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Im Januar 2024 hatte ich eine Rede Javier Mileis ins Deutsche übersetzt, die ich für die beste Rede halte, die ich jemals gehört habe.
Im Juni 2025 hatte ich berichtet, dass er das Wirtschaftswachstum erhöht hat, die Armut gesenkt, die Inflation gesenkt und die Staatsverschuldung gesenkt.
Derzeit lese ich Philipp Bagus’ Buch „Die Ära Milei – Argentiniens neuer Weg“ und möchte einige Zitate wiedergeben.
„Die libertären Reformen eines Ludwig Erhard, die Währungsreform und die Einführung der Marktwirtschaft waren eine Schocktherapie. Aber Erhard hatte dafür nicht in einem Wahlkampf Werbung gemacht, sondern die Gunst der Stunde genutzt, um das durchzusetzen, was er für richtig hielt. Zum Glück für Deutschland. Das Erstaunliche ist daher nicht so sehr, dass Milei noch radikalere Reformen als Erhard vorschlägt. Das Einzigartige ist, dass er diese Reformen im Wahlkampf angekündigt hat und dafür gewählt wurde.“
„Es gibt Gesellschaftsmodelle, die allen Menschen Essen, Unterkunft und Freizeit garantieren, aber diese Dinge gibt es auch im Gefängnis, sagt Milei. Er liebt die Freiheit. Lieber Freiheit mit Risiko als eine ruhige Zeit als Sklave.“
„Unter Libertären gilt ein Gang in die Politik als anrüchig. Politik ist ein schmutziges Geschäft. Politik korrumpiert. Die libertäre Devise lautet: Halte dich fern von der Politik und setze deine Energie dazu ein, die öffentliche Meinung zu ändern. Halte Vorträge und Vorlesungen, schreibe Bücher und Zeitungsartikel. Dann ändert sich die öffentliche Meinung. Die Politiker richten ihr Fähnlein nach dem Wind der öffentlichen Meinung und werden dann der liberalen Richtung folgen. Aber zerstöre nicht dein Leben, indem du in die Politik gehst.“
„Lopez Murphy kauft sich mit viel Geld Unterstützer. Dahinter stecken wieder Juntos por el Cambio und Lareta. Es gibt Verräter in Mileis Umfeld. Sie wechseln die Seiten. Die Bestechungsversuche machen selbst vor Milei nicht halt. Es kommt zu einem Treffen. Sie legen ihm 300000 Dollar auf den Tisch. Damit er seine Kandidatur zurückzieht. Sich aus der Politik verabschiedet. 300000 Dollar. Mileis Antwort: Kannst du behalten.“
„Ich bin nicht in die Politik gegangen, um Lämmer zu führen, sondern um Löwen zu wecken.“
„[…] Das ist der echte Javier Milei. Das ist nichts Künstliches. Ihm fliegen die Herzen zu. Auch weil die korrupte, verlogene Politklasse, die nur auf Stimmen schaut, bei den Argentiniern Ablehnung und Ekel erzeugt. Javier Milei wird nicht gewählt, weil er das geringere Übel ist, sondern aus Enthusiasmus und Überzeugung.“
„Die Leute auf der Straße schließen sich spontan an. Sie sind der Politiker müde, die sie betrügen und berauben. Vor allem junge Freiwillige sind dabei und engagieren sich. Sie sehen in Milei ihre letzte Chance, die ihnen das Auswandern erspart. Sie würden gerne bleiben.“
„Jugendliche sind meist flexibler im Geiste. Sie sind am kürzesten mit etatistischen Ideen infiziert worden. Das Phänomen Milei beginnt tatsächlich mit der Jugend, die immer rebellisch und gegen den Status quo ist. In den 1980er und 1990er-Jahren war es angesagt, links zu sein. Doch heute ist der Status quo woke, gegendert, politisch korrekt und links. Heute ist es angesagt, anti-etatistisch, anti-sozialistisch, anti-woke und freiheitlich zu sein. Die Revolution ist liberal.“
„Mileis Kampagne nimmt an Fahrt auf. Sie mobilisiert über die sozialen Netzwerke. Die etablierte Politklasse hat Angst. Während der Covidkrise hatte sie ihr Gesicht gezeigt. In der Coronazeit verarmte die breite Bevölkerung und die Politiker wurden immer reicher. Politiker erhielten bei den Impfungen Vortritt. Der Unterschied zwischen Politikklasse und dem Rest der Bevölkerung wurde deutlicher denn je. Während die Politiker in dem Präsidentenwohnsitz Quinta de Olivos heimlich rauschende Feste feierten, war der Rest der Bevölkerung im Lockdown eingesperrt. Der Skandal flog auf. Die Leute hatten genug.“
„Geben die Politiker mehr Geld aus, als sie einnehmen, um Stimmen zu kaufen, gibt es ein Staatsdefizit. Um das zu begleichen, druckt die Zentralbank Geld. Es kommt zur Inflation. Die Hälfte der Bevölkerung lebt auf Kosten der anderen Hälfte. Milei gelingt es, die ökonomischen Zusammenhänge von Staatsdefizit, Stimmenkauf und Inflation der breiten Bevölkerung verständlich zu machen. Die Kaste in der Person von Horatio Larreta oder Axel Kicillof bezeichnen sich selbst als Keynesianer. Sie behaupten, der Staat müsse noch mehr ausgeben, die Inflation sei die Schuld der Unternehmer, die die Preise erhöhen. Ihnen glauben immer weniger.“
„Die Anstrengung trägt Früchte. In Umfragen bezeichnen 65 Prozent der Argentinier die Geldmengenerhöhung als Ursache der Teuerung.“
„Der nächste geniale Schachzug erfolgt vor laufenden Kameras: Falls Milei gewählt wird und das Parlament ihm nicht erlaubt, auf seine Abgeordnetendiät zu verzichten, dann, so verspricht er, wird er seine Diät im Internet verlosen. Er möchte nicht das Geld der Steuerzahler, er möchte kein Parasit sein. Ein Marktinggeniestreich. Über 2 Millionen Argentinier melden sich zur Verlosung an. Die Aktion macht weltweit Schlagzeilen.“
„Dabei hatten die Argentinier alles probiert. Sie hatten Peronisten zum Präsidenten gewählt, und auch Politiker der Union Civica Radical, ja sogar einer neuen Partei, der Juntos por el Cambio von Mauricio Macri, hatten sie die Chance gegeben. Doch das Ergebnis war immer das Gleiche: Korruption, Vetternwirtschaft, Inflation und Verarmung. Die Argentinier wollten kein Immer Weiter So, sondern etwas völlig Neues probieren. Und dieses Neue, das verkörperte Javier Milei.“
„Ich bitte um deine Stimme, nicht um Macht über dein Leben zu erlangen, sondern um dir die Macht über dein Leben zurückzugeben.“
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