Thema extremer darzustellen, als es in Wirklichkeit ist.

    – Politiker können dadurch mehr steuern und umverteilen. –> SIe werden „wichtiger“ und können so Ihre eigene Position rechtfertigen.
    – Wissenschaftler die bei diesem „Konsens“ mitmachen, erhalten leichter Fördergelder und haben ein „einfacheres Leben“ als wenn Sie gegen diesen Mainstreamkonsens argumentieren würden.

    Meine Frau ist unabhängige Wissenschaftlerin und bei unserer Zeit in Washington DC hat Sie Jobangebote erhalten, bei denen es darum ging, bestimmte Bevölkerungsgruppen von diesem Konsens „zu überzeugen“.

    Das heißt Ihr Branding als Wissenschaftler sollte für diese Beeinflussung genutzt werden.

    Es ging also nicht darum, sich eigene Gedanken zu machen, sondern darum eine vorgefertigte Meinung nach aussen zu kommunizieren und damit einen Spin zu erzeugen.

    Alleine als Gegenpool für diese beeinflussende und nach meiner Meinung nicht neutrale Vorgehensweise ist ein Artikel wie Deiner sehr wertvoll!

    Schönes Wochenende

    Gefällt 1 Person

  12. Hallo Stefan,
    ich muss gestehen ich habe nicht den kompletten Beitrag gelesen, habe aber trotzdem eine Anmerkung.

    Ich glaube für deine Aussage „Eine Hurrikan-Grafik wie oben dargestellt wird mit Sicherheit auch nicht im deutschen, öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt worden sein.“ gibt es einen einfachen Grund: Die Ausgleichsgerade ist schlicht und einfach falsch, getreu dem Motto „Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast“.

    Wenn man sich das Diagramm anschaut gehen die Zeiträume immer über 10 Jahre. Nur beim letzten Datenpunkt, bei dem zufälligerweise keine Hurricanes auftraten nur über 3 Jahre. Es ist eine Sache von 5 Minuten die Daten online mal in ein Tool einzutragen das einem die Ausgleichsgerade berechnet. Und dann sieht man Folgendes:
    – Die Ausgleichsgerade die oben eingezeichnet ist erhält man wenn man den 3 Jahreszeitraum am Ende genauso stark gewichtet wie die 10 Jahreszeiträume davor.
    – Nimmt man nur die vollen 10 Jahres Zeiträume als Daten (also insgesamt 1880-2009) ist die Steigung der Geraden genau: null
    – Leider habe ich auf Anhieb keine aktualisierte Version des Reports gefunden aus dem die Daten stammen. Aber mit ein bisschen googeln findet man heraus, dass es zwischen 2010 und heute 5 Hurricanes der Kategorien 3-5 gab. Damit ergibt sich eine Steigung von -0.013 für die Gerade und das sieht gleich weit weniger dramatisch aus als oben. Und wenn man bedenkt, dass die 10 Jahre noch nicht voll sind und man annimmt dass in 2019 auch nur ein einziger Hurricane auftritt wird die Steigung leicht positiv.

    Was heißt das jetzt? Den Daten nach gibt es anscheinend weder mehr noch weniger Hurricanes. Man kann diese Statistik sogar immer noch als Argument verwenden, dass sich das Klima (bezogen auf Hurricanes) trotz Einfluss durch den Menschen nicht ändert. Das ganze wirft aber trotzdem ein schlechtes Licht auf die Quelle der Ausgleichsgeraden. Wer auch immer diese erstellt hat hat entweder schlampig gearbeitet oder bewusst die Ergebnisse verzerrt. Und das ist für mich persönlich ein Grund den Aussagen der Wissenschaft mehr zu vertrauen als den Skeptikern. Will ein Wissenschaftler seine Arbeit veröffentlichen, so würde eine so schlampige Arbeit wie mit dem Diagramm ein Peer-Review in 99.9% der Fälle nicht bestehen.

    Zum Abschluss noch eine schöne Darstellung der Durchschnittstemperatur seit 200000 v. Chr.:
    https://xkcd.com/1732/

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    • Hi David,

      meinen Punkt #2 sehe ich selbst als Schwachpunkt meines Beitrags. Und die Regressionslinie ist murks. Da stimme ich dir zu.

      Vielleicht hast du ja doch noch Lust, den Beitrag zu Ende zu lesen. Die spannendsten Punkte kommen im letzten Drittel. (Vielleicht war es ein Fehler, sie ans Ende zu packen)

      Viele Grüße & ein schönes Wochenende!
      Stefan

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  13. Hi Stefan,

    das es ja dein Ziel ist umfassend informiert zu sein, bist du für nicht-politisch motivierte Gegendarstellung sicherlich offen. Es bestreitet natürlich niemand dass es Politiker und Medien gibt, die versuchen sich mit der Thematik einfach Vorteile zu erschaffen.

    #1 – Eisbären
    Klar, es gibt immer sterbende Tiere, einzelne Fotos sind keine Beweise sondern nur Symbole.
    Das sich die Population grade von den Folgen der Jagd erholt hat ist kein Grund sie jetzt anderweitig zu bedrohen. Die Überlebensraten für junge Eisbären sinken (https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.2193/2006-180) und einige der Populationen schrumpfen (http://pbsg.npolar.no/en/status/status-table.html)

    #2 – Hurrikanes
    Es gibt einige Studien die einen Anstieg von Hurrikanes oder ihrer Energie messen und weiterhin vorhersagen (zB https://www.gfdl.noaa.gov/bibliography/related_files/gav0802.pdf)

    #3 – Energiesparlampen
    Wie gesagt, bullshit happens

    #4 – Antarktistemperatur
    Auch hier, wobei noch die Frage gestellt werden muss welche Aussage die Sommertemperatur der Antarktis überhaupt hat.

