0% Zinsen? Kein Problem!

Ich frage mich häufig, warum die Aktienkultur in Deutschland so schwach ausgeprägt ist, verglichen mit anderen Industrieländern. Konkrete Zahlen dazu findet ihr hier: „Über den Blog„.

Ich habe im Blog bereits mehrfach nach Erklärungen und Lösungen gesucht.
Die Deutschen und die Aktien
So einfach ist das!
Die Geldanlage der Deutschen ist eine Katastrophe

Wer etwas Zeit hat, dem empfehle ich diese Podiumsdiskussion von der Messe „Invest“ aus der vergangenen Woche: Video-Link
Sie schlägt alle deutschen Talkshows, die zuletzt zu diesem Thema abgehalten wurden (von „Anne Will“ über „Menschen bei Maischberger“ bis hin zu „Hart aber fair“) um Längen.

Den Deutschen Aktienindex DAX gibt es seit 1988. Seitdem hat er um unfassbare 8,8% pro Jahr zugelegt.

Wäre dieser Anstieg geradlinig verlaufen und nicht im Zick-Zack, dann wären wir alle Aktionäre. Ich denke, die Volatilität ist der Hauptgrund für viele, die Finger von Unternehmensbeteiligungen zu lassen.

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Stericycle Inc. – Der Fels in der Brandung

Leser Sebastian machte mich gestern auf ein Unternehmen namens Stericycle aufmerksam, an dem ich mich heute beteiligt habe als 13. Unternehmen in meinem Portfolio.

Da ich meine Aktienquote nicht erhöhen wollte, habe ich entschieden, mich dafür von einigen Tyson Foods Aktien zu trennen. Tyson ist zuletzt wahnsinnig gut gelaufen und hatte dadurch den höchsten Anteil in meinem Depot (15%), den ich nun etwas senken konnte.

Solche Umschichtungen nehme ich nur ungern vor, da sie gegen mein Prinzip verstoßen, Gebühren und Steuern möglichst niedrig zu halten. Ich hatte jedoch die Befürchtung, mir könne die Stericycle-Aktie in den kommenden Monaten zu teuer werden. So wie die Fielmann-Aktie, die ich wahnsinnig gern im Depot hätte, die mir aber viel zu hoch bewertet ist.

Nun zum Unternehmen. Ich bezweifle, dass mehr als 2% meiner Stammleser schon mal von dieser Firma gehört haben. In den Weiten des deutschsprachigen Webs ist fast nichts über das Unternehmen zu finden. Grund genug für mich, euch Stericycle vorzustellen in dem vielleicht ausführlichsten deutschsprachigen Artikel.

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Dividenden: Fluch oder Segen in der Ansparphase?

In diesem Monat erhalte ich von 6 Unternehmen Dividenden. Sie belohnen mich dafür, dass ich mich an ihnen beteiligt habe. Die Ausschüttung von Dividenden führt zur Ausschüttung von Dopamin im Körper des Anlegers. Zu Recht?

In letzter Zeit beobachte ich mehr und mehr bloggende Privatanleger, deren Hauptfokus bei der Aktienauswahl auf der aktuellen Dividendenrendite liegt. Ich sehe das äußerst kritisch.

Zunächst muss man unterscheiden zwischen Ansparphase und Verbrauchsphase bei langfristig orientierten Anlegern. In der Ansparphase wird investiert, investiert, investiert. Dividenden werden reinvestiert. Später in der Verbrauchsphase werden Ausschüttungen (ggf. auch Einnahmen aus Aktienverkäufen) für den Konsum verwendet.

Meine Kritik richtig sich allein auf den Fokus der Aktienauswahl in der Ansparphase.

Jeder Anleger sollte sich bewusst machen: Dividenden erhöhen das Vermögen nicht. Sie senken es. Der Kurs fällt in Höhe der Dividende. Auf die Ausschüttung zahlt der Aktionär Steuern. Außerdem fallen Gebühren bei der Reinvestition an und ggf. Kosten zur Wiederbeschaffung zu viel eingezogener ausländischer Quellensteuer (bspw. bei Unternehmen aus der Schweiz). Diese 3 Kostenarten sollte man keineswegs unterschätzen.

Es handelt sich dabei um einen negativen Zinseszinseffekt, der Vermögen vernichtet.

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Rendite-Update Februar

Es ist höchste Zeit für mein Rendite-Update für den Februar.
Wie immer stelle ich die Rendite meines Depots kumuliert dar. Jeder Punkt in der Grafik gibt die Rendite des gesamten Zeitraumes bis zu diesem Tag wieder, und zwar anhand folgender Berechnung:

Rendite = (Depotwert + Verkaufserlöse – gesamtes investiertes Kapital) / gesamtes investiertes Kapital

Mein Benchmark ist mein Plan B: Würde ich nicht in Einzelwerte investieren, dann würde ich einen monatlichen Sparplan auf den folgenden ETF anlegen: db x-trackers MSCI World Index UCITS ETF 1C. Die Performance berechne ich anhand der in Euro gehandelten Kurse, ebenso bei meiner Depot-Rendite.

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Die Geldanlage der meisten Deutschen ist eine Katastrophe!

Darüber, wie die Deutschen ihr Geld anlegen, wollte ich schon seit längerem einen kritischen Artikel schreiben. Bislang fehlte mir die Muße für die aufwändige Recherche nach harten Zahlen und Fakten. Diese Aufgabe haben nun die Reporter des SPIEGEL für mich teilweise übernommen.

Die Titel-Story der aktuellen Print-Ausgabe wird betitelt mit: „Ohne Zins und Verstand – Warum die Deutschen ihr Geld falsch anlegen und wie sie es vermehren können“.

Ich freue mich, dass ein großes Magazin den Finger in die Wunde legt und versucht, die Leute wachzurütteln. Sparer, Banken und Politiker bekommen ihr Fett weg.

Auf 9 von 10 Seiten wird beschrieben, was die deutschen Sparer alles FALSCH machen. Verbesserungsvorschläge kommen leider zu kurz (das übernehme ich). Einige hochinteressante Fakten werden dennoch aufgetischt.

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Rendite-Update Januar

Einzelwerte oder Index – das ist die vielleicht wichtigste Frage für einen Buy & Hold Anleger. Ich entschied mich zunächst für die erste Variante.

Die Auswahl von Unternehmen und Einstiegszeitpunkten macht mir viel Spaß. Außerdem ist es eine große Herausforderung „den Markt“ langfristig zu schlagen. Viele meinen, es sei (nahezu) unmöglich. Einige halten mich vielleicht sogar für arrogant, wenn ich der Ansicht bin, ich könne langfristig eine Überrendite gegenüber den großen Indizes S&P 500 oder Stoxx Europe 600 erzielen.

Ich versuche es. Wenn es nicht funktioniert oder ich die Freude daran verliere, werde ich stattdessen einen monatlichen Sparplan auf den MSCI World Index einrichten, wie ich es hier beschrieben hatte: Link

Um zu sehen, ob ich erfolgreich bin, vergleiche ich monatlich meine Gesamtrendite mit dem MSCI World. Die Formel ist einfach:
Rendite = (Depotwert – investiertes Kapital) / investiertes Kapital

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