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41 Gedanken zu „Feedback

  1. Hi Stefan,
    ich habe deinen Block gelesen und viele spannende und auch interessante Sachen über dich sowie über Aktien gefunden. Ich würde dir gern die Seite http://www.spekunauten.de/ empfehlen. Darüber kannst du vielleicht auch mehr Leser erreichen. Ich würde mich freuen, dort auch von dir zu lesen.

    Grüße! André

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  2. Moin Stefan,

    ich lese deinen Blog nun schon ziemlich lange und finde, dass du echt guten Content bringst! Wie du deine Käufe erklärst ist immer wieder bemerkenswert. Ich habe meinen Radius, den ich durch Job und Schule schon hatte (arbeite bei einer Bank) durch deinen Blog noch erweitert.

    Nun meine Frage, könntest du vielleicht in einem kurzem Statement Stellung nehmen zu den Aktien, die ich in meinem Depot habe. Ich gehe ähnlich wie du an Käufe heran. Jedoch sind unsere Käufe „fast“ komplett unterschiedlich:

    CVS HEALTH
    INTEL
    LAM RESEARCH
    MICRON TECHNOLOGY
    PFIZER INC
    SOUTHWEST AIRLINES
    TARGET CORP
    TYSON FOODS INC
    BAYER AG
    CONTINENTAL AG
    DAIMLER AG
    MERCK KGAA
    SIEMENS AG

    Wie du siehst, splitte ich sehr stark zwischen europäischen und amerikanischen Aktien.

    Danke für deine Feedback!

    Gruß Philipp

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    • Hi Philipp,

      vielen Dank für deine lobenden Worte. Schön, dass du dich nach langem Lesen zu einem Kommentar durchgerungen hast 😉

      Grundsätzlich möchte ich zunächst betonen, dass ich ungern jemanden eine bestimmte Aktie einreden oder ausreden will. Es kommt sehr stark auf die Zielsetzung, den Anlagehorizont und die Psyche an, welche Aktie zu einem passt. Es nützt z.B. nichts, jemandem die tollste Aktie zu empfehlen, die langfristig um 20% pro Jahr steigt, wenn diese Aktie in Rezessionen 80% an Wert verliert und der Aktionär in der ersten Rezession panikartig verkauft.

      Ein Unternehmen schaue ich mir in der Regel zwischen 10 Sekunden und 5 Stunden an. Von den allermeisten Unternehmen nehme ich nach weniger als 60 Sekunden Abstand, da ich strenge Kriterien habe, was beispielsweise Eigenkapitalquote, Kapitalrendite, Umsatzrendite und Umsatzwachstum angeht. Diese Zahlen sieht man bei Morningstar alle auf einen Blick, z.B. hier: http://financials.morningstar.com/ratios/r.html?t=NKE
      Weitere ca. 3 Stunden brauche ich, um aus meinen Erkenntnissen einen Blog-Artikel zu basteln. Bis zur fertigen Analyse kann es also schon mal 8 Stunden dauern. Bei deinen 13 Unternehmen wären das 104 Stunden 🙂

      Aber du hast ja nach einem kurzen Statement gefragt…

      Continental hab ich ja selbst im Depot. Schau mal, was ich im März geschrieben habe: https://stefansboersenblog.com/2017/03/02/die-millionaere-die-fuer-mich-arbeiten/

      Zu Tyson Foods und Daimler habe ich auch vor kurzem etwas berichtet.
      Tyson Foods: https://stefansboersenblog.com/2017/07/11/cancom-tyson-foods/
      Daimler: https://stefansboersenblog.com/2017/06/10/daimler-aktie/

      Intel sieht von den Zahlen her auf den ersten schnellen Blick in Ordnung aus. Da müsste ich mich stärker mit den Produkten, Dienstleistungen und Zukunftsaussichten beschäftigen.

      Micron und Lam sind Halbleiter-Hersteller. In dieser Branche ist Skyworks Solutions mein Favorit.

      Für Pfizer und Merck gelten im Prinzip die Punkte 2 bis 6 aus meinen Aussagen zu Gilead: https://stefansboersenblog.com/2017/08/03/starbucks-aktie/comment-page-1/#comment-1328
      Johnson & Johnson ziehe ich Pfizer und Merck vor.

      Target scheint zum Amazon-Opfer zu werden. Die Umsätze fallen seit 4 Jahren. Der Gewinn war 2016 geringer als 2008.

      Zu den anderen Unternehmen habe ich keine Meinung.
      Ich hoffe, das hat ein wenig geholfen 🙂

      Viele Grüße, Stefan

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  3. Hallo Stefan. Ein wirklich toller Blog mit fundierten Analysen. Du hast auch einige fundamental sehr stark Aktien im Depot, die ein gute Inspiration für eigene Recherchen sind. Meine Frage an dich: Wie gehst du mit dem Thema Goodwill in der Bilanz um? Beispiel – McCormick – Tolles Unternehmen, aber der Goodwill übersteigt, das Eigenkapital. Ich habe da immer sehr große Bauchschmerzen. In 2017 hat McCormick ja auch noch die Food Division von RECKITT BENCKISER übernommen. Für einen recht hohen Preise. Der kommt also noch mal Goodwill oben drauf. Für mich ist so ein hoher Goodwill eine Zeitbombe. Irgendwann muss er mal abgeschrieben werden und dann ist ein großer Teil des Eigenkapitals weg. Wie siehst du das?