    #5 – Verkerhrsabgase
    Keine Ahnung was du hier sagen willst. Für mich sieht es so aus als wäre beim NO2 und Feinstaub schon ein Erfolg zu verbuchen, während beim CO2 noch Potential ist. Dass Verkehr die einzige Verschmutzungsquelle ist hat nie jemand behauptet. Dass die Verbote teilweise seltsam sind ist kein Argument gegen die Sache an sich.

    #6 – Vorreiter
    Stellt sich raus es gibt auch Leute die sich leichte Publicity schaffen indem sie sich als Gegen-das-System-Denker hinstellen. Ansonsten fehlt hier irgendwie das Argument. Auch andere Länder werden irgendwann merken dass ohne-umweltverschmutzung gar nicht so schlecht ist. Wenn dann in Deutschland schon Expertise besteht ist das durchaus ein Vorteil

    #7 – Rekorde
    Super, es gab in den letzten 500 Jahren auch mal welche die schlimmer waren. Mittlerweile stellt aber jedes Jahr Rekorde auf, die, rein statistisch gesehen, nicht so häufig sein sollten.

    #8 – Kampfbegriffe
    Diskussionen sollten sachlich sein, klar. Gut dass du in deinem Post keine polemischen Begriffe verwendest.

    #9 – Langfristige Prognosen
    Vorhersagen sind immer schwierig wenn sie die Zukunft betreffen. Klar, es könnte sein dass es nicht so schlimm wird, wie wir denken. Es könnte aber auch noch schlimmer werden. RUMMS

    #10 – Zehntausend Wissenschaftler auf der Gegenseite
    Leider waren die meisten keine Klimaforscher https://de.wikipedia.org/wiki/Oregon-Petition

    #11 – Perfekte Temperatur
    Das Zitat über die „angenehmen 15 Grad“ scheint mir gerundet und aus dem Kontext genommen. Was soll „ideal für die Erde“ überhaupt heißen? Die aktuelle Temperatur ist 4 Grad über „Norddeutschland steckt tief im Eis“ und 4 Grad unter „Palmen in der Antarktis“. Kleine Änderungen können extreme Folgen haben. In der Vergangenheit der Erde sind so manche spannende Sachen passiert, die meisten davon wären katastrophal wenn sie sich heute wiederholen. In den letzten 250000 Jahren gab es auch keine Verbrennungsmotoren, das CO2 hatte trotzdem schon immer einen Treibhauseffekt. Ein Anstieg des Ausstoßes muss nicht sofort zum Anstieg in der Luft führen, da das CO2 kurzfristig absorbiert werden kann.

    #12 – Wärmeinseln
    Überraschung, du bist nicht der erste der darauf gekommen ist dass Messstationen nicht gleichmäßig auf der Erde verteilt sind. Deshalb ist das Ermitteln der Welt-Durchschnittstemperatur auch etwas komplizierter und es gibt verschiedene leicht abweichende Datenquellen. Wenn du das reine Mittel aller Messungen nimmst wird es sogar kälter, weil mehr Messstationen in Pol- als in Äquator-nähe errichtet werden.

    #13 – Kleine Eiszeit
    Bei der „kleinen Eiszeit“ ist es in 1000 Jahren ein halbes Grad kälter geworden. Seitdem wurde es in weniger als 150 Jahren fast 1.5 Grad wärmer.

    #14 – Eismasse
    Es gibt regionale Eiszunahmen, das liegt daran dass die wärmere Luft mehr Wasser trägt, was zu mehr Schnee führt. Weltweit nimmt das Eis ab.

    #15 – Sonnenaktivität
    Die Sonneaktivität durchläuft verschiedene Zyklen, der kürzeste ist ca 11 Jahre lang. Im Mittel ist die Sonnenaktivität in den letzten 50 Jahren gesunken. Auch wenn ein Physiker das anders sieht, Konsens ist dass das Ausmaß des Temperaturanstiegs ist nicht mit Sonnenaktivität erklärbar ist.

    Was viele Wissenschaftler glauben:
    * Es gab verschiedenste Temperaturen in der Erdgeschichte, aber einen so rasanten Anstieg wie jetzt gab es noch nie.
    * 0,038% CO2 auf 100km Atmosphäre ist immernoch genug um signifikant Energie zu absorbieren. Dass der Großteil des CO2s andere Quellen hat ändert nichts daran dass ein empfindliches Gleichgewicht gestört wird. Und so viel Luft gibt es tatsächlich gar nicht auf der Welt, dass Menschen das nicht beeinflussen könnten.
    * Das Pflanzen mit mehr CO2 schneller wachsen (komisch, eben war noch so wenig CO2 in der Luft dass das unmöglich einen Unterschied machen kann) nützt leider nicht viel, weil diese Pflanzen eine geringere Nährstoffdichte haben und das Problem der Mangelernährung auch noch verstärken können.
    * Globale Erwärmung schließt nicht aus dass es regional kälter wird. Wenn der Golfstrom wegbricht können wir im Winter mit dem Auto nach England fahren. Gleichermaßen heißt ein warmes Skandinavien nicht dass es damals global Wärmer war.

    Zuletzt noch die Frage, was ist eigentlich das Geschäftsmodell von Big Klima? Die „Milliarden“ der Forschungsgelder gegenüber den Billionen der Industriekonzerne vorzuziehen scheint mir kein nachhaltiger Businessplan.

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