    Gefällt mir

    • Hi Thomas,

      vielen Dank für das Lob!

      Goodwill sehe ich ähnlich wie Christian: http://www.hamsterradblog.com/geschaftsberichte-verstehen/geschaftsberichte-verstehen-die-bilanz-lesen-teil-2/

      Zur jüngsten Übernahme durch McCormick hatte ich mich hier schon geäußert: https://stefansboersenblog.com/2017/08/03/starbucks-aktie/comment-page-1/#comment-1336

      Auch Seeking Alpha ging schon mehrfach lesenswert darauf ein, z.B. hier: https://seekingalpha.com/article/4099954-mccormick-dividend-aristocrat-double-digit-total-return-potential

      Ich sehe es so:
      Unternehmen haben im Prinzip 5 Möglichkeiten, etwas mit ihrem überschüssigen Geld anzustellen: (1) Dividenden zahlen, (2) Aktien zurückkaufen, (3) Schulden zurückzahlen, (4) Übernahmen tätigen, (5) Sonstiges, d.h. in organisches Wachstum investieren.
      Wachsen kann man nur bei (4) und (5). Es gibt Zeiten/Gelegenheiten, in denen eine Übernahme die sinnvollste Investitionsmöglichkeit ist im Sinne langfristig orientierter Aktionäre. Die Aktionäre der zu übernehmenden Firma wollen entsprechend entschädigt werden, fordern also in der Regel einen Preis über dem Buchwert ihres Unternehmens. Die Differenz verbucht die übernehmende Firma als Goodwill, der in den Folgejahren abgeschrieben wird.
      Goodwill ist nicht grundsätzlich etwas Schlechtes. Es kommt immer auf den Einzelfall an. Also muss man jeden Fall einzeln bewerten. Viele Übernahmen sind absolut sinnvoll, auch wenn dafür der dreifache oder vierfache Buchwert gezahlt wird.

      Dass der Blick auf die Eigenkapitalquote täuschen kann, wenn der Goodwill-Anteil sehr hoch ist, sehe ich genauso. Bei McCormick war der Goodwill-Anteil aber über die gesamte letzte Dekade sehr hoch. Trotzdem lag die EK-Quote immer zwischen 32% und 44%. Das Unternehmen gibt an, dass die jüngste Übernahme die EK-Quote von 37% auf 20% senken wird, diese aber bis 2020 schon wieder auf 33% steigen soll.
      McDonald’s und Colgate-Palmolive haben z.B. überhaupt kein Eigenkapital. (besser gesagt: es ist negativ)

      Ich bin mit dem Gesamtpaket McCormick sehr zufrieden. Werde aber einen genauen Blick in die erste Bilanz werden, die nach der Übernahme veröffentlicht wird. Es ist die größte Übernahme der Firmengeschichte, glaube ich.
      Ob der Preis zu hoch war, kann ich nicht einschätzen. Auf jeden Fall ist die Marge des zugekauften Geschäfts höher als die – ohnehin schon hohe – eigene Marge. Das gefällt mir.

      Viele Grüße, Stefan

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      • Hallo Stefan,
        Danke für deine ausführliche Stellungnahme. Du hast Recht, dass man bei dem Goodwill auf den Einzelfall schauen muss. Bei McCormick scheint es sogar ein „guter“ Goodwill zu sein, Grund ist wohl das stabile Geschäftsmodell auch in Krisenzeiten.

        Der Goodwill generell wird zwar abgeschrieben, aber nicht planmäßig. Es ist also schwer zu kalkulieren, wann die Abschreibung kommt. Man prüft ja jährlich die Werthaltigkeit des Goodwill (Impariment-Test nach IFRS, US-GAAP ähnlich).Meistens kommt die Wertberichtigung, wenn es in dem erworbenen Unternehmensteil nicht mehr gut läuft, also vielleicht in einer Rezession. Das haut dann im schlimmsten Fall richtig rein.

        Ich war selber in der Wirtschaftsprüfung tätig und weiß aus Erfahrung, dass das Management meist auf Teufel komm raus, die Goodwills in der Bilanz verteidigt, bis es nicht mehr geht. Man müsste sich ja sonst eingestehen, einen schlechten Deal gemacht zu haben. Von daher bin ich bei hohem Goodwill immer vorsichtig, weil ich keine Lust auf Kapitalerhöhungen habe.

        Aber wie du sagst, es kommt auf das Geschäftsmodell des Unternehmens an, dass hatte ich bislang in meinen Überlegungen nicht ausreichend berücksichtigt.

        Danke.

        Gruss Thomas

